Schon wieder Probleme für Snoop Dogg…
Diesmal lassen ihn die Briten nicht rein. Snoop hatte fünf Konzerte auf der Insel geplant, für das erste morgen in der Wembley Arena werden 65000 Zuschauer erwartet. Die werden nun wahrscheinlich nur P Diddy sehen dürfen, wenn die Behörden ihre Entscheidung nicht „überdenken“, was der „verwirrte“ Rapper laut seiner Sprecherin Celena Aponte hofft und wofür er auch eine Spende an eine Anti-Gewalt-Organisation machen würde, gerade weil er das Vereinigte Königreich von früheren Touren kenne und es als den Höhepunkt seiner Europatour sehe.
Ja, Snoopy kennt das Inselreich und er kennt die Britischen Behörden, denn erst letztes Jahr war ihm die Einreise verweigert worden, nachdem er im Flughafen Heathrow wegen Pöbelei festgenommen worden war.
Dieses Mal liegt der Grund im Dunklen, doch dass die Verhaftung in Schweden, von der wir berichtet hatten, und die Gesetzesverstöße in den USA die Sache nicht erleichtern, ist ja wohl klar.
Mehr Probleme für Snoop Dogg
Tony Yayo wegen Angriff auf Teenager verhaftet
G-Unit Mitglied Marvin „Tony Yayo“ Bernard ist am Samstagmittag von der New Yorker Polizei verhaftet worden. Es ging dabei um einen Fall von Kindesbelästigung und Gefährdung, der sich bereits am Dienstag letzter Woche zugetragen hatte. Das Ereignis, das zu der Verhaftung führte, war der vermutliche Angriff von Yayo auf den 14-jährigen James Rosemond, als der Rpper diesen in einem Czar T-Shirt auf der Strasse sah. Der Junge ist der Sohn von Jimmy „Henchmen“ Rosemond, dem Manager von The Game und Leiter von Czar Entertainment, der bereits eine lange Geschichte an Streit mit G-Unit hinter sich hat.
Yayo erblickte den 14-jährigen, als er und 50cent gerade die Bürogebäude von Violator Entertainment verließen. Yayo soll den Jungen zunächst noch nach seinem Alter gefragt, dann aber geschrien haben I don’t give a fuck how old you are – Fuck Czar Entertainment!, während er ihn schlug und gegen eine Mauer drückte. Cynthia Reed die Mutter des Jugendlichen zeigt sich äußerst besorgt über das Verhalten der beiden Rapper Es ist eine Schande, dass 50cent und Tony Yayo damit leben können, dass sie einen unschuldigen 14 Jahre alten Minderjährigen angreifen, dem sie zur gleichen Zeit ihre CDs verkaufen wollen.
Die Anwälte von 50cent vertreten dennoch die Haltung, dass er mit den Vorfällen nichts zu tun hatte.
Reed ist bleibt jedoch fest entschlossen in diesem Fall für Gerechtigkeit zu kämpfen und dafür zu sorgen, dass jeder Jugendliche tragen kann, was er will, ohne Angst haben zu müssen.
Woroc
"Inferno" heißt das über VS Recordz erscheinende Produzenten-Album von Woroc. Der aus Berlin Kreuzberg stammende Woroc hat bereits für viele Größen aus der Berliner Rap-Szene gearbeitet. Wie er das tut und wie dabei seine Herangehensweise ist, haben wir ihn in einem Interview in unserem Kreuzberger Büro gefragt.
rap.de: Woroc, für die Leute, die dich nicht kennen … Erzähl mal, wer du bist und aus welchem Umfeld du kommst!
Woroc: Ich bin Producer, Mitgründer von VS Mafia und VS Recordz. Ich rappe auch seit einem Jahr ungefähr und ich wohne in Kreuzberg 36.
rap.de: Du hast VS Recordz und VS Mafia erwähnt. Was ist der Unterschied und wer gehört dazu?
Woroc: VS Recordz ist unser Label, VS Mafia ist unsere Crew, das sind natürlich zwei verschiedene Dinge. Zu VS Mafia gehören Colos, St Pain, Chagome, Kazanova und meine Wenigkeit. VS Recordz umfasst ein breites Spektrum. Darüber kommen verschiedene Produktionen raus, so wie unsere VS Mafia-Produktionen natürlich, Killa Kombo, Massaka, neuerdings Dissput, Deso Dogg, Massiv, einfach verschiedene Produkte.
rap.de: Du hast erwähnt, du rappst seit einem Jahr. Seit wann bist du überhaupt aktiv, z.B. als Produzent? Seit wann machst du die ganze Rap-Geschichte?
