Dieses Jahr auf traurige Weise verstorben, "bringt" Proof im nächsten Jahr trotzdem ein weiteres Album raus. Laut seinem Detroiter Label Iron Fist wird 2007 ein Album mit dem bezeichnenden Titel "Time will tell" als Andenken an Proof auf den Markt gebracht. Enstanden ist dieses 18 Lieder starke Album auf interessante Weise. Herausgefordert von seinem Freund DJ Jewels Baby schrieb Proof diese Tracks und nahm sie innerhalb von 24 Stunden (!) auf. "It shows, how serious Proof was about recording", erklärte der Labelboss Cleveland Hurd. "As soon as he came in, he went to work, and he didn’t stop until time was up."
Wir sind gespannt, was uns die Zeit zu erzählen hat.
Musik lebt weiter
Jaysus mit Solo-LP
„Deutschlands Twister“ oder „König im Süden“ ruft sich der Friedrichshafener Halbgrieche Jaysus. Nachdem sich seine Crew Chablife getrennt hatte, nahm der angeblich schnellste Rapper der Republik seine erste Solo LP in Angriff und vollendet diese Arbeit nun mit dem 18.12.06 als Release-Date.
Der „König im Süden“ ist damit also schon vor den anderen drei Heiligen am Start und beschert uns 15 Tracks mit unter anderem Manuellsen, Valezka, Isyankar, Shindy, NDG & Cap. Währenddessen wurde das Ganze von den BounceBrothas, Shindy und ihm selbst produziert. Also für die nicht all zu ruhigen und besinnlichen Klänge…
2K Sports – Basketball als Grenzsimulation auf PS2
Review NBA 2K7
Mit der neusten Version der Basketballserie von NBA 2K7 übertrifft 2K Sports alle vorherigen Simulationen. Wenn man sich vorher durch das umfangreiche Menü sowie die Spielmodi gesteuert hat, erwartet den Spieler eine detailgenaue und ansprechende Einführung sowie Animationen vor dem Spiel. Diese Animationen sowie die Gestaltung der Hallen vermitteln den Eindruck direkt dabei zu sein.
Neben der Spielerbank, die schon immer da war, sehen wir inzwischen den Schiedsrichter, Cheerleader oder Assistenten am Seitenrand. Doch nicht nur die Animationen lassen dieses Spiel zu einem Highlight werden. Die Steuerung der Spieler sowie den Einsatz der Aktionen wurden sehr gut aufeinander abgestimmt.
Auf dem Gamepad sind die Aktionen gut verteilt und sehr schnell erlernbar. Bei den Möglichkeiten die Spieler in Szene zu setzten, bleiben keine Wünsche offen. Besonders ansehnliche Aktionen werden durch eine passende Replay-Funktion dem Spieler noch mal vorgeführt. Dabei sind die Kamera-Ansichten sehr gut und ansehnlich geworden. Ob in der Saison oder im Streetballmodus macht NBA 2K7 eine herausragende Figur.
Für Anfänger bietet der Spielmodus erweiterte Trainings- und Situationsvorbereitung. Demnach kann man nach einer ordentlichen Spieleinführung mit seinem Lieblingsteam auf Korbjagd gehen. Bevor es in die Hallen der NBA Teams geht, werden Ladezeiten geschickt durch Spielerpräsentationen überbrückt. Bei der Location hat man schon in den Optionen alle erdenklichen Möglichkeiten. Ein weiteres Highlight von NBA 2K7 ist der Soundtrack.
Im Streetballmodus oder im Menü bietet das Spiel einen fetten Sound, der den Spieler sofort in die richtige Stimmung versetzt. Bei der Auswahl seines Teams hat der Spieler auch die Wahl zwischen den aktuellen NBA-Teams, den "Legends" aus den 70ern bis 90ern sowie den "Allstars" aus der Eastern- oder Western-Gruppe. Für die Mehrspieler kann man NBA 2K7 natürlich auch mit mehreren Freunden spielen.
Die Leute müssen dafür noch nicht mal auf dem eigenen Sofa sitzen. NBA 2K7 ist auch online spielbar. Diese Option ist für die Next-Generationen Konsolen wie Xbox360 oder der Playstation 3 sehr interessant, da es Sony versäumt hat, in Deutschland die PS2 ans Netz zu bringen. Doch auch die PS2-Version holt graphisch und spielerisch das Maximum aus der Konsole heraus und verspricht einen hohen Spielspaß. NBA 2K7 ist für jeden, der schon einmal was mit Basketball zu tun hatte, eine empfehlenswerte Anschaffung. Dabei spielt es keine Rolle, welche Plattform für diesen sportlichen Genuss dem Spieler zu Verfügung steht. Die vielleicht detailgeringste PS2-Version hat mich voll überzeugt. Man kann sich also auf den Start der Playstation 3 freuen, da 2K Sports schon ein richtig guten Titel im Sortiment hat. Doch bis dahin hole ich meine Basketballschuhe aus dem Schrank ,und spiele mit unserem German Wunderkind und den Mavericks um die Meisterschaft.
