Start Blog Seite 3454

Bad Biology

0

Wie auch letztes Jahr ist R.A. The Rugged Man gerade wieder auf Europatour. Sicher auch um seine Fans zu beglücken, allerdings hat er seit geraumer Zeit ein Projekt im Kopf, welches ihm besonders viel bedeutet. Der Filmfreak, besonders begeistert von alten Horror/Splatter Movies, der für diverse amerikanische Magazine auch als Filmfachmann Kolumnen, Interviews und anderes verfasst, hat den Kultregisseur Frank Henenlotter (“Basket Case“, “Brain Damage“) als Regisseur und Drehbuchautor für sein eigenes Projekt “Bad Biology“ gewinnen können, an dessen Drehbuch er auch selbst beteiligt ist. Selbst Vinnie Paz (Jedi Mind Tricks) scheint so überzeugt von dem Projekt, dass er es finanziell unterstützt. Auch sollen einige Wu Tang Clan Mitglieder Gastrollen in dem Film haben. Das Aufgebot an bekannten Namen ist allerdings noch nicht vollständig. Gerade sind weitere Namen des Rapgames wie Kool G Rap und Smooth Da Hustla, Killah Priest und Reef The Lost Cauze aufgetaucht, die jeweils Songs zusammen aufgenommen haben, auch Masta Ace, Sean Price werden auf dem Soundtrack vertreten sein. So produzierten auch Prince Paul und Buckwild Stücke für die Filmmusik. Ebenfalls ist ein Song mit Everlast und den Jedi Mind Tricks im Gespräch.
“If you like Frank’s movies, you’re going to like it a lot. Some of the heads are going to be caught a little bit left field by it cuz it’s crazy. But I think we’re gonna make some good money on it. I think I did a good job as a producer and co-writer. I put in a lot of work for it“, äußerte sich R.A. zum Film.

Es scheint ein Fest für die Sinne und Nerven zu werden, eargasms als auch Muskelzucken garantiert. Aber lest selbst:

Acclaimed director Frank Henenlotter is back with a twisted tale of love and weirdness. Driven by biological excess, a young man and woman search for sexual fulfillment, unaware of each other’s existence. Unfortunately, they eventually meet, and the bonding of these two very unusual human beings ends in an explosive and ultimately over-the-top sexual experience, resulting in a truly godawful love story…. With bizarre special effects by Gabe Bartalos, a hip-hop soundtrack from Prince Paul, and shot in glorious 35mm, "Bad Biology" is guaranteed to shock even the most desensitized of audiences, and sure to become a modern cult classic.

Bow Wow – mehr als Stress

0

Rapper Bow Wow wurde am Donnerstag nach einer Show in Cincinatti ins Krankenhaus gebracht. Augenscheinlich hatte er einen Schwächeanfall erlitten, ausgelöst von einer Mischung aus Stress und Erschöpfung. Doch genauere Analysen ergaben, dass die Symptome mit einer Infektion seines Blinddarms zusammen hingen.

Der 20-Jährige ist derzeit auf Tour, um sein Kollabo-Album "Face Off" mit RnB-Sänger Omarion zu promoten, welches am 11. Dezember veröffentlicht wird. Seinen Auftritt in Chicago musste er aufgrund seiner Krankheit abblasen, Bow erwartet aber spätestens am 13. Dezember in Memphis Tennessee, wieder auf der Bühne zu stehen.

Outkast im Solorausch

0

Schon vor Monaten hatte Big Boi von Outkast angekündigt, es werde ein Soloalbum von ihm geben. Nun hat er erstmals wieder Näheres bekannt gegeben. Laut seinen Aussagen werden sich 12 neue Songs auf dem Silberling tummeln, wovon neun bereits fertig sind: "I plan on releasing a single on December 31 at midnight going into the New Year, ‚cause I want all the stuff to be ’08, everything to be brand new. It’s going to be a lot of surprises. We just really trying to bring that good music back."
Offiziell gibt es noch kein Releasedate und auch noch keinen Titel, Big Boi aber meinte, er tendiere dazu, das Werk "Sir Luscious Left Foot" zu nennen. Als Gäste sind bereits Sade und Organized Noize bekannt.