Woroc: Eigentlich aktiv, würde ich sagen, seit drei Jahren, etwa. Davor war es halt nur so Pipifax.
rap.de: Also intensiv seit drei Jahren. Seit wann gibt es VS Recordz?
Woroc: Seit knapp zweieinhalb Jahren.
rap.de: Fangen wir mal an, über dein Produzentenalbum zu sprechen, das am 23.03. rauskam. Es heißt „Inferno“. Wer ist alles mit dabei?
Woroc: Nur die Crème de la Crème natürlich! VS Mafia, Dissput, Deso Dogg, Massaka, Massiv, Fler, Jasha, Frauenarzt, Manny Marc, Smoky, Chuky, Boxxxstar und Aci-Krank aus Hannover bzw. Bielefeld, Grüsse gehen raus. Dann noch Kaisa, Basstard, … Man, das sind so viele, es fallen mir nicht alle ein. Die Elite in Berlin einfach.
rap.de: Wie kam der Kontakt zu den ganzen Leuten zustande?
Woroc: Ach, das ergibt sich. Ich komm da zu keinem und sag „Ey, rap mal auf mein Produzentenalbum!“, sondern ich arbeite meistens für irgendjemanden von denen oder in dem Fall für alle. Die haben so und so Beats von mir auf ihren Alben, teilweise komplett produzierte Sachen von mir und dann ergibt sich das so, weißt du? Die Chemie stimmt, die Rap-Art … es passt einfach zu einander.
rap.de: Du hast ja auch Leute drauf, die teilweise untereinander Differenzen haben. Wie siehst du das, wie stehst du zu den Streitereien?
Woroc: Ich bin der Meinung, wenn es einen Grund gibt, sich zu streiten, dann sollen sie sich doch streiten. Aber bei mir gibt es so was nicht. Bei mir gibt es auch nichts mit Politik oder Religion. Von solchen Streiterei-Themen im Rap halte ich gar nichts. Wenn uns einer angreift oder irgendeiner irgendwas gegen uns hat, klären wir das anders! Ist besser so. Also, ich misch mich da nicht ein, Leute kommen mit solchen Problemen auch nicht zu mir oder versuchen einen zu dissen, der bei mir auf dem Album ist. Wenn Leute mit einander Probleme haben, dann sollen sie es halt klären, solang meine Jungs nichts damit zu tun haben, ist mir das egal.
rap.de: Also, du würdest schon sagen, dass du dich als Produzent auf jeden Fall ausnimmst und generell mit jedem arbeiten würdest?
Woroc: Ja, alle, die mir passen und nicht irgendwelche Kackvögel sind. Alle, die das sind, was sie in ihrem Rap auch sagen, mit denen arbeite ich. Ich arbeite nicht mit Leuten die sagen: „ich bin der Gangsta und Straßentyp“ und dabei ist es der Über-Kackvogel. Mit so jemandem arbeite ich nicht.
rap.de: Sie müssen also auf jeden Fall authentisch sein.
Woroc: Authentisch, 100%, dann stehe ich hinter ihnen 100 %!
rap.de: Kommen wir mal auf deine Produktionsweise zu sprechen. Wie ist deine Herangehensweise, wenn du dich hinsetzt und einen Beat produzierst? Womit fängst du an und wie läuft es bei dir ab?
Woroc: Ich mach einfach den Synthie an und klatsch ein paar Töne rein. Und dann bau ich da ein Drum-Gerüst drauf und schon ergeben sich Töne, die miteinander harmonieren – kommt auf mein Feeling an dem Tag an. Und so entstehen meistens die Untergrund-Hits, die du ja auch kennst (lacht).
rap.de: Ja, genau … Du fängst dann schon grundsätzlich mit der Melodie an?
Woroc: Genau, erst die Melodie, dann die Drums. Ich brauch einfach eine gute Melodie, die ein gutes Grundgerüst ist und auch nicht nervt und auf dieses Ding bau ich Drums und vielleicht noch eine Bassline. Vielleicht auch eine Variation und das war’s, das reicht meistens, das kickt schon.
rap.de: Hast du irgendeinen musikalischen Background? Kannst du z.B. ein Instrument spielen?
