Interview mit Blokkmonsta & Schwartz

Sie haben es erneut getan. Schwartz und Blokkmonsta, beide von Hirntot Records, haben den Nachfolger ihres gemeinsamen En dzeit-Albums „2050“ vorgelegt. Dieser heißt „2060: Zeugen der Apokalypse“ und verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie sein Vorgänger. Als erster Vorbote des Albums fungierte das Video von „Zeugen der Apokalypse“, dessen Making Of du hier exklusiv bei rap.de sehen kannst. Wir sprachen mit den beiden Reitern der Apokalypse über die Inspiration für „2060: Zeugen der Apokalypse„, Endzeitfilme, die Faszination der Menschheit für den Weltuntergang, Features mit Manny Marc und Prinz Pi sowie ihre Erfolge unter Heavy Metal-Fans. 

rap.de: „2060“ ist logischerweise der Nachfolger von „2050“…

Schwartz: … „2050“ war damals ja ein Abfallprodukt, kann man sagen. Ich kam damals eine Woche nach Berlin, wir haben „Desperados“ aufgenommen und hatten danach noch ein wenig Zeit.

Blokkmonsta: Bei „Desperados“ hatten wir Beat und Text schon fertig und uns war langweilig. Wir dachten uns, wir schauen keinen Film, sondern machen einen Beat. Und dann haben wir auf einmal angefangen und dann hatten wir ein geiles, neues Plug In, was genau in diese neue, düstere Elektroschiene gepasst hat.

Schwartz: Auf dem ganzen Album war meine Stimme total kaputt, weil ich sie bei „Desperados“ schon total verschrien hatte. „2050“ war auch unser erster Track 2005, als wir uns kennengelernt haben.

rap.de: Wir haben das Album gerade gehört. Es ist ja sehr, sagen wir, bildstark. Und sehr düster.

Schwartz: Es ist extrem krass geworden. In dem Video ist auch eine Köpfungsszenen drin und man sieht einfach, es ist nicht ernst gemeint , es ist schon so ein Videoding. Man hört ja jedes halbe Jahr mal „Hirntot, das ist nicht mehr das, was es war„. Bei dem Ding ist es aber krasser als ich dachte und es ist dennoch großhandeltauglich, weil es in der Zukunft spielt.

Blokkmonsta: Es ist sogar so, dass man von Anfang bis Ende einen roten Faden hat. Es ist eine Geschichte, die komplett durchgeht, erst einmal erzählen, was passiert ist. Kannbibalismus kommt mit rein und von dort aus geht es weiter zu Cyber/Roboter-Sachen. Die Mutanten werden wir auch beseitigen und dann werden die Toten wieder aufstehen, weil sie mit irgendwas infiziert werden. Es gibt dort eine neue Erkenntnis, die wir noch nicht Vorweg nehmen wollen. Und dann auf einmal stehen Ufos am Ende. Deshalb kann man auch nicht einfach irgendeinen Track rausnehmen und sdagen das ist böse und so weiter, denn man muss es als Gesamtwerk betrachten.

rap.de: Filme wie Mad Max oder „Terminator“ waren zweifellos ein Einfluss für euer Album. Welche sind aus eurer Sicht die besten Enzeitfilme?

Schwartz: „The Road“ ist geil, das ist ein richtig guter Film.

Blokkmonsta: Guck ihn dir an! Danach hast du richtig schön Depristimmung.

Schwartz: Mach dir mit deiner Freundin einen richtig schönen Abend und guck den Film so romantisch bei Kerzenlicht. Das ist echt das beste Verhütungsmittel. Der Film ist so deprimierend.

Blokkmonsta: Da ist so ein Vater mit seiner Frau und seinem Sohn. Seine Frau stirb und er kann nicht mehr helfen und er ist nur noch mit seinem Sohn unterwegs. Der Film ist die ganze Zeit relativ ruhig. Sie suchen und suchen und was die ganze Zeit zwischendurch passiert, wenn sie auf andere treffen das ist wirklich unglaublich.

rap.de: Okay. Und sonst?

Schwartz: Hm, „The Book of Eli „?

Blokkmonsta: „The Book of Eli“ ist unglaublich gut.

Schwartz: „The Book of Eli“ ist wirklich gut. Mit Denzel Washington. Der ist wirklich sehr bibellastig, sehr sakral. Aber eigenlich ist er auch wie ein Western. Mich hat der sehr an Django erinnert, diese ganzen Endzeitfilme sind im Prinzip wie Western, nur eben ein anderes Szenario: Überall Feinde. Jedenfalls, bei „The Book of Eli“ hab ich mir den Look abgeguckt, mit dieser Schweißerbrille.

 

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