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Trennung bestätigt

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Ill Bill, Sabac Red und DJ Eclipse werden aufgrund von Problemen mit Crew-Member Goretex in Zukunft Solo-Pfade beschreiten. Die Crew Non Phixion wird es so nicht mehr geben, doch die 3 Übriggebliebenen werden weiterhin auf ihren Solo-Projekten zusammenarbeiten.

Außerdem könnt ihr die drei diesen Sommer noch auf einem Konzert in Amsterdam, auf zwei Konzerten in der Schweiz und auf dem HipHop-Kemp-Festival in Tschechien sehen.

Anfang nächsten Jahres wird Ill Bill dann über sein eigenes Label Uncle Howie Records sein neues Solo-Album "The Hour Of Reprisal" inklusive DVD und die "Halftime Show"-DVD von DJ Eclipse veröffentlichen. Außerdem gehört er neben Necro und anderen zu den Produzenten von Sabac Reds Solo-Longplayer "The Ritual".

Über die weiteren Pläne Goretex‘ gibt es bisher noch keine Auskünfte. Für Non Phixion-Fans gibt es aber trotz der Trennung keinen Grund für Traurigkeit. Drei von Vieren bleiben uns auch in der nächsten Zeit aktiv erhalten.

Taichi

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Wer in den letzten Wochen durch die Straßen von Berlin lief, dem fiel auf, dass der "PSSST" Sticker kaum noch aus dem Stadtbild wegzudenken war, wie die schwarz-rot-goldenen Flaggen und T-Shirts. Nicht selten dürfte sich jemand gefragt haben, wer eigentlich hinter dieser Promo-Aktion steht.

Es ist Taichi aus Berlin, der gerade sein drittes Solo-Album "Top Story" auf Krasscore Records in die  Läden  gedrückt hat. Erst jetzt kann der talentierte Rapper, im Alter von 22 Jahren, deutschlandweit auf sich aufmerksam machen und die erste Single "PSSST" auch per Video präsentieren. Taichi steuert die deutsche Rap-Öffentlichkeit an. Aus diesem Grund sprach rap.de mit dem aufgeschlossenen Berliner, um euch nicht mit offenen Fragen stehen zu lassen.

rap.de: Da du ja trotz jahrelanger Aktivität noch relativ unbekannt bist, stell dich doch erst mal unseren rap.de Lesern vor.

Taichi: Ich bin Taichi und rappe jetzt seit ungefähr 8 Jahren. Ich habe gerade mein drittes Solo-Album fertig gemacht, es heißt "Top Story" und ist ab jetzt überall erhältlich.

rap.de: Was meinst du, woran das liegt, dass du noch nicht wirklich ein Begriff bist, da du eigentlich schon relativ lange dabei bist?

Taichi: Ich arbeite eigentlich erst seit den letzten drei Jahren professionell und straight in dem Sinne. Davor hat man Musik gemacht und jetzt wird es mehr. Mit "Top Story" gibt es bisher auch sehr krasse Resonanzen.



rap.de: Inwiefern? Wie sieht das aus?

Taichi: Ein Haufen E-Mails, die hab ich zwar vorher auch schon bekommen, aber alle Resonanzen, die ich bisher zu dem Album gehört habe, waren sehr positiv.

rap.de: Es ist ja bekannt, dass du sehr früh mit den Kindern der amerikanischen Besatzungstruppen in Zehlendorf in Berührung gekommen bist. Gibt es immer noch Kontakt mit diesen Leuten?

Taichi: Nein, gibt es nicht mehr. Es ist auf jeden Fall eine sehr lustige Frage. Ich bin in der Ami-Siedlung aufgewachsen und dadurch kam es eben, aber ich bin jetzt von dort weggezogen und die meisten sind dort auch weggezogen. Es besteht also kein Kontakt mehr.

rap.de: Würdest du schon sagen, dass durch diese Umgebung deine Affinität zum Hip-Hop gekommen ist?

Taichi: Auf jeden Fall. Ich habe immer mit denen Baseball gezockt, Musik gehört und in dem Alter war man noch sehr leicht für andere Sachen zu begeistern und es hat auf jeden Fall auch gut geklappt bis heute.

rap.de: Und hast du am Anfang sogar englisch sprachigen Rap gemacht?

Taichi: Nein, habe ich nie gemacht.

rap.de: Nach 3 Alben und unzähligen Feature-Auftritten kam ja nun deine neuestes Werk "Top Story" auf den Markt. Wie siehst du selbst deine Entwicklung als Mensch und Musiker?

Taichi: Als Mensch wird man natürlich älter, und als Musiker habe ich mich technisch sehr schnell und rasant entwickelt. Man wird vernünftiger, man hat früher über ganz andere Sachen gerappt und dieses Album ist auf jeden Fall sehr, sehr viel persönlicher als alles, was davor war.

rap.de: Wie alt bist du denn jetzt?

Taichi: 22 Jahre. Ich bin noch ein junger Mensch.

rap.de: Was verbirgt sich hinter dem Namen "Top Story" ?

Taichi: Der Name deswegen, weil es einfach die Top Story ist, und weil die anderen Rapper nur Top Stories erzählen. In Berlin sagt man Top Story zu Sachen, die nicht stimmen. Ich fand "Top Story" auf jeden Fall ganz passend.


rap.de: Ist "Top Story" ein Album, welches dich zu 100 % repräsentiert? Wie hoch sind deine Erwartungen an diese Platte?

Taichi: Zu 99 Komma irgendwas % bin das schon ich auf dem Album bzw. spiegelt es meine Persönlichkeit wider.  Die Erwartungen sind auf jeden Fall hoch. Wir haben hart an dem Album gearbeitet, es ist sehr gut geworden, und da will man dann dem entsprechend auch das Feedback haben.

rap.de: Also bist du schon der Typ, der in keine Characters springt, um eine Platte zu machen. Du stellst dich dann selbst dar, wenn du eine Platte machst?

Taichi: Das auf jeden Fall. Mir wurde etwas in Richtung Dipset vorgeworfen, aber wer sich die Platte anhört und danach immer noch behauptet, das wäre dipset-mäßig, der liegt einfach falsch. Die Stories, die auf meinen Alben erzählt werden, die sind alle wahr und sind auch so passiert. Das ist nicht an den Haaren herbeigezogen, oder nicht richtig können und doch versuchen.


rap.de: Bis auf Jaime featurest du keinen weiteren KrassCore Artist auf deinem neuen Album. Warum?

Taichi: Weil ich KrassCore nicht als meine Crew sehe, die ich unbedingt repräsentieren muss. Jaime ist deswegen drauf, weil ich ihn zum Rappen gebracht habe. Ich werde ihn auch immer krass supporten. Er bringt jetzt über KrassCore sein Album raus, aber mit den anderen Act habe ich gar nicht so viel zu tun. Wie gesagt KrassCore ist mein Label, ich bin cool mit dem Chef, wir machen zusammen Business und mit dem Rest habe ich nicht so wirklich viel zu tun.

rap.de: Ich weiß, dass Tefla aus Chemnitz auf deinem Album ist. Wie konntest du in dazu bewegen, noch mal das Mic in die Hand zu nehmen?

Taichi: Wir haben uns beim Splash! letztes Jahr kennen gelernt und später hatten sie ihre Abschiedstour in Dresden. Wir haben ein bisschen gequatscht und ich fand viele Songs von ihm richtig cool. Ich habe ihn dann gefragt, und obwohl sie ja eigentlich aufhören wollten zu rappen, hatte er voll Bock drauf. Und wir haben dann einfach einen coolen Song gemacht.

rap.de: Wo denn?

