Vast Aire & Might Mi – The Best Damn Rap Show

Viele Heads da draußen werden jetzt vor Freude in Tränen ausbrechen! Zwei der bekanntesten Underground-Representer haben sich für ein Album zusammengetan: Vast Aire, MC der Cannibal Ox, und DJ Mighty Mi, High & Mighty-Mitglied. Diese zwei Namen stehen für tighten Underground-HipHop und Revolution! Beide waren sie Teil von HipHop-prägenden Movements: Cannibal Ox sind bekanntlich eines der größten Aushängeschilder des DefJux-Imperiums und High & Mighty waren maßgeblich an den Erfolgen der Rawkus-Ära beteiligt. Also kann man hier getrost einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des East Coast-Underground-HipHop erwarten. Um es vorweg zu nehmen  ist nicht so!Das Album hat einen klaren roten Faden, der auch während des gesamten Hörens nicht verloren geht. Allerdings finde ich persönlich die Beats von Mighty Mi nach kurzer Zeit schon ziemlich langweilig; es passiert nicht sonderlich viel. Was mich jedoch auf Anhieb angeregt zum Zuhören verleiten konnte, waren die Tracks The Workover und Buck 50 Express. Der Rest ist nicht mehr als Durchschnitt. Die minimalistische Produktionsweise findet mit Sicherheit auch ihre Liebhaber, kann aber mit älteren Stücken von Mighty Mi nicht im Geringsten konkurrieren – ich erinnere nur mal an B-Boy Documentary!Kommen wir zu The Workover zurück. Hier hat auch Vast Aire seinen persönlichen Höhepunkt. Er nutzt den gechillten Rhythmus, um seine Storytelling-Talente unter Beweis zu stellen. Das Ganze ist sehr ironisch und teilweise auch witzig dargeboten. I got up at 4 am just to feed my kids / shit, is hard to eat when U dont got kids. Ein weiterer alter Bekannter kommt auf Fighter Pilots zum Zuge. Die Rede ist von Ex-Arsonists-MC Tame One, der allerdings leider nicht wirklich überzeugen kann, sondern sogar einen fast schalen Geschmack zurücklässt. Auch Vast Aire bleibt Rap-technisch weit hinter seinen Möglichkeiten, zu festgefahren und einseitig ist sein Flow. Manchmal fast zum Einschlafen! Auf What Goes Up hat er noch einige schöne Momente, aber allgemein kickt er nur Durchschnittliches.Alles in allem ist das Gesamtbild passend: Durchschnittliche MC-Darbietung, durchschnittliche Produktionen und dazu noch eine nicht mehr als durchschnittliche DJ-Leistung. Darum halt auch nur ein Durchschnittsalbum!

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