Woroc: Man, ich kann keine einzige Note lesen oder schreiben, ich hab keine Ahnung! Ich hab das noch nie gelernt, will ich auch nicht, weißt du, das ist Straßen-Feeling, Alter! Das kommt vom Herzen!
rap.de: Spielst du deine Sachen alle nur selbst mit dem Synthie ein? Oder benützt du auch manchmal Samples?
Woroc: Nein, mit Samples komm ich gar nicht klar, das ist mir auch zu East-Coast-technisch. Meins ist so Kreuzberg-Technik (lacht), kein East-Coast, kein West-Coast, das ist Kreuzberg pur.
rap.de: Welche Software benutzt du oder welches Equipment hast du?
Woroc: Ich arbeite viel mit MIDI-Keyboards, habe aber auch Synthies, einen alten Roland und einen Korg. Großartiges Equipment braucht man ja nicht mehr. Ich hab einen leistungsstarken PC und eine fette Soundkarte. Ich benutze die neuste Version von Cubase SX. Ja, mit Reason arbeite ich auch, es gibt schon ein paar gute Sachen, die man damit machen kann, sehr interessant. Es gibt viele Möglichkeiten.
rap.de: Du kombinierst die Programme also auch?
Woroc: Ja, ich kombiniere auch, lass beide miteinander laufen, oder so. Das kommt immer ganz darauf an, was ich machen will und wie kompliziert es sein muss.
rap.de: Welche Abhörmonitore hast du? Achtest du darauf, dass dein Ausgangssignal gut ist, oder ist dir das egal?
Woroc: Ich hab Adam Boxen. Nein, ich bin der festen Überzeugung, dass Abhörmonitore wichtig sind, aber du kannst auch mit Hifi-Boxen gut abmischen und produzieren. Du musst einfach nur deine Boxen kennen, darum geht es. Du kannst 5000,- € Boxen haben und machst einfach nur Pisse. Oder du hast Boxen für einen Fuffi, die du dir bei Karstadt geholt hast, und machst damit den Über-Ghetto-Sound. Es kommt einfach darauf an, wie du mit den Boxen lernst, das ist alles.
rap.de: Was macht denn für dich einen guten Beat aus? Klar, deine Beats sind natürlich gut, aber wenn du was anderes hörst, wie beurteilst du es dann?
Woroc: Ich sag es mal so, alles was ich nicht mache, das ist … Ja, es ist meistens so. Du verehrst Sachen, die andere Leute machen, weil die was anderes machen als du selbst. Dafür verehren dann andere deine Musik. Wenn du denkst, dass deine Beats voll für’n Arsch sind, dann gibt es immer welche die sagen, „Man, deine Produktionen sind überfett.“ Du sagst, deine Abmischungen sind für’n Arsch, während andere sagen, „Deine Abmischung ist so krass, misch mal meine Beats ab.“ So ist es immer und so ist es halt auch mit anderen Beats. Ich weiß nicht, ich hack jetzt zwar auf diese Eastcoast-Beats rum, aber ich find schon einige Produktionen cool, die sich technisch nach East-Coast anhören, weil ich sie halt nicht mache, weißt du? Ansonsten .. bei mir ist immer das Wichtigste: eine geile Melodie, die Drums müssen gut zu hören sein, egal ob Clap oder Snare. Der ganze Song muss sich fast wie ein einziger Loop anhören, das turnt mich voll an.
rap.de: Also wenig Spielereien?
Woroc: Ja, ich mag eben keine Popspielereien. Das, was du mit Spielereien meinst, ist meistens Pop und darauf steh ich überhaupt nicht. Ich bin der Über-Ghetto-Sound-Typ.
rap.de: Was würdest du als Produzent denjenigen Lesern empfehlen, die das Produzieren lernen wollen? Womit sollen sie anfangen, womit sollen sie sich beschäftigen, um irgendwann sagen zu können, ich kann einen guten Beat bauen?
Woroc: Sie sollten auf jeden Fall nicht als erstes an Kohle denken, das ist das Allerwichtigste! Ich hab auch zwei Jahre umsonst gearbeitet, bevor ich einen Beat verkauft hab. Einfach Feeling, einfach auf sich wirken lassen und Leute finden, die darauf rappen. Einfach nicht unterkriegen lassen, egal ob sie gehatet werden oder nicht. Denn, dass was du machst ist cool für dich selber! Du musst versuchen, Leute zu überzeugen, dass sie auf deine Sachen rappen. Und dann entsteht schon von alleine was. Du machst dir einen Namen, Leute rappen auf deine Beats und so weiter. Ich verehre jeden, der Musik macht, das ist alles Kunst.
rap.de: Das hört man gerne. Du hast gesagt, du arbeitest mit Cubase SX. Es ist ja immer so die Diskussion, welches Programm besser ist, ob jetzt Logic Audio besser ist oder Cubase SX. Warum hast du dich für Cubase SX entschieden?