Auch die andere Hälfte von Outkast, André 3000, arbeitet an einem neuen Soloprojekt. Diesmal werde man die beiden Platten wohl nicht zusammenfassen und als Outkast releasen, wie das 2004 mit "Speakerboxxx/The Love Below" geschah, wovon die beiden bisher unglaubliche 11 Millionen Einheiten verkaufen konnten. Es gilt aber als sicher, dass nach den beiden Soloalben wieder ein gemeinsames Outkast-Album auf dem Plan steht. Die beiden werden wohl nie müde, was wir eindeutig gutheißen wollen!

Wu Tang Clan – 8 Diagrams

0

Es ist kaum möglich unvoreingenommen über das neue Wu-Tang Album „8 Diagrams“ zu urteilen. Ein Kritiker einer amerikanischen HipHop-Website hat es sehr treffend formuliert: „Beweist der (hörbare) Mangel an Zusammenhalt auf dem Album die Reibereien zwischen einigen Mitgliedern oder ist es eher so, dass man durch die Äußerungen einiger Mitgleider, die im Vorfeld gefallen sind, auf dem Album etwas hört, das so gar nicht gegeben ist?“ Zur Erinnerung oder für diejenigen, die es nicht mitbekommen hatten: Clan-Mitglieder wie Raekwon und Ghostface Killah hatten sich vor dem Release beschwert, dass sie nicht mit dem Sound des Albums zufrieden seien und dass RZA, der sich eigentlich durchweg für die Produktion verantwortlich zeichnet, den guten alten Wu-Sound kompromittiere und zu viele orchestrale, gitarrenlastige Beats auf dem Album seien.

Ich habe trotzdem versucht, mich dem Album so unvoreingenommen wie möglich zu nähern. Zunächst einmal will ich eine Lanze für RZA brechen. Es ist das Wesen eines Künstlers – Lebenselixier sozusagen – sich immer wieder neu zu erfinden. Man lebt und entwickelt sich weiter und bleibt auch von äußeren Entwicklungen nicht unberührt; ich will sogar so weit gehen und sagen, dass es unmöglich ist den Sound von beispielsweise „36 Chambers“ zu reproduzieren, es sei denn man ist ein genialer Kopist oder nicht ganz richtig im Kopf.
Dennoch teile ich die Kritik – aber nur sehr bedingt. Die Produktion wirkt oft ein wenig steif und der Erneuerungswille treibt zuweilen abstruse Blüten und gleicht manchmal einer Anbiederung an den Zeitgeist. Das, und das muss ich ausdrücklich betonen, ist aber nur auf einigen Tracks zu hören, sagen wir mal, es sind namentlich „Stick Me For My Riches“, der gerade in der Hi-Hat nur das kopiert, was zur Zeit durch den Dirty South-Boom en vogue ist: doubletime und kalter elektronischer Sound. Oder „Weak Spot“, das durch seinen dümmlichen Loop doch etwas statisch wirkt.
Raptechnisch wissen allein auf „Life Changes“, der Hommage an den letztes Jahr verstorbenen ODB, alle MCs wirklich zu überzeugen. Das ist teilweise sehr bewegend, vor allem GZAs Verse. Ansonsten muss man sagen, dass die stärksten Rhymemomente auf der Platte von Method Man, Ghostface (dem unzufriedenen) und von Raekwon und RZA selbst kommen.

