Eminem wird über den Orion Books Verlag ein neues Buch veröffentlichen. Es beinhaltet noch niemals zuvor gesehene Fotos, Memorien, handgemalte Illustrationen und Lyrics des Rappers, sowie ein eigens verfasstes Vorwort. Das Buch wird "The Way I Am" heißen und voraussichtlich Ende des Jahres auf den Markt kommen. “Because of where he is from, people think they know where he is at, what kind of person he really is”, sagte Orion Leiter Ian Pierce. “This book cuts through all that and gets to the source. It has an edge. It’ll be one of the books of the year.”
Es gab schon einige Buchveröffentlichungen über den umstrittenen MC aber dieses Projekt ist das erste, welches Em’s Segen hat.
Eminem publiziert wieder
Dr. Dre und Timbo helfen Busta Rhymes…
Kürzlich enthüllte Busta Rhymes einige Details über seine zukünftigen Projekte, inklusive seines achten Soloalbums namens "Back On My Bullshit". Nach seinen Aussagen produzierten unter anderem Dr. Dre, Timbaland, Green Lantern, Cool & Dre, Danjahandz, Nottz und Pharrell. Letzterer scheint auch einen nicht gerade unmaßgeblichen Einfluss auf den Albumtitel gehabt zu haben.
Busta nennt sein Album aus zwei Gründen "Back On My Bullshit": “I said it on [a new song] and it stuck in Pharrell’s head. And because this album, in particular, feels like vintage Busta Rhymes, in a 2008 way. It was original and appropriately the right thing to call the project. No deep brain-science… nothing like that.”
Neben dem eben genannten Album, welches 2008 veröffentlicht werden soll, stehen verschiedene Mixtapes auf dem Plan. Darunter "King of the Remixes" mit DJ White Owl, "48 Laws of Power" mit Mark Exclusive, "I’ve Already Outshined Your Favorite Rapper" mit DJ Superstar Jay und zu guter Letzt "Dillagence 2" zusammen mit Mick Boogie.
Stop The Violence Movement
Wie rap.de berichtete, fanden vorvorletztes Wochenende Künstler wie Nelly, Chamillionaire, The Game, Planet Asia, Talib Kwali, Busta Rhymes, Snoop Dogg, 50 Cent, Fat Joe und Lil‘ Wayne in der Recording School in Los Angeles zusammen, um sich bei KRS One’s Stop The Violence– Bewegung mit zu engagieren. Songs und Videos gegen Gewalt und Waffenmissbraucht wurden ausgearbeitet. Jetzt gibt es einen ersten Video-Trailer, mit Statements von einigen der oben genannten Künstlern, sowie exklusive Blicke hinter die Kulissen.
Ein Mord und die Mafia
Bereits im Frühling letzten Jahres traf uns diese Nachricht wie ein Schlag: Maeckes und Plan B, die beiden Stuttgarter Rapper, sind in einen Mord verwickelt und haben dubiose Verbindungen zur polnischen Mafia. Nun, fast ein Jahr später, erreicht uns diese Meldung erneut.
Was ist denn bloß mit Rap-Deutschland passiert, sollte man sich nun entsetzt fragen. Gott sei Dank, können wir in diesem Fall Entwarnung geben. Es handelt sich nämlich um die Wiederaufnahme des Rap Up Comedy Stücks “Zimmer 601“, dass die beiden Rapper inszenieren. Auf Grund der großen Nachfrage werden “detective B“ und “detective M“ am 7. und 8. März 2008 jeweils um 20.00 Uhr, sowie am 10. um 11 Uhr erneut auf Verbrecherjagd gehen. Der Pressetext verspricht die Allroundtalente mit einer Mischung aus Slapstick, Stand-Up-Comedy, Theater und Rap in insgeamt 12 unterschiedlichen Rollen.
Leider bleibt dieses Vergnügen nur all denjenigen vorbehalten, die den Weg nach Ludwigsburg in das Kunstzentrum Karlskaserne auf sich nehmen. Sollte Maeckes und Plan B’s Erfindung der Rap Up Comedy jedoch weiterhin so erfolgreich laufen, kann man sich für die Zukunft ja vielleicht Hoffnung auf deutschlandweite Auftritte machen.