Taichi: Das war ein bisschen schwieriger. Er hat bei sich aufgenommen und ich bei mir. Aber wir haben viel telefoniert und dann entstand der Song.

rap.de: Worum geht es in "Geboren Zu Rappen" ?

Taichi: Es ist dieses Real-Ding, man ist zum Rapper geboren, für Rap leben, das krass zu fühlen und es ist ein sehr ehrlicher Song. Der ist cool.

rap.de: Wer hat den Beat gemacht?

Taichi: Djorkaeff.

rap.de: Wer hat denn allgemein eigentlich produziert?

Taichi: Auch überwiegend Djorkaeff & Janek, Beatgees und Beatzarre und MC Mirror von den Creaturen der Nacht.

rap.de: Kobra ist der einzige Feature-Gast, der auf zwei Tracks vertreten ist. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

Taichi: Kobra ist auf jeden Fall ein sehr guter Freund von mir, und dass er auf zwei Songs zu hören ist, war eigentlich nicht geplant. Auf dem einen Song singt er eine Hookline und auf dem anderen Song rappen wir zusammen.

rap.de: In dem Video zu deiner ersten Single "Pssst" hast du ja die gängigen Hip-Hop-Klischees etwas umgedreht. Du hast Tänzerinnen genommen, die etwas mehr Stoff auf der Haut tragen, einen Hund, der gelangweilt in die Kamera schaut usw… Denkst du, dass diese Message bei den Leuten angekommen ist?

Taichi: Ich hoffe, dass es ankommt. Natürlich ist zu befürchten, dass, wenn man nicht mit dem Finger darauf zeigt und es schwarz/weiß irgendwo hinschreibt, die Leute es dann nicht merken und sich einfach nur ein bisschen wundern. Aber es ist cool, dass ihr es ansprecht – dann werden es schon ein paar Leute mehr peilen. Es war auf jeden Fall, der Plan, dass die Leute es sofort verstehen, aber das ist natürlich immer der Plan, und wie es dann wirklich rüberkommt, davon sind immer verschiedene Sachen abhängig. Der eine oder andere Jüngere wird es natürlich nicht verstehen.


rap.de: Wünschst du dir manchmal, dass du in einer anderen Zeit von Hip-Hop an den Start gegangen wärst?


Taichi: Das ist schwierig zu sagen. Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich schon früher an den Start gegangen wäre, aber im Endeffekt passt es auch so, wie es ist.

rap.de: Okay, also du kannst gut mit den gegebenen Dingen umgehen?

Taichi: Ich kann mit den gegebenen Dingen der Zeit ganz gut umgehen.

rap.de: Ich bin froh, dass ich schon viel, viel früher mit Hip-Hop in Kontakt getreten bin, weil ich ja sonst annehmen müsste, dass Alles, was jetzt Hip-Hop in Deutschland ist, nun tatsächlich Hip-Hop ist und das ist ja eigentlich so nicht ganz der Fall. Deswegen stelle ich die Frage, ob du vielleicht sagst, dass du schon früher mit anderen Leute hättest arbeiten können, und damit hättest einen anderen Hip-Hop repräsentieren können?

Taichi: Das auf jeden Fall. Ich habe auch früher 96′, 97′ die Sachen krass geliebt, die damals schon die coolsten Sachen waren. Bloß da war ich noch jung und hätte kein unfassbarer Rapper sein können. Man muss ja auch ein gewisses Alter und eine gewisse Reife besitzen, um überhaupt etwas ernsthaft repräsentieren zu können. Ich finde, um einen klaren Weg zu repräsentieren, muss man schon einiges durchlebt haben. Natürlich war die Musik früher cooler, aber technisch ist es jetzt einfach viel, viel besser. Ich bin sehr technisch versiert und deshalb finde ich es auch cool, so wie es jetzt ist.

rap.de: Sind noch weitere Videos bzw. Singles geplant?

Taichi: Ja, alles kein Problem. Die nächste Single ist auf jeden Fall schon geplant. Welchen Song wir für ein Video nehmen, wissen wir noch nicht ganz genau. Wenn die Leute da aber irgendwie Bock haben, etwas dazu zu sagen, können sie es gerne in meinem Forum machen. Wir hören auch auf die Vorschläge und Wünsche der Leute.

rap.de: Wie lange habt ihr für die Produktion des Albums gebraucht? Also wann hast speziell du dir Gedanken über das Album gemacht?


Taichi: Eigentlich direkt nach "Schnell Imbiz", was vor einem Jahr war. Im Sommer / Herbst gab es eine heiße Phase mit Djorkaeff, in der wir sieben oder acht Songs gemacht haben, und der Rest der Songs, mit den anderen Produzenten, hat sich dann über den Rest des Jahres zusammengeläppert. Die heiße Phase bestand eigentlich nur aus zwei Monaten.

rap.de: Gibt es sonst noch etwas auf deinem Album, worauf du besonders stolz bist?
 

Taichi: Eigentlich nur die ernsten, persönlichen Songs. Die Ansagen und so weiter mache ich gerne, und die muss ich auch irgendwie präsentieren, aber die ernsten Themen ansprechen über Freundschaften und ehrliche Musik gibt mir viel mehr auch beim Hören. Das kann man sich auch in 3 Jahren noch anhören.


rap.de: Kannst du auf diese Songs etwas näher eingehen?

Taichi: Es gibt einen Song, der "Königreich" heißt. Der handelt ein bisschen von meiner Vergangenheit. Es ist viel Scheiße passiert mit Freunden, darüber hab ich in dem Song ein bisschen was erzählt.  Dann gibt es einen coolen Song mit Vanessa S., der so "Steh-auf"-mäßig ist. In der Zeit ging es mir schlecht und ich habe diesen Song geschrieben. Mir geht es danach besser, wenn ich einen Song geschrieben habe. Man hat es ein Stück weit verarbeitet. es ist wie ein Reifeprozess. Jeder deepe Song ist irgendwie ein Reifeprozess.


rap.de: Fällt es dir dann auch leichter Musik zu machen, wenn du etwas verarbeiten kannst?


Taichi: Natürlich, also Emotion ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Dadurch entsteht Kunst, dadurch kann Kunst lebendig werden – egal welcher Art. Durch Wut oder Hass können die krassesten Disstracks entstehen, hat man gehört, und durch Trauer, Eifersucht, Liebe sieht man erst, was die Kunst zum Leben erweckt.

rap.de: Bist du ein Rapper, der sich sagt, so, ich fang jetzt an und gehe ins Studio, nehme ein neues Album auf oder entsteht es mehr aus besonderen Situationen heraus?

Taichi: Genau, also ich gehe schon mit dem Gedanken da ran, in der nächsten Zeit werde ich wieder für ein Album arbeiten. In dieser Zeit passieren natürlich auch Sachen in meinem Leben, und dadurch entstehen dann die Songs.

rap.de: Also es ist nicht so, dass du unheimlich viele Sachen parat hast, die du unbedingt sowieso auf ein Album packen willst?

Taichi: Es ist generell so, dass man bei Battle-Songs unheimlich viel zu verarbeiten hat. Es geht auch echt schnell. Aber wirklich diese ernsten Sachen zu machen, da kann man nicht ins Studio gehen und sagen: "Yo, ich mache jetzt einen Song!". Da muss es halt schon irgendetwas geben, damit du etwas sagen kannst.

rap.de: Es ist schon beneidenswert, dass Künstler diese Möglichkeit haben ihre Emotionen ausdrücken. Sei es in einem Bild, in einem Buch, in einem Rap-Text.

