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Dark Angel

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Frust. Das ist das Wort, das die Versoftung von James Camerons ehemals populärer Fernseh-Action-Superheldin-Serie Dark Angel beschreibt. Oder vielleicht: Unverschämtheit, denn unverschämt ist es allemal, was uns Radical Games hier vorsetzt. Ein komplett schwachsinniges Kampfsystem (ich sage nur: absolute Willkür + Button Mashing), extrem unfaires Leveldesign (wobei das Wort Level hier mit Vorsicht genossen werden sollte, es ist eher immer das Gleiche mit wechselnden Gegnerpositionen!) und ein Frustrationsfaktor, der seinesgleichen sucht (nicht, weil man zu schlecht ist, das Spiel ist einfach nur unfair). Aber fangen wir erstmal mit dem Positiven an.

Die Grafik ist eigentlich ganz gut gelungen, die Atmosphäre des postapokalyptischen Seattles ist gut getroffen (bietet aber keine Überraschungen), und vor allem die Hauptdarstellerin Max Guevera ist gut in Szene gesetzt worden. Auch die Levelumgebungen sind im Prinzip detailreich, wenn, ja wenn sie nicht immer die Gleichen wären. Hey, so eine schäbige Gasse mit brennender Mülltonne und Abfallcontainer sieht ja toll aus, nur wenn man um die Ecke geht, sieht die nächste Gasse genauso aus. Und danach die auch. Alle 4-5 Level wird dann ein neues Levelset geladen, wobei sich das Wiederholungsprinzip aber – wie der Name schon andeutet – wiederholt. Somit fällt die Grafik trotz ihrer realistischen Darstellung einzelner Objekte und der Animationen von Max nach kurzer Spielzeit nicht mehr weiter ins Auge. Zu allem Überfluss benutzt das gesamte Spiel immer wieder die gleichen Standardobjekte. Leitern sehen auf den Straßen Neo-Seattles genauso aus wie in einem unterirdischen High-Tech-Forschungskomplex, und Fässer (von denen es im Spiel eine Menge gibt) sehen auch überall auf der Welt gleich aus. Super.

Nun aber zum Gameplay, immerhin haben wir ja auch alle Tetris nicht wegen der tollen Grafik gespielt. Hier haben die Entwickler von Radical versucht, einen Mix aus Metal Gear Solid und Streets of Rage (wenn das überhaupt noch jemand kennt!) zu kreieren, der aber – leider, muss man sagen – vollkommen nach hinten losging. Über die Steuerung braucht man nicht viel diskutieren, ich bezeichne sie einfach mal als unpräzise. Soll heißen: Ihr lauft vor den Gegnern her, plötzlich, aus unerfindlichen Gründen, dreht ihr euch um und lauft in die Gegner hinein, ohne dass sich die Kamera bewegt hätte oder ihr gar den Stick bewegt hättet. Aha, interessant. Auch das Kampfsystem ist nicht gerade ausgereift. Ein Punch-, ein Kick- und ein Wurf-Button stehen dem modernen, genetischen Superkämpfer zur Verfügung, die allesamt durch simples Mehrmalsdrücken zu Combos ausgebaut werden können. Spielerisch überhaupt nicht anspruchsvoll, wenn ihr die stärkste Attacke mit 5mal-Punch-Drücken auslöst. Ganz im Matrix-Stil ist die Rage-Anzeige in der linken unteren Bildschirmecke. Ist sie voll, könnt ihr besondere Special Moves ausführen. Das wird zumindest in der Anleitung behauptet. Realität ist aber:
Ab und zu (d.h. unabhängig von eurer Rageleiste) werden während des Kampfes einzelne Aktionen in Bullet-Time (bekannt aus Matrix oder Max Payne) dargestellt, wobei der Zeitpunkt wie gesagt völlig willkürlich ist. Habt ihr die Rageleiste voll, passiert das nur öfter. Wow.

Die Stealthelemente beschränken sich darauf, dass man tot ist, wenn man sich vom Gegner erwischen lässt. Das bedeutet, dass man in jedem der Stealthlevel durch die feuchter Schwamm-Steuerung mindestens 5mal draufgeht, weil man sich, anstatt sich an eine Wand zu pressen, versucht, dem Wachmann die Luft mit den Armen wegzusaugen. Wird man nämlich entdeckt, stürmen alle Wachen aus dem Gebiet auf euch zu, und ihr habt knapp eine Minute Zeit, um alle zu liquidieren (was im Großteil der Level unmöglich ist). Schafft ihr’s nicht, geht ihr drauf. Dass man dann den kompletten (oftmals sehr langen) Level von vorne beginnen muss, weil man nur am Levelende speichern kann, brauch ich nun wirklich nicht mehr zu erwähnen. Also: Stealthelemente vollkommener Unsinn.