Den Kartenservice findet ihr hier.
Lady Bitch Ray
Es war an einem Freitagabend, als man sich in der rap.de Redaktion darüber Gedanken machte, welch abstrusen Verlauf das Gespräch mit Reyhan Şahin nehmen könnte. Etliche Mitarbeiter fragten vor dem Interview interessiert, wann denn die Lady im Hause wäre und danach ungläubig, ob sie währenddessen wirklich mit einem Vibrator vor meiner Nase gestikulierte. Schon vor dem Porno-Talk bei Maischberger wussten wir und vor allem Lady Bitch Ray, dass Deutschland „Die Aufklärung“ braucht und nur darauf wartet. Heute am 7. Dezember veröffentlicht sie ihre erste Single „Mein Weg“, als Vorgeschmack auf ihr kommendes Album. Doch ist Rap nur ein Teil des Gesamtkunstwerks Lady Bitch Ray…
Lady Ray: Ahhh, Aahhhh, Ohhhh, Ejhaaaa…
rap.de: so…
Lady Ray: Wie jetzt lass mich doch erstmal stöhnen, Alter.
(Lady Bitch Ray stöhnt weiter ins Diktiergerät)
rap.de: Das war aber nur Petting oder?
Lady Ray: Ja das kommt nur auf dich an. Das war nicht mal Petting. Gefummel ist das. Okay fang an. Zum Schluss bring ich meinen Orgasmus.
rap.de: „Bushido weiblich“, hast du dir diesen Titel selber gegeben? (Schlagzeile der BZ 13. November, Anm.d.Red.)
Lady Ray: Wer war das? Welches Schwein war das? Das ist nicht meine Idee gewesen. Er ist die männliche Lady Ray und Sido auch. Die Leute brauchen Kategorien. Wenn sie es nicht einordnen können, sagen sie „Ah das ist jemand… mit einer Fotze, rappt aber im Großen und Ganzen so ähnlich wie Sido oder Bushido“, und zack hast du das. Mir ist das aber latte was die schreiben, Hauptsache die drucken meine Bilder ab. Meine Titten kann man immer gut sehen, immer schön in Pose… (Lady Ray posiert vor dem Spiegel ihr gegenüber). Das ist das Wichtigste.
rap.de: Was ist das eigentlich?
Lady Ray: Das ist mein Spielzeug. Ich brauche das, damit ich nicht nervös werde. Einer meiner 57 Vibratoren. Ich sammle die.
rap.de: Oh der ist aber ein bisschen klein.
Lady Ray: Jo, obwohl wenn er ganz tief drin ist, ist er schon lang. Aber der ist total glatt und der geht echt ohne Probleme richtig rein. Wenn ich feucht bin, brauche ich auch keine Gleitcreme. Ohne Scheiß, damit kann man auch gut rumspielen, als Accessoir ganz praktisch.
rap.de: Erzähl doch mal etwas zu deiner neuen Single „Mein Weg“ (digital Release erhältlich bei Itunes und Musicload ab 7.12.07, Anm.d.Red.).
Lady Ray: Ja sie heißt „Mein Weg“. Sie handelt von meinem harten Lebensweg, der so hart war wie der Schwanz von meinem Vater. Ja alles das, was ich so erlebt habe auf meiner Karriereleiter. Eigentlich hätte es ja gepasst, dass ich mich hoch ficke aber von bestimmten Leuten wie von meinen Ex-Managern, habe ich mich nicht ficken lassen, umso schwieriger war das. Wenn man aufpasst, kann man es ja verfolgen, bestimmte Leute, die mich signen wollten…
rap.de: Ja Aggro Berlin zum Beispiel. Wollten die dich oder wolltest du zu denen?
