Beans – Now Soon Someday EP

Dass es nicht ganz einfach werden würde, war klar, schließlich ist Beans alles andere als leichte Kost. Aber dann gleich so? Da beschwert sich doch sofort jemand über diese Piepsgeräusche, die diese CD verursache würde! Um weitere Kommentare dieser Art zu vermeiden, werden also die Boxen gegen Kopfhörer ausgetauscht. Und das ist gut so, denn auf diese Weise hat man die Musik direkt dort, wo sie hin soll, nämlich auf den Ohren und im Kopf. Sehr eindringlich das Ganze. Trailblaizing Soloartist, Style Guru, Surrealist HipHop Poet and Sonic Adventurer, so die Beschreibungen, die ihm von Warp mit auf den Weg gegeben werden.

Klingt natürlich prima, und man ist immer bestrebt, solch ein Gesülze zu belächeln. Hier aber treffen die Beschreibungen oft genug ins Schwarze. So kommt Structure Tone mit besagten Piepsgeräuschen und hypnotisierenden Raps daher, um dann nach knapp 2 Minuten in eine völlig andere Sphäre abzuheben. Klingt eher wie der Soundtrack zu einem Science-Fiction Film. Damit also ungeeignet für den Club, aber auf Scheiben, bei denen im Booklet Warp steht, ist eben auch Warp drauf.

Ebenfalls drauf sind zwei Remixe einer Nummer aus dem Album Tomorrow Right Now, dem Mutescreamer. Ready to Rock/ Rock to The Rhytm/ Rhytm/ Rock/ Rock/& heißt es dann sowohl im Gewand von Stepfather El- P als auch von Prefuse 73. Während Fingerschnipsen und Kuhglocken für den Def Jux-Chef angenehm ungewöhnlich sind, ist Variante Nummer Zwei absolut Prefuse-typisch. Kann man also nicht viel falsch machen. Gold Skull: ein verhallender Synthie Bass und dicke Kicks. Dazu leicht schräger Gesang (Things I wanted to say/ so I said Nothing) – oder doch eher Schreien? Auf jeden Fall zieht es einen in seinen Bann.

In Composition In Void geht es dann auch wieder rap-technisch weiter. Mal im typischen Stakkato-Stil, dann mehrfach Wiederholungen. Hier wird nicht probiert mit tausend Wortspielen und zig Umschreibungen etwas zu untermauern, sondern hier wird rein auf Wirkung gesetzt. Und das passiert durch einfaches Wiederholen: mal von links, mal von rechts. Speziell unter Kopfhörern ein Fest. Close The Door/ Lock It/ I Couldnt Face The Mirror/ Feelin Inferior (Crevice): langsam, ruhig, wieder Piepsgeräusche, dieses Mal über einer ruhigen Orgel. Traurig und großartig.

Zum Schluss gibt es noch einen weiteren Remix: Phreek The Beat, ebenfalls von Prefuse 73, ebenfalls typisch, aber ebenfalls großes Tennis. See That, Kid? Ob man es sieht, ist egal, man sollte es vor allem hören.

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