Bundeskriminalamt warnt vor Deso Dogg

Laut aktuellen Berichten von Spiegel Online warnt das Bundeskriminalamt mit Plakaten vor vor dem ehemaligen Rapper Deso Dogg. Dieser wird laut Aussage der Staatsschützer verdächtigt, Terroranschläge gegen westliche Einrichtungen zu planen.

Seit Freitag warnt das BKA mit Plakaten vor dem Dschihadisten, die neben einem aktuellen Foto von Denis Cuspert, so Deso Doggs bürgerlicher Name, mit der Unterschrift: „Die abgebildete Person ist verdächtig, terroristische Anschläge gegen westliche Einrichtungen und Interessen zu planen“ versehen sind. Auch eine Personenbeschreibung mit Alter, Größe und Statur, sowie dem Hinweis, dass der Berliner gewalttätig und bewaffnet sein könnte, sind auf den Plakaten vermerkt. Das Ziel hinter diesen Plakaten ist die Sensiblisierung von Verbündeten, aber auch Mitarbeiter deutscher Botschaften und Bundeswehrangehörige im Ausland vor der Gefahr.

Weiterhin teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft auf Anfrage von Spiegel Online mit, dass es aktuell keine konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, dass Cuspert Aktionen in Deutschland oder Europa vorbereite. In den vergangenen Wochen stellte das Bundesamt für Verfassungsschutz verstärkt Reisebewegungen von deutschen Islamisten in Richtung Syrien fest. Laut Spiegel-Informationen sind inzwischen ca. 200 Radikale aus Deutschland Richtung Syrien. „Das Land sei für kampfwillige Islamisten derzeit der mit Abstand ‚attraktivste‘ Dschihad-Schauplatz, heißt es in einem als geheim eingestuften Lagebericht des Bundesamts für Verfassungsschutz.“ Derzeit gehen die Behörden von etwa 1000 freiweilligen Kämpfern in Syrien aus. In einer aktuellen Statistik deutscher Dienste sind bisher acht deutsche Kämpfer in Syrien ums Leben gekommen.

Seit Juni 2012 ist Cuspert zur Festnahme aufgrund Haftbefehl ausgeschrieben. Er soll sich damals zunächst nach Ägypten abgesetzt haben. Kurz darauf soll er nach Syrien gelangt sein und sich zur Zeit immernoch dort aufhalten.

Cuspert aka Deso Dogg konvertierte 2010 zum Islam und änderte seinen Namen in Abu Malik, später in Abu Talha al-Almani. Kurze Zeit später veröffentlichte der ehemalige Gangsterrapper Videos auf Youtube mit dem Aufruf zu Selbstmordattentaten. Laut Spiegel geriet Cuspert vor einigen Monaten in einen Bombenangriff in Aleppo, bei dem er sich schwerste Verletzungen zuzog und zeitweise im Koma lag. Nach einer längeren Erholungsphase wurde der radikale Islamist wieder aktiv und rief in selbstgedrehten Musivideos zu religiösen Kampfliedern auf Youtube zu weiteren Anschlägen gegen westliche Institution und auf öffentlichen Plätzen auf.

 

 

 

 

 

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