Lady Ray: Die wollten mich, die haben mich voll genervt, tagtäglich. Specter hat mich angerufen und mir gesagt, er findet meine Titten geil und würde mich gerne kennen lernen. Dann haben wir uns mal getroffen und da habe ich gemerkt, dass er mich natürlich ficken will. Hätte ich auch ausnutzen können aber Specter hat einfach schon zu viele Geheimratsecken. Da stehe ich nicht drauf. Ja und irgendwann haben die angerufen und meinten, ne das könnten sie nicht machen, das wäre zu krass, ich bin eine Türkin, das gehe in Berlin nicht. Wie ich bin eine Türkin, ja und? Pussy Deluxe, Kanakenbraut!
rap.de: Gibt es da keine Türkinnen bei Aggro?
Lady Ray: Ja doch vielleicht als Sklaven oder Arbeiter.
rap.de: „Mein Weg“ – Produziert haben Beatgees, Shuko und 7inch, bist du mit deren Arbeit zufrieden?
Lady Ray: Also erstmal haben meine Hauptproduzenten Bugati alias Cunning Linguist und Spank alias Schelm, ich gebe den Leuten ja immer Namen, daran gearbeitet. Die Remixes haben Beatgees, 7inch und Shuko, gemacht. Auf dem Album („Die Aufklärung“, Anm.d.Red.) ist bis jetzt Bugati und ein bisschen was von Deichkind. Mal sehen, ich brauche neue Beats, ich hatte auch bei Bushido angefragt, aber ich glaube die haben alle noch ein bisschen Schiss vor meiner Möse.
rap.de: Sind diese drei Album-Demos, die ich einhören konnte, eigentlich auch mit auf der offiziellen Single?
Lady Ray: Die sind alle auf dem Album „Die Aufklärung“. Nein die sind da nicht mit drauf. Das ist wie beim ficken, die Leute müssen dafür zahlen. Für das Geld für eine Single, bekommen sie eine Single und wenn es hoch kommt noch meinen Pimmel dazu aber nicht mehr.
rap.de: Du hast einen Pimmel?
Lady Ray: Also meine Klit ist ja drei Zentimeter lang, da guckt er da so ein bisschen heraus, das nimmt schon pimmelähnliche Strukturen an, weil er so lang ist. Tagsüber klemm ich mir das so in die Möse und beim Sex schwillt das natürlich an, wird dick und kommt raus. Aber was ich sagen wollte, für eine Single gibt es eine Single.
rap.de: Aber du bist ja noch relativ frisch im Geschäft und die Leute kennen noch nicht so viel Musik von dir, ich dachte mir, dass du sie ein bisschen encouragierst.
Lady Ray: Ey du, ich habe die genug angefüttert bei MySpace, also was wollen sie noch? Fehlt nur noch, dass sie mich umsonst ficken können.
rap.de: Bei MySpace sehen sie ja aber nur dich und…
Lady Ray: Meine Titten.
rap.de: Und die vier Tracks in deinem Player.
Lady Ray: Achso, ja aber im Umlauf sind ja mehr Tracks, ganze neun Stück, wenn wir „Deutsche Schwänze“ dazu zählen usw. Die Leute, die mich hören, kennen schon alles von mir und haben das schon alles aus dem Netz gesammelt und warten nun auf mehr.
rap.de: Wie ist das inhaltlich, ist das Album auf diesen pornographischen Kontext reduziert?
Lady Ray: Auf ficken, ficken, ficken meinst du? Nein. Da bist du jetzt bestimmt ein bisschen enttäuscht, aber nein. Da gibt es noch andere Sachen, die mich bewegen, das werdet ihr dann auf dem Album hören. Ich kann auf jeden Fall sagen, es handelt über meine Probleme hier in Deutschland und den Alltag von mir und meiner Möse. Also es ist nicht nur ein Sex-Album, ich würde sehr sehr gern nur ein Sex-Album machen, werde ich bestimmt auch aber nach „Die Aufklärung“, ein reines Fickalbum.
rap.de: Ist Vagina Style Records dein eigenes Label, hast du das selbst aufgezogen?
Lady Ray: Ja gegründet Anfang des Jahres, am 8. März. Am internationalen Frauentag und ich würde auch sehr gern am 8. März mein Album rausbringen. Als neuer Weg der Emanzipation in Deutschland.
rap.de: Glaubst du nicht, dass deine Musik eher wegen deines Images und deinen provokativen Texten gekauft wird?