Akon – Konvicted
“Konvicted” lautet der Titel des neuen Longplayers von Akon. 12 Tracks warten auf den Hörer, nicht gerade eine große Anzahl, aber Quantität und Qualität sind bekanntlich zwei verschieden Welten.
Akon ist im Grunde genommen wieder zurück, allerdings war er nie wirklich weg. Der Feature-König war schätzungsweise auf 293 verschieden Remix-Tracks zu hören. Eigentlich gibt es kaum einen Rapper, der noch nicht mit Akon zusammengearbeitet hat. Angefangen hatte seine erfolgreiche Karriere mit dem Hit „Locked up“, welcher in den USA von Styles P, in Frankreich von Booba und in Deutschland von Azad zusätzlich gepusht wurde. Danach erschien der nervtötende Ohrwurm „Lonely“, allerdings nur in Europa. In den USA verkörpert Akon nach wie vor den hartgesottenen Einwanderer, von einem Softie-Image ist hier keine Spur zu finden.
Das neue Album beginnt eindrucksvoll mit „Shake down“, dem ersten Song auf „Konvicted“, der alles auf den Punkt bringt.
„Hey now/ a bunch of gangsters strapped/ so make a way now/ when they come waving them gats/ you know to lay down/ and give’em all you got/ cause it’s a shake down…”
Der Song mit Styles P. erinnert stark an „Locked up“. Der von Giorgio Tuinfort produzierte Beat vermittelt etwas Bedrückendes, der Rap von Styles P passt perfekt zum Gesang des Aliaune „Akon“ Thiam.
„You know where I come from/ where your fade ist a mic or a/ bull or a dum dum/ a jail cell a pine box/ where Brother’s dum young/ still bust a gun for the slum where they come from…”
Über “Smack that” brauchen wir eigentlich nicht zu reden. Jeder kennt diesen Song, in der Zeit des Ringtone-Vibes ist dies allerdings kein Wunder. Man muss sich beispielsweise nur in die Berliner U-Bahn zu setzen, um in den Genuss dieses Songs zu kommen. Mir persönlich gefällt der Song überhaupt nicht, ein Blick auf die Chartplatzierungen unterstreicht allerdings, dass es auch anders denkende Menschen geben muss. In diesem Sinne, Eminem meint Folgendes zu diesem Thema:
„Ooooo looks like another club banger/ they better hang on when they throw this thing on/ get a lil drink on they gonna flip fort his Akon s*** you can bank on it…”
“I wanna love you” mit Snoop Dogg, einem der wenigen Feature auf dieser CD, entpuppt sich ebenfalls als ein typischer Song von Akon. Eine Traumfrau wird besungen, eine Liebesgeschichte wie jede andere, allerdings ist der Rappart von Snoop einfach eine Klasse für sich:
„Money in the air as mo’ fell/ grab you by your coat tail/ take you to the motel, wholesale/ don’t tell, won’t tell/ baby said i don’t talk dog, but she told on me, oh well/ take a picture with me…”
“Once in a while” und “The rain” überzeugen ebefalls. Schwachpunkte des Albums sind die mageren 12 Songs, abgesehen davon fehlen ein bis zwei wirkliche Banger, die dem Album defitiv noch einen zusätzlichen Schub verpassen würden. Ansonsten hat Akon seine Arbeit getan, der nächste Remix wartet schon…
Damon Dash spricht über Jay-Z
"Jay und ich haben zusammen sehr viel erreicht, ich könnte nicht einmal Beef mit ihm haben". Warum eine solche Aussage? Man vermutet, dass Jay-Z ein paar Zeilen gegen seinen ehemaligen Partner gerichtet hat. In dem Song "Lost One" spricht Jigga mitunter über die Aufteilung bzw. den Zerfall von Roc-A-Fella:
"I heard muthaf—ers saying they made Hov/ Made Hov say, ‚OK, so make another Hov’/ N—as wasn’t playing they day role/ So we parted ways like Ben and J. Lo."