Tja, was bleibt da eigentlich noch zu diesem Spiel zu sagen? Die Story. Ähm ja, die Story kann allenfalls als 08/15 beschrieben werden, Max Guevera ist eins von 12 Kindern, die aus einem militärischen Genlabor für Supersoldaten geflüchtet ist und jetzt ihre 11 Geschwister suchen. Keine Angst, nach 2 Leveln ist euch die Story eh egal, da sie nur als Aufhänger für das Zusammenschlagen der ewig gleichen Gegner dient.

Pro:
– Eigentlich ganz nette Grafik
– Gute Animationen der Charaktere
– Originalsprecher der US-Serie
– Die Atmosphäre der Serie wurde gut umgesetzt
– Am Anfang sehen die Effekte und die Kämpfe cool aus…

Contra:
– …nach dem zweiten Gegner merkt man, dass sich die Kämpfe immer wiederholen.
– Zu den Sprechern: 1. Sie sind schlecht 2. Es sind nur zwei…
– Das angeblich revolutionäre Ausweichsystem hilft nicht beim Ausweichen
– Grafik wiederholt sich, Level wiederholen sich, Gegner wiederholen sich, die Sprüche von Max wiederholen sich, die Levelziele wiederholen sich, man selber muss jeden Level x-mal wiederholen, irgendwie wiederholt sich einfach alles!wiederholt sich einfach alles!wiederholt sich einfach alles!
– Extrem unfaire Endgegner (deren Angriffstaktiken sich übrigens wiederholen, d.h. alle Endgegner besitzen die gleichen Moves!)
– Schwierigkeit schwankt von Versuch zu Versuch, das Beenden des Levels hat definitiv nichts mit Können sondern ausschließlich mit Glück (oder nennen wir es positiv: Intuition) zu tun
– Die schlechteste Kameraführung aller Zeiten macht es unmöglich, die Gegner gezielt und kontrolliert auszuschalten. Oder erst mal zu entdecken.
– Die Entwickler führen euch an der Leine durch die Levels, fette Symbole kennzeichnen die Stelle, an der das angegebene Item benutzt werden muss.
– Wenn es eine Steigerung von linear gäbe: Dieses Spiel ist es!
– Es gibt überhaupt nichts freizuspielen oder zu entdecken, man spielt das Spiel durch, und das war’s einfach. Und das Durchspielen packt man an einem Abend. Trotz der Stealthmissionen.
– Es ist unmöglich, eine Stealthmission komplett ungesehen zu beenden.
– Man stirbt -> man beginnt den Level neu!
– Katastrophale Steuerung (Spurt liegt auf L3! Versucht da mal, gezielt zu spurten!)
– Was am wichtigsten ist: das Spiel macht keinen Spaß!

Fazit: Kauft euch für das Geld lieber eine Monatskarte eures Busunternehmens, da habt ihr mehr Abwechslung! Dieses Spiel ist wirklich niemandem zu empfehlen, selbst die Hardcore-Dark-Angel-Fans werden es nicht spielen wollen.

Bewertung: 1

Entwickler: Radical Entertainment
Publisher: Sierra
System: PS2
Spieler: 1
Genre: Stealth / Streetfighting

Gentleman – Runaway-EP

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Tilmann Otto, den meisten eher als Gentleman bekannt, ist mit Sicherheit und weitem Abstand der erfolgreichste Reggae-Künstler Deutschlands. Genau wie seine Labelkollegin Joy Denalane hat Gentleman bewiesen, dass Deutschland zur Zeit stärker auf R&B und Soul bzw. eben Reggae, als auf HipHop hört. Sein Album „Journey To Jah“ hat sich bisher über 120.000 mal verkauft, und das kann in den letzten beiden Jahren kaum ein deutschsprachiges HipHop-Album von sich behaupten. Den Erfolg verdankt Gentleman wohl auch seiner forgesetzten und unermüdlichen Livepräsenz, die nun ab Mitte März (supported von Mellow Mark) wieder einsetzen wird.