Lady Ray: Ah, jetzt kommst du mit den Skills oder? Ehrlich gesagt, ist mir das egal. Ich kann damit leben, wenn sie nur meine Titten gut finden, ich kann damit leben, wenn sie mich als Doktorandin schätzen, ich kann damit leben, wenn sie Fans sind, nur weil ich Türkin bin, ich kann aber auch gut damit leben, wenn sie meine Musik gut finden. Mir ist das egal, Hauptsache die finden mich cool. Oder viele finden mich auch nicht cool, das ist auch wichtig, denn ich brauche auch Feinde. Aber es ist mir wirklich EGAL, die können mich auch nur wegen meinen Titten kaufen, gerne.
rap.de: Ich habe mal etwas über dich im Bremer Stadtmagazin citybeat gelesen…
Lady Ray: Ach, die Schwuchtelzeitung. Da geh ich bald mal vorbei, die sitzen am Huchtinger Bahnhof. Ich werde da vorbei gehen, das gehört so einer Schwuchtel, und ihn anspucken. Soll er sich mal darauf freuen.
rap.de: Weißt du, was sie dir attestierten? Einen zwanghaften Selbstdarstellungsdrang, Karriere um jeden Preis.
Lady Ray: Das finde ich gar nicht so schlimm. Das stimmt ja! Das stimmt, ich finde es viel schlimmer, dass irgendwelche Realschüler Urteile über eine Linguistik-Doktorandin fällen. Ich stehe da drüber aber ich gehe da auf jeden Fall vorbei und werde den anrotzen. Ihr werdet berichten können (Lady Ray nippt an ihrem Latte Macciato). Ja, Selbstdarstellungsdrang, auf jeden Fall, ich bin Narzisstin, ich liebe mich, ich liebe meine Titten, ich will die Beste sein. Ich will, dass alle ihre Aufmerksamkeit nur auf mich richten. Deshalb bin ich Künstlerin. Ich stehe natürlich vollkommen dazu.
rap.de: Das kommt also aus deinem Inneren und ist nicht irgendein Image.
Lady Ray: Nein, ich wollte schon immer berühmt werden, wollte immer schon mit Rap berühmt werden, ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen und habe daran immer festgehalten, egal was andere Leute gesagt haben und das ist mir sehr wichtig.
rap.de: Warum auf diese Art und Weise? Warum gerade mit Rap?
Lady Ray: Rap so mit Mikrophon, so ganz nah am Mund, das hat mich schon immer inspiriert, weil es mich so an einen Schwanz erinnert.
rap.de: Als Phallussymbol.
Lady Ray: Ja genau, so als Phallussymbol. Das finde ich voll geil, diese Anspielung. Das Mikrophon ganz nah‘ am Mund, die ganze Zeit und du sagst eben deine Meinung auf so eine aggressive Art ins Mikro, total geil, immer schon mein Ding gewesen.
rap.de: Wie lange machst du das jetzt schon?
Lady Ray: Dreizehn Jahre. Angefangen mit französischem Rap, weil ich ja auch auf französisch im Bett stehe und MC Solar sehr gut fand und weil ich deutschen Rap früher voll schwul fand. Das fand ich alles voll langweilig, was gab es da noch, was ich richtig schlimm fand… Tobi und das Bo mit den Marionettenpuppen oder Blumentopf. Sorry, Vielleicht haben die Rapqualitäten aber ich finde das langweilig. Bei mir muss es so etwas Fotziges sein, etwas Saftiges…
rap.de: Rap muss für dich also immer provokativ sein? Schmutzig?