"Ich wäre sehr enttäuscht, wenn Jay-Z über mich geredet hat. Ich wünschte er würde auf mich zukommen und es mir ins Gesicht sagen, so etwas machen erwachsene Menschen. Zusammen haben wir so viel erreicht, für mich wäre es undenkbar einen Beef mit ihm zu haben. Meine ganze Arbeit würde auf einmal corny wirken. Jungs wie wir reden in keinem Track über einen Anderen, wir nehmen uns unseren Gegenüber zur Brust und reden über die Sache."
Damon Dash hatte viel zu erzählen, auch private Dinge wurden zum Gesprächsthema:
"I was just a little disappointed," sagt Damon. "I don’t feel nothing against him. I think it was a bad decision on his part. I would never air my laundry like that. It damages the history that we made. I got nothing bad to say about that man, just that scenario. Could you imagine 10 years ago that Jay would be making a record about Dame Dash? I used to eat at his house for Thanksgiving. I know his mother, his whole family. I got no beef. We made way too much money together. I almost felt sorry for him. It’s like he made an excuse for what he did. We used to have a lot of fun. The absence of Dame Dash is critical."
Danach folgten noch einige nachdenkliche Worte:
"Ich betrachte die ganze Sache wie den Verlust eines Freundes. Das Business ist mir eigentlich egal, was wir verspielt haben ist unsere Freundschaft.(…)"
Des Weiteren betonte Damon Dash, dass sich zwischen ihm und der Musik eine gewisse Distanz entwickelt hat. Weiterhin wird er aber dem Filmgeschäft treu bleiben und seiner Leidenschaft, der Mode, nachgehen. Na dann, viel Erfolg!
Kanye West wird verklagt!
Motorrad-Legende Evel Knievel zieht mit Kanye West vor Gericht. In seinem Video zur Single "Touch the sky" verkörperte Kanye die Motorrad-Ikone. Diese zeigt sich aber nicht sehr erfreut, er beschimpfte Mr.West als vulgären Sexprotz, der ihn in der Öffentlichkeit blamiert habe. Kann es sein, dass der gute Evel Knievel einfach nur an das Geld von Kanye West kommen will? In den USA hat man allgemein sehr gute Chancen, ein übermaßiges Schmerzensgeld zu erhalten. Der Top-Produzent und Rapper wird sich aber sicher einen guten Anwalt leisten können.
DJ Pfund 500, DJ Sweap, Kool Savas – Wer Hatz Erfunden?
Hier hat sich Mr. Kool Savas mal wieder etwas einfallen lasse, und er überschreitet nun die Grenze zum Nachbarland Schweiz. Und so kam nun ein Mixtape mit neuen mit mehr oder weniger bekannten Gästen so wie auch neuen Mitgliedern der Optik-Crew zustande. Ob man sich dabei zuviel vorgenommen hat, wird man sehen…bzw. lesen…
Nach einem 19-sekündigen Intro sieht bzw. hört man schon selbst, dass sich Herr „S-A-V“ auch hier wieder den melodischen Teil zur Aufgabe gemacht hat, und man wird zu der, meiner Meinung nach, aktuellen Hammer-Single „Wie Er“ weitergeleitet, in der der Refrain auch schon eher gesungen als gerappt wird. Ähnlich geht es ja auch in dem durch den 77-Store schon länger bekannten „Ich bin die Eins“-Track zu sich. Dann ist es aber endlich soweit und ich komme, zu gegeben das erste Mal seit „DJ“ Bobo, wohl oder übel in Kontakt mit Mukke aus dem Land mit dem dicken weißen Kreuz auf rotem Hintergrund. Ich habe mir im Vorhinein vorgenommen, dass ich in Bezug auf Klang und Eleganz dieser Sprache objektiv bleiben werde, da ich ansonsten wohl auf dieses Tape nicht wirklich klarkommen würde. Griot heisst hier nun der erste Gast und er macht seinen Job, bei dem was man versteht, eigentlich auch recht gut, in dem er zu verstehen gibt, dass es die bekannten „Haters“ auch in der Schweiz gibt. Das „OR“ auch in den Alpen großgeschrieben wird, geben Erc und Savas diesmal mit Unterstützung von Dezmond Dez (Schweiz) zu verstehen, mit dessen Flow ich mich, abgesehen vom Verständnis, auch gut anfreunden kann. Ercandizes bekannte „verbrannte Erde“ hätte hier durch den im Vergleich zum „Mastermind“-Instrumental recht schwachen Beat eigentlich nicht noch mal aufgewühlt werden müssen, und so kann man getrost weiterskippen. Dezmond Dez nimmt sich dann dem auch schon seit längerer Zeit von Booba bekannten Beat an und erklärt auch hier auf gelungene Weise, dass er nun Teil des Optik-Ladens ist. Nach weiteren „Guck My Man“– und Franky Kubricks „My Way“-RMXen kommt man zu einer ebenfalls schon länger, vom „Bogy-Mixtape“, bekannten und etwas erstaunlichen Kombo von „S“ und dem Berliner Undergrounder MC Bogy. Diese findet auf einem monströsen Bass-Beat plus einem Moe-Mitchel-Chorus statt.
