Pablow a.k.a. Picasso – Mein Erster CD

Die Türen des Hyänenzwingers öffnen sich, heraus kommt Pablow mit „Mein Erster CD“. Der Rapper irischer Abstammung hatte in letzter Zeit so einiges erlebt und verarbeitet dies nun auf seinem Solo-Album. Die Beats sind gut produziert, aber nicht unbedingt hervorragend. Die Lyriks hingegen haben gute Inhalte – durchaus gelungen. Von Politik über dreckige Bitches bis hin zu erlebtem aus dem Privatleben ist alles dabei.Kommen wir nun zum Content der Scheibe. „Mein Erster CD“ ist von der Menge an Titeln her eher mager bestückt. 8 Tracks und 3 Interludes ergeben rund 37 Minuten Unterhaltung. Beim Durchhören fällt mir sofort auf, dass Track 2 („Sie“) und 3 („Laut Und Scheisse“) die selben Streichersamples enthalten. Sie sind in den Tonhöhen zwar unterschiedlich, die Ähnlichkeit ist aber trotzdem sehr auffällig. Das zeugt ein wenig von Unkreativität des Produzenten. Nummer 3 – ein orientalisch angehauchtes Stück Musik – ist hierbei aber eindeutig die bessere Version der beiden Beatgeschwister, welches in der Hook von Sängerin Melanee begleitet wird. Es wäre jedoch schön gewesen, wenn Melanee im Outro des Titels anstatt zu trällern lieber textlich etwas zum Thema beigetragen hätte. Das soll es aber an Mängeln hierzu schon gewesen sein. Mit dem Track „Mea Kohle“ wird klar, was Pablow wirklich braucht, um glücklich zu werden. Der hierfür verwendete Beat beruhigt total und animiert zum zurücklehnen und Lyriks genießen, welche Pablow tatsächlich gekonnt spittet. Leider bin ich nun schon wieder fast am Ende der Platte und denk mir: „Was Los?“. Auf dem gleichnamigen Track spricht Deadly Hyena-Pablow zig Probeme an, die hier und da auf jeden von uns zukommen könnten. Die Message dieses, meiner Meinung nach besten Tracks von Pablows erster CD, ist grob beschrieben in etwa diese: Warum sich von Problemen ficken lassen, wenn man sich an seinem Leben doch täglich erfreuen kann. Begleitet wird er hier zum zweiten Mal von Melanee, die sich an dieser Nummer nun auch textlich beteiligt. Von den drei vorhandenen Interludes überzeugt mich „Holger“ am meisten, denn dieser will beweisen, wie cool er rappen kann und wird von Pablow in Battle-Manier geburnt. Einen hat p dann noch auf Lager – mit der Aussage „…Du Bissd Mia Zu Dreckich“ richtet er sich an alle Bitches. Ein echt cooler Track zwar, doch aus Jugendschutzgründen kann ich leider nicht weiter darauf eingehen. Und das war es dann auch schon von Pablow aka Picasso. Ich würde mir für sein nächstes Album wünschen, dass mindestens doppelt so viele Titel am Start sind, denn der Unterhaltungsfaktor dieses Typen ist echt enorm.

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