Start Blog Seite 3539

Cocaine Cowboys

0

Miami war in den 80ern der größte Umschlagsplatz für Kokain aus Südamerika. In dieser Zeit standen dort Drogenmorde an der Tagesordnung. Die auch „Großmutter des Kokains“ genannten Drogenbaronin Griselda Blanco gilt als Erfinderin der Drive-By Morde vom Motorrad aus durch so genannte "Cocaine Cowboys". Danach wurde der in Miami sehr beliebte Dokumentarfilm „Cocaine Cowboys“ auch benannt, der Anfang dieses Jahres raus kam.
Der nach Miami gezogene New Yorker Rapper N.O.R.E., aka Noreaga (nach dem Drogenbaron und zeitweiligen Machthaber in Panama Manuel Norieaga) war begeistert von dem Film und schrieb einen gleichnamigen Track dazu. Ein Video drehte er ebenso und stellte es auf seine Myspace-Seite. Myspace war allerdings nicht sehr erfreut darüber und nahm das wegen der großzügig zur Schau gestellten Drogen anstößige Video wieder herunter. N.O.R.E. akzeptierte die Entscheidung. Hier kann man das Video noch sehen.

Start Snitching!?

0

Am Montagabend (11.Juni) machte Funkmaster Flex seinen Gefühlen über den Mord an Stack Bundles (wir berichteten) und das viel diskutierte „anti–snitching movement“ Luft. Dies geschah während seiner populären Radiosendung bei dem New Yorker Radiosender Hot 97, als Flex den Rapper Fabolous interviewte. “Call me what you want, I’m snitchin’,” sagte der DJ. Er wolle außerdem verschiedene Notruf Nummern im Radio vorlesen, so dass die Leute die Möglichkeit hätten, Informationen an die Polizei weiter zu geben. Funkmaster Flex kritisierte weiterhin den starken Einfluss, den das „Street“-Element im Hip Hop Heute hat. Er und sein Gast gingen dabei so weit, dass sie Leute wie 50 Cent für aktuelle Entwicklungen verantwortlich machten. Fabolous über 50 Cent „50 hat gesagt, dass er vieles von dem was hier passiert ausgelöst hätte. Vor Ihm habe ich die Leute auf DVDs nicht so mit ihren Waffen rumspielen sehen.“ Allen, die 50 Cent nacheifern wollen gibt Funkmaster Flex folgende Worte mit auf den Weg „…‘Cause at the end of the day, for y’all tryin’ to be like 50, he’s really laughin’ at y’all countin’ about 200 million on islands. I don’t know if you noticed, but this dude has never really been at a nightclub or standin’ on a corner.”

Freiwillig ins Gefängnis

0

The Game erschien gestern (13.Juni) in einem New Yorker Gerichtssaal und lehnte dort ein Angebot der Anklage ab, das es ihm erlaubt hätte, eine Haftstrafe zu umgehen. Nach Angaben der New York Post hatte Game das Angebot des Bezirksstaatsanwalts abgelehnt, nachdem sich der Rapper für eine Anzeige schuldig bekennen müsste, die Ende letztes Jahr gegen ihn verhängt wurde. Es geht dabei um das vorgebliche Ausweisweisen als Undercoverpolizist. Am 16. November wurde der Rapper in New York aus einem Taxi gezogen, das mehrere rote Ampeln überfahren hatte. Als die Polizisten den Fahrer verhörten, sagte dieser, dass sich sein Fahrgast als Polizist ausgegeben und ihm angewiesen hatte, so zu fahren.
„Why should he plead guilty to bogus charges for a non-jail sentence if he’s innocent.
And he is innocent. It’s rare that I have a 100 percent innocent defendant, but this is one.”, sagte Game´s Anwalt Jeffrey Lichtman. Richter James Burke hat die Verhandlung vorerst auf den 20. September vertagt.

Die Gesellschaft der Schwarzen Raben – Rabenmukke Vol. 1

0

Hamburg ist eher für Spaß-HipHop a la Beginner und Co. bekannt als für harten Gangstarap. Es gibt sogar einige, die die Meinung vertreten, Gangstarap könne in Hamburg nicht authentisch funktionieren und sei allein Berlin vorbehalten. Dass es in der Hansestadt nicht nur Eimsbüttel gibt, sondern auch Viertel, die, sagen wir mal – um den Begriff Ghetto zu vermeiden, soziale Brennpunkte sind, kann man aber nicht abstreiten. Zu solchen Gegenden der Stadt gehört Jenfeld in Hamburg-Ost, auch liebevoll "Crack-City Jentown" genannt. Das ist die Heimat von Jentown Crhyme, das unter dem Namen „Die Gesellschaft der Schwarzen Raben“ ihren ersten Labelsampler „Rabenmukke Vol. 1“ raus gebracht haben. Darauf sind neben den Hamburger Labelmitgliedern Karim, Caine, Secret, Mag, Simon und Bonez MC vor allem auch der Berliner Neuzugang Charnell zu hören. "Schwarze Raben" ist nämlich eine Metapher, die – und das ist eine Grundmessage des Albums – alle „Kanacken“ einschließt, egal woher sie kommen. So ist auch Hamburg-Süd vertreten, natürlich durch Bacapon, der übrigens der einzige Featuregast auf dem Sampler ist. Der Track „Hamburg Ost + Hamburg Süd“ ist dann aber leider auch das einzige Highlight. Das liegt nicht an Bacapon – er hat hier einen eher schwachen Auftritt – nein, aber der Beat von Farhot fetzt, die unterschiedlichen Flows der fünf Rapper stimmen und auch der Inhalt, das Representen von Hamburg Ost, Hamburg Süd und Berlin und die Solidarität zwischen den „Jungs von der Street“, ob „Deutscher, Arab, Schwarz oder Türk"  ist gut und wird gut rübergebracht. Ansonsten bringt das Album aber leider nicht viel neues. Es ist zum größten Teil gewohntes Representen auf gewohnten, düsteren Ghetto-Beats. Hierbei wird aber weniger angeberisch rumgeposed, wie auf  dem Track "Kanacke Pt.2" mit "Dicker Benz, Lederjacken…" oder auf "Geld machen", sondern oft ziemlich kritisch, aber immer stolz die Lebensweise der "Kanaken im Ghetto" beschrieben. Die Titel der Tracks "Es ist so wie es ist", "Wir gehen immer weiter" oder "Harte Zeiten" sagen eigentlich alles über den Inhalt aus.
Flowtechnisch und lyrisch ist das Album größtenteils eher schwach, worüber aber beim heutigen Gangstarap
oft großzügig hinweg gesehen wird und werden kann, solange dafür die Authentizität da ist und die Message umso besser wirkt. Das tut sie aber leider auch nicht, sie ist einfach zu einseitig und wird dazu noch  mit zu wenig Kreativität vermittelt – abgesehen von der treffenden namensgebenden Raben-Metapher, die wirklich ein guter Einfall war.