Nun gibt es auch natürlich wieder neues Material für „Klein und Gross“ und King-Lines („…mein Freund ich fick dein Kopf, baller dir den Cock bis ins Hirn/ Spritz und du fliegst davon wie Marry Poppins im Schirm/…“). Und auch dabei kam die oben genannte Aufgabe zum Tragen und verschafft „Ohrwurm-Stimmung“. Igor nennt sich eine weitere mir neue Stimme (diesmal aber in Hochdeutsch), die mich zwar nicht unbedingt mit einem außergewöhnlichen Flow, aber mit Reimen wie „Vergeltungsschlag“ auf „Erkältungsbad“ und anderen, zufrieden stellt. Was weiter noch so bei Dezmond Dez „Geit“, ist dann leider wieder eine Frage der Sprachkenntnisse. Im „Brennende Zeilen“-RMX kann mir diese mal wieder leider nur Savas liefern, bervor man nach Chakers Part enttäuscht die 3:27 auslaufen lässt.
Milde ausgedrückt, meinen ja manche Gemüter, dass die schon etwas gewöhnungsbedürftige Stimmlage vom mittlerweile bekannt sein dürfenden Kaas einem auch auf die Nerven gehen kann. Jedoch auf dem absoluten Kracher-Beat von Chrisstyle, spielt dies in Verbindung mit passender Refrain-Stimme (Damla), einem passenden Flow, keine all zu große Rolle mehr. Nach Kubricks „Homie Let`s Go“ und einem 2. „Schön“ Part von Erc, ist nun der dementsprechende „Ricola-Track“ von Griot und Savas an der Reihe, bevor letzterer mit den weiteren Gästen Wicht (Schweiz) und dem Sänger Khalil auch noch verrät, warum die anderen lieber „Heim“ gehen sollten. Caput-Sympathie hin oder her, wer die derartig „caputten“ Zeilen wie „Packt die Koffer und macht die Schotten dicht, wie Grasdealer in Schottland…Ich bin zu crazy für euch „Addidas-Rapper“, ihr habt nur drei Lines, darum nenn ich euch „Addidas-Rapper“…“ auf einem charakteristischen Panik-Beat nicht feiert, hat da was noch nicht ganz verstanden. Danach gibt’s noch einen weiteren „Top Shit“-Beat, dieses Mal von Alchemist, dem sich Dez annimmt, bevor auch noch die Stuttgarter Maeckes & Plan B „Nicht Aufzuhalten“ sind. Zu guter Letzt gibt’s auf einen Mr. Lee und einen Duch 76-Beat noch mal ein paar Schweizer Sprachklänge von Griot („Pushin“) und nochmals Dez („I Bi Uf Mim Grind“).
Abschließend kann man sagen, dass man hier wieder ein Mixtape vor sich hat(te), dass durchaus noch als solches verkauft werden kann. Man bekommt sowohl etwas ältere Sachen, als auch neue, mitunter aus dementsprechend neueren Gebieten geboten, sodass das Ganze Abwechslungsreichtum mit Qualität vorweisen kann. Wenn das auch genug andere bemerkt haben, dürfte Optik mit diesem Projekt wohl auch einen guten Zug in die zwei Nachbarländer gemacht haben.
KRS supportet Wholetrain
Der Graffiti-Streifen Wholetrain erobert nun auch NYC, mit Hilfe des legendären KRS One. In Kürze wird ein Soundtrack erscheinen, welcher dem Film einen zusätzlichen Schub geben wird. Darauf vertreten sind der schon erwähnte KRS One, Freddie Foxxx, Planet Asia, Grand Agent, Afu-Ra und viele weitere Artists, die den deutschen Erfolgsfilm um eine außergewöhnlichen musikalische Unterstützung bereichern. Der Film kann sich sehen lassen, der Soundtrack sollte, im Bezug zu den Künstlern, eigentlich auch ein voller Erfolg werden.