Woroc: Früher, als ich angefangen habe, Mucke zu machen, hatte ich beide Programme. Ich hatte halt einen Bekannten, der sich ein bisschen mit Cubase auskannte und so ist es dann das geworden. Hätte sich einer mit Logic ausgekannt, wäre es heute Logic. Ich sage, sie unterscheiden sich nicht großartig. Der eine sagt, da sind die Synthies besser, die anderen sagen, da sind die Instrumente, die schon drin sind, besser, mit dem kann man leichter Sachen exportieren, … ach, das ist alles für’n Arsch, beide Programme sind genauso gut, find ich.
rap.de: Was wird von dir oder von VS Recordz bzw.VS Mafia neben „Inferno“ in der Zukunft noch kommen?
Woroc: Wir haben noch vier bis fünf fertig produzierte Alben in petto. Jetzt kommt erst einmal definitiv das „Inferno“, danach kicken wir das Soloalbum von Colos „Leben im Exil“ am 21.5. raus. Dann kommt am 4.5. „Brennpunkt Berlin“ das neue VS Mafia Album. Dann kommt Ende Mai noch das Chagome "Freier Fall" Soloalbum, danach sind Massaka dran mit dem Album „Blutbeton“ das kommt am 25.5 raus. Das Dissput-Album ist auch fast fertig, das wird den Markt kaputtmachen, glaub mir, übertrieben! Massiv – sein Re-Release von „Blut Gegen Blut“ am 1.6. ist auch eine Produktion von mir. Dann arbeite ich auch schon am neuen Album von Massiv, wo ich mit produziere. Außerdem kommt noch Jashas „Straßensachen-Sampler“ und sein Soloalbum „Ghetto Star“ welches auch schon seit 6 Monaten fertig produziert ist und demnächst veröffentlicht wird. Ach, ich arbeite an so vielen Alben derzeit. Genau, an Deso Doggs neuem Album arbeite ich gerade auch. Ich bin einfach voll gepackt.
rap.de: Busy bis oben hin! Wir danken auf jeden Fall für das Interview. Hast du den rap.de Lesern noch irgendeine Botschaft mitzuteilen?
Woroc: Hatet nicht mehr so viel im Internet, das tut euch nicht gut, wirklich! Seid ein bisschen offener für andere Sachen, nicht immer gleich alles kaputtmachen, egal ob ihr Curse hört oder was weiß ich. Sobald irgendein Straßenlied ins Internet kommt, wird gleich gehatet, „was für ein Opfer" und so. Ihr müsst euch ein bisschen in die Lage der Musik versetzten, nicht gleich haten! Ist alles Kunst, Jungs!
rap.de: Sehr schön, gutes Statement! Dankeschön.
Woroc: Nichts zu danken.
Sady K – Best Of Sady K
Wer sich für Untergrund-Rap interessiert, kennt ihn aus Featureparts bei Frauenarzt, Aci Krank oder Mc Basstard: Sady K, den Diskostar. Der türkisch-stämmige Sänger brachte am Freitag, den 23.3. über Harlem City Records / Raphaus Records sein zweites Album, das Sommeralbum "Best Of Sady K" raus, das viele alte Klassiker, Remixe und Exclusives beinhaltet. Es sind Featureparts von Frauenarzt, Aci Krank, Boxxxstar, Tarek Gee, Machtwort, G.M.C, Jennesy, M-Hot, Rapide, Lolita, Chuky, Automatikk und Keskin zu hören. Die Beats sind von DJ Reckless, Hexenschuss, Skome, Co.Kane, Miss D, M-Hot, Nightro und Frauenarzt produziert, für die Produktion insgesamt war Hexenschuss mit Aci Krank als Co-Produzent verantwortlich.
