Sein zweites Soloalbum "Desire“, das ursprünglich Anfang Mai über SRC Records erscheinen sollte, ist jetzt auf den 25. Juni verschobenen worden.
Um die Wartezeit auf das Album zu verkürzen, können Fans Monch auf der neuen Single "Reachin´“ der Polyrythm Addicts (Mr. Complex, Shabaam Sahdeeq, DJ Spinna, & Tiye Phoenix)hören. Der Song ist die erste Auskopplung aus deren neuem Album "Break Glass“, das am 24. April über Babygrande erscheinen wird.
Was lange wärt…
Mr. Cheeks geht weiter Solo
Gegenüber der Internetausgabe des amerikanischen Magazins XXL gab Mr. Cheeks der Frontmann der Lost Boyz an, dass er an einem neuen Soloalbum arbeitet und dieses unter dem Titel "Homework“ auf Stephen Marleys Tuff Gong Label veröffentlichen will.
Neben den arbeiten an seinem Album befindet sich Cheekz außerdem mit Stephen Marley gemeinsam auf Tour, um dessen Album zu promoten und arbeitet an einem neuen Film mit dem Titel "Cash Rules“.
Wann genau das Album erscheinen wird, war aus dem Interview noch nicht zu entnehmen
Nico Suave – Suave&Friends
Nico Suave, der Rapper aus Menden, mittlerweile mindestens schon seit 10 Jahren dabei, hat nun dieser Tage sein drittes Solo-Album "Suave & Friends" über Bock aufn Beat veröffentlicht. Dabei hat er sich bis auf bei "Reich mir deine Hand", "Wer?" und "Wie immer" die Unterstützung so namhafter Kollegen bzw. "Friends" wie Blumentopf, Denyo, Pal One oder Harris an Bord geholt.
Das es sich hierbei um ein ein ruhiges, "souliges" Album ohne Allüren und ständigem Gepose handelt wird gleich mit dem ersten Lied "Mach Platz!" feat. Theone klar: "Lass mich beginnen, dir die Hits zu bringen, Sachen zu machen, die den anderen Affen nicht gelingen…." reiht Nico Suave in Eminem-Manier einen Reim nach dem anderen aneinander. Und dies zeigt sich auch in den nächsten Liedern: Nach dem passablen "Reich mir deine Hand" und dem eher langweiligen "Wieso" kommt ein der Highlights der Platte: "Meine Fans" feat. Denyo und Hassan. Eine Hommage an ihre Fans, bei der Denyo und Nico zeigen, dass sie natürlich in der Lage sind, die ein oder andere Punchline in den Ring zu werfen ("Ich komm nach der Show und quatsch mit meinem Publikum, ihr kommt nach der Show und klatscht euer Publikum" oder "Mein Reimbook ist voll, langsam checkt es jeder, dein Reimbook ist voll, mit Rechtschreibfehlern"). Insgesamt fühlt man sich in eine Zeit vor fünf oder mehr Jahren zurück versetzt, als solche Alben noch an der Tagesordnung waren: Alben ohne Profitgier oder Geprolle, sondern Alben aus Spaß am Rappen und der Musik, mit Geschichten oder lustigem Battle. Sicher gibt es das ein oder andere zu solide Lied wie "Wieso" oder "Keine Zeit" , das man weglassen kann, aber Lieder wie "Meine Fans", "Mag sein!" feat. Aphroe ("Du willst hart sein, hart sein, du ödest mich an und ich schlaf ein…"), "Worldtour" feat. Blumentopf und Theone ("Gehst du auch nur mit Headphones aus dem Haus und stellst mit jedem Schritt fest, dass du es höchstens lauter brauchst…") gefallen einfach durch ihren lockeren Inhalt oder ihre Ironie.
Dass Nico Suave rappen und reimen kann, muss er sicherlich nicht mehr beweisen, doch auf "Suave & Friends" zeigt er es ein weiteres Mal. Somit ist ein gutes Rap-Album enstanden, was den Namen Rap verdient, da hier der Augenmerk auf dem Rap und dem Inhalt liegt und nicht auf irgendwas anderem Überflüssigen. Das bei einem Album sagen zu können, ist schön.
Boba Fettt – Meister des Universums
Boba Fettt, neustes „Signing“ von No-Peanuts, hat letzten Monat sein Solo-Album „Meister des Universums“ veröffentlicht. Einige kennen ihn vermutlich noch aus seinen Zeiten im Bunker, und andere als Live-Dj Zett vom Prinzen, aber in Albumform, namentlich „Meister des Universums“, ist er zumindest für mich doch etwas Neues.