Taichi: Das ist richtig. Da haben wir auf jeden Fall einen kleinen Vorteil gegenüber den "Normalos". Aber im Endeffet können die Menschen, wenn irgendetwas passiert, genauso Dampf durch einen Streit oder Sport ablassen. Das ist bei Künstlern einfach ein anderes Ventil. Ich gehe zum Beispiel nicht boxen, sondern nehme mir einen Stift und ein Blatt Papier.

rap.de: Du lebst also für Musik. Lebst du auch von Musik?

Taichi: Das ist eine sehr gute Frage. Das ist immer unterschiedlich. Es gibt natürlich Zeiten und viele Auftritte, da könnte ich von Musik leben, aber dann gibt es auch wieder Zeiten, in denen nicht so viele Auftritte sind, und dann könnte zum Beispiel nicht von Musik leben. In dem Sinne lebe ich nicht von Musik.

rap.de: Fucked dich das ab?

Taichi: Natürlich fucked mich das ab. Wenn ich sehe, was andere Rapper erzählen, was die so für Musik machen und wie viel Geld die ausgeben können, und dann auch noch davon leben können. Ich will jetzt auch damit keine Scheine stapeln. Mir würde es reichen, ein Minimum zu haben, um davon zu leben. Ich brauche nicht viel zum Leben, und es wäre schön, wenn es irgendwann so sein würde, dass ich dieses Minimum, diese Sicherheit habe. Dieses unfassbare Geldausgeben brauche ich eigentlich gar nicht.

rap.de: Gab es Momente, in denen du gerne musikalisch irgendetwas realisiert hättest, was aber einfach nicht machbar war?

Taichi: In dieser Liga, in der ich spiele, ist es natürlich so, dass man an finanzielle Grenzen stößt vor allem bei Videos. Bei irgendwelchen Songs mit Leuten zu arbeiten, da auf keinen Fall. Ich kaufe mir keine Ami-Features und ich bin nicht sauer, wenn ich nicht das oder das Feature habe. Ich würde niemals Geld dafür bezahlen. Natürlich ist es so, wenn es einen finanziellen Rahmen gibt, der nicht ganz so groß ist und man hat krasse Ideen, dann ist es schon schade. Wir können nicht jeden Tag ein Video drehen – bei anderen Labels geht das "zack, zack, zack".


rap.de: Du hast eben von "deiner" Liga gesprochen. Welches ist denn deine Liga?

Taichi: Das ist die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (lacht). Meine Liga ist auf jeden Fall nicht die Major Liga. Ich habe keinen Major Deal, ich verkaufe nicht hunderttausend Platten. Ich bin auf jeden Fall nicht auf dem Level, was Rap in Deutschland schon hat – verkaufstechnisch.

rap.de: Hast du das trotzdem klar im Auge da in der nächsten Zeit hinzukommen?

Taichi: Natürlich, ich denke, das ist der Traum eines jeden Künstlers. Wer sagt, ich bin underground und will das nicht, der lügt. Jeder will Erfolg und jeder will den Leuten das präsentieren, was er für wichtig empfindet. Ich will auch nicht auf Biegen und Brechen krasse Moves machen, ich will coole Musik machen und wenn es damit klappt, dann ist es cool und wenn nicht, dann nicht. Am Anfang meiner Karriere hatte ich mit Plattenpapst zu tun, hätte ich diesen Weg eingeschlagen, wäre sicherlich auch einiges anders gelaufen und schneller. Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil ich eben mein Ding machen wollte. Das finde ich schon wichtig, dass man sich da treu ist und eine Linie fährt.

rap.de: Brich doch mal eine Lanze für Vanessa. Wenn Vanessa in einem Hip-Hop Track auftaucht, sorgt das immer erst mal für viele Diskussionen, ob das nun gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt. Von daher liegt es jetzt an dir, eine Lanze für sie zu brechen?

Taichi: Ich breche auf jeden Fall gerne eine Lanze für sie. Wenn sie in meinen Augen schlecht wäre, hätte ich nie einen Song mit ihr gemacht. Sie hat eine sehr coole Stimme und in dem Song wirklich eine sehr coole Hookline gesungen. Das Gerede von wegen Pop und dies und das, das nervt einfach. Aber diese Popgeschichten, die sie macht, macht sie eben, wenn sie Bock drauf hat. Für mich ist sie eine sehr coole Sängerin – und auch der Song ist sehr cool. Und ich sehe keinen Grund nicht mit so jemandem zu arbeiten.  



rap.de: Wie kam die Connection?

Taichi: Die Connection kam über Djorkaeff. Wir hatten den Song fertig gemacht. Es fehlte eine Hookline und ich wollte, dass eine Frau das singt. Es sollte auch eine coole Sängerin, eine coole Stimme sein und dann kam es so.  

rap.de: Mit welchen Leuten bist du sonst so unterwegs? Kann man das überhaupt definieren?

Taichi: Ich habe natürlich auch meine Leute. Mit Kobra, Robert Styles, Sentence bin ich cool. Ich bin auch mit anderen Leuten cool, aber will mich ungern in eine Ecke stellen lassen.  

rap.de: Weil du dich nicht in eine Ecke drängen lassen willst, gehörst du sicher auch nicht zu den Leuten, die so großen Stress haben, weil die Szene ja doch ganz schön zerstritten ist?

Taichi: Ich habe eigentlich mit niemandem Stress. Okay, ich hatte vor einem Jahr mal ein Beef mit Michael Mike, aber das ist jetzt auch geklärt. Ich habe eigentlich gegen niemanden etwas. Ganz ehrlich, jeder soll seinen Weg gehen, jeder soll sein Business machen. Ich finde Vieles cool und Vieles aber auch nicht – und ich fühle mich nicht berufen, gegen jemanden einen Song zu machen. 

rap.de: Stell dir vor, du schaffst mit deinem Album den ganz großen Durchbruch und jemand würde dich dann dissen. Wie würdest du antworten? Würde es an dir vorbeigehen? Viele sagen ja, dass sie da drüber stehen  – oder würdest du zurückschießen?

Taichi: Wenn ich jetzt Erfolg habe, und jemand Anderes nicht ganz so viel, und mich deswegen disst, dann wäre mir das, glaube ich, egal. Wenn er aber ein unfassbares Problem mit mir hat, wegen persönlichen Sachen oder Dingen, die mich tangieren, dann würde ich auf jeden Fall antworten, egal wer es ist.  

rap.de: Kannst du dir eigentlich vorstellen in einem anderen Musikgenre zu sein, so wie Sido, der mit Tomcraft einen Song gemacht hat? Oder Reggae?

Taichi: Zu Reggae fehlt mit einfach der gute Bezug. Ich kiffe nicht und da fehlt mir einfach der Draht zu. Techno kann ich mir definitiv nicht antun. Das geht gar nicht. Eigentlich ist Hip-Hop die Musik, die ich fühle und die ich machen will. Vielleicht will ich in 20 Jahren etwas anderes machen und dann werde ich was anderes machen, aber jetzt ist es auf jeden Fall nur Hip-Hop.

rap.de: Ist dein nächstes Album schon in Planung?

