Lady Saw – Walk Out

Die dem Album beigelegte Presseinfo beginnt mit einem Lady Saw-Zitat, das im Genre zwar nicht unüblich ist, allerdings zugleich als Fazit zum vorliegenden Album durchgehen würde: „My level right now is untouchable, my spot can’t be taken.“.  
Auf ihrem letzten Album auf dem VP-Label, gibt sie noch einmal alles und baut ihren Status als unangefochtene Nr.1 des Female Dancehall brutal aus. Auch nach über einer Dekade und acht Studioalben im Dancehall geht Lady Saw noch immer knüppelhart nach vorne. Vom ersten Track „Hello Lady Saw“ kriegt man die Urgewalt des Dancehalls in Reinform um die Ohren geknallt. „Choose Me“ zeigt, dass MarionLady SawHall es auch softer kann, und auch politisch kann sie’s wie am ersten Tag: So handelt „No Less Than A Woman“ etwa vom sensiblen Thema Unfruchtbarkeit.  
Produzentenlegenden Sly Dunbar und Robbie Shakespeare (Sly & Robbie) steuern „Not The World’s Prettiest“ bei. „You Need Me“ ist gar ein waschechter, sehr gut funktionierender Grenzgänger zwischen Reggae und Country (!!!). Eine Handvoll Tracks hat die Lady mit fester Hand selbst produziert, was ihren Status nur noch mehr zementiert. Die 14 Stücke überzeugen durchweg, sind mal krank, mal konkret, mal verspielt, mal wie ein Schlag ins Gesicht.  
Bleibt abzuwarten, wo es für Lady Saw nach VP Records, immerhin eines der drei Leading Top-Labels in Sachen Dancehall, weitergeht. Denn eine Dancehall-Welt ohne Lady Saw funktioniert einfach nicht. „My crew push the hottest ride“, rotzt sie einem auf „Me And My Crew“ entgegen. Stimmt. Und wie!

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