Und das bedurfte bei mir auch erst einmal einer Eingewöhnungszeit. Doch wenn man sich an seinen etwas anderen eher abgehackten Rap-Stil gewöhnt hat, ist dieser allein schon deshalb positiv zu werten, da er sich von den ganzen anderen Durchschnittsrappern abhebt, die nur den Stil von ihren Vorbildern kopieren. Zu dem besondern Rap-Stil und dem daraus resultierenden Flow gibt es die passende und durchweg gelungene musikalische Untermalung von Big Bennay. Ruhige, aber auch kräftige Beats, die hervorragend zu der Stimme Fetts und der vielen Features passen. Was das Gesamtprodukt von Fettts Reimkunst angeht, muss man aber leider sagen, dass es noch verbesserungswürdig ist, da er einerseits öfters billige Reime benutzt („Mit Blick auf West-Berlin, ein paar Jungs sehen mich, sie heben die Hand, dich brauch West-Berlin“ in "Für immer“) und andererseits der Rap-Stil dann doch manchmal etwas zu abgehackt und monoton ist, wobei Boba Fettt aber nicht nur einen Flow besitzt, sondern geschickt zwischen schnell und langsam wechseln kann.
Nach einem eher müden Auftakt mit dem langweiligen Prinz Pi-Feature in „Meisters des Universums“ und einem guten K.I.Z.-Feature („Ich bin im Club mit Merkel, wir schmeißen Steuergelder … Mein Schwanz ist sehr lang und sehr hart wie Ben Hur“), gegen die Boba Fettt klar den kürzeren zieht, da ironische Wortspiele und Albernheiten nicht seine Stärke sind, wird es zum Ende hin auch inhaltlich besser. Da wären z.B. das wirklich nachdenklichere „Los!“ feat. Wakka & Shiranu („Doch an der Vorstellung, dass Leute in meinen Namen andere totschlagen, kann nichts geil sein, nur zu provozieren und die Grenzen auszuloten, ist auf Dauer keine Herausforderung“) und das musikalisch schöne "Lichtsturm". Und das seine Inahlte nicht mit der Moralkeule eingehämmert werden sollen, sondern all seine vielen Ratschläge immer noch hinterfragt werden müssen, macht er selbst in „Guter Mensch“ klar: „Selbst wenn der große Boba behauptet, er ist der Beste, ich geb euch gerne einen guten Rat, immer alles hinterfragen.“ Diese Form der Selbstironie und Differenziertheit ist in einer Zeit der Allüren und der „Pseudo-Deepheit“ sehr angenehm und erfrischend.
Und deshalb hinterfrage ich noch einmal meinen ersten Eindruck und bin durch das positive Ende doch eher geneigt, es als gutes Rap-Album zu bezeichnen. Boba Fettt hat zwar nicht die besten Reime oder Wortspiele, aber er hat eine Persönlichkeit. Wenn er jetzt noch ein bißchen an seinen Reimen und dem manchmal fehlenden Rhythmus feilt, bin ich auf sein nächstes Werk gespannt. Nur zwei Fragen bleiben: Warum scheint es ihm wichtig zu sein, dass er WEST-Berlin repräsentiert und warum bitte drei Features von Rifleman? Ansonsten, weiter so!
HipHopOpen sucht den MySpace Most Wanted
So etwas gab es noch nie!
Ein Auftritt auf der Hauptbühne des MTV HipHop Open Festivals wird vergeben!
Jede Band – egal ob bekannt oder unbekannt – kann bei der Aktion „HipHopOpen sucht den MySpace Most Wanted“ mitmachen und einen Platz auf derselben Bühne gewinnen, auf der Größen wie Freundeskreis, Jan Delay, IAM, Blumentopf, Lady Sovereign, Dendemann, Boundzound, Prinz Pi, K.I.Z, Leeroy und weitere noch zu bestätigenden Acts auftreten. Gesucht ist jede beliebige HipHop-, Reggae- oder Soul-Band. Hauptbedingung ist, dass sie einen MySpace Band-Account besitzt.
Bis zum 8. Juni kann man sich bewerben, dann wählt eine unabhängige Jury die acht den größten Erfolg versprechenden Gruppen aus, die sich innerhalb eines Internetvotings den Fans stellen dürfen. Die Band, die am 6. Juli die Nase vorn hat, kann sich dann auf ihren großen Auftritt auf dem HipHop Open freuen.
Mehr Infos hier.
