Samy Deluxe veröffentlicht ein weiteres Video seiner SaMTV Unplugged Reihe: Diesmal performt er seinen Song „Hände Hoch“ zusammen mit Megaloh und der britischen Beatbox-Legende Killa Kela.
Das minimalistisch gehaltene Original wird hier nochmal durch Streicher, Percussions und die Beatboxkünste Killa Kelas gepimpt.
In seinem Format SaMTV Unplugged wurden schon andere Hits von ihm neu interpretiert, zum Beispiel der Song „Zurück zu wir“ mit Max Herre.
Die Berlin Kidz nehmen uns in einem neuen Zusammenschnitt ihrer Arbeit wieder mit auf ihre kriminellen Streifzüge. Dieses Mal legen sie sich mit keinem geringeren als einem Gotteshaus an – der kupferne Kirchturm der katholischen Pfarrei St. Bonifatius wurde von den vermummten Sprayern mit ihren charakteristischen, kalligrafischen Schriftzügen versehen.
Im Video sieht man die Kreuzberger-Crew beim Schlösserknacken, Scheibe einschlagen, klettern, sprayen, der Flucht vor den Cops und ihrem Markenzeichen: dem Abseilen. Highlight: Einer der sonst in schwindelfreier Höhe kletternden Systemkritiker sagt „Wir leben ja gefährlich“ und packt sich direkt danach beim Klettern über einen gewöhnlichen Zaun auf die Schnauze.
Für die Entfernung des Schriftzugs musste die Kirche aufkommen. Kann man finden, wie man will.
Musti und Jalil haben sich getroffen, um über Jalils kommendes Album zu sprechen. Das trägt (nach der Maskulin-üblichen Änderung) den Titel „Black Panther“ und erscheint am 10. August.
Allerdings ging es nicht ausschließlich um das neue Album. So wurde beispielsweise auch über Basketball gesprochen und Jalils künstlerische Entwicklung thematisiert. Außerdem wurden der Maskulin-Chef Fler und den junge Sänger Mike Singer thematisiert.
In der neuen Folge von Germania ist diesmal Juri zu Gast und berichtet über seine damalige und die jetzige Heimat.
Als Sohn einer Russin und eines Afghanen wurde Juri in Russland geboren und kam später mit seiner Familie nach Kassel, wo sie anfangs einige Monate im Asylheim wohnten. An seinem ersten Schultag in Deutschland bemerkte Juri die Sprachbarrieren, die zwischen ihm und seinen Klassenkameraden vorherrschten, und nahm eine Antihaltung ein, die sich nach einigen Woche aber wieder legte.
Wolgograd, seine ursprüngliche Heimatstadt, besucht er auch heute noch hin und wieder: „Also schon sehr, sehr, sehr unbeschreibliches Gefühl auf jeden Fall, wenn man sich denkt ‚Okay, hier ging’s mal ab'“.
Außerdem erzählt Juri in der Folge von Vorurteilen aufgrund seines südländischen Aussehens und den Vorteilen darüber, in einer Kleinstadt zu wohnen.
Neues von Chimperator: Teesy versetzt sich in seinem neuen Song „Stranger“ in die Rolle eines Stalkers.
Auf einem souligen Beat, den der Tausendsassa natürlich selbst produziert hat, stellt er sein musikalisches Talent mal wieder unter Beweis. Makaberes Thema, geht aber gut ins Ohr.
Wer sich nicht an dem guten Teesy satt sehen kann, der kommt hier zu unserer Folge „Realtalk“ mit ihm und Nazar. Außerdem gibt’s am 24. August sein neues Album „Tones“ zu hören, auf dem sich auf „Stranger“ wiederfinden wird.
Das Internet ist voller Schätze. Nicht selten stößt man auf einen wenig beachteten Rohdiamanten. Das Format „Fundkiste“ gibt eben jenen Juwelen die Möglichkeit, einem größeren Publikum vorgestellt zu werden. In unregelmäßigen Abständen werden handverlesene Künstler, Tapes oder Songs vorgestellt. Ob aktuell oder alt – Hauptsache dope.
