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Connect HipHop – Anmeldephase läuft

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Die Offene Jazzhausschule Köln veranstaltet im Rahmen der Cologne HipHop Days (18. bis 22. Oktober 2004) das Projekt Connect HipHop (wir berichteten). Unter dem Motto – Verbindungen schaffen, Chancen geben, Aktive unterstützen.

Die Veranstalter organisieren einen Rap-Contest, der sich vor allem an MCs und Crews aus Nordrhein-Westfalen richtet. Als Teilnahmebedinung muss jeder drei selbst produzierte Songs einreichen.

Einsendeschluss ist der 07. September 2004. Unter der Infoline: 0221-130 565 21, per email projekte@jazzhausschule.de oder auf www.jazzhausschule.de findet ihr alle weiteren Informationen zum Contest.

Die restlichen Infos zu den Cologne HipHop Days findet ihr in unserem Event-Kalender.

Dendemann statt King Kool Savas

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Kool Savas darf nicht nach Tschechien einreisen, da er „nur“ im Besitz eines türkischen Passes ist, und somit ein Visum benötigt hätte, um auf dem HipHopKemp 2004 (Silbersee in Hradec Králové 100km östlich von Prag) auftreten zu können. Statt ihm wird nun der Dende die Massive rocken, was ja auch so schlecht nicht ist! Außerdem dürfen hierbei Acts wie DJ Vadim, DJ Woody, Wildchild & DJ Romes, Killa Kela, Promoe, Supreme & DJ Large, Total Chaos u.v.a. nicht vergessen werden. Klingt also alles noch immer nach fetter Unterhaltung. Die letzten News, in Sachen HipHopKemp, findet ihr auf der Homepage des Festivals.

Beenie Man – Cool Cool Rider – The Early Years

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Oooohhhhhh Gaaaaawwwwd…lad aw mercy…Beenie Man a.k.a. Di Girls dem Sugar bringt uns eine, seine komplette Karriere betreffende, Werkschau, und setzt als Cool Cool Rider da an, wo der Cool Ruler aufhören würde.

Aber der Reihe nach. Die Geschichte von Beenie Man beginnt irgendwann in den frühen Achtzigern. Da war der Dude noch ganz klein. Deswegen heißt er im Volksmund auch Beenie – der Kleene, quasi. Kurz nachdem er, als achtjähriger Wanst, einen Teenager-Talent-Wettbewerb gewonnen hatte, hieß es auch schon Album produzieren. Der Startschuss für „The Invincible Beenie Man – The Ten Year Old DJ Wonder“ – so der Name des Erstlings.Dann hieß es erst einmal ein gutes Jahrzehnt lang Schulbank drücken bevor der nächste Longplayer – „Wicked Man“ folgte. Von da an ging es für den jamaikanischen Top a Top-Deejay steil bergauf.

Die Anthologie „Cool Cool Rider“, welche nun über Trojan/Rough Trade erschienen ist, umfasst sowohl die frühen Hits Beenie Mans als auch einige jüngere Klassiker. Vertreten sind u.a. Tunes wie „No Mama No Cry“, eine sozialkritische Nummer, die sich mit Gewalt in den Ghettos, Armut und leider durch Schießereien und Messerstechereien ums Leben gekommenen Artists (z.B. Nitty Gritty, Peter Tosh) befasst, oder auch „Cool Cool Rider“ – Namensgeber des Homage-Albums, und zugleich auch der erste wirklich große Beenie-Hit. „DJ King“ wiederum ist ein Soundclash-Tune wie er im Buche steht. Jungs wie Ninja Ford, Ninja Kid oder Risko Don kriegen ordentlich ihr Fett weg. Lobhudeleien hingegen prasseln in Bezug auf Ninja Man, Supercat, Josey Wales oder Charlie Chaplin hernieder – „…yuh inspire me, so me cyaan dis de…“. Dennoch hält er schlussendlich noch einmal ganz klar fest, was er eigentlich auszusagen gedenkt: „A long time me inna dis, me is a Veteran!“