Taichi: Auf jeden Fall, das ist schon in Planung. Aber darum soll es jetzt erst mal nicht gehen. Ich denke aber, dass man spätestens nächstes Jahr damit rechnen kann.  

rap.de: Bist du jetzt im Sommer irgendwo zu sehen?

Taichi: Ich bin beim splash! auf der Mzee-Bühne. Es ist zum Album auch eine kleine Tour geplant. Ich habe allerdings noch keine Daten  

rap.de: Hast du noch ein besonderes Anliegen, das du uns mitteilen möchtest?

Taichi: Nicht wirklich. Die Leute sollten sich das Snippet zu meinem Album anhören und dann entscheiden, ob sie es kaufen möchten. Auf jeden Fall nicht runterladen, sondern kaufen.

Lord Jamar

HipHop besteht seit rund 30, die Nation of Gods & Earths (kurz: 5% Nation; s. auch www.rap.de/features/526) seit ziemlich genau 42 Jahren. Beide haben ihren Ursprung in der Süd-Bronx, New York City. Beide sprechen zuallererst die Jugend an. Dass es dabei zu Verflechtungen kommt, liegt auf der Hand. Doch als in den 1970ern immer mehr Jugendliche den Gangs den Rücken zukehrten, wandten sie sich nicht der 5% Nation, sondern mehrheitlich HipHop zu. Nichtsdestotrotz behielten die Five Percenter bei HipHop einen Stein im Brett: The World Famous Supreme Team, Rakim, Lakim Shabazz, Big Daddy Kane, King Sun, Poor Righteous Teachers, Brand Nubian, Wu-Tang Clan sind allesamt Teil der 5% Nation. Viele andere wurden zumindest von ihr beeinflusst, wie z.B. Nas und Busta Rhymes. „Word!“, „Peace“, „Drop The bomb“, „Droppin’ Science“, „Do The Knowledge“ – all diese Redensarten haben ihren Ursprung in der 5% Nation. Trotz alledem brauchte es bis in das Jahr 2006 bis auch das erste wirklich strikte Five Percenter-Album aufgenommen werden sollte, und zwar von Brand Nubian-Member Lord Jamar. Dieser veröffentlichte am 27. Juni sein Solodebüt: „The 5% Album“, das ab dem 14. Juli auch hierzulande erhältlich sein soll. 

Doch wie KRS One schon 1992 kritisierte, als die Popularität der 5% Nation im HipHop ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, genügt es nicht, nur Clarence 13X, den Gründer der 5% Nation, zu studieren. Für Antworten auf Fragen nach den Ursachen von Rassismus und wie man ihn bewältigen kann, braucht es weiter Malcolm X, Martin Luther King, Angela Davis, Huey P. Newton u.a. – oder als Crashkurs Michael Moores Kapitel „Los, killt die Weißen!“ („Stupid White Man“).  

In folgendem Interview erzählt Lord Jamar von seinem persönlichen Verhältnis zur 5% Nation, sowie über ihren Wandel; äußert er sich zu „The Source“, beantwortet die „zwingende“ Frage nach today’s mathematics und stellt natürlich sein Album vor.    

rap.de: Würde es dir was ausmachen, ein wenig über deine Familiengeschichte zu erzählen? Allein dein bürgerlicher Name klingt ja schon ziemlich international. 

LJ: Okay, mein Name ist Lorenzo DeChalus. Dechalus ist eigentlich ein französischer Name. Familieninternen Gerüchten zufolge war einer unserer Vorfahren aus Frankreich. Ich weiß nicht, ob dieser Mann weiß oder schwarz war. Aber er war ein französischer Adliger, weißt du. Da drüben ist es ja so, wenn man ein „de“ als Präfix vor seinem Namen hat, dann bedeutet das, man ist adlig oder königlich oder so was, okay!? Und unser Name buchstabiert sich D-e-C-h-a-l-u-s. Aber dieser Mann jedenfalls hat angeblich dann aus Frankreich fliehen müssen, während irgendeines Krieges oder so `ner Scheiße. Er ging nach Französisch-Guayana, und von da stammt meine Familie väterlicherseits. Über die Familie meiner Mutter weiß ich nicht sehr viel. Von Französisch-Guayana kamen wir dann nach Amerika. Mir wurde von manchen Leuten auch schon gesagt, ich würde irgendwie asiatisch aussehen (lacht), keine Ahnung wie man darauf kommt! Vielleicht wegen meiner Augen.  

rap.de: Heißt es nicht auch in den Lessons der Five Percenter: the Asiatic Black Man (lacht)?  

LJ: Okay (lacht), da hast Du es (lacht)!  

rap.de: Wann und wie bist du erstmals mit der Nation of Gods & Earths in Kontakt gekommen?  

LJ: Wann und wie, okay! Also als ich zum ersten Mal von der Nation hörte, wusste ich noch gar nicht, was sie war! Ich hörte damals immer eine Underground-Radio-Show namens „The Supreme Team“, die einmal die Woche auf Sendung ging. Jedenfalls stellte sich heraus, dass die beiden Typen, die die Sendung machten in der Nation of Gods & Earths waren! Aber da wusste ich noch nicht, was das bedeutete…  

rap.de: Und wann war das? 

LJ: Das war so um 1981, würd’ ich sagen. Ich wusste also nicht, worum es da ging, aber ich wusste, dass ich ihre Musik liebte (lacht), verstehst du!? Die beiden waren auch DJ’s und bald machten sie ihre eigenen Songs. In ihren Songs kamen dann Mathematics und so vor und ich liebte ihren Kram einfach! Ich sang mit: „Knowledge, Wisdom, Understanding“, ohne zu wissen, was das eigentlich bedeutete! Aber ich wurde von ihren Worten buchstäblich angezogen, sie weckten meine Aufmerksamkeit. Etwa zur selben Zeit traf ich dann einen Typ namens Barkim. Er kam gerade aus dem Knast und arbeitete als Sicherheitsmann in der Mall in New Rochelle, Long Island, wo ich damals wohnte. Die Mall war, wie heute auch, der Treffpunkt der Kids, um auszuhängen und nach Mädels zu schauen. Da hing ich also ab. Ich schätze, ich bin Barkim dann irgendwann aufgefallen, denn er fing an, mich zur Seite zu nehmen und Sachen zu sagen wie: „Hey, junger Bruder! Wusstest Du schon, dass Du von einem großartigen Volk stammst?“ Er fing an, mir Sachen über Schweinefleisch und dies und das zu erzählen, Schritt für Schritt, verstehst Du!? Bald zeigte sich, dass er ein God war. Doch weil es damals noch keine Gods in New Rochelle gab, hielt er sich an die Nation of Islam. Er lud mich dann ein, mit zu einem der Tempel Nr. 7 in Brooklyn zu kommen. Ich sage einem der Tempel, weil es verschiedene Tempel Nr. 7 gab. Es gab Tempel Nr. 7 a, b, c, d und so weiter, aber das wissen viele nicht. Aber egal, irgendwann stand auf der Tagesordnung, nach Long Island zu gehen, weil Jesse Jackson gerade für die Präsidentschaft kandidierte und dort Wahlkampf machte. Erinnerst du dich daran?  

rap.de: Na ja, ich habe davon gehört.  