Heute: Laurin Buser
Einen Track darüber zu schreiben, dass die durch den Klimawandel ansteigenden Temperaturen uns vom Sex abhalten, ist nicht nur kreativ sondern auch gesellschaftskritisch und innovativ. Genau das hat Laurin Buser, der unter anderem auch Schauspieler, Poetry Slammer und Moderator ist, mit der Single „Hot“ auf seiner EP „Schmuck“ aus dem Jahr 2017, gewagt. Die EP kam unter keinem geringeren Label als der „KunstWerkStadt“ von Rap-Legende Samy Deluxe heraus. Der nahm den Newcomer dann auch direkt mit auf seine letztes Jahr gestartete „Berühmte-Letzte-Worte-Tour“ und ließ den jungen Schweizer als Voract sein Publikum anheizen.
Zurück zum Track: Mit „Hot“ ist es dem Schweizer gelungen, eines der größten aktuellen gesellschaftlichen Probleme, den Klimawandel, mit viel Humor auf jeden einzelnen von uns herunter zu brechen – denn wer will schon gerne auf Sex verzichten? Das Video ist eine Mischung aus eklig und sexy. Es zeigt sich in verschwitzten Klamotten im Bett räkelnde Menschen, fettiges Essen, Schweißflecken und schmelzende Gletscher. Kurzfassung des gesamten Tracks in einer Line: „Du und ich wären heute ja gern geritten, doch ich seh’ jetzt schon aus, als hätt‘ man mich in’s Meer geschmissen“
Nun zum musikalischen: Dass seine Musik nicht durch ein Programm auf dem Computer, sondern vorrangig durch echte Instrumente zum Leben erweckt wird, ist das erste, was auffällt, da das heutzutage ja eher untypisch ist. Die mit Liebe zum Details eingespielten Melodien harmonieren mit den ausgefeilten und nachdenklichen Texten. Die E-basslastigen Tracks wollen nicht so recht in eine Schublade passen und scheinen stark von klassischer Soulmusik geprägt zu sein. Inhaltlich beschäftigt Buser sich gerne mit den großen und kleinen Problemen seiner Generation, von der er behauptet, dass sie sich selber hasse. Sei es das süchtige Kiffen, das Nichtbestehen der Fahrprüfung oder die Rastlosigkeit der Mittzwanziger – für den 27-Jährigen alles Material für Songs.
So geht es in „Liquid“ etwa um Drogen, Lustlosigkeit und um das, was man daraus macht. In der Hook heißt es: „Flüssiges Hirn, mein Kopf ist zermanscht, ich habe keinen Bock, doch ich tanz.“ Begleitet wird das Ganze von einnehmenden, langgezogenen Orgeltönen. Schneller, höher, weiter: Laut dem Rapper, der inzwischen in Hamburg lebt, kann die Generation der Millennials nie genug kriegen. So rappt er „Und egal wo ich bin, ich will da gleich wieder weg. Gib mir ein‘ weiteren Drink, gib mir nen lauteren Track“ und zeigt sich beim verstrahlten Feiern, anschließendem zu Hause alleine verzweifeln und davonlaufen.
Kommen wir zum humorvollsten Track seiner zweiten EP: In „Fahrschüler“ beschreibt und zeigt der stilbewusste Rapper seine gewöhnungsbedürftigen Skills beim Cruisen, nachdem er natürlich „Nur wegen der Kleidung“ durch die Fahrprüfung geflogen ist. Mit einem vorpreschenden Beat und sorglosen Lines steht der Song in starkem Gegensatz zu den restlichen sich auf der EP befindenden Tracks, was aber nicht weiter schlimm ist, da der Newcomer eh auf Abwechslung baut, sich ausprobiert und dadurch selbst treu bleibt.
Marvin Game, Ahzumjot, Mashanda und Michael Jackson sprachen gemeinsam mit der Moderatorin Visa Vie über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Deutschrap.
„Es gibt viel mehr guten deutschen Rap als früher!“ – Marvin Game schneidet direkt zu Beginn der Debatte die positive Entwicklung, die Deutschrap genommen hat, an. Zudem wird über die Möglichkeit des internationalen Erfolges von deutschsprachiger Rapmusik, die Neidkultur und mögliche Erfolgsrezepte gesprochen.
Den Zuschauer erwartet eine interessante und vielfältige Diskussionsrunde, die sich jeder Deutschrap-Fan mit gutem Gewissen gönnen kann.