Tyler, the Creator wird weich

Tyler, the Creator, Kopf des dieses Jahr schwer gehypten Odd Future-Kollektivs (rap.de berichtete), will auf seinem dritten Album offenbar sanftere Töne anschlagen.

Auf dem Vorgänger "Goblin" (rap.de reviewte) sowie seinem Debüt "Bastard" hatten Themen wie Gewalt und sexuelle Nötigung noch eine große Rolle gespielt. Auf dem Nachfolger soll dies nicht mehr so sein, verriet Tyler dem Spin Magazin. Über Vergewaltigungen und das Aufschlitzen von Körpern zu rappen interessiere ihn einfach nicht mehr, so Tyler. "Talking about rape and cutting bodies up, it just doesn't interest me anymore."

Stattdessen wolle er lieber seltsame Hippiemusik machen, die sich gut zur Einnahme angeblich bewusstseinserweiternder Substanzen eigne. "What interests me is making weird hippie music for people to get high to."
Außerdem wolle er mit "Wolf", so der geplante Titel des Albums, ein bisschen mehr angeben, über Geld und Einkäufe rappen. Aber, wie er gleich betonte, nicht so, wie die anderen Rapper, sondern schlau – was immer das heißen mag. "With "Wolf", I'll brag a little bit more, talk about money and buying shit. But not like any other rapper, I'll be a smart-ass about it."

Seit dem ersten Album habe sich einiges geändert. Er sei nicht mehr pleite, deshalb könne er auch kein zweites Album wie "Bastard" machen. Er habe Geld und könne mit einigen seiner Idole abhängen. "People who want the first album again, I can't do that. I was 18, broke as fuck. On my third album, I have money and I'm hanging out with my idols. I can't rap about the same shit."

Tylers letztes Album "Goblin" erreichte zwar Platz 5 in den US-amerikanischen Albumcharts, verkaufte sich aber nur knapp 50.000 Mal in der ersten Woche – was bei deutschen Rappern sicherlich Tränen der Freude auslösen würde, in den Vereinigten Staaten aber fast schon als Misserfolg gilt.

 

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