Lady Ray: Ja wobei, es muss nicht immer unbedingt mit Sex verbunden sein aber schon irgendwie so… ja schmutzig, das ist ein gutes Wort. Dirty. Aber nicht unbedingt gangster, Gang Starr oder so höre ich zum Beispiel auch sehr gerne, EPMD auch, vor allem früher. Ja aber irgendetwas muss es schon haben und die Rapper müssen, es tut mir leid, aber die müssen gut aussehen. Ich steh auf Knochenärsche, so Boxer-Knochenärsche, das turnt mich voll an. Das war auch so ein Grund, warum ich zum Rap gekommen bin. Diese Ärsche von den Typen, die Baggys anhatten und da drunter ihrer Boxer-Knochenärsche. Wobei ich finde, diese Ärsche sehen eigentlich in G-Star Jeans besser aus, als in Baggys. Aber egal, ich bin abgeschweift, wo waren wir?
rap.de: Scheint so, als wären wir gerade wieder beim Selbstdarstellungsdrang.
Lady Ray: Ja den hab ich hundert prozentig. Pussy Deluxe. Meine Pussy braucht Aufmerksamkeit, guckt alle her, guckt alle her!
rap.de: Neben der Musik studierst du Linguistik in Kombination mit Germanistik?
Lady Ray: Ich habe Lunguistik, Germanistik und Sexualpädagogik studiert, als Magister, Germanistik und Sexualpädagogik waren meine Nebenfächer und Linguistik war mein Hauptfach. Ich bin Sprachwissenschaftlerin und promoviere in Linguistik in Semiotik, das ist ein Teilbereich der Linguistik, der sich mit Zeichensystemen allgemein beschäftigt, nonverbale Zeichensysteme, visuelle Zeichensysteme und so weiter, Linguistik beschäftigt sich ja nur mit der natürlichen menschlichen Sprache.
(Lady Ray verweist auf ihr Vagina Style Logo)
rap.de: Hast du das selbst entwickelt?
Lady Ray: Ja, ich habe das der Rolling Stones ein bisschen verändert. Und das ist ja immer so eine perverse Anspielung gewesen (Lady Ray spreizt Mittel- und Zeigefinger und steckt lüstern ihre Zunge dazwischen). Das kann man jederzeit bringen. Das hier ist übrigens auch meine Vagina Style Records Jacke, die ich zuletzt designed habe, wobei diese Schleifen können schon noch etwas größer sein, daran muss ich noch ein bisschen was verändern.
rap.de: In deiner Sendung "Große Fische Kleine Fische" sagtest du, du studierst Linguistik, weil du gut mit der Zunge bist und Germanistik weil… ? Das wurde dann zensiert.
Lady Ray: Weil ich auf deutsche Männer stehe habe ich gesagt… Diese Schwuchteln, oder habe ich etwas anderes gesagt? Ich weiß nicht mehr genau, die haben sowieso alles zensiert, was nicht bei drei auf dem Baum war. Vor allem war das eine Videofirma, die mit Sarah Connor zusammengearbeitet hat und alle Sachen, die ich über sie gesagt habe, wurden zensiert. Die Sendung war viel entertainment mäßiger, das war viel geiler aber die haben das alles zensiert. Diese Hurensöhne haben 8.000 Euro dafür bekommen und haben das eigenhändig zensiert. Das finde ich schon echt porno, egal. Irgendwie werde ich andauernd zensiert. Vorgestern wurde ich während eines Live-Interviews einfach raus gekickt, dabei habe ich gar nichts gesagt.
rap.de: Wo denn?
Lady Ray: Fritz Radio, voll das Puff Radio, Alter. Irgend so eine Schwuchtel und eine Möchtegern-Frau mit einer Piepsstimme, ich rede vollkommen vernünftig mit denen, wie ein normaler Mensch. Und er irgendwann „Ja ich komm mir hier vor wie B. Kerner“. Ich so „Nee, ich glaub nicht, dass du so gut aussiehst“, und zack war ich draußen. Egal, ich finde aber, dass zensiert werden auch irgendwie zu mir gehört. Ich bin früher in Norddeutschland aufgetreten und war Vorgruppe für Coolio, Nonchalant, Mc Lyte und habe teilweise noch auf französisch und englisch gerappt. Ich war immer irgendwie anders und fiel immer aus der Reihe. Als ich angefangen habe auf deutsch zu rappen in Bremen, auf verschiedenen Jams, mit zwei Weibern auf der Bühne, mit unseren verrückten Outfits. Das fand niemand geil, für die waren die Skills wichtig, aber nicht für mich. Für mich waren meine Titten wichtig und, dass ich posen konnte. Das Problem ist, dass alle immer denken, wenn du Künstlerin bist, darfst du nicht anders sein, so dass das gleich negativ und mit Unterschicht verbunden wird, das ist immer traurig, diese Einstellung ist einfach zu oberflächlich. Aber das ist mir latte. Ernst genommen, werde ich schon überall da wo ich will.
rap.de: Du wurdest in dem Film Chiko als Schauspielerin engagiert. Hast du dich um die Rolle beworben?
