VA – African Rebel Music – Roots Reggae and Dancehall

"African Rebel Music" – mag sich für manche erst mal schwer nach World-Music anhören, ist aber wahrhaftig der Titel einer CD, welche, dem Titel entsprechend logischer Weise Roots Reggae and Dancehall, aber auch überraschend viel HipHop-Einflüsse featured. Ist wirklich so! Ich sag´s nicht nur, damit ihr weiter lest…  

Die Sache ist: Obwohl jeder jamaikanische Artist sich unaufhörlich auf seine afrikanischen Wurzeln besinnt – oder aber darauf verweist -, und Rita mit der kompletten Marley-Bunch nach Äthiopien ausgewandert ist, wird Afrika vom internationalen Musikmarkt nach wie vor nicht wirklich gut be- beziehungsweise durchleuchtet. Das wollen wir ändern, meinten ein paar findige Münchner – out | here Rec. – und sammelten Musikstücke aus Uganda, Kenia, Mauretanien, Elfenbeinküste, Sambia, Tansania, Süd Afrika, Nigeria, Kenia, Senegal, Gambia, Ghana und Äthiopien – also fast einmal die Runde herum, um´s Mutterland.  

Diese Compilation befasst sich, mit wenigen Ausnahmen, wie dem seit rund zwei Jahren heftig gefeierten Rebellion The Recaller, den First-Ladys des afrikanischen HipHop: Alif oder aber Bantu a.k.a. Ade, welcher in Deutschland auch nicht erst seit gestern bekannt sein dürfte, mit Künstlern, die anderen Orts bereits seit langem einen guten Weg auf dem Weg zum Star beschreiten, denen aber, über deren Grenzen hinaus noch wenig Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Oder will mir jemand vortäuschen, gewusst zu haben, dass aus Mauretanien „Bad Boy“-Dancehall zu erwarten wäre?  

So vielgestaltig die verschiedenen afrikanischen Ländereien, so auch die, auf dem Sampler präsentierten Musik-Stile. In erster Linie wird hier zwar auf Reggae und Dancehall – ab und an auch Traditionelles – gesetzt, aber, wie Eingangs bereits erwähnt, ebenso auf HipHop. Gleichermaßen geht es lingual zur Sache, jedoch mit Obacht darauf, dass, will man den eigenen Sound in der Welt platzieren, die Abnehmer auch verstehen können, von was man selbst erzählt. Deshalb finden nicht so häufig Lyrics in den jeweiligen Landesprachen statt, sondern vornehmlich in englischer Sprache.  

Wenn, unabhängig von Liedgut, Interesse am Background der Künstler bestehen sollte: Ich verweise gern auf das wirklich umfassende Booklet, in welchem durch die Herren Jay Rudledge und Georg Milz geschichtliche Hintergründe und Biographien besprochen werden.  

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