Styles Delivery – Der Sampler Part One

0

Styles Delivery – Der Sampler Part One ist da. Das kleine Indie, das 2006 von DJ Issue in Berlin ins Leben gerufen wurde, pumpt jetzt seinen ersten Labelsampler. Mittlerweile ist es die zweite Veröffentlichung, nachdem Ende des Jahres 2006 das Debutalbum „M.O.I.“ von Bad Jokes released wurde. Der erste Styles Delivery Sampler enthält 12 Tracks mit ca. 45 Minuten Spielzeit. Er beinhaltet alles, von komplexen Beats und wetternden Punchlinegewittern, bis hin zu melancholischen Sounds und Texten, die die Sinne betören. Der Sampler stellt alle Mitwirkenden der Styles Delivery Posse vor, zu denen Bad Jokes, DJ Issue, Intention (bestehen aus Contra und Elephant Beatz), DJ Nesta, Tiez  und S.K.U. – Real gehören. Jeder Freund der abwechslungs- und facettenreichen Rapmusik kann sich mit dem ersten Labelsampler nun selbst einen Eindruck von den 20- bis 24-jährigen Nachwuchskünstlern verschaffen. Folgt einfach den Links.

Bizarre Morddrohung

0

Sänger und Ex-Ehemann von Whitney Houston Bobby Brown fürchtet um sein Leben und das zumindest nach Angaben der New York Post nicht ganz ohne Grund. Die Autorin Kola Boof erzählt in ihrer Autobiografie „Diary Of A Lost Girl“ zum einen davon, einen Sexsklavin Osama bin Ladens gewesen zu sein, zum anderen aber auch davon, dass der Terror-Chef ein fanatischer Fan von Whitney Houston gewesen sein soll. Die New York Post berichtet von Bin Laden als einem Mann, der ein Foto von der Sängerin mit sich trug und ihr einen Palast schenken wollte, aber er plante auch ihren Mann Bobby Brown aus der Welt schaffen zu lassen, was diesem bis heute keine Ruhe lässt. Laut Boof habe es Bin Laden nicht gestört, das Whitney Houston bereits verheiratet ist, da er Brown töten lassen wollte, um sie von der Gehirnwäsche zu befreien, die dieser und die amerikanische Kultur verursacht hätten. Verständlich, dass Bobby sich sorgen macht?

Erste Kinorolle

0

Heute (13.6.) findet in Ludwigshafen beim 3. Festival des deutschen Films die Weltpremiere des Kinofilms „Für den unbekannten Hund“ statt. Der deutsche Rapper Ferris MC, bürgerlich Sascha Reimannn, hat darin seine erste Kinorolle. Als Handwerksgeselle Festus spielt er eine der Hauptrollen. Er wird auch bei der Uraufführung des Films von den Brüdern Benjamin und Dominik Reding (bekannt durch „Oi!Warning“) dabei sein, sowie bei den öffentlichen Bühnendiskussionen danach.
Die Vorführungen mit anschließender Bühnendiskussion sind heute um 21 Uhr, sowie am 15. Juni um 19 Uhr und am 16. Juni um 17 Uhr. Die Introsequenz des Films ist hier zu sehen

Timbo rastet aus

0

Am Sonntag (10.6.) wurde der Super-Produzent und Rapper Timbaland nach einer Schlägerei in Köln verhaftet. Er war ausgerastet, nachdem ihn in der Lobby des Intercontinental Hotels ein deutlich unter Alkohol stehender Mann „Nigger“ genannt hatte. Timbo hatte nach dem Justin Timberlake Konzert, auf dem er als Gast-Star aufgetreten war, an der Bar mit der Freundin des Deutschen geflirtet, worauf der Mann ihn beschimpfte. Timbo schlug zu und auch seine Bodyguards griffen ein. Angeblich sollen sie ihn draußen noch weiter verprügelt haben, während Timbaland Autogramme verteilte. Irgendwann schafften die Hotel-Angestellten es dann, die Schläger ins Zimmer zu schicken. Das „Opfer“ kam mit Prellungen davon. Ein Verfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet.

Featured