Lil’ Jon and the Eastside Boyz – Crunk Juice

Seit den Hit-Singles “Bia Bia” und „Where Dem Girlz At“ vom Debüt-Album “Put Your Hood Up” aus dem Jahr 2001, ging es bergauf mit der Karriere Lil Jons´ und dessen Eastside Boyz. Mit diesem Album brach der Crunk-Boom in den Staaten aus. Der Erfolg nahm kein Ende, und das im folgenden Jahr veröffentlichte „Kings Of Crunk“ erreichte mühelos Doppel-Platin-Status. Mit dem Track „I Don ’t Give A Fuck“ brachte man die Menge zum Toben und galt spätestens ab da als voller Erfolg in den Clubs. Die Single „Get Low“, welche von den ebenfalls aus Atlanta stammenden Ying Yang Twins und dem jamaikanischen Artist Elephant Man gefeatured wurde, war ein weltweiter Volltreffer in den Charts und wurde sowohl bei den VMAs, als auch bei den Source Awards mit Auszeichnungen belohnt. Mittlerweile hat sich Lil Jon nicht nur selbst als Künstler etabliert, sondern sich auch zum erfolgreichen Produzenten der Songs anderer entwickelt – wenige sind im Biss zurzeit so gefragt wie er.

Das neue Album „Crunk Juice“ featuret im Vergleich mit den ersten beiden Longplayern noch mehr mitwirkende Künstler und hat auch dadurch an Kreativität und Vielseitigkeit gewonnen. Zu den eher aggressiven Tracks gehören „Get Crunk“ feat. Bo Hagen und „What They Goin Do“ feat. Lil Scrappy. Die Hooks und die harten Beats der beiden Tracks, die vom starken Bass geprägt sind, machen den typischen „Crunk-Sound“ aus. Lil Scrappy, der ebenfalls von Lil Jon produziert wird, verbreitet im Track „What They Goin Do“ mit seinen Lyrics ziemliche Power. Genau diese Art bringt die meisten Clubs in den Staaten zum Kochen und ist repräsentativ für die aktuellen Down South-Hits. Dagegen ist „Da Blow“ feat. Gangsta Boo etwas ruhiger, der mysteriöse Klang und der korrekte Flow von Gangsta Boo, die Memphis repräsentiert, verleiht diesem Track dafür den coolen „Style of Dirty South“.

Der „King of Crunk“ hat aber auch eine überraschend softe Seite, was man etwa beim Track „One Night Stand“ feat. Oobee deutlich feststellen kann. Oobee überzeugt mit bezaubernder Stimme, die sich mit der übrigen Melodie des Tracks perfekt ergänzt. Nach dem erfolgreichen Hit „Yeah“ hat es sich Lil Jon natürlich nicht nehmen lassen, mit seiner „ATL-Connection“ – Ludacris und Usher – einen weiteren Track ( „Lovers And Friends“) aufzunehmen. Im Direktvergleich ist „Lovers And Friends“ etwas langsamer und von der Melodie her etwas softer – ein Song, der wesentlich besser auf Usher zugeschnitten ist und eine große Nummer in den Charts werden könnte.

„Grand Finale“ feat. Jadakiss, Nas, T.I., Bun B und Ice Cube ist schließlich der krönende Abschluss der Platte. Die unterschiedlichen Rhymes und Flows der Rapper und der fette „Crunk-Beat“ ergeben eine unglaublich gute Kombination und verleihen diesem Track einen einzigartigen Sound.

Crunk Juice ist auf jeden Fall ein gelungenes, vielseitiges Werk. Meiner Meinung nach könnte es kommerziell sogar den Vorgänger “Kings Of Crunk“ übertreffen, zumal hier auch große Namen wie R. Kelly, Snoop Dogg, Nate Dogg u.s.w. auftauchen. Eine Investition, die sich lohnt.Checkt hier das extrem witzigeLil´Jon Online-Game.

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