Und so sieht es tatsächlich auch aus. Gut, es gab in den letzten drei Jahren die ein oder andere Schwachstelle Beenies, aber mir scheint, als sei der Herr gesundet. „Dude“ (feat. Miss Thing) – aus der Dave Kelly Riddim-Schmiede – wurde zu einem respektablen Charts-Run, ein neues Album („Back To Basics“) ist ebenso am Start. Die daraus ausgekoppelte, erste Single „King Of The Dancehall“ wird am Ende auch bloß einmal mehr zeigen, was wir nach dem Genuss des „Cool Cool Rider“ schon vermutet hatten: Beenie Man-Tunes haben vor zehn Jahren („Miss Angela“, Black Liberty“, „Good Times“ – alle auf „Cool Cool Rider“) schon genauso gebuzzt wie nowadays. Nicht umsonst nennt man ihn wohl auch `The Doctor´. Seen!

Schall – 02.03.04 – EP

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Der Wahl-Berliner DJ und Produzent Schall erscheint dieser Tage mit einer frischen drei Tracks starken EP wieder auf der Bildfläche.
Bereits vor ca. zwei Jahren konnte er mit seinem Debütalbum „Director´s Cut“ überzeugen. Dort beschrieb er seinen Stil als Instrumental-HipHop oder auch „an experimental downbeat experiance“. Seine Wurzeln liegen also im HipHop, doch er möchte es vermeiden, sich durch Genregrenzen limitieren zu lassen. So ist Experimentieren dann auch auf dieser EP großgeschrieben.

Die drei Tracks sind jedoch keine kleinen Klangkriege von Schlage des Anti Pop Consortiums geworden. Viel mehr handelt es sich um sehr groovige, schnelle, tanzbare Tracks, die durch ein gutes Arrangement und eine gelungene Auswahl an Vokalsamples und Cuts zu überzeugen wissen.

Ein junger Produzent, der frischen Wind in die Musikszene bringt und dem man gerne mal ein Ohr leihen sollte. Für mehr Informationen checkt mal die Webseite www.undercoverart.de. Es lohnt sich.

The Marxmen – Marxmen Cinema „Official M.O.P. Mixtape“

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Die Marxmen aka The Mash Out Posse aka M.O.P. in Person von Lil´ Fame und Billy Danze melden sich gewohnt lautstark zurück und zwar mit einer Doppel-CD, die 16 brandneue sowie 15 Klassiker bzw. seltene Tracks enthält. Was braucht ein eingefleischter M.O.P.-Fan mehr?

Im Game seit 1994 haben sich M.O.P. nie von ihrem Weg abbringen lassen, sind keinen Trends gefolgt – sie haben höchstens einen gesetzt. Das gipfelte zuletzt in den beiden HipHop-Hymnen „Cold As Ice“ und „Ante Up“.

Vor kurzem veröffentlichten sie unter ihrem vollen Namen „Mash Out Posse“ sogar ein HipHop-Metal Album, was ja – stilistisch gesehen – auch nicht so fern lag.
Nun haben sie sich im Grunde genommen neu entdeckt und werden fortan als „The Marxmen“ ihren Weg weiter gehen. Als Produzenten treten neben Fizzy Womack (ihr wisst wer sich dahinter verbirgt) auch so Hochkaräter wie DR Period, Tommy Tee und DJ Premier auf.

Mit der ersten Single „Bloody Murdah“, von Primo produziert, haben sie auch gleich wieder Zeichen gesetzt. Mir ist der Track allerdings etwas zu anstrengend und das ewige „Murdah Murdah“ Gerede nervt. Aber es gibt noch einige andere Songs auf der Scheibe, die meiner Meinung nach wesentlich besser sind. So auch das Getto Boys-Remake „Nine And Two Clips“ feat. den West Coast Gangsta Kurrupt.