Nationaler Online-Beatbox-Battle
Gemeinsam mit ihren Partnern von MyVideo.de veranstalten die Berliner von beatboxbattle.com den ersten deutschen Online-Beatbox-Battle. Teilnehmen kann jeder deutsche Beatboxer, solange er ausschließlich eigenes Produkt abliefert und das Abgabedatum 31.05.2007 einhält. Natürlich sollte auf hohe Bild- und Tonqualität geachtet werden, da nur die ersten fünf eine Chance auf den Sieg erhalten. Diese nehmen automatisch am deutschen Beatbox Battle Finale in Berlin teil und stehen am 02.06. live auf der Bühne.
Der Online-Gewinner erhält außerdem ein Paar handsignierte Sneakers von Beatbox-Legende Killa Kela.
Die Veranstalter von Beatbox Battle Networks hatten den Online-Contest auch für diejenigen Künstler ins Leben gerufen, die Hemmungen haben, ihre Kunst auf der Bühne zu präsentieren.
Den direkten Link zum Hochladen der Videos gibt´s hier
Jetzt ist Schluss mit lustig
Es war ja nur eine Frage er Zeit, wann sich The Game in die Vorfälle um den Sohn seines New Yorker Managers Jimmy "Henchmen" Rosemond einmischen wird. Der Song "Body Bags“ wurde am Dienstag auf der Myspace-Seite von The Game veröffentlicht und samplet Teile aus Damien Marleys Single "Welcome To Jamrock“.
In dem Song beschuldigt Game G-Unit und 50Cent weiterhin wegen der Angriffe auf den 14-jährigen. Während er sich im Verlauf des Tracks in Hochform redet und kein gutes Haar an seinen Gegnern lässt, empfiehlt er Fifty und seinen Kollegen schon mal Gott zu suchen, da sie ihn bald treffen werden.
Auch der schon erhoffte Frieden zwischen Game und Young Buck wird in dem Song wieder zu Nichte gemacht und der alte Beef zwischen The Game und G-Unit scheint damit heute auf einem neuen Höhepunkt angelangt zu sein:
This aint ‚Ether,‘ This aint ‚Hit Em Up, this is a lot of dead bodies/who gonna pick them up/ we just shot the corner/who gonna drive to the truck/f**k the whole G-Unit, who lied to Buck?
“Body Bags” kann hier in voller Länge angehört werden.
Sean Price – Jesus Price Supastar
Mit seinem letzten Album hat Sean Price so ziemlich jede Tür eingetreten, die auch nur ein klein wenig für Indie Rap offen war. "Monkey Barz" eröffnete den von Duck Down ausgerufenen Tripple Threat, knockte so ziemlich jeden Kritiker vom Stuhl und brachte den guten Mr. Price zurück ins Spiel oder besser zurück an die Front. Anti Industrie, Anti Plastikrap, auf die Fresse.
Natürlich führt Sean Price, auch als „Jesus Price Supastar“ unterwegs gemeinsam mit den anderen Duck Down Aposteln und anderen Brüdern im Geiste ( Rock, Buckshot, Phonte (Little Brother), Sadat X und Joe Scudda) seinen Zug gegen die störenden Elemente seiner und unserer Lieblingsmusik weiter fort und predigt weniger Liebe zum Nächsten als Liebe zu Rap und das in der gewohnt schnodderigen Art.
Auch wenn es um die Produktionen geht, hält es Sean P. traditionell. So haben vor allem 9th Wonder und Khrysis die Beats geschnitzt. Was folgt: Ein Album, das nicht vor Innovation strotzt, aber das verlangt irgendwie auch keiner. Tracks wie „P-Body“, „Cardiac“, „One“ oder auch das einigermaßen großartige „Violent“ bieten gute Unterhaltung, satte soulige Beats und Sean wie man ihn mag (und kennt):
„We the best in the in-dus-try / We the worst when we in-the-streets / Got a verse nigga where’s the beef? / Burger rappers screamin’ "Where’s the beef" / You’re soft, get lost, ‚fore you scream where’s your teeth / The beat is smooth, the rap is hard / Just the way I like it bless the mic of the God.”
Große Worte, denen leider kein wirklich singletauglicher Track folgt. Oder formulieren wir’s mal anders: Ein echter Knaller fehlt diesem Album und auch der Ich-Bin-Back-Und-Bringe-Es-Zurück-Effekt, der noch bei den „Monkey Barz“ zog, verpufft bei Seans Zweitling, da kann auch der Loudmouf Choir Church in "Church" nichts retten.
Alles in Allem ist „Jesus Price Supastar“ ein grundsolides Album mit vielen ordentlichen Songs, aber ohne einen wirklichen Höhepunkt. Das ist schade, aber nach einem Klassiker wie „Monkey Barz“ darf sich Mr. Price gerne vorübergehend ausruhen.