Als Teaser zur neuen Tour kommt er jetzt mit der 6-Track EP „Runaway“, deren leicht-melancholischer Titeltrack sowohl in der Studiofassung, als auch in der extrem energiegeladenen Live-Version von den HipHop-Open 2002 auf der Platte sind. Außerdem bringt die EP die drei exklusiven Titel „Live It Up“ (feat. Capleton), „The Rule“ (feat. Luciano & Taffari) sowie „What She Deserves“ (feat. Glenn Washington). Alles äußerst entspannt und soulful – wer die wenigen Tage bis zur Tour nicht mehr warten möchte, sollte die Köln-Kingston-Connection auf jeden Fall checken.

Dogtown & Z-Boys – Skateboard Dokumentation

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Filme oder Dokumentationen über das Skaten sind sicherlich keine Seltenheit. Aber diese spezielle Dokumentation stellt alles in den Schatten und zeigt die Anfänge, die Wurzeln der Skateboardsubkultur.
Dogtown ist der südliche Teil von Santa Monica/Venice in Los Angeles. Mitte der Sechziger Jahre verfiel der riesige Vergnügungspark, der sich von Venice bis nach Santa Monica zog. Zurück blieb ein Ort, heruntergekommen und dreckig – aber für einige war es schlicht und einfach das Paradies!

Inmitten der Ruinen des ehemaligen Parks gab es gute Surfspots, die allerdings nur „Locals“ kannten, und die großen Wert darauf legten, dass keiner von außerhalb Dogtown auf die Idee kam, hier zu surfen. Es war sehr gefährlich, da das Wasser voll mit Holzteilen, Müll und alten Pfählen war, aber genau das war eben der Reiz für eine Hand voll Kids, die versuchten, ihrem grauen Alltag zu entkommen, und für die Surfen alles bedeutete.
In der Skaterszene gelten die Zephyr Boys, wie sich die eingeschworene Surfer- und später Skatercrew nannte, als absoluter Kult, sie haben die gesamte Welt des Skatens auf den Kopf gestellt und revolutioniert.

Stacy Peralta, selber einst Mitglied der Z-Boys, hat diese mit vielen Preisen ausgezeichnete Doku gedreht. Hilfe erhielt der von den Fotographen Glenn Friedman (der u.a. für Albumcover-Fotos von Public Enemy, den Beastie Boys oder Run-DMC bekannt wurde, und besonders von Craig Stecyk, durch dessen journalistische Arbeit die Z-Boys national und international bekannt wurden. Diese drei Menschen haben viele Originalaufnahmen, Fotos und Interviews mit fast allen Mitgliedern zu einer einzigartigen Dokumentation zusammengefügt.
Sie konnten sogar Sean Penn dafür gewinnen, als Erzähler durch den Film zu führen.Jeder, der auch nur ein kleines Interesse am Skateboarding hat, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Hier sind die Wurzeln, die Leute, die Stars – wie etwas Tony Hawk – inspiriert haben.

Neben Stacy Peralta waren es u.a. Jay Adams, Bob Biniak oder Tony Alva, die mit ihren Ideen und ihrem unkonventionellen Stil das Skaten auf ein neues Level gebracht haben.Dogtown & Z-Boys ist eine authentische und einfühlsame Dokumentation – die Legende lebt weiter!

Peanut Butter Wolf – Badmeaningood

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Personal. Musical. A HipHop Chronicle.
So beschreibt das Label selber die Badmeaningood- Reihe, die inzwischen in die dritte Runde geht. Das Konzept ist so einfach wie interessant.Man frage einen Künstler nach seinen Lieblingsplatten und bitte ihn/sie, diese doch einmal zusammenzustellen und einen persönlichen Lieblings-Mix daraus entstehen zu lassen.

Das Ergebnis fiel bisher durchgehend gut und auch erfrischend unterschiedlich aus.Den Anfang machte der englische Produzent und DJ Skitz, mit einer interessanten Mischung aus Reggae-, Folk- und HipHop-Klassikern. Als zweiter im Bunde durfte dann Roots Manuva seine Lieblingssongs präsentieren. Diese sind zwar nicht so grandios gemixt, aber dafür ist auch hier eine sehr abwechslungsreiche Scheibe entstanden, von HipHop-Tracks á la ODB, Outkast, NWA oder Eric B. & Rakim, über Reggae, Ska, Soul und sogar ein klein wenig Drum & Bass.