Sady K bringt in seinen Texten mit leichten Reimen das auf den Punkt, woran wohl jeder Mann denkt – ja, so sind wir Männer – immer nur an das eine. In „Sie Ist So“ z. B. beschreibt er mit Sprüchen wie „Sie hat die Lippen, Blaselippen!“, „Sie hat die Fotze, die enge Fotze!“ oder„Sie ist so geil, so notgeil“ treffend das typisch männliche, primitive „Verliebt-sein“. Ja, es dreht sich halt doch nur um Gewalt oder Sex in unsrer schönen Welt.
Das heißt nicht, dass der Diskostar keine emotionalen Songs machen kann. In „Ich Fühl Mich Einsam“ lässt er auf einem poppigen, melancholischen Streicher/Piano-Beat von Hexenschuss dem Liebeskummer freien Lauf.
Auch in „spirituellen“ Tracks wie „Glaub An Mich“, wo Aci Krank und G.M.C ihre Religiosität erklären, findet der Freestyle-König die richtigen Worte für die Hook.
Aber hauptsächlich haben die Texte Ballermann-Niveau, primitiv und unter der Gürtellinie, und das ist gut so, denn „Wir sind noch jung und versaut im Kopf!“
Textlich und musikalisch ist das Album, wie es sich für ein Best Of-Album gehört, ziemlich vielseitig. Es reicht von chilligen Schlafzimmerliedern wie "Mein Teil", in dem Sady und Lolita auf einem coolen Beat von Hexenschuss ihren"besten Freund" besingen, bis zu negativen Aggro-Tracks auf Skomes düsteren Gangsta-Beats wie "Scheiß Auf Die Welt". Am Besten passt der Gesang des Diskostars aber zu den Miami Bass-Beats von DJ Reckless, die an Disco- / Synthie-Pop-Beats aus den 80er Jahren erinnern. Da geht die Party, das ist Trash für den Sommer, Musik zum Bierbong Saufen…
Jazzy Jeff – The Return Of The Magnificent
Jeffrey „Jazzy Jeff“ Townes hatte bereits etliche Alben zusammen mit dem heutigen Superstar Will Smith unter dem Namen DJ Jazzy Jeff&The Fresh Prince herausgebracht und dabei Hits wie „Summertime“ oder „Ring My Bell“ oder „Boom! Shake The Room“ produziert. Im Jahr 2002 war die Zeit dann endlich reif für das erste Soloalbum. "The Magnificent" gewesen, das von einem starken Soul-Einfluss geprägt war und sich direkt zu einem modernen Klassiker entwickelte.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Fans, dass Jeff jetzt, immerhin fast fünf Jahre später, etwas mindestens Gleichwertiges nachlegt. Er selbst ist da auf jeden Fall optimistisch: Dieses Album wird die beste Platte werden, die ich je produziert habe.
Um dieses Versprechen halten zu können hat er sich eine viel versprechende Gästeliste eingeladen. Auf dem Album werden unter anderem Method Man, Rhymefest, Big Daddy Kane, CL Smooth, Raheem DeVaughn, De La Soul und Jean Grae vertreten sein. "The Return Of The Magnificent" verschreibt sich ähnlich wie sein Vorgänger einem sehr Soul-geprägten HipHop, so dass Freunde der Musik im Stil von Pete Rock oder 9th Wonder ihre helle Freude an dem Album haben werden.
Es gelingt Jeff jeden Track auf seine Gäste abzustimmen, ohne, dass dabei sein Stil als Produzent verloren geht. So klingt The Return Of The Magnificent trotz der unterschiedlichen Featuregäste wie aus einem Guss, da Jazzy Jeff das ganze Gerüst zusammen hält. Zwei der Highlights des Albums sind da zu finden, wo Legenden vor und hinter dem Mikkrofon aufeinander treffen. Zum einen in dem Track „The Garden“ mit Big Daddy Kane, in dem der MC aus Broklyn, New York über die Gefahren des Lebens mit Hip Hop spricht und einigen der Verstorbenen der letzten Jahre hinterher trauert. Zum anderen “All I Know“ mit CL Smooth, hier fällt es kaum noch auf, das es nicht dessen alter Partner Pete Rock war, der den Track produziert hat. Die beiden Songs „She was So Flyy“ und „Hold It Down“ beweisen eindrücklich, dass Jeff nicht nur gemütliche, Soul-Betonte Raptracks produzieren kann, sondern durchaus auch für schnellere Stücke gut ist. Gerade „Hold It Down“ zusammen mit Method Man dürfte absolut keine Probleme haben auch in den Strassen von New York Gehör zu finden. Auch die beiden Gesangsstücke “Touch Me Wit Ur Handz“ und „My Soul Ain´t for Sale“ ergänzen das Album sinnvoll, während sie auf anderen Platten vielleicht störend aufgestoßen wären. Jazzy Jeff gelingt es somit in 16 Tracks einen Überblick über seine umfassenden Fähigkeiten als Produzent zu gewähren.
