Rap ist sexistisch? Hier sind fünf Gegenbeispiele

2. „Ich kann, wenn ich in den Spiegel gucke, Gott erkennen / Das ist wie bei „Ni**er“: Nur ich selbst darf mich Fotze nennen.“ (Juju & Said – Berliner Schnauze)

Das vulgäre Schimpfwort „Fotze“ erfreut sich in der Rap-Szene reger Beliebtheit. Das Duo SXTN, welches aus zwei Mädels besteht, hat gleich zwei Tracks, bei denen die Beleidigung im Titel auftaucht: In „Fotzen im Club“ und „Die Fotzen sind wieder da“ bezeichnen sie sich selbst als Fotzen, was erstmal für Verwirrung sorgen könnte, aber durchaus wirksam ist. Denn in „Berliner Schnauze“ erklärt eine der beiden Berlinerinnen, Juju, dass eben nur sie selbst sich als Fotze bezeichnen darf, wodurch sie dem Schimpfwort die Macht nimmt.

10 KOMMENTARE

  1. „Sexistisch“, ja ist rap. Aber die bedeutung wird masslos überhöht…das wort selber ist viel zu allgemein und negativ besetzt…erinnert mich ein bisschen an die amis, wo männer die was mit 17 jährigen haben als pädophile sexualstraftäter bezeichnet werden und sich in nachbarschaft als solcher auf lebenszeit immer wieder vorstellrn müssen – genau wie die die 9 jährige vergewaltigen…keine verhältnismässigkeit der bezeichnung mehr

  2. „keine Zeit mehr dich zu schlagen“ (Savas, Pimplegionär)
    das ist ein klasse track. aber klar, er ist hart sexistisch und wäre auch ohne diese line ausgekommen. da kommen wir dann bei „was darf kunst“ vorbei, aber erstens darüber diskutieren und aber davor nulltens auch mal einsehen – rap ist oft hart sexistisch. punkt. bedeutet ja noch lange nicht es verbieten.
    amerikanische actionfilme sind gewaltverherrlichend. oft. will deshalb ja niemand verbieten. aber darüber reden darf man.

    • Ich vertrete weder die Meinung, dass es keine sexistischen Texte im Rap gibt, noch ist diese These die Message meines Artikels. Ich wollte lediglich einige beispielhafte Lines nennen, bei denen eher feministisch statt sexistisch gerappt wird, um zu zeigen, dass Rap auch ein Genre für Freunde der Gleichberechtigung sein kann.

  3. Wow, kiz und edgar wasser sind nicht sexistisch, sxtn und antifuchs auch nicht weil frauen. Der überwiegende Rest ist es aber durch und durch, von rassismus und antisemitismus und herabwürdigung von behinderten und obdachlosen mal abgesehen. Mal wieder ein super nutzloser artikel von euch.

    • Hallo Meckerheini,
      Deine Behauptung, dass SXTN und Antifuchs nicht sexistisch sein können, da sie Frauen sind, beschreibt ziemlich gut, dass du das Wort „Sexismus“ noch nicht so ganz verstanden hast. Sexismus lässt sich am ehesten mit „Geschlechtsvorurteil“ übersetzen – heißt einem Individuum werden nur auf Grund seines Geschlechts bestimmt Charaktereigenschaften/Stärken/Schwächen/Handlungen/etc. zugeschrieben, die aber gar nicht zwangsläufig stimmen müssen. Heißt im Klartext: Natürlich können auch Frauen sexistisch sein.

      • Liebe Krissy Kowsky,

        Dann sind sie also doch sexistisch, wenn man das Lied „hass frau“ mal beachtet?

        Oder sind sie es nicht weil sie frauen sind?

        Oder ist es überhaupt nicht sexistisch?

        Wäre es sexistisch wenn ein mann sowas rappt?

        Habe ich vielleicht doch gar nicht mal so unrecht? Ist es vielleicht doch so dass sxtn eben aufgrund ihres geschlechts keine sexisten sein können?