Bei der Auswahl der Tracks sind den Künstlern keine Grenzen gesetzt.Für die neuste Compilation hat man den Weg über den großen Teich auf sich genommen und ist in der Bay Area gelandet, wo man niemand Geringeren als Mr. Stones Throw Peanut Butter Wolf in das Projekt mit einspannen konnte.
In gewohnt souveräner Manier mixt sich PBW durch die Musikgeschichte, von Grandmaster Flash zu Old School Electrobreaks, alten Soul-Klassikern wie Can´t You See Me von Roy Ayers oder Don´t Stop What You´re Doing von Alicia Myers, werden hier interessant und absolut hörenswert verschiedene Musikgenres in einen Kontext gepackt.Das ist interessanter und vor allem abwechslungsreicher als so manches Mixtape, das so im Umlauf ist.
Alle Badmeaningood-Releases gibt es mit einem sehr ansprechendem Coverartwork, sowohl als Vinyl, wie auch als Silberling.

Das nächste Highlight in dieser Reihe steht auch schon auf dem Plan. Der kurze Abstecher in die Bay ist vorüber und man orientierte sich doch wieder zurück nach England. Dort fanden sich dann auch die Scratch Perverts bereit, der Welt zu zeigen, was für Musik ihnen am Herzen liegt. Wir werden es sicherlich bald erfahren können. Solange genießen wir noch den kleinen persönlichen, musikalischen Einblick in die Welt von Skitz, Roots Manuva und Peanut Butter Wolf.

Buckshots „BDI Thug“ bald wieder in den Läden

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Buckshots “BDI Thug” wird demnächst wieder zu haben sein. Das längst vergriffene Solo-Album des Black Moon MCs wird von Koch re-released.

Auf der aus dem Hause Duckdown kommenden LP sind unter anderem Beats von namenhaften Producern wie Just Blaze, Lord Jamal, Master Beats und Baby Paul von den Beatminerz zu hören.

Die Original-Version aus dem Jahre 1999 wurde außerdem um drei Bonustracks erweitert („Follow My Lead RMX“, „Will We Live 2 See 2morrow” und “Use 2 Be Afraid”). „BDI Thug“ steht ab Mitte März wieder in den Läden.

Ape Escape 2

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Nach über 1,5 Millionen verkauften Exemplaren des ersten Ape Escapes für die gute alte PSOne schlagen die Affen jetzt auf 128 Bit zurück. Mit mehr als 20 Levels, 3 freispielbaren Minispielen und jeder Menge Affen fährt Sony ein dickes Geschütz gegen den momentan stärksten PS2-Hüpfer Sly Raccoon auf. Ob die Affen dem Waschbären das Wasser reichen können, lest ihr im Test.

Als erstes mal zur Story. Wer den ersten Teil bereits gespielt hat, kennt schon die Intelligenzhelme, die aus normalen Affen hochintelligente, aber leider auch leicht manipulierbare Superaffen machen. Im ersten Teil stellte sich Kakeru gegen die Affenhorde unter der Führung des bösen Spectres und konnte sie erfolgreich in die Flucht schlagen. Im zweiten Teil spielt Hikaru, Kakerus Cousin, die Hauptrolle und muss sich wieder einmal der Affenbrut samt Spectre erwehren. Nur sind jetzt die Affen noch gemeiner, noch bösartiger und noch schlauer. Will uns zumindest der Packungstext suggerieren, die Wahrheit sieht ein wenig anders aus, aber dazu später…

Im Prinzip gibt es 7 verschiedene Affenarten, die sich alle durch eine farbige Hose voneinander unterscheiden. Da wären zum Beispiel die Affen in hellblauen Hosen, die extrem feige sind und sich bei jedem von Hikaru verursachten Geräusch hinter Büschen und Ähnlichem verstecken. Oder die Affen mit schwarzer Hose (und fetter Sonnenbrille!), die ganz besonders aggressiv sind und zu allem Überfluss noch mit einem Maschinengewehr ausgestattet sind. In jedem Level gibt es verschiedene Arten von Affen, die quer durch die Abschnitte verteilt sind. Es muss immer eine bestimmte Anzahl von Affen pro Level gefangen werden, um das Level zu beenden. Welche (oder in welcher Reihenfolge) man fängt, spielt dabei keine Rolle. Nach ca. jedem 4. Level wartet dann noch mal ein ganz besonderer Affe auf euch, der den Endgegner eines Abschnitts darstellt. Davon gibt es insgesamt 5, also summa summarum 20 Level und mehr als 150 Affen zu fangen.

