Goldie Lookin Chain – Greatest Hits

Nein „Goldie Lookin Chain“ hat nichts mit „BlingBling-HipHop“ zu tun. Das hat sich nicht nur unter HipHop-Fans aus Newport, der Heimatstadt der Jungs herumgesprochen, das sollten auch in England inzwischen mindestens so viele wissen, wie es dort Teetrinker gibt. Bereits das Cover ihres aktuellen Lonplayers „Greatest Hits“ verrät etwas vom Humor der Band und der Musik. Dort sind die Jungs locker posend mit Ghettoblaster zu sehen – vor ihnen ein Pappschild mit der Aufschrift „ We Will Breakdance For Money“. Einer von ihnen stützt sich auf eine Krücke.

Dementsprechend ist der Sound auch an der Oldschool orientiert. Bezüglich der Samples offenbart sich ein riesiges Musikverständnis sowie ein damit einhergehendes Vermögen, mit diesem auch umzugehen. Dabei kommt ein dermaßen funkiges Soundbild heraus, dass die Typen auch auf Japanisch rappen könnten, um ein Schmunzeln in das Gesicht des Hörers zu treiben.

Nachdem GLC sich in „The Manifesto“ kurz vorstellen, wird in „Self Suicide“ auf erschreckend lustige Weise der Zusammenhang zwischen Fame und Tod – anhand von Beispielen von Elvis bis Tupac – abgehandelt. Zum Todlachen! Das Leben bleibt weiterhin ein zentrales Thema. In „Half Man Half Mashine“ befinden wir uns, mit dem verrücktesten Humor-Chip ausgestattet, innerhalb eines Roboters. Nebenbei wird hier und da gerne auf den einen oder anderen Klassiker Bezug genommen. Wer sich mit diesem Humor bis „Your Mother Got A Penis“ immer noch nicht anfreunden konnte, für den ist dann alles zu spät.

GLC schaffen es, selbst die Ironie des Lebens auf die Schippe zu nehmen und dabei funkigen Oldschool-Beats einen Hitcharakter zu verleihen, der sich vor keinem BlingBling-Rapper verstecken muss.

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