Dennoch würde ich die uneingeschränkte Empfehlung nur an Freunde von eben auch 9th Wonder und ähnlichem geben. Alle anderen sollten zunächst Probehören oder vielleicht sogar ganz die Finger von diesem Album lassen, auch wenn ihnen dabei was Wichtiges entgeht.
„The Return Of The Magnificent“ soll am 4. Mai 2007 veröffentlicht werden.
Parallel zum Album wird eine DVD unter dem Titel “A Musical Journey With DJ Jazzy Jeff“ erscheinen, die eine Tour-Dokumentation seiner Auftritte als DJ darstellt.
Umsonst in den Frühling
"Wenn´s draußen grün wird fällt mir nur noch Liebe ein…" – singt Manfred Krug. Marcello und Drumkid singen zwar nicht (was besser sein könnte), aber haben dennoch den Flair vom Frühling eingefangen. Auch wenn es niemand merkt, heute ist übrigens Frühlingsanfang (official).
Die beiden Herren haben also in ihren Plattenkisten gekramt und ein paar funky bis sehr obskure Songs und Breaks für den Übergang in die Grill- und Tapedecksaison zusammengestellt. Für diejenigen, die Manfred Krug nicht kennen, es handelt sich hierbei um rockige, jazzige,funkige Musikstücke, mehr Gesang, weniger Rap, trotzdem hörenswert Können über 18000 (!) Downloads ind einer Woche lügen? Mehr Infos zum Tape? Marcello bringt die A Seite und Drumkid die eher rockige B Seite. Gesungen wird übrigens überwiegend in Deutsch. Sollte man mal auschecken, ist umsonst.
Neue Zusagen für´s Splash!
Nach dem Besucherrückgang im letzten Jahr wird das Festival jetzt zum ersten Mal auf der Halbinsel Pouch bei Leipzig stattfinden. Die Veranstalter versprechen dem Besucher hier im Vergleich zum Gelände in Chemnitz jedoch einige Vorteile, wie zum Beispiel festere Wiesen und Wege oder ein Amphitheater.
Seit gestern ist ein weiterer großer Act aus den USA als Gast bestätigt. Nachdem er bereits vor fünf Jahren seinen ersten Auftritt auf dem Splash! absolvierte, wird Talib Kweli auch in diesem Jahr wieder die weite Reise aus New York zu uns antreten. Kweli reist zum einen natürlich mit den Songs von seiner neuen Album „Eardrum“, aber vor allem auch in Begleitung seiner Kollegin Jean Grae.
Als weiteres Geburtstagsgeschenk hat sich der Mindener Curse etwas ganz besonderes einfallen lassen. Er belebt die legendäre La Familia wieder und so werden die Stieber Twins, Raid, ST, Tatwaffe und nicht zuletzt Busy und Curse selbst noch ein vielleicht letztes mal gemeinsam performen.
Das bereits bestehende Line-Up umfasst so klangvolle Namen wie The Roots, Papoose, die Stones Throw Clicke um Peanut Butter Wolf, Freundeskreis, die auf dem Splash! Ihre Reunion feiern werden, IAM, Kool Savas, Manuellsen, Prinz Pi, die Spezializtz und noch etliche weitere.
Das Splash! Findet dieses Jahr vom 06.-08. Juli auf der Halbinsel Pouch bei Leipzig statt
Renaissance Child
Am 20. April kommt das neue Soloalbum „Renaissance Child“ von Hell Razah auf den Markt. Darauf sind neben dem Sunz-Of-Man-Kollegen Killah Priest die Feature-Gäste R.A. The Rugged Man, Talib Kweli, Victor Vaughn aka MF Doom, Bronze Nazareth, Tragedy Khadafi und Timbo King zu hören.
Als Vorgeschmack gibt es schon seit dem 20. Februar das Mixtape „Back to the Renaissance“ zum kostenlosen Download. Darauf ehrt er HipHops Goldenes Zeitalter mit Beats von unter anderem Big Daddy Kane, Kool G Rap und Public Enemy.