Ansonsten möchte ich noch Tracks wie „Get Down“ (dieses mal an die Lifers Group angelehnt), „The Marxmen“, „All Of The Above“, oder das funkige „Nigggaaahhh“ nennen, die wieder einmal eindrucksvoll den energiereichen, explosiven Stil der Crew aus New York unterstreichen. Da fallen auch so schwache Stücke wie das nervige „The Hood“ nicht weiter auf.

Außerdem gibt es auch noch die zweite CD, die u.a. mit Klassikern wie „Downtown Swinga“, „Half and Half“ feat. Guru, „Rugged Neve Smooth“ oder „Guns And Roses“ aufwartet.
„The Official M.O.P. Mixtape“ bedeutet gute zwei Stunden 100% Lil´ Fame und Billy Danze. Für alle Fans ein Pflichtteil mit guten aber nicht außergewöhnlichem Bonusmaterial.

Taichi – Legende von Morgen

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Der 20-jährige Berliner Taichi aka Taijihad, Taiger, Tightchi, Taiwahn und Taiphoon bringt nun, fast ein Jahr nachdem er mit Michael Mic (ehemals BoogieMan) das Album „Schwerer Shit“ veröffentlicht hat, sein Solo-Album „Legende von Morgen“ über Krasscore Records raus. Der vielversprechende und selbstsichere Name des Albums ließ mich anfangs eher mit einer battle-lastigen Platte rechnen, doch da wird man schnell eines Besseren belehrt. Taichi beweist beispielsweise auf Tracks wie „Guten Tag“ und „Wesentlich“ eine inhaltliche Tiefe, die ich so nicht erwartet hatte. In den erwähnten Tracks zeigt er sich von seiner eher deepen Seite, die dem Hörer alltägliche Probleme aufzeigt, die für jeden leicht verständlich sind.Die beiden Tracks avoncieren gemeinsam mit „Körperpflege“ zu meinen Favoriten auf „Legende von Morgen“. Das Album ist thematisch sehr abwechslungsreich und hat in dieser Hinsicht eigentlich alles, was ein Berliner Rap-Album braucht. Leider besitzen die überwiegend von Jaime produzierten Beats etwas zu wenig Arrangement. Einige Gimmicks in den unterm Strich dennoch recht guten Beats wären hier sehr vorteilhaft für das Gesamtprodukt gewesen. Doch nicht nur Jaime bastelte die Beats für „Legende von Morgen“ zusammen, auch Taichis ehemaliger Rap- und Label-Partner (beide gründeten 2003 das Label „Mein Label“) Michael Mic bediente, in der von mir in früheren Reviews schon oft gelobten Manier, die MPC und den Synthesizer.

Wenn man das Album durchhört, fällt einem auf, dass der Flow, den Taichi an den Tag legt, zwar grundsätzlich gut ist, sich dann aber leider unverändert durch das gesamte Album zieht, was den Hörgenuss etwas einschränkt. So klingt etwa jede Hook für sich gesehen nett, ähnelt aber eben auch den meisten anderen, mit den drei- bis vier-stimmigen, zum Teil gesungenen, übereinander gelegten Spuren. Ein wenig Abwechslung hätte sicher gut getan, doch habe ich andererseits auch schon weitaus monotonere und ödere Rap-Alben gehört als „Legende von Morgen“. Taichi ist hier ein Werk gelungen, mit dem er durchaus zufrieden sein kann, und es wird bei vielen auf jeden Fall Begeisterung hervorrufen. Für jeden Berlin-Rap-Fan ist die Platte eine gute Investition.

Dass Taichi etwas vom Rappen versteht, und dass er mit seinen sechs Jahren an Erfahrung auch etwas zu erzählen hat, steht außer Frage. Dennoch macht ihn dieses Album in meinen Augen noch nicht zur lebenden Legende. Das Album ist zwar durchaus empfehlenswert, sicher aber noch kein Meilenstein des Deutschen Raps.