Lady Ray: Nee, ich hab mit Fatih Akin gefickt und er hat mich eingestellt (lacht). Ähm ja fast so, Fatih Akin liebt meine Musik. Ich habe ihm mal etwas von mir geschickt und er hat sich gleich bei mir auf dem Handy gemeldet und hat gesagt: „Lady Bitch Ray, du hast geile Titten, du bist eine geile Braut“, ohne Scheiß das war genau so, und sein Kumpel will einen Film drehen, er sei der Produzent und wolle mal die Lage checken. Das Ganze hat noch mal zwei Jahre gedauert, bis der Film Förderungen bekommen hat et cetera. Er sagte: „Da gibt es eine Rolle, guck dir die mal an, ich glaube du kannst das“, und ich dachte mir dann, was das bloß für eine Rolle sei, mit was verbindet der mich?
rap.de: Ja und was ist das nun für eine Rolle?
Lady Ray: Eine Nutte! Eine türkische Nutte. Die, die ich jetzt auch bin.
rap.de: Ein bisschen enttäuscht?
Lady Ray: Nee wieso, das ist ja eine Rolle. Nutte wird ja auch meistens mit einer hübschen Frau verbunden, die muss ja auch kein schlechter Mensch sein. Und ich bin echt eine coole Nutte, also Julia Roberts ist da nichts dagegen. Ich finde mich selber cool in dem Film.
rap.de: Konntest du viel von deiner Persönlichkeit, also von Lady Bitch Ray, in den Film einfließen lassen oder musstest du dich vollkommen verstellen, schauspielerisches Talent beweisen?
Lady Ray: Die Rolle gab es vorher schon als Konstrukt, dann kam ich und sie wurde genau an mich angepasst. Es gibt jetzt natürlich bei der Rolle sehr viel Parallelen zu meinem Leben.
rap.de: Wenn du dich nicht selber hättest verkörpern können, hättest du dann die Rolle angenommen?
Lady Ray: Nein. Das hätte ich nicht gemacht.
rap.de: Wäre es nicht eine größere Herausforderung gewesen, eine nicht so maßgeschneiderte Rolle zu spielen?
Lady Ray: Wenn du eine gute Rolle spielen willst, glaube ich, dann muss die auch ein bisschen an dich angepasst sein. Sonst kannst du das nicht. Ich bin ja auch keine ausgebildete Schauspielerin.
rap.de: Du spielst dort neben Moritz Bleibtreu, wie findest du den?
Lady Ray: Der hat richtig geile Lippen. Ich könnte mir das so richtig vorstellen, wie seine Lippen auf meine Vagina gepfropft meine Möse ausschlürfen. Ihn habe ich zum Beispiel beim Spielen beobachtet. Er ist er selbst und das ist glaube ich auch die Kunst, er ist wirklich er selbst. Wenn er zum Beispiel säuft, dann sind das seine Moves und das ist es. Wenn dir einer sagt, du musst dich langweilen, dann bist du gelangweilt, wenn dir einer sagt, du musst lachen, dann lachst du aber auf deine Art. Es war wichtig, genau das zu finden. Aber ich habe ja viele Talente, das war jetzt meine erste schauspielerische Rolle, aber ich hätte schon Lust auf mehr. Mal sehen was kommt, wenn der Film dann läuft. Ich hoffe, nicht nur so Möchtegern Pornoproduzenten, das können die Hurensöhne mit ihren Müttern drehen.