Hikarus „Waffen“-Arsenal ist dabei auf die Buttons gelegt, gesteuert wird eigentlich komplett mit den beiden Analogsticks, nur gesprungen und Kamera gewechselt wird mit den Shoulderbuttons. Der linke Stick dient hierbei der Fortbewegung, und der rechte zum Benutzen der Waffe, die man vorher auf einen der 4 Buttons gelegt hat. Hierbei ist zu beachten, dass Hikaru die Waffe in der Richtung relativ zur Kamera benutzt und nicht relativ zu seiner Position, was bei manchen hektischen Kamerafahrten die Affenjagd extrem erschwert. Das Fangen selber gestaltet sich hingegen einfach: Zwar wird in der Anleitung deutlich darauf hingewiesen, dass es verschiedene Arten von Affen gibt, Unterschiede im Spielverlauf machen sich jedoch keine bemerkbar. Anstatt sich anzuschleichen oder die Affen zu überlisten, hat sich ramboartiges Drauflosstürmen und Netz-Umherschwingen als praktischer erwiesen. Schade, da war mehr Potenzial drin. Die Waffen, die in diesem Spiel übrigens Gotchageräte heißen, sind sehr phantasiereich und vielseitig, es gibt Bananenbumerangs, die die Affen anlocken, ein Affenradar, mit dem man angepeilte Affen genau beobachten kann, und so weiter. Leider ist dem Forscherdrang ein absolutes Holzhammerprinzip entgegengesetzt, sodass man nicht Spaß am Experimentieren hat, sondern auf den ersten Blick sieht, welches Gerät man an welcher Stelle einsetzen muss.

Im Allgemeinen muss angemerkt werden, dass sich dieses Spiel vor allem an junge Spieler richtet, da vor allem durch den (meiner Meinung nach unzumutbaren) Animestil eine pokemonartige Atmosphäre geschaffen wird, der Schwierigkeitsgrad kann allenfalls als leicht beschrieben werden. Zwar gibt es viele Sachen zu entdecken, jedoch müssen diese Boni für bare Münze (in diesem Fall ganze 10!) im Hauptquartier zwischen den Levels eingetauscht werden. Und als erfahrener Spieler ist es ein Klacks, in den Levels mehr als 100 Münzen zu sammeln. Und spätestens ab da fragt man sich, was die Entwickler dazu bewegt hat, diese Bonusanimationen so lange laufen zu lassen. Man verbringt praktisch fast mehr Zeit mit dem Umtauschen seiner Münzen als mit dem Spielen der Levels. Zu erwerben gibt es beispielsweise Artwork von Hikaru mit seinem Babyaffen Pipotchi, den er immer an seiner Seite hat. Absolut überflüssig und unabgestimmt (zumindest für Leute, die mit Anime im Sinne von Poke, Dragonball usw. nichts anfangen können)

Grafisch lässt sich nichts bemängeln, es wird einem konstant Durchschnittskost geboten. Nicht spektakulär, aber auch nie schlecht. Beeindruckend ist vor allem die Vielfalt der Level, kein Level gleicht vom Thema her dem anderen. Da gibt es alte Ninjatempel zu erkunden, Unterwasserwelten am Sandstrand, eine Affeninsel, ein Kasino etc. Leider sind die Level etwa ab dem 8. Level etwas unübersichtlich, da man nach 14 gefangenen Affen nicht genau weiß, in welcher Richtung man jetzt noch groß suchen soll, Hilfsmittel wie Karte, Kompass oder ähnliches gibt es nur in Form des Affenradars, der eine SEHR begrenzte Reichweite besitzt. Pro:
– witzige Minispiele (Affenfußball, Tanz Affe Tanz…)
– konstante Bonbonknalleffektfarbengrafik
– das Spiel läuft in einem durch, d.h. es gibt keine unnötigen Ladezeiten oder Spielunterbrechungen
– viele freispielbare Boni (siehe jedoch auch Contra)
– Alle Affen in den Levels zu finden, ist fordernd, ebenso der Timetrialmodus
– Gute und witzige Animationen
– Unterschiedliche Grafiksets in den Levels

