So war das Splash 2018: Enttäuschendes Line Up voller Highlights

Alle Jahre wieder pilgern tausende Rapjünger zum Splash-Festival, in freudiger Erwartung dicker Beats, warmen Getränken und einem See, der gleichzeitig erfrischend und auch ein wenig widerlich ist. Zwischen dampfenden Dixis und trichternden Deppen traute sich auch unser Redakteur Simon dieses Jahr einmal in die tobende HipHop Menge. Warum er sich immer noch nicht ganz sicher ist, ob er vom Splash enttäuscht oder begeistert sein soll, berichtet er hier.

Wie fängt man so einen Artikel an? Mit einer wüsten Schimpftirade über schlechte Acts? Oder doch einer Lobeshymne auf die großartigen Auftritte mancher Künstler? Ich versuch es einfach mal von vorne.

Als unglaublich professioneller Festivalbesucher kaufte ich mir mein Splash-Ticket, bevor ich auch nur einen Blick auf das Line Up geworfen hatte. Schöne Scheiße, dachte ich da, als ich mir dann doch ansah, wer da alles aufmarschierte. So war ich wirklich nicht begeistert, da ich wenige der Artists in meiner Freizeit tatsächlich höre. Klar ist das mein sehr subjektiver Rapgeschmack. Manch einer wird wohl in frenetische Schreikrämpfe ausgebrochen sein, als Headliner wie Casper oder Cro präsentiert wurden, ich bin es nicht.

Einzig die Vorfreude, mit meinen Leuten auf dem Zeltplatz diversen Tätigkeiten nachzugehen, trieb mich überhaupt noch aus meiner Berliner Behausung hinein in die Provinz. Nach stundenlangem Anstehen an dem(viel zu kleinen!) Eingang und dem müßigen Aufbau des Zeltes bei über 30 Grad, begann mein Splash 2018.

Hier möchte ich einmal einen klaren Cut machen und den Rest des Artikels in zwei Abschnitte unterteilen. Zum einen will und muss ich darüber sprechen, was mir negativ aufgestoßen oder einfach komplett schief gegangen ist. Wenn ich mich über schlechte Technik und Organisation beschwere, ist mir völlig klar, dass ich mich natürlich in einer angenehmen Position befinde: Ich habe keinerlei Verständnis für den enormen Aufwand und die Funktionsweise der riesigen Anlagen, noch könnte ich jemals eine so gigantische Veranstaltung organisieren. Doch als Konsument sind mir gewisse Punkte wirklich negativ aufgestoßen über die ich mich auch beschweren darf und werde. Doch keine Sorge, nach jedem Gemecker kommt auch eine ordentliche Portion Lob.

1 KOMMENTAR

  1. Ich glaube, ihr habt wirklich selten einen Artikel verfasst, dem ich so zustimmen würde.
    Es gibt viele Dinge die man den Veranstaltern nicht wirklich vorwerfen kann. Zum Beispiel, dass nach dem Brand auf dem Parkplatz aufgrund der Löscharbeiten kein Wasser mehr für die sanitären Anlagen zur Verfügung stand. Das fällt wohl unter höhere Gewalt. Trotzdem ärgerlich wenn man 15 Euro dafür bezahlt hat.

    Schrecklich unnachvollziehbar ist allerdings, dass bspw. eine Freundin den halben Samstag damit verbracht an ihr (bereits vorab bezahltes) gelbes Band zu kommen, weil es an der zuständigen Ausgabestelle keine mehr gab, sodass sie diverse Male hin und herlaufen musste. (Dabei ist sie auch eindeutig mehr Schritte gegangen als sie sich durch den Shuttlebus später gespart hat.)

    Den Eindruck mit den chemischen Drogen kann ich auch bestätigen und führe den auch auf das grauenvolle Lineup zurück. Aber das deckt sich mit meiner Meinung zu den neueren Sub-genres. Es ist einfach so plump und dämlich, dass man es nicht einmal als Fan noch halbwegs nüchtern hören will oder kann. Schade eigentlich.

    Trotzdem geh auch ich nächstes Jahr wieder. Es sei denn das Frauenfeld hat wieder ein so deutlich stärkeres Lineup als das Splash wie dieses Jahr.

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