rap.de: Kommen wir gleich noch mal zu deiner Pay-Per-View-Sendung…
Lady Ray: "Große Fische Kleine Fische" gibt es nicht mehr, ich will Raywatch machen und suche noch Sponsoren. "Große Fische Kleine Fische" waren voll die Necken, die hatten ein Budget von 50. 000 Euro für zehn Sendungen, aber haben nur vier gemacht und dann sind die abgehauen, da war der eine auf einmal in China, einer auf Sizilien und der andere wieder in L.A. Ich frage mich, mit wessen Geld die verreisen, ich brauch einen neuen Vibrator, ihr Hunde und neue Swarovski Steine, fickt euch! Ja, die sind dann durchgebrannt, aber das mit der Moderation und dem Entertainment, könnte man bei mir noch gut entwickeln, das kann ich auch. Auch noch dazu, was ich nicht alles kann…
rap.de: Standest du hinter der Idee dieser Show?
Lady Ray: Ja, abgesehen von dem Namen, der ist nicht von mir, wie man auch hört, ist ja voll schwul. Die ganze Show fiel und stand mit mir, ich konnte da machen was ich will, diese vier Sendungen haben wir innerhalb fünf Tagen produziert. Danach sind die mit der Kohle abgehauen. Ich bin halt so ein Mensch, ich kann Interviews führen und ganz wichtig: ich kann entertainen und große Show machen.
rap.de: Ich dachte schon, es gab nur vier Sendungen, weil sich keiner zu dir in die Sendung getraut hat. Jan Delay wirkte schon ein bisschen verunsichert, neben dir auf der Couch.
Lady Ray: Die sind alle dem Duft meiner Möse gefolgt. Die sind wegen mir gekommen. Ich habe die auch immer gefragt, warum die gekommen sind, die haben keine Kohle bekommen, ich finde es lustig, dass die kein Geld bekommen haben, ich hab Geld bekommen (lacht) und hab mir davon ordentlich Vibratoren und Klamotten gekauft. Ach und der Jan, der hat ein bisschen gezittert, das sind die kleinen Jungs doch auch nicht gewohnt, wenn so eine Riesenvagina kommt und sich auf sie stülpt.
rap.de: Im Interview mit der taz hast du deine pornographischen Texte mit der türkisch-weiblichen Emanzipation gerechtfertigt, stimmt das, geht es nicht eher allgemein um die Frau oder geht es um den Spaß?
Lady Ray: Es geht einfach um den Spaß. In erster Linie mache ich ja solche Texte, weil ich so bin. Ich hatte schon immer einen Hang zum Sexuellen und ich war schon immer so der Clown, der Freak. Irgendwann machst du dir halt schon Gedanken darüber, warum solche Texte und warum du diesen Hang hast. Ich denke schon, dass da psychologisch eine Beziehung besteht zwischen dem, dass ich eine Türkin bin und eine bestimmte Erziehung hatte und das dann irgendwie umgemuddelt habe und das so auf eine künstlerische Art und Weise in meinen Texten erarbeite. Da gibt es bestimmt eine Beziehung, einhundert pro. Aber ich kann dir jetzt nicht à la Freud sagen welche.
rap.de: Mit bestimmter Erziehung meinst du eine traditionelle, richtig?