Für mich sind die etwas „ruhigeren“ Tracks die stärksten. Das Gitarrenlastige, das im Vorfeld so bemängelt wurde, ist keinesfalls ein Klotz am Bein des Albums. Im Gegenteil, es transportiert  auf ganz neue Weise den ewig-morbiden und in Abgründe schauenden Wu-Spirit. Das klingt manchmal merkwürdig entrückt, wenn zum Beispiel bei „Take It Back“ die Drums gleichzeitig sehr zurückgenommen und gerade dadurch sehr präsent erscheinen oder bei „Windmill“ ein Hauch von Tarantino-Soundtrack (Tremolo-Gitarre!) zu spüren ist. „Guns Will Go“ beweist, dass es nicht mehr als einen Akkord, Bassdrum, Snare und einen Method Man braucht, um beim Hörer ein schaurig-beklemmendes Gefühl zu erzeugen, das man sogar genießt.
Die etwas lauteren Feier-Tracks sind zuweilen durch zu offensichtliche und dadurch nervige Loops, die auch gern mal nach Zirkus klingen („Rushing Elephants“) mit Vorsicht zu genießen. Allein „Unpredictable“ schafft hier eine Ausnahme, getragen von einem unwiderstehlich abgehackten Hi Hat und einer irrsinnigen, psychedelischen Atmosphäre – ganz groß!  
„The Heart Gently Weeps“ ist ein, sagen wir, mehr oder weniger gelungenes Beatles-Cover und wechselt, wie das Original eben auch, wunderbar zwischen Moll und Dur, zwischen Trauer und Hoffnung hin und her. Es ist durchaus legitim, das albern und auch ein wenig corny zu finden, denn diese Mischung aus Rockballade und Rap kann einem bei mehrmaligem Hören schon die Laune verderben. Allein die Geschichte des Songs, dass nämlich das Originalsample der Beatles natürlich nicht zu klären war und man deswegen kurzerhand George Harrisons Sohn den Gitarrenpart einspielen ließ, sorgt vielleicht für ein beachtendes Augenbrauenheben.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass die großen Tage des Clans wohl schon vorbei sind, aber man sollte nicht vorschnell urteilen, sondern mehrmals hinhören, um die Größe dieses Albums, die es durchaus hat, zu begreifen. Auch wenn der Funke manchmal nicht so recht überspringen will, man angesichts der auf den ersten Blick zum Teil schwer zugänglichen Beats im Ungefähren, in der Luft schwebt, so beweist diese Momentaufnahme aus dem Jahre 2007 doch, dass künstlerische Entwicklung oder Fortschritt nichts ist, wofür man sich rechtfertigen und schon im Voraus die Meinung der Fans und Kritiker durch interne Streitereien beeinflussen müsste. Einfach mal wirken lassen! Ein gelungens Comeback!

Mädness – Unikat

0

Irgendwie wurde man schon bei der Mädness EP "Aus Dem Nichts“ das Gefühl nicht los einen hervorragenden Rapper bisher übersehen zu haben. Auf sämtlichen 19 Tracks seines aktuellen Albums "Unikat“ wird man davon überzeugt, dass einem das in Zukunft definitiv nicht mehr passieren sollte. Hier steht jemand am Mic der sein Handwerk versteht. Der Soundteppich ist bis auf einige Ausnahmen wenig beeindruckend aber solide gut und kommt von Iron, Rocko, Tesk, DJ Flow und Phonk D.

Mädness macht schon im Intro mächtig Welle, wechselt lässig zwischen Doubletime und besticht mit Wortwitz („…Rap wie mit nem Bundesverdienstkreuz, ich fühl mich ausgezeichnet…“) und Ironie ("…ich steh für das momentane Rappergeschehen bis auf weiteres leider nicht zur Verfügung – Wieso? – Weil ich Beef für ein T-Bone Steak halte und leider nicht in Berlin wohn…"). Und es geht gut weiter. Die auf "Unikat" behandelten Themen sind nicht sonderlich kreativ gewählt, werden aber umso kreativer und wunderschön selbstironisch und bissig behandelt. Abgerechnet wird auch, und zwar vor allem mit dem weiblichen Geschlecht. Mädness reflektiert aber auch sein Leben und bevor es zu sentimental anklingt, wird zur Abwechslung der Alkoholkonsum wie schon in "Aus Dem Nichts" zelebriert und verleitet auf "Konterschoppe" mehr als einmal zum Grinsen, zum Beispiel durch "…und komm mir bloss nicht mit diesen Mischgetränken – für mich ist das Bierquälerei…" und ähnliches. Ein absoluter Anspieltip ist "Einer Muss Bezahlen“, man beachte die Reimstruktur. Oder man höre nur zu. Zuhören ist um der versteckten Wortspiele  und Vergleiche Willen sowieso durchgehend stark angebracht.

