Ludacris – The Red Light District

Nach drei durchschlagenden Alben erscheint nunmehr der vierte Longplayer des Dirty South-Protagonisten Ludacris. Er trägt den Namen „The Red Light District“ und kann mit einer Gesamtspiellänge von ca. 65 Minuten aufwarten. Sicher sind viele Erwartungen an das neuste Release, des vielfach mit Platin ausgezeichneten Künstlers geknüpft – und sicher nicht ganz unberechtigt.So erwartet man z.B. wieder bouncende Clubtunes, wie „Stand Up“ („Chicken N Beer“) oder „Move Bitch“ („Word Of Mouf“). (Ihr erinnert euch sicher an diesen Clubtrack. Das ist dieser Song zu dem die Fellas, sollten sie denn alt genug gewesen sein um überhaupt in den Clubs dieser Republik zu feiern, lauthals mitgrölten und abweisende Hand- und Armbewegung machten – „Move Bitch, get out the way…“ usw.!)Diese Erwartungen werden auf „The Red Light District“, in meinen Augen, aber nur teilweise erfüllt. Zwar sind die Tracks „Get Back“ oder „The Potion“ ganz gute Clubsongs, doch hätten sie es nicht zwingend verdient monatelang ein warmes Plätzchen in den Plattenkisten der Resident DJs zu finden. Für mein Empfinden fehlt es ihnen einfach an Durchschlagskraft. Da ist man von Luda eigentlich anderes gewöhnt. Vielleicht liegt es ja daran, dass er mal etwas völlig anderes machen wollte und teilweise Songs entstanden sind, die man einfach nicht von ihm erwartet hätte. Ludacris selbst sagt über sein neustes Werk, dass dies der beste und persönlichste Longplayer sei, den er bis jetzt recorded hat. Und durch Tracks wie „Child of the Night“ feat. Nate Dogg mag man ihm das auch abnehmen. „Now I’ve tried plenty of times to get rid of my bad habits / Livin´ life on the cuttin edge, takin a stab at it. / And learnin from my mistakes, try not to make ‚em twice / Just admittin when I’m wrong, tryin hard to make it right“, heisst es da. Das sind Zeilen, die durchaus auf persönliche Erfahrungen und inhaltliche Tiefe hindeuten. Zu meinen Favoriten auf der CD zählen „Put Your Money“ feat. DMX, „The Potion“, und „Get Back“. Ich weiß es ist verwunderlich, dass ich die zwei zuletztgenannten Tracks zu meinen Favoriten zähle, obwohl ich diese im dritten Absatz noch kritisiere. Der Grund dafür: Diese Tracks erinnern noch am ehesten an das, was ich standardgemäß von Ludacris hören will, während der Rest auf „The Red Light District“ von mir in die Kategorie „geringfügig“ eingestuft wird.>br>
Aber ich bin mir sicher, dass auch diese Scheibe Edelmetall erhalten wird. Im Großen und Ganzen ist sie ja auch hörenswert, aber gefallen haben mir die letzten Alben im Gesamtbild eben besser. Mein absoluter Lieblings-Luda-Track „Ho“ (“Back For The First Time”) konnte bis jetzt noch nicht getoppt werden.

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