LJ: Das war Anfang der 80er. Jesse Jackson kandidierte für die Präsidentschaft und Farrakhan unterstützte ihn dabei. Also gingen wir zu der Veranstaltung in Long Island. Farrakhan und alle waren da, das war eine große Sache. Das war das erste Mal, dass ich bei so was mitmachte. Aber: sie alle trugen Anzüge und Fliegen und das war nichts für mich. Meine Mutter war Zeugin Jehovas und ich wuchs damit auf, zur Kirche zu gehen. Also sprach mich der Kleidungsstil der Nation of Islam nicht an. Was mich aber ansprach, war ihr Wissen! Ich distanzierte mich also etwas von Barkim. Und etwa ein Jahr später, so um 1983, würd’ ich sagen, traf ich einen Bruder namens True King, der gerade von Queens nach New Rochelle gezogen war. True King war in der Nation of Gods & Earths. Ihn lernte ich zuerst durch irgendeinen HipHop-Scheiß kennen. Aber als wir uns dann länger unterhielten, fing er an, to build with me und auch ich sagte ihm, was ich bereits wusste. Er meinte: „Du hast ja schon ne Menge Knowledge! An meiner Seite kannst du noch weiterkommen! Allerdings musst du ein paar Regeln beachten. Du wirst z.B. kein Schweinefleisch mehr essen dürfen.“ Dabei hatte ich schon aufgehört, Schweinefleisch zu essen, als ich Barkim traf! Also sagte ich: „Ich esse schon lange kein Schwein mehr!“ Verstehst du, was ich meine!? Jedenfalls we just started building. Ich entwickelte mich gut und hatte bald meine eigenen Schüler und so. Von da nahm alles seinen Lauf. Ich erhielt mein Wissen in New Rochelle als es dort kaum Leute mit Knowledge gab. Dadurch wurde ich zu einem der Brüder, die dafür sorgten, die Nation in New Rochelle bekannt zu machen. Als ich dann jemand war, zu dem man aufsah, auch weil ich DJ und sozusagen ein wilder Typ war, da zog ich die Leute buchstäblich an, verstehst Du!? 

rap.deWie alt warst du zu der Zeit?  

LJ: Scheiße, ich war so 14, 15 als ich zur Nation kam. Die 120 Degrees habe ich wohl erreicht, da war ich 17. Die 120, 240 und 360 Degrees erreicht man, indem man sie studiert, verstehst du!? Die Lehrer vermitteln dir das Wissen nach und nach. Du erhältst die Mathematics, und wenn du die hast, geht es weiter mit den Alphabets. Dann bekommst du die 12 Jewels, dann die 1 bis 10 (The Student Enrollment), die 1 bis 36 (English Lesson No. C-1), die 1 bis 14 (The Lost & Found Muslim Lesson No.1), die 1 bis 40 (The Lost & Found Muslim Lesson No.2) und schließlich die Actual Facts und Solar Facts. Die 120 Grad zu erreichen, heißt alle Lessons zu kennen. Doch sobald man anfängt zu studieren, wird man reicher an Wissen, verstehst du!?  

rap.de: Nachdem ich nun sowohl mit Wise Intelligent als auch mit dir gesprochen habe, ist mein Eindruck, dass du eher den kulturellen Aspekt der Five Percenter repräsentierst, während Wise mehr um den politischen Teil bemüht ist. Was würdest du sagen?  

LJ: Hm… Also ich denke, dass auch ich die politischen Seiten repräsentiere. Es ist nur so, dass die meisten Leute wegen des kulturellen Teils auf mich zukommen, weißt du, was ich meine!? Ich glaube, ich werde halt hauptsächlich darauf angesprochen. Es hängt auch davon ab, was Du unter „Politik“ verstehst! Das kann verschiedenes bedeuten, verstehst du!? 

rap.de: Okay, ich dachte dabei insbesondere an Wise Intelligents soziales Engagement im Rahmen seiner Non-profit-Organisation Intelligent Muzik Pro oder an seinen Song „A Genocide“ (s. „SOUND & VIDEO“).

LJ: Okay, aber ich mache doch auch Songs, wie „Love vs. Hate“, weißt du, was ich meine (lacht)!? Ich behandle insbesondere die Politik des Unterdrückers gegen den Unterdrückten. Ich denke, das tue ich viel. Es geht mir nicht ausschließlich um die 5% Nation. Sie ist zwar mein Fundament, das es mir ermöglicht, das Leben von einer klareren Perspektive aus zu betrachten, verstehst Du, was ich meine!? Aber ich nehme stets jedes neue Wissen in mich auf! Ich bemühe mich, mitzubekommen, was weltweit politisch vor sich geht.  

rap.de: Interessant, dass du das ansprichst, denn vor kurzem interviewte ich Brother J, der in Kürze ein neues XClan-Album veröffentlichen wird. Er wies einerseits darauf hin, wie wichtig und nützlich die Science der 5% Nation ist, erklärte aber auch, dass die 5% Nation nicht für lange Mitgliedschaften bestimmt sei. Wie denkst du über diese Aussage?  

LJ: Ich kenne einige Leute, die sehen das so nach dem Motto: „Okay, als ich jünger war, hatte ich mal damit zu tun, aber heute bin ich erwachsen und mache was anderes, Metaphysik…“ oder was weiß ich, aber die waren meiner Meinung nach von Anfang an nicht richtig bei der Sache. Ich stimme mit Brother J’s Aussage also nicht überein. Ich meine, ich bin 37 Jahre alt, ich verfüge über dieses Wissen seit ich 15 war und bin immer noch in der Nation! Wenn man es also ernst meint, wenn man in die Nation eintritt, dann bleibt man auch dabei. Trittst du aber bloß ein, um Schutz zu erlangen… Denn viele der Gods waren damals ziemlich stark, noch dazu waren wir sehr zahlreich, verstehst du!? Hattest du also ein Problem mit einem God, dann hattest du ein Problem mit uns allen! Davon fühlten sich viele angezogen… Manche glaubten sogar, einer Gang beizutreten! Dieses Vorurteil, wir seien eine Gang, versuchen wir immer noch auszulöschen. Doch viele Leute sind nur in der Absicht, sich einer vermeintlichen Gang anzuschließen, beigetreten, verstehst du!? Von dem Zeitpunkt, an dem sie sie nicht mehr brauchen, weil sie zu Männern geworden sind und keine Angst mehr zu haben brauchen auf der Straße angegriffen zu werden und so ’ne Scheiße, wollen sie plötzlich nichts mehr mit der 5% Nation zu tun haben! Aber ich kenne sehr viele Leute, die in der 5% Nation aufgewachsen sind und immer noch dabei sind. Ich muss mich also damit abfinden, in diesem Punkt nicht einer Meinung mit Brother J zu sein – und trotzdem ist er immer noch mein Bruder, den ich nichtsdestotrotz liebe.  

rap.de: Was würdest Du sagen, ist der Unterschied zwischen der 5% Nation der 80er Jahre und heute? 