Ying Yang Twins – Me & My Brother

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Was noch vor wenigen Monaten jeder Otto-Normalverbraucher für eine neue Designer-Droge gehalten hätte, ist jetzt als der Musik-Trend schlechthin in aller Munde: Crunk! Kein Club, kein Abend, der ohne den obligatorischen „Get Low“-Megamix mit all seinen Features auskommt.

Damit jedem klar ist, wer auf diesem Feld das Sagen hat, hat Lil’ Jon seinen aktuellen Longplayer dann neulich auch gleich „Kings Of Crunk“ genannt. Zwei Jungs aus seinem Freundeskreis versuchen jetzt, es ihm gleich zu tun: die Ying Yang Twins. Kaine & D-Roc machen ihrem Namen als waschechte Zwillinge erstmal alle Ehre, und schon die Presseinfo lässt verlauten, dass sie zu den ganz fleißigen im Biz gehören, bisher aber immer im Schatten von Lil’ Jon standen. Doch das soll jetzt anders werden.

Inkonsequenterweise featuret die erste Single-Auskopplung „Salt Shaker“ dann aber gleich Lil’ Jon & seine East Side Boyz, was der Qualität des Songs allerdings keinen Abbruch tut, denn die Melodie ist eingängig und prädestiniert für die Tanzfläche deines Vertrauens. Nun wäre es jedoch schön gewesen, wenn man diese Review and diesem Punkt hätten beenden können. Leider ist dies aber eine Longplayer- und keine Maxi-CD-Rezension, was es erforderlich macht, sich noch mit weiteren Songs auseinander zu setzen.

Das macht es anstrengend, denn anschließend schreien sich die Brüder ohne neue Ideen durch ein nicht enden wollendes Innovationsloch und wirken dabei müde und ausgebrannt. Irgendwelche Abwechslung sucht man vergebens! Zur Krönung heißt ein Song dann auch noch „Get Low Sequel“, ein Name, der bedenkenlos auch für die restlichen Tracks, oder gar das ganze Album gut gewesen wäre.

Vielleicht sollte den beiden einer sagen, dass es beim Beat-Produzieren möglich ist, mehr als eine Melodie zu verwenden, und dass Variationen nicht nur durch Rumspielen an den Filtern entstehen.Wenn Crunk nicht mehr zu bieten hat, als den ewig gleichen Rhythmus und billige Reime, dann wird dieser Trend schneller wieder in den Untergrund verschwinden, als ihm lieb ist.

The Aspects – Mystery Theatre

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„Straight Outta Bristol“, aus einer Gegend also, in der Mike Skinner als Sprachphilosoph gelten könnte und Dizzee Rascal garantiert als der Junge von nebenan gilt, kommen vier Jungs, die sich The Aspects nennen, um Europa „de greit“ Sound zu bringen.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Vokalisten El Eye und Probe Mantis (Ben Weaver), DJ Specify als Produzenten und den Beat-Boxer Monkey Moo.

Musikalisch legen die Jungs dabei eine Vielfalt an den Tag, die Kollegen aus dem Genre nur in Staunen versetzen kann. HipHop-technisch auf einem eigenen Level, fernab vom synthetischen Brit-Sound mit Verweisen und Anspielungen bis in die späten 60er bestückt.

Diese CD spricht eine ganz eigene Sprache – absolut einmalig im heutigen Musikmarkt! Hier eine kleine Brise Beach Boys, da die Experimentierfreude der frühen Led Zeppelin und eine heftige Portion Beatles. Das alles so, als hätte es HipHop schon 1960 gegeben und die Leute begeistert.

Wer nun Lust hat, eine Vorstellung im Mystery Theatre zu genießen: Platzkarten gibt es in allen Plattenläden.

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