Xzibit – Full Circle

Ungefähr nach einer Minute, welche die neueste Scheibe aus dem Hause "X 2 tha Z" im Player seine Runden drehen muß, weiß man: hier wird doch noch gerappt.
Man könnte fast den Eindruck bekommen, Rick James hat eine neue Platte rausgebracht.
Auffällig ist von Anfang an, der Soul und die verschiedenen Instrumente. Vom Piano bis zur E-Gitarre scheint alles dabei zu sein, was eine gute Live-Band ausmacht!

Mr. Pimp-My-Ride droppt mit „Full Circle“ seine sechste Solo-LP und seine erste, als waschechter Independent-Künstler, was wohl auch zur Experimentierfreudigkeit beigetragen hat. Mit von der Partie sind unter anderem Jelly Roll, Kurupt, Don Blaze, The Game, T-Pain,
Dj Quik und Too Short, die aber nicht alle mit Xzibit mithalten können.

Lustig kommt der Track ”Ram Part Division”, auf dem Xzibit als LAPD-Sprecher mit verzerrter Stimme abrechnet: mit dem Staat, und der Polizei selbst natürlich! Auf „Black & Brown“ thematisiert X die vielen Konflikte, die Schwarze und Latinos in Los Angeles seit längster Zeit austragen. Ob dies der Wohngemeinschaft jedoch helfen wird, bleibt erstmal fraglich. Auch die Tracks „Thank You“ und „Family Values“ sind eher melancholisch angehaucht und regen zum Nachdenken an. Geht Xzibit etwa unter die Conscious-Rapper?
Wohl kaum, denn „Full Circle“ bietet neben den Real Talk Geschichten schwungvolle und sogar tanzbare Sounds.

Track Nummer 7 „Concentrate“ sollte an dieser Stelle ganz weit vorne stehen, denn die Idee einen Schamanen unter den gesamten bassigen Beat zu legen ist grandios! Ein Muss für jeden Club-DJ.  In „Scandalous Bitches“ überzeugt Xzibit mit seinem schier unendlichem Flow. Dabei erzählt er nebenbei ein bisschen über seine unzähligen Bekanntschaften mit irgendwelchen Frauen, die er bisher so kennen gelernt hat.
„Poppin Off“ ist auf jeden fall auch noch nennenswert und ein gelungener Schwinger zum dancen im Club, cruisen im Auto oder einfach nur zum klangvollen chillen mit Freunden zu Hause.

Am Ende bleibt noch zu erwähnen, dass „Full Circle“ ein gelungenes Independent-Werk geworden ist. Jedoch einen Tick zu durchschnittlich für eine Platte, an die man sich lange erinnern wird!

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