LJ: Ich glaube, in den 80ern waren wir deutlich präsenter, sowohl in den Medien als auch auf der Straße. Zum Beispiel trugen damals viel mehr Gods als heute ihre Kronen in der Öffentlichkeit. Eine Krone ist so was ähnliches, wie ein Kufi, den die Moslems tragen, nur dass an unseren Troddeln herunterhängen. Verstehst Du, sogar im ästhetischen Sinne waren wir stärker repräsentiert als heute. Heute gibt es Götter, die man als solche gar nicht mehr erkennt, erst dann wenn man mit ihnen spricht, was vielleicht nicht so gut ist. Es hat beides seine Vor- und Nachteile! Man will ja auch nicht immer sein Wissen offen mit sich herumtragen, verstehst Du!? Auch HipHop-mäßig waren wir stärker repräsentiert. Außerdem glaube ich, waren die Brüder, die damals über Wissen verfügten, „härtere“ Typen (lacht), verstehst Du, was ich meine!? Von dieser Sorte habe ich damals viele gesehen. Heute fühlen sich mehr Akademiker als damals von der 5% Nation angezogen, während es damals umgekehrt so war, dass der Thug erst durch die 5% Nation Zugang zu akademischen Dingen bekam, verstehst Du, was ich meine!? Wir hatten sowohl einen physischen als auch einen geistlichen Strang in der Nation. Das sind ein paar der Unterschiede, die ich zwischen den 80ern und heute sehe.             

rap.de: Es ist merkwürdig, dass die 5% Nation einerseits in den 80ern sichtbarer war, aber andererseits Leute, wie Rakim und Just-Ice, es ablehnten sich in der Öffentlichkeit zur 5% Nation zu äußern. Einige HipHop-Journalisten damals bezeichneten die 5% Nation schon als die Freimaurer des HipHop. Was ist passiert, dass heutzutage, vielleicht seit Wu-Tang, so freimütig über die 5% Nation gesprochen wird?  

LJ: Also ich würde ja sagen, dass sich das seit Brand Nubian geändert hat (lacht). Damals gab es… Ich will nicht von „Paranoia“ sprechen, aber damals war die 5% Nation sehr stark behütet. Man war sehr bedacht, sie zu schützen, verstehst du!? Schließlich verfügen wir über Jewels (Weisheiten, Wissensschätze; Anm. d. Verf.)! Man will ja nicht jedem x-beliebigen seine Schätze unter die Nase binden. Selbst heute, die Sachen, die ich auf mein Album gepackt habe, sind zwar tiefgründiger als es alles vorher da gewesene, aber dennoch gebe ich nicht alles preis, verstehst du!? Ich gebe euch eine Basis, ein Basiswissen. Ich gewähre euch einen gewissen Einblick, aber ich weihe euch nicht gänzlich ein, denn dafür muss man sich würdig erweisen, verstehst du!? Und ich bin sicher, dass vielen Göttern damals beigebracht worden war, über gewisse Dinge nicht zu sprechen… Aber im Laufe der Zeit, glaube ich, haben viele Leute erkannt, dass wir möglicherweise zu behutsam mit manchen Dingen umgegangen sind. Civilize the uncivilized, heißt es bei uns, also muss man den Menschen auch einen Zugang zur Nation verschaffen. Außerdem denke ich, dass viele Brüder durch ihre Musik die 5% Nation bekannter machten, und sich dadurch die Meinungen änderten. Man sah, dass gewisse Dinge offen ausgesprochen wurden, ohne dass die Nation dadurch zerstört worden wäre oder so. Diese Behutsamkeit hat sich also etwas gelegt. 

rap.de: Hast du schon Rückmeldung bekommen von der 5% Nation, bzw. wird es über dich auch einen Artikel in der Zeitung der Five Percenter geben?  

LJ: Yeah, bis jetzt trifft es auf gute Resonanz. Und einen Artikel wird es auch geben. Ich schätze um die Zeit, in der mein Album raus kommt. Erst vor zwei Tagen habe ich mit dem Bruder Dasun Allah, der auch für „The Source“ schreibt, gesprochen. Innerhalb der nächsten Tage werden wir ein Interview für die Five Percenter-Zeitung führen.  

rap.de: Er schreibt auch für „The Source“, hast du gesagt?  

LJ: Ja, er war Chefredakteur bevor diese verrückte Scheiße losging. Aber ja, das ist mein Mann. (Im September trat Dasun Allah die Nachfolge von Joshua „Fahiym“ Ratcliffe an. Im Oktober wurde David Blanks, wie Dasuns bürgerlicher Name lautet, angeklagt, weil er zuvor ein Gebäude der Zeugen Jehovas in Harlem, New York, mit Farbe besprüht hatte. Daraufhin musste er im Januar seinen Posten als Chefredakteur wieder räumen. Darüber hinaus wurde er am 24. Mai zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er laut Anklage im Januar in Harlem mit einer mit Kies gefüllten Tasche ohne erkennbares Motiv auf zwei Passanten eingeschlagen haben soll; Anm. d. Verf.). 

rap.de: Ich wusste nicht, dass ein Five Percenter Chefredakteur der „Source“ war…  

LJ: Genauso sieht’s aus! Es gibt viele Five Percenter in Positionen, von denen niemand weiß! Trotzdem sind sie in Machtpositionen, weil wir diejenigen sind, that rise to the top like cream! We the cream that rise to the top and never stop! Wir sind in allen möglichen Genres vertreten! Es gibt Götter, die sind Ärzte oder Rechtsanwälte, nur davon hört man nie! Aber wir haben viele intelligente Leute in der Nation! Filmemacher, Maler, alles mögliche, verstehst du!? Wir sind sehr vielseitig vertreten, aber vielen von uns sieht man halt einfach nicht an, dass sie in der Nation sind!

rap.de: Dein Album heißt „The 5% Album“. Meines Wissens ist es das erste strikte Five Percenter-Album der HipHop-Geschichte.  

LJ: Richtig.  

rap.de: Was war dein Motiv?  

LJ: Nun, ich liebe sowohl meine Nation als auch HipHop. Und beide sind nicht voneinander zu trennen! Trotzdem fand ich immer, dass die 5% Nation doch stets etwas im Hintergrund stand, sogar bei Brand Nubian! Ich wusste, dass sich der Fokus immer noch etwas mehr auf die 5% Nation hätte richten können, mehr als es bisher der Fall war. Mir war also klar, dass es dafür einen Markt gibt, aber auch dass es für mich mit diesem Album einen Platz in der Geschichte gibt, denn so wie ich hat es bis jetzt noch keiner gemacht.       

rap.de: Letzten Sommer wurden in einem Artikel über dich noch Wise Intelligent, Rakim und Shabazz the disciple als Gäste für dein Album angekündigt. Jetzt sieht es so aus, als würde keiner von ihnen auf deinem Album zu hören sein, stattdessen aber RZA, GZA, Raekwon, Grand Puba und sogar Dein Sohn Young Lord J  

LJ: Stimmt schon, aber vielleicht kriege ich `Bazz noch aufs Album! Denn `Bazz ist auf jeden Fall mein Mann! Ihn muss ich eigentlich dabei haben, also wird das vielleicht auch noch klappen. Rakim habe ich auch kontaktieren können, und er wollte auch mitmachen, aber wir haben es nicht geschafft, zu koordinieren. Außerdem läuft mir die Zeit davon, um noch neue Songs zu machen. Letztes Jahr hatte ich halt meine Wunschliste von Leuten, die ich dabei haben wollte, und ich habe auch versucht, sie zu verwirklichen. Aber ehrlich gesagt, so wie das Album jetzt ist: selbst wenn ich keine Gäste hätte (lacht), wäre der Scheiß immer noch dope! Aber ich habe z.B. ein paar Götter dabei namens 40 Bandits aus Long Island, die noch keiner kennt! Sie sind zwar nicht bekannt, aber ihr Scheiß ist echt irre. Das sind ein paar aufsteigende Motherfuckers, verstehst du!? Das steht etwa in derselben Tradition, wie die Sache mit Dead Prez und so. Das hier ist der nächste Schritt, verstehst du!? Neue Talente im HipHop zu beleuchten, so was mach ich gerne, weißt du.   

rap.de: Was werden RZA & Co. auf dem Album machen. Rappen, produzieren?  

