Review: RIN – Eros

Der Hype brennt! Obgleich die Zugriffszahlen auf RINs Machwerke nicht ganz in einer Liga mit einem „Palmen aus Plastik“ oder der KMN Gang spielen, war sich die Fachpresse bereits vorab einig: RIN ist der nächste Superstar und „Eros“ wird ein Klassiker. Wären Vorschusslorbeeren eine Währung, wäre der Ex-Life-from-Earthler längst ein gemachter Mann.

So richtig gerecht werden, kann „Eros“ dem leider nicht. Es ist beileibe kein schlechtes Album, aber eben auch nicht der prophezeite Meilenstein, der eine neue Ära einleiten sollte. Das Potential dazu steckt in RIN, nur auf „Eros“ will es eben nicht so ganz klappen. Und das trotz der großartigen Produktionen, die unverkrampft am Zahn der Zeit, aber dennoch weitgehend frei von zu starken Außeneinflüssen sind. Die reduzierte Herangehensweise der überaus fingerfertigen Produzenten um Lex Lugner und Minhtendo hat einen weitgehend einzigartigen Charme. Mit wenigen, klug und gezielt eingesetzten Elementen wird ein minimalistischer, hallig-warmer Trademark-Sound erzeugt, der RINs sanfte, klare Stimme angenehm umarmt.

Die Stimme des Protagonisten steht auf „Eros“ ohnehin sehr im Vordergrund. Singsang, langgezogene Vokale sowie geträllerte Backup-Spuren und Adlibs hangeln sich von Song zu Song. Dabei könnte RINs stimmliche Bandbreite zwar durchaus aufregender sein, RIN klingt aber stets tiefenentspannt und wohlig. Trotz der gefälligen Art gelingt es ihm zuweilen, eine gehörige Portion Emotion zu transportieren. Meist ist das aber überflüssig, gehen die Songs doch selten über Zurschaustellung von Konsumgütern und das Besingen von Frauen, die auch eher als Statussymbol vor sich her getragen werden, hinaus. Das passiert leider recht unpointiert und wenig spektakulär. Der sympathische Weirdo, den RIN verkörpert, erschöpft sich dadurch schnell. Auch einen doppelten Boden oder eine bedeutsame Meta-Ebene sucht man vergeblich. Eine facettenreichere, charismatischere Präsentation hätte „Eros“ gut getan.

Diese Unzulänglichkeiten sind es, die RINs Debüt das Genick brechen. Der gemütliche Sound eignet sich zwar gut zur smoothen Hintergrundbeschallung, mehr als eine wirklich schöne Soundkulisse kann „Eros“ aber leider nicht bieten. Zu blass bleibt der eigentlich interessante Charakter RIN, zu belanglos die hedonistischen Larifari-Texte, die zwar versuchen, mit wenigen Worten viel Effekt zu erzielen, letztlich aber einfach nur Skizzen und Textbausteine ergeben. Das einheitliche Bild fügt sich zwar gut zusammen, hätte aber eher gelegentliche Auflockerung vertragen können, wie sie das großartige „Vagabundo“ bringt. Stattdessen wurden die 15 Anspielstationen mit hörbar uninspirierten Lückenbüßern aufgefüllt. All das ist wirklich schade, denn RIN beweist dennoch ein erstaunlich treffsicheres Händchen für entspannte Feelgood-Hits. Für Album Nummer zwei sollte das aber über einzelne Hits hinausgehen und mit einem geschärften Profil für mehr als eine herausragend produzierte Klangmassage reichen.

EROS
  • RIN, EROS
  • Division (Groove Attack)
  • Audio CD

RIN – Monica Bellucci (prod. Alexis Troy) [Video]

Shorty ist so high und sieht Liebe überall

7 KOMMENTARE

  1. skinny bei allem respekt geschmacksfrage hin oder her,

    WO hat er bitte potential? potential suggeriert mir er müsste talent haben, talent bedeutet gleichzeitig auch eine bestimmte gabe zu besitzen, sei es nun mal eine markante stimme (die er nicht hat), kreative lyrics (die er nicht hat), flows, inhalt und skillz die er SOWIESO nicht hat, die beats die er pickt lassen ihm genug freiheiten und fordern keinen mc heraus, leichte, seichte, einfache preset scheiße die jeder soundclick dude von 2014 hinrotzt. hätte er dann wenigstens noch charisma/austrahlung könnte man sagen jaaa ok….aber noch dazu ist er einfach ein abartig hässlicher dude (auch objektiv betrachtet…haha) sage nur goldenerschnitt/symetrik. ok genug gehated, aber das schlimmste an der ganzen sachen is dieser Hype der Medien, du sagst selbst es wurde ein Meilenstein versprochen….versprochen? digga, was habt ihr allen ernstes erwartet? ihr habt die scheiße selbst bis zur stratosphäre gepusht und wollt jetzt jammern wenn er fällt? soll er fallen, auf den boden der tatsachen gehört der noch dazu charakterlich arogante, ignorate typ nämlich auch hin….(auch ein punkt den man bei einem newcomer kritisieren kann, staralüren bevor er überhaupt seine ersten euros gesehn hat). Fazit: Fick Rin. für die zweite scheibe wird er locker 2-3 jahre brauchen und bis dahin wird er (zum glück) wieder schnell vergessen sein.

    peace

  2. skinny: halts maul oida!
    gravedigga: geh sterben!
    BESTE PLATTE!!! ich feier die so ab es ist nicht mehr feierlich. wie könnt ihr nur so abgestumpfte wesen sein!

  3. GraveDigga du hast es halt echt nicht begriffen. Es geht nicht darum der heftigste Rapper zu sein (was er btw. trotzdem ist) sondern um den Spaß, er liebt es musik zu machen warum sollte er also keine musik machen? Und warum bewertest du überhaupt sein aussehen du hast halt echt keine Ahnung. Du bist so einer der mein ticket sehen will wenn ich einsteige. Spaß bei seite, solche Leute wie du regen mich einfach unnormal auf. Nicht weil du deine Meinung zu RIN sagst, sondern einfach nur müll laberst und kein Plan Hast.

  4. @willy: RIN hat sich beschwert: Du sollte beim blasen nicht soviel schmatzen und weniger Zähne benutzen. Wäre auch schön wenn du ihn endlich mal deepthroat nehmen würdest.

  5. alter was ist das hier für ne gekünstelte scheiße?

    wer labert von davon dass es n klassiker wird und eine neue ära einleiten wird?

    er hat einfach geile hits bisher rausgehauen, die gut bei der meute ankommt

    heißt das dann er muss ne platte mit ner besonderen meta-ebene erzwingen nur weil skinny das sagt?

    er hat einfach musik gemacht, die er fühlt, über sein eigenes bescheidenes leben, dass sich nun mal um frauen, drogen & klamotten geht

    alles andere wäre nicht real gewesen und so ist das ding auch gut geworden

    echt unverständlich wie man darauf kommt, dass irgendwelche tracks lückenbüßer seien

    nur weil dich die musik nicht inspiriert heißt dass nicht, dass er nicht durch sein umfeld inspiriert wurde und er nicht andere inspiriert, solltest vielleicht mal auf die message achten; wobei du checkst es sowieso nicht

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here