Lady Ray: Ja, ich glaube, aber ich bin so wie viele anderen Türkinnen in Deutschland auch, viele von denen sind modern, wir haben unsere Probleme, aber vor allem wollen wir als das,was wir sind gesehen werden. Ich sage nicht, dass jeder ein Vagina Style Records Label gründen und über Fotzenhaftigkeit reden muss. Ich bin eben eine moderne Türkin, die in Deutschland aufgewachsen ist und ich möchte nicht als Opfer oder eingedeutschte Person dargestellt werden, sondern als Lady Bitch Ray als Reyhan Şahin mit dem, was ich mache. Ich habe etwas gegen diese Opferrolle. Das kommt automatisch, wenn du zu deiner Kultur stehst, dass dir bestimmte Rollen aufgedrängt werden. Nicht-Türken fragen „Was sagt denn dein Vater dazu?“ Ey fickt euch, was geht euch denn mein Vater an, ihr seid doch Deutsche, habt ihr keine anderen Probleme? Ja sogar deren Vater würde sich aufregen, so fuck, fuck you! Das ist mein Ding. Dass dir auf einmal die Deutschen sagen, was du als Türkin machen kannst und was nicht, finde ich schon pervers. Und, dass immer davon ausgegangen wird, dass wie du aussiehst, du auch bist oder so wie du sprichst, du auch bist. Und gegensätzlich, dass wenn du irgendwie eine verrückte Künstlerin bist, du dann eben nur eine Künstlerin bist. Du kannst dann weder eine Bitch sein, noch eine Akademikerin. Fuck, ich war Journalistin und das total gut und die haben meine Art zu sprechen und wie ich mich kleide nicht akzeptiert. Und selbst haben die so viele Schwänze bei Radio Bremen gelutscht, da komme ich nicht mal heran. So viele Schwänze habe ich in meinem Leben nicht gelutscht, ich selektiere noch, wer gut und schlecht aussieht. Das ist alles so verlogen und mit meiner Musik verarbeite ich das.
rap.de: Was interessiert dich so am Thema Sex, das in deiner Musik vorrangig dargeboten wird?
Lady Ray: Ich finde es faszinierend, wenn eine Frau einen Orgasmus bekommt und andere daran teilhaben lässt. Wir wissen ja alle, dass wenn wir einen Orgasmus bekommen, es einen Punkt gibt, man vergleicht das ja immer gerne mit dem kleinen Tod, in dem einem alles egal ist. Ich will, dass diese ganze Welt… , ich könnte auf der Bühne einen Orgasmus bekommen und ich will, dass alle es sehen. Und ich weiß nicht, das ist schon irgendwie ein bisschen krank, aber das ist mein Selbstdarstellungsritual. Es fasziniert mich einfach, ich weiß nicht genau was es ist, es fasziniert mich, zumal es in unserer Gesellschaft immer um Sex geht, nur eben nicht offen. Also egal wo ich bin sei es die Uni… (Lady Rays Handy klingelt). Oh mein Handy vibriert, eigentlich müsste es jetzt in meinem Slip sein. Aber es geht darum, egal wo man ist, geht’s eigentlich immer um Sex, die Männer bescheißen ihre Frauen und anders herum, die Leute haben Geld und gehen in den Puff, das sind jetzt die ganz überspitzten Beispiele ,aber es geht eigentlich immer um Sex. Nicht nur aber ganz viel.
rap.de: Ich habe von einem Disstrack gehört. Warum disst du Kool Savas? Weil er als Halbtürke schon immer ein bisschen das weibliche Geschlecht angegriffen hat?
Lady Ray: Ach, mein süßer Savas. Das war gar kein Disstrack. Das war lediglich ein Lady Bitch Ray Verkehrshinweis. Meine Disstracks sehen anders aus, da müsste ich denjenigen schon hassen. Mit Savas war das eher so ein Männer-Frauen-Ding, der entstand nachdem ich seinen Song gehört hatte. Ich finde aber sowieso, dass seine Songs in letzter Zeit nur schwul geworden sind, ich habe großen Respekt vor ihm als Rapper und ich würde auch mal gerne mit ihm ficken. Aber als ich gehört habe, dass er jetzt à la R. Kelly eine Frau mit einem Auto vergleicht und das auf so eine schwule Art und Weise, fühlte ich mich gezwungen, darauf zu antworten. Ich kann mich da schwer halten, ich hab jetzt auch noch ein paar Leute im Kopf, wo ich echt gerne antworten würde, aber man kann das nicht ständig machen. Aber hier habe ich reagiert und da wurde es gleich als „Disstrack“ bezeichnet, als „Diss“, ich würde den doch nie dissen, meinen süßen Savas.
rap.de: Und in „Hengzt, Arzt, Orgi“ sympathisierst du ja mit denen, willst mit ihnen sex. Findest du diese Rapper nicht auch etwas verachtend gegenüber dem anderen Geschlecht?
Lady Ray: Ich sympathisiere nicht, nein ich ficke sie. Im wahrsten Sinne des Wortes. Also eigentlich tut