LJ: Sie reimen, rappen. Ein Song ist mit Young GZA, GZA’s Sohn, mit Ol’ Dirty’s Sohn und meinem Sohn! Nur die drei auf einem Song! Ich bin gar nicht dabei! Das ist total verrückt (lacht), verstehst du!? Und Young GZA hat auch den Beat gemacht. 

rap.de: Das ist interessant.  

LJ: Außerdem ist es hot! Okay (lacht)? Der Song heißt „The Young Gods“, verstehst du!?  

rap.de: Wie alt sind die denn alle?  

LJ: Mein Sohn ist 13. GZA’s Sohn kenne ich, ich würde sagen, er ist ungefähr 15. Ol’ Dirty’s Sohn habe ich noch nicht kennen gelernt, aber ich glaube, er dürfte so um die 17 Jahre alt sein. Sie sind alle im Alter von 13 bis 17. Save the babies! Es geht doch darum, die Kinder zu erreichen, verstehst du!? So hat Father Allah (der Gründervater der 5% Nation, auch bekannt als Clarence 13X, 1928-69; Anm. d. Verf.) auch angefangen. Die Nation of Islam war in der Lage die Älteren zu erreichen. Denn als Father Allah in der Moschee der Nation of Islam war, fiel ihm auf, dass es an jungen Menschen fehlte! Also ging er raus auf die Straße, um die jungen Leute zu erreichen. Und so fing alles an. Die seeds, also die jungen Götter auf der Platte zu haben, ist also ganz in der Tradition der Philosophie von „Save the babies“, weißt du. Der Song mit Puba ist ein weiterer Banger (lacht), verstehst du!? Und um ehrlich zu sein, den Kram mit RZA habe ich noch gar nicht gehört (lacht)! Ich bin aber sicher, dass er heiß wie Feuer sein wird (lacht). Die Typen sind nämlich gerade auf Tour, also mussten sie ihren Teil unterwegs aufnehmen. Wir konnten also gar nicht gemeinsam ins Studio.  

rap.de: Aber wie kommt es, dass ausgerechnet Wise Intelligent, neben dir einer der Five Percenter im HipHop, nicht dabei ist?  

LJ: Vielleicht klappt das auch noch. Ich habe morgen nämlich eine Show in Trenton, New Jersey, wo Wise Intelligent wohnt. Da werde ich ihn bestimmt treffen. Ich muss ihn nur mal ernsthaft darauf ansprechen, Mann. Neulich erst haben wir gemeinsam ne Show für die Götter in Chicago gegeben. Er ist auf jeden Fall immer am Start, nur wohnen wir so weit auseinander, verstehst du!? Er ist in Trenton, New Jersey, das ist schon fast bei Philadelphia, und ich bin hier in Staten Island. Im Grunde ist auch das nur ne Frage der Koordination, aber vielleicht klappt es ja noch.  

rap.de: Wie würdest du dein Album in musikalischer Hinsicht beschreiben?  

LJ: Verdammt, wie würde ich das beschreiben!? Es hat viel Soul, ja, aber auf ne ganz bestimmte Weise angewandt. Ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll! Ein paar Songs haben auch `nen Old School-Vibe, wie z.B. „Supreme Mathematics“, wo ich den Beat von „Hoboscratch“ vom Supreme Team und Malcolm McLaren benutzt habe. Erinnerst Du Dich an den Song von Malcolm McLaren und The World Famous Supreme Team? Oder an „Buffalo Gals“ von früher? Na ja, und dieselben Typen, die diesen Song gemacht haben, sind das Supreme Team mit der Radio Show, von der ich anfangs erzählt habe! Die haben dann ein paar Platten gemacht und hatten, ich würde sagen, bestimmt drei ansehnliche Hits! Und „Buffalo Gals“ war einer davon in den 80ern. Ich habe einen ihrer Beats gesamplet und einen neuen Song daraus gemacht. Allerdings habe ich das nicht in der Absicht getan, Old School zu klingen, vielmehr soll es eine Hommage an die Old School-Götter sein, verstehst du!? An die Götter, die mich zuerst auf HipHop aufmerksam gemacht haben, verstehst du!?  

rap.de: Und du hast das komplette Album selbst produziert?  

LJ: Nein, nein, ich habe auch ein paar andere Produzenten dabei.  

rap.de: Und wer sind die?  

LJ: Ich natürlich habe den Großteil gemacht. Aber dann ist da noch ein Typ namens Preservation, sowie mein jüngerer Bruder Reality Allah, der einen Joint produziert hat. Reality ist mein jüngster Bruder. Dann ist da noch mein Mann Big Throwback, einer meiner Beat-Schüler. Young GZA. Und ein Typ ist dabei, den ich durch Myspace (lacht) kennen gelernt habe. Er heißt Gensu Dean. Er hat zwei Joints produziert. 

rap.de: Wir nähern uns dem Ende des Interviews. In anbetracht deines so strikten Five Percenter-Albums, wieso sollten „Weiße“ dein Album kaufen?  

LJ: Sie sollten es kaufen, wenn sie auf guten HipHop stehen. Wenn sie guten HipHop hören wollen, denn es ist ein Album, dass sie vom Anfang bis zum Ende unterhalten wird! Wenn sie mehr über die 5% Nation, oder über Schwarze allgemein, lernen wollen, dann sollten sie sich das Album holen! Aber das war nicht die Idee hinter dem Album, verstehst du!? Die allererste Intention war, dieses Album für die 5% Nation zu machen! Nicht, dass ich mich nicht freuen würde, wenn auch Weiße es haben wollten! Aber das war nicht mein Motiv!  Es ist ähnlich rein, wie das erste Album von Brand Nubian. Wir dachten damals nicht daran, Platten für das Radio zu machen oder dies und das und Blabla. Die Sachen, die wir machten, machten wir in der Hoffnung, dass die Leute in unserer Umgebung sie mögen würden. Und ich hoffte, dass es den Göttern gefallen würde und es anerkennen würden und so. Außerdem wollte ich es im Radio laufen hören! Das war mein Ziel, und mein Ziel war sehr bescheiden damals, aber genau deswegen hat es auch so stark eingeschlagen, verstehst du!? Und danach, vielleicht nach „In God We Trust“, haben wir Verschiedenes ausprobiert, um vielleicht auch mehr kommerziellen Erfolg zu haben oder so, verstehst du!? Das brachte uns ab von dem Fokus, mit dem wir ursprünglich überhaupt angefangen hatten! Ich nahm also wieder folgende Haltung an: „Ich werde niemanden um etwas bitten. Aber wenn die Weißen es haben wollen, dann sollen sie es bekommen!“ Aber ich werde niemandem zuliebe ein Blatt vor den Mund nehmen, nur um zu vermeiden jemanden zu nahe zu treten! Ich denke, wer guten HipHop mag und so, der sollte es sich kaufen! Ausgerichtet ist es allerdings auf die Leute der 5% Nation.  

rap.de: Okay, schließlich habe ich noch eine letzte Frage…  

LJ: Okay.  

rap.de: Wie lauten die Mathematics des heutigen Tages, dem 10. März?  