Auch technisch macht Mädness Spaß und wechselt seine Flowvarianten abwechslungsreich. Erwähnenswert sind auch die Gäste Marteria, Patrick Mit Absicht, Baggefudda, Gabreal & Nadine Demtrio die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen. Der in letzter Zeit oft gelesen und gehörte Vorwurf, Mädness würde wie Olli Banjo klingen, kann ich nachvollziehen, vielleicht liegt das aber einfach daran, dass beide gute Rapper sind?

Bleibt nur noch zu sagen, dass "Unikat" insgesamt ein überdurchschnittliches Erstlingswerk mit Suchtpotential ist.

Marteria from the Blogs

0

Dendemann geht als Paradebeispiel voran, Tobi Trice, der Betreiber des Labels Magnum 12 und Manager von Marteria aka Marsimoto aka Deine Weedlingsrapper zieht nach: Im Dezember begleitet er Marteria, der auf Tour Support für Jan Delay geht und lässt euch in Form eines Blogs daran Teil haben. Exklusiv auf rap.de. Versteht sich von selbst.

Als Vorgeschmack für diesen Spaß gibt es hier bereits „Umsteigen Zur Atzenparty", einen Erlebnisbericht eines Konzertes mit King Orgasmus One in Hamburg zu lesen. Wer nicht lesen kann oder will kommt nicht zu kurz und kann sich Fotos oder ein Video angucken. Wir wünschen viel Vergnügen.

 

Bow Wow im Stress

0

Rapper Bow Wow wurde am Donnerstag nach einer Show in Cincinatti ins Krankenhaus gebracht. Augenscheinlich hatte er einen Schwächeanfall erlitten, ausgelöst von einer Mischung aus Stress und Erschöpfung. Eine offizielle Diagnose steht aber noch aus.
Der 20-Jährige ist derzeit auf Tour, um sein Kollabo-Album mit RnB-Sänger Omarion zu promoten, das die Tage erscheinen wird.
Bow Wow scheint in guter Verfassung zu sein und lässt schon mal die Fans aus Chicago grüßen – dort wäre seine nächste Show über die Bühne gegangen. Er musste sie sausen lassen, will sie aber unbedingt nachholen.

Pimp Cs Tod

0

Der 33jährige Pimp C wurde am Morgen des 4. Dezembers tot in seinem exklusiven Hotelzimmer in Hollywood aufgefunden (News vom 05.12.2007). Trotz vorhandener toxologischer Berichte glauben die Behörden, dass er eines natürlichen Todes starb.

In Bett seines Hotelzimmers fand man den cirka 1,9 Meter großen und 260 Pfund schweren Rapper, leblos, vermutlich im Schlaf davon geschieden. Er hatte zwei verschriebene Medikamente bei sich. Die Kusine von Pimp C’s Mutter, Rosalind Queen, erzählte, sie wüsste nicht dass er jemals Herzprobleme oder zu hohen Blutdruck gehabt hatte, noch seien diese Phänomene je in der Familie aufgetreten.

"It’s definitely not the time to start questioning why he is gone," sagte Bun B, Pimp Cs Partner seit der Gründung von UGK im Jahre 1987, der kürzlich während eines Radio-Interviews zeitweise komplett seinen Tränen unterlag. "His life was a blessing and a lesson. And we all have to keep that in mind. Don’t look for the answers in this situation because you’re not gonna find them here. The answer to that question is on the other side waiting for us."
"I know the last time I saw him I hugged him and I told him I loved him, which was what I did every time I saw him, because you never know how things in life is gonna work out … We can argue, we can cuss, fuss and fight all day long, but we gon‘ say I love you when it’s over. I may not like you when it’s over, but I love you, and you’re gonna know that."

UGK erhielt eine Grammy-Nominierung für die beste Rap Performance (Dou/Group), durch ihre Kollaboration mit Outkast in dem Song "International Player’s Anthem (I Choose You)".

Featured