Chingy – Powerballin‘

„I like the way you do that right thurr/switch your hips when U walking, let down your hurr!“. Durch diese Hook ist Chingy über Nacht zum Star geworden. Sein erstes Album „Jackpot“, welches über Ludas D.T.P. rauskam, wurde mit über zwei Millionen verkaufter Einheiten mit Doppel-Platin geehrt. Ein neuer Star des mittleren Westens war geboren! Seine anderen zwei Singles und sein Album wiesen klar darauf hin, in welches HipHop-Metier sich Chingy einreihen wollte. Nein, er ist kein Lyricist, nein, auch kein Battle-Rapper und ebenso wenig ein Storyteller. Chingy ist ein Baller! Schöne Frauen, nice Autos, große Felgen, haufenweise Patte und geile Partys – dafür steht Chingy. Man weiß also von Anfang an, was einen hier lyrisch und musikalisch erwartet. Und leider wird man auch nicht überrascht. Was Chingy jedoch macht, hat Hand und Fuß. Bei seinem Rapflow mögen sich zwar die Geister scheiden – Chingy hat, ähnlich wie die Young Gunz den Hang dazu, seinen Flow durch minimale Pausen zu unterbrechen – doch für den Club eignet sich dieser Style perfekt.

Einfach zwei schöne R&B-Features, in diesem Falle der Skandalsänger R.Kelly („Leave Wit Me“) und das lebende Idol Janet Jackson („Don’t Worry“), mit auf ’s Album gepackt, die Track Starz über die Hälfte des Albums produzieren lassen, Guest-Features à la Lil‘ Flip, David Banner, Lil Wayne, seine Crew G.I.B. (Get it Boys) und Feature-König Nate Dogg und fertig ist ein neues Platin-Album!? Die Beats sind sehr tanzbar, speziell der von Lil Mack produzierte Remix zur ersten Single „Balla Baby (feat. Lil Flip & Boozie)“, der sich stark nach Youngbloodz‘ „Damn“ anhört, kann überzeugen. Ein Clubbanger reiht sich an den nächsten.

Einzige wirkliche Ausnahme ist das von David Banner produzierte „All The Way Down To St. Lou“, welches neben ihm auch noch Nate Dogg featuret und sich durch seine Lockerheit extrem vom Rest des Albums unterscheidet. A nice one! Chingy und Lil Wayne versuchen auf „26‘s“ T.I.‘s Felgenmeßlatte um 2 Inch zu vergrößern. Der Song dürfte jedoch nicht so erflolgreich sein, wie T.I.‘s „24‘s“ – dafür ist die Hook zu schwach. Der absolute Hammer des Albums ist das stark „One Call Away“ angehauchte, Janet Jackson featurende „Don’t Worry“. Ein typisch druckvoller Beat der Trak Starz, welcher mit einer extrem lieblichen Synthiemelodie versetzt wurde, die von Janets wundervoller Stimme komplettiert wird. Auch die R.Kelly/Chingy-Kollabo auf „Leave Wit Me“ sollte funktionieren. Ein zweiter Hit à la „Fiesta“? Schöne Gitarrenriffs und Flöten lassen Vudus Beat stark nach Kells klingen.

Alles in allem müsste Chingy auch ohne Ludacris eine weitere Platinplakette einfahren können. Starkes Hitpotential, jedoch Beat-technisch zu unflexibel! Clubgängern sowie Midwest-Anhängern wärmstens ans Herz gelegt!

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