Contra:
– Grafik detailarm und voller riesiger Texturen
– Für Nicht-Anime-Fans kaum zumutbar
– Steuerung nicht optimal, nicht leicht zugänglich
– Überraschungstaktiken zum Fang der Affen überflüssig
– Schlimmer Sound (wahrscheinlich nur für Nicht-Anime-Fans)
– Schnell verbringt man mehr Zeit an der Bonimaschine als in den Levels
– Interessantes Spielprinzip zu sehr für Kinder zusammengestutzt
– Oft ungünstige Kameraperspektive
– Vor allem in späteren Levels geht die Übersicht verloren

Fazit: Nur Pokemon&Co-Fanatiker sollten dieses Spiel mal anspielen, alle anderen werden wahrscheinlich keinen dauerhaften Spaß an dem Spiel haben. Eher was für Freaks.

Hersteller: Sony Computer Entertainment Europe
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe
Spieler: 1 (Minispiele 2)
USK: keine Altersbeschränkung

Ice Cube disst Samuel, Reverend Jackson

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Ice Cube disst auf „Lightz Out“, der neusten Single der Westside Connection, nicht nur den Schauspieler Samuel Jackson, sondern auch seinen Namensvetter, den Bürgerrechtler Reverend Jesse Jackson.

Samuel Jackson hatte sich bei der Westcoast-Legende unbeliebt gemacht, indem er angekündigt hatte, in Zukunft nicht mehr in Filmen spielen zu wollen, bei denen Rapper mitwirken. Eine Ausnahme würde der aus dem Streifen Pulp Fiction bekannte Schauspieler nach eigenen Aussagen lediglich bei Will Smith machen.

Angesichts der individuellen Auszeichnungen für HipHop-Künstler wie Queen Latifah (nominiert für den Oscar und den Golden Globe) und Mos Def (nominiert für den Tony Award) sowie des kommerziellen Erfolgs von „8 Mile“ und „Cradle 2 The Grave“ (mit DMX in der Hauptrolle) sollte Jackson seine Haltung vielleicht noch einmal überdenken… Außerdem schien Jackson nicht so wählerisch zu sein, als er die Rolle in dem wenig anspruchsvollen Action-Film XXX an der Seite des „Charakterdarstellers“ Vin Diesel annahm.

Reverend Jesse Jackson fiel in Ungnade, als er zum Boykott des Films „Barbershop“ aufrief, in dem Cube die Hauptrolle spielt. Jackson hatte die Kampagne gestartet, nachdem sich einige Darsteller des Films abfällig über die Bürgerrechtlerin Rosa Parks geäußert hatten. In „Lightz Out“ rät Cube dem Reverend den Unterhalt für seine Kinder zu zahlen und das nächste Mal ein Kondom überzustreifen, bevor er loslegt.

Cube und seine Homies Mack 10 und WC haben den Track übrigens für den „Ghetto, Gutta and Gangsta“-Soundtrack eingespielt.

3p fördert den Nachwuchs

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Das Frankfurter Label 3p (Pelham Power Productions) wird in Zukunft verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen: Fünf junge Mitarbeiter im Alter zwischen 20 und 24 Jahren bilden die Arbeitsgruppe „3p Rookies“, darunter vier Azubis (Kaufmann /-frau für audiovisuelle Medien) und ein Praktikant.

Die „3p Rookies“ wollen ihre Unvoreingenommenheit bei der Konzeption einer eigenen Marketingkampagne nutzen, um verkrustete Strukturen der Plattenindustrie aufzureißen. Zu ihren Aufgabenbereichen werden neben Radio-, TV-, Presse- und Onlinepromotion auch Management und Merchandise gehören.

3p-Chef Moses Pelham äußerte sich folgendermaßen zu dem innovativen Konzept: „Noch vor zehn Jahren wäre ich selbst sehr gerne Teil einer solchen Unit gewesen. So freut es mich umso mehr zu sehen, wie mein einstiger Traum heute für meine jungen, hart arbeitenden, in ihrem Umfeld viel besser als ich es sein kann vernetzten Kollegen Wirklichkeit wird. Ich bin sicher, dass sie uns alle sehr überraschen werden, und halte das Projekt für ein Investment in unsere Zukunft, das sofort beginnen wird, Früchte zu tragen.“

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