LJ: Knowledge (1) und Cipher (0) werden zu Knowledge (1)! Knowledge ist das Fundament aller Dinge, die existieren, genauso wie der schwarze Mann das Fundament seiner universalen Familie ist, genauso wie die Sonne das Fundament unseres Sonnensystems ist und dem Planeten Erde Licht spendet. Auf die gleiche Weise ist der schwarze Mann das Fundament seiner universalen Familie und bringt Wahrheit und Licht zu seinem Volk und seiner Familie. Die Cipher ist der Kreis, der aus 360 Grad besteht. Knowledge besteht aus 120 Grad. Wisdom besteht aus 120 Grad. Und Understanding besteht aus 120 Grad. Insgesamt ergibt das 360 Grad, was die Cipher komplett macht. Es gibt nicht mehr als 360 Grad! Allerdings wird in dieser Welt häufig behauptet, es gäbe weitere sechs Grad, also 366 Grad! Das erklärt die Unzufriedenheit der Menschen, dass sie etwas haben wollen, was nicht existiert, wie z.B. diesen unsichtbaren Gott! Verstehst du, was ich meine!? Deshalb bleiben wir bei den 360 Grad: Knowledge, Wisdom, Understanding, denn wir wissen, dass das der vollständige Kreis ist und es keine weiteren sechs Grad gibt. Verstehst du!? Wenn man also die 1 und die 0 zusammenfügt, führt das direkt zurück zu Knowledge (1 + 0 = 1), was das Fundament ist. Und das sind die Mathematics des heutigen Tages, Bruder!  

rap.de: Okay, cool. Das war’s dann auch mit dem Interview!  

LJ: Cool, danke.  

rap.de: Peace!   

LJ: Peace!             

Ja, er lebt noch!

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Eine der größten HipHop Legenden, Kool G Rap,  hat einen Plattenvertrag  beim kalifornischen Indie-Label  Back Route Records  unterschrieben. Darauf wird er  auch noch dieses Jahr sein neues  Album  Uncontrolled  Substance veröffentlichen.

Im Vorfeld war viel über die neue musikalische Heimat des  Rap-Pioniers spekuliert worden. Einige brachten ihn sogar mit G-Unit in Verbindung. Grund für die Entscheidung, zu Back Route zu gehen, war offensichtlich deren CEO Jamez "Jamez Bomb" Rosado. Kool G Rap:

"Meine Erste Verbindung zu Jamez entstand, als ich ein Feature mit einem der Labelartists, namens Okwerdz, machen wollte. Außerdem sprach mein Produzent Domingo in höchsten Tönen davon, wie Jamez es versteht, sein Business zu managen. Aus diesen Gründen kamen wir zusammen, um mein neues Streetalbum zu droppen. Uncontrolled Substance wird definitiv ein Banger."

Des weiteren arbeitet Back Route demnächst auch mit DJ Green Lantern zusammen, um das hauseigene Label-Mixtape Sneak Attack an den Mann bringen. Von den Back Route Künstlern werden darauf auch Tracks der kommenden Alben vorgestellt, inklusive Exclusives mit Too Short, Tech N9ne und Goldie.

Auf der Releaseliste stehen noch die Alben von Okwerdz ("Off Season"), mit Juelz Santana, Bezel, und SAS, Tech N9ne, Mista F.A.B., Casual from Hieroglyphics, Kurupt, Sean Price und Copywrite, sowie Young Collages "Take It Or Leave It", auf dem auch das frühere Destiny’s Child Mitglied LeToya, Too Short, Devin the Dude, Kool G Rap, The Luniz und Goldie, zu hören sein werden.

Moderatoren stehen fest

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Das Splash! Festival 2006 vom 4. – 6. August rückt immer näher. Heute wurde bekannt gegeben, dass die 2 Chimperator Artists Maeckes und Plan B für die Moderation auf der Hauptbühne sorgen werden.

Die "Günther Netzer und Gerhard Delling des Rap" werden sich nicht auf simplen Anfeuerungen für das Publikum ausruhen, sondern Entertainment vom feinsten liefern, wie es sich für das Splash! nun einmal gehört. Die beiden versprechen die Massen mit 16ern und Punshlines zum brennen zu bringen.

Maeckes und Plan B releaseten im letzten Jahr ihr Debütalbum "Dayz of the Championz" und anschließend die Soloplatten "Der bessere Mateja Kezman", sowie "Zack! Boom! Peng!". Außerdem waren sie Teil der "Feuer Über Deutschland" DVD. Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen…

Deutschlandtour

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Seit er vor 3 Jahren beim Splash! auftrat, konnte man LL Cool J nicht mehr in Deutschland bewundern. Im September und Oktober ist es jetzt endlich wieder so weit, Cool J gibt sich erneut die Ehre, diesmal mit einer kompletten Tour durch Deutschland.

Als Support werden ihm Afrob und die Four Music Newcomerin Lisi zur Seite stehen. Der Startschuss fällt am 25. September in Köln, hier alle Dates im Überblick:

25.09. Köln – Palladium
26.09. Berlin – Columbiahalle
29.09. Frankfurt – Jahrhunderthalle
01.10. München – Zenith
03.10. Mannheim – Maimarktclub
04.10. Böblingen – Sporthalle CCB

Ab morgen beginnt der Ticketvorverkauf. Eintrittskarten könnt ihr auf www.eventim.de, unter 01805-570 000 (0,12 EUR/Min.) oder an allen bekannten VVK-Stellen erwerben.

„Einblick Zurück“

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Nachdem Curse mittlerweile auf eine über 10 Jahre andauernde, erfolgreiche  Rap-Karriere zurückblicken kann, veröffentlicht er am 4. August sein Best Of Mixtape "Enblick Zurück (Mixtape Classic Cuts 1996-2006)". 41 Tracks verraten, dass Curse im letzten Jahrzehnt wohl einiges  an Material  angesammelt hat.

Das ganze umfasst 78 Minuten, wird von Kool DJ GQ und DJ Kitsune gemixt und enthält auch die 2 neuen Tracks "Tag Eins" und "Ich Fang Grad Erst An". Zu "Rap" vom Album "Innere Sicherheit" wurde sogar ein Video gedreht, das in Kürze auf mtv.de Premiere feiern wird.

Curse ist damit der einzige deutsche Solo-MC, der 4 Albumreleases zu verzeichnen hat.

Europatour und neues Album

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Pharoahe Monch ließ schon lange nichts mehr von sich hören, sein letztes Album "Internal Affairs" mit dem unumstrittenen Klassiker "Simon Says" liegt schon ganze 7 Jahre zurück. Inzwischen hat er auch sein früheres Label Rawkus verlassen seine neue Heimat bei SRC (Street Records Corporation) gefunden, wo unter anderem auch die Terror Squad und David Banner gesignt sind.

Morgen wird er zu uns, nach Europa, aufbrechen, um auf seiner 10 Stationen starken Tour die Fans zum rocken zu bringen. Neben Belgien, Frankreich, Holland und Großbritannien, kommt er auch für 2 Stops nach Deutschland. Am 20. Juli ist er in Hamburg zu Gast, einen Tag später in Düsseldorf.

Mit im Gepäck hat Pharoahe Monch Material seines neuen Albums "Desire", zu welchem bisher nur feststeht, dass er die erste Vorabsingle "Lets Go" in Europa, während der Tour,  veröffentlicht.  In den USA ist dafür noch kein Release vorgesehen.  Die kommerzielle Single der LP soll "Push" heißen. Neben dem eigenen Stuff hat der Rapper auch einen Track zum Album "The Shining" des kürzlich verstorbenen J Dilla beigetragen, das am 22. August erscheint. "Desire" soll später, aber noch in diesem Jahr, veröffentlicht werden.

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