Sean Paul – Duttyology

Auf der DVD „Sean Paul – Duttyology“ findet der Sean Paul-Fan wirklich allerhand: Behind The Scenes, Making Off-Videos, Proben zum Sumfest, diverse Auftritte und einen umfassenden Konzert-Ausschnitt aus Toronto und und und… Alles was das Herz begehrt, sozusagen. Alle anderen finden hier Material mit hohem Fun-Faktor.

Kommen wir direkt zu meiner Lieblingsszene: Sean Paul soll die Fernsehübertragung der kanadischen Much Music Awards eröffnen, bei denen er selbstredend auch einen Preis abräumt. Er hat genau fünf Minuten Zeit für seine Show und soll seine Performance insgesamt viermal wiederholen. Wieviele Minuten macht das wohl insgesamt? Hilfe suchend blickt der jamaikanische Star-Singer zu seinem Road-Manager, der ihn schnell erlöst und meint: twenty minutes. Anschließend strahlt der Meister in die Kamera und verkündet ob dieser Erkenntnis glücklich, dass er also ganze zwanzig Minuten lang on Stage verbringen wird. Großartig!

In einer anderen Szene grübelt Sean Paul, weshalb er seiner Zeit eigentlich Sänger wurde – das kam nämlich so: Als ganz normaler Uptown-Bwoy hätte er sich nie im Leben einfach so ein Auto leisten können oder dafür doch zumindest unheimlich lange schufften müssen. Das ist natürlich total uncool und Grund genug, eine Karriere im Show-Biss zu starten. Er fügt hinzu, dass er nicht einschätzen könne, wie ein Downtown-Bwoy über solche Dinge denken würde, aber dies sei nun mal seine Story.

Ein Wahnsinns-Kerl, der Sean Paul. Wer Spaß an solchen Aussagen hat, sollte sich unbedingt schnell die „Duttyology“ zulegen!

Versteht mich nicht falsch. Eigentlich ist Sean Paul ein Typ mit unheimlich viel Talent für sexy Reggae- und Dancehall-Tunes sowie tightes Deejaying, aber mehr eben auch nicht. Live-Gigs von Sean Paul sind zwar teuer, dafür aber ziemlich uninteressant. Tunes: Big, Live: Nothin´. Den Beweis dafür liefert ein kleiner Ausschnitt der DVD, in dem er mit Beenie Man performt, und sich ein himmelweiter Unterschied zwischen den Live-Künsten der beiden auftut. Aber überzeugt euch selbst. „Duttyology“ ist im Handel.

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