        Mag ja sein dass ich mich irre, aber IRGENDWO hier in Deinem Artikel ist ein widerspruch.

        A.) Entweder sxtn ist nicht sexistisch aufgrund der tatsache dass es zwei frauen sind. Würde ein orgi sowas rappen wäre der text definitiv sexistisch…weil er ein mann ist.

        B.) Der Text ist sexistisch. Ergo sind sxtn sexistisch. Da kann man jetzt natürlich sagen dass lediglich der text sexistisch ist und sxtn an sich ganz dufte damen sind…dann könnte man aber auch zu den zillertaler türkenjäger sagen, dass sie eigentlich ganz dufte dudes sind und überhaupt keine Rassisten, da sie irgendwann mal vor 100 jahren ne lagerfeuerballade geschrieben haben.

        Wie Du siehst ist es dann doch nicht so einfach, mir Ahnungslosigkeit zu unterstellen, wenn man Sexismus selber nicht erkennen kann. Aber hauptsache irgendwer auf Rap.de schriebt irgendwas möchtegernintelligentes.

        • Hey Meckerheini,

          deine Antwort ist wirklich gut! Allerdings vergisst du, dass sich SXTN in „Hass Frau“ auf den Text „Du nichts, ich Mann“ von King Orgasmus beziehen und diesen, im Gegensatz zum Original, nicht ernst meinen sondern ihn verhöhnen. Ok, klar, ich kann nicht beweisen, dass KO den wirklich ernst meint aber dass er den Text ernst meint würde auf jeden Fall eher zu seinem Macho-Image passen, als einen ironischen Text über den Umgang mit Frauen zu schreiben.

          Bei SXTN ist das witzige, dass sie selber gar nicht gemerkt haben, dass sie feministisches Zeug machen, weil sie einfach aus ihrer Erfahrung berichten. Und generell ist fast jeder von uns mal sexistisch, da dieses Problem tief in unserer Gesellschaft verankert ist, sei es in Sprache, Kleidung oder Sport. Es gibt halt nur verschiedene Stufen davon und SXTN ist auf jeden Fall deutlich weniger sexistisch als King Orgasmus aber NICHt weil sie Frauen sind sondern wegen der Message, die ihre Texte ausstrahlen.
          Wen ich leider völlig vergessen habe, ist Sookee. Die hätte eigentlich auf die 1. gemusst. Tja, nächstes Mal 😉

  4. Leute „hass frau“ nimmt doch kritisch anschluss an den original song damals..es soll eher zum denken anregen..ich glaub viele leute verstehe auch so manchen text gar nicht. aber das denken kann mensch halt niemandem abnehmen. und natürlich ist das meiste sexistisch und natürlich ist es eigentlich immer super unnötig und würde ohne auskommen. und ich finde zeckenrap ist da oft auch nicht sonderlich sebstrefektiert weil es eben eher darum geht anderen zu erzählen nicht so sexisrisch zu sein statt mal eigene previlegien zu überdenken, die die meist weißen, deutschen politrapper so besitzen…nichts gegen zeckenrap aber von oben herab ist leider auch nicht so super PC, vor allem nicht wenn man sich ein musikgenre zu eigen macht das eben ürsprünglich aus der schwarzen und armen comunity kam…ich find macklemore hat da einen etwas selbstrefektierteren song „white privilege 1 /2“ veröffentlicht…leider ist der rapper auch sexistisch in einigen seiner songs (wenn auch nicht in den meisten)…echt schade. denn „bitch“ als man zu sagen ist ähnlich fragwürdig wie das n-Wort als weiße zu sagen….ohne die unterschiedlichkeit der politischen themen übergehen zu wollen..

    Peace!

  5. PS: ich schieß mich da Krissi Kowsky´s analyse zu sixtn an….und zu KO, JA er meint den ernst. der typ verdient damit sein geld wirklich schlechte und super sexistische pornos zu drehen liebe leute…

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