Savas fordert ALLE heraus

Battle scheint nach wie vor der Hauptantrieb für das Schaffen eines jeden Rappers zu sein. So scheint es zumindest, wenn man die aktuellen Äußerungen von Kool Savas hört. Letzten Freitag feierte der Rap-Musiker das Erscheinen seiner „John Bello Story 3“ und somit „Belloween“. Über die Website U-Stream wurde das ganze live übers Internet übertragen und Fans konnten zusehen und Fragen stellen, die der Rapper beantwortete.

Im Rahmen dieser Webcamsession forderte Savas jeden etablierten deutschen Rapper zum Autorennen mit dem jeweils eigenen Auto auf. Um ein Preisgeld von 100.000 Euro würde dabei auf dem weltbekannten Nürburgring gefahren werden. Da deutsche Rapper so viel mit Kokainbusiness, Prostitution und ihren Mafiakartellen verdienten, müssten 100.000 Euro für diese ja Peanuts sein, so der Rapper. Jeder dürfe dabei mitmachen außer Smudo, denn dieser sei ja aktiver Rennfahrer und deshalb zu gut.

Hier das Video dazu:

 

Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Fler vermeldete via Twitter: „YO SAVAS! Ich bin dabei… Frank White jagd euch mit dem BMW !!!!:)“. Was Savas mit „RT @FLERofficial: bombe ! Dann sind wir schon 2. Mal sehn wer noch an den start kommt….“ beantwortete. Für eine Teilnahme von Godsilla und Eko reichte es dann leider nicht. Godsilla twitterte: „würde auch gern an savas rennen teilnehmen…aber mit meiner e-klasse bin ich höchstens als chaffeur zur strecke geeignet…“. Eko antwortete auf die Bitte eines Fans doch mitzumachen und diesen Beef endlich zu beenden: „Hab kein führerschein,wir können ja mal um die Wette smoken;)“

Der King Of Rap fuhr 2007 im Rahmen einer Renndoku übrigens schon mal auf dem Nürburg-Ring um zu zeigen, dass auch „normale“ Autofahrer mit den Profis mithalten können.

Außerdem lud Savas in seinem Live-Stream auf die Frage ob er von Kollegah auf Farids Album „Asphalt Massaka 2“ gedisst werden würde, eben dieses öffentlich illegal herunter und prüfte die Stelle. Als geklärt war, dass mit dem „schwulsten Rapper“ nicht etwa“Essah“ sondern FR gemeint war, löschte er das Album offenbar wieder. Zumindest ließ er die Zuschauer das Geräusch des Papierkorbes hören. Betreffende, diese Straftat dokumentierende Videos wurden jedoch gelöscht und in der Hip-Hop Szene regt sich nun vehemente Empörung gegenüber dem Chef-Bellonier. Dieser gebe ein schlechtes Vorbild ab, was besonders verwundert, da er ja unter anderem illegale Downloads für die Schließung seines Labels Optik-Records verantwortlich machte.

Vor allem Ex-Zögling Eko war sehr empört und brachte die gebündelte Kritik über Twitter auf den Punkt:

„schon traurig,dass einer der so für hiphop steht und sein eigenes label zugemacht hat wegen illegaler downloads,nun öffentlich dazu aufruft. its a sad day 4 hiphop,sowas würde ich bei meinem größten feind nicht tun aus respekt vor der musik die wir alle machen.aber so isser nun ma“. Einem Fan, der fragte, wo Savas denn wirklich explizit zum Download aufrief, antwortete der German Dreamer: „man kann als vorbild nicht einfach auf ustream live illegal ein album laden,dass geht gar nicht und widerspricht allem wofür er steht“

Während sich Kool Savas also derzeit eher angrifflustig gibt, schlägt sein Lieblingsfeind Farid Bang auf einmal versöhnlicher Töne an. Zur Erinnerung: In einer Rap Pack-Sendung wurde Farids und Kollegahs Track „Mitternacht“ von anderen Rapperkollegen kommentiert. Amaris warf dem Düsseldorfer dabei scheinbar grundlos vor, sein Rap würde realitätsfern sein. Daraufhin rief Farid Amaris am 6. März diesen Jahres an und stellte ihm das Ultimatum übers Wochenende dies öffentlich zurück zu nehmen. Ansonsten würde er ihm am eigenen Leib beweisen, dass seine Texte dann eben doch nicht so realitätsfern seien.

Eine explizite Entschuldigung seitens Amaris erfolgte jedoch nicht. Stattdessen wurde überraschenderweise am 12. März ein Video hochgeladen, in dem Amaris den Konflikt für erledigt erklärte. Farid wurde von Amaris dann sogar angerufen, um der Öffentlichkeit zu beweisen, dass der Streit wirklich beigelegt wurde. Das Video wurde allerdings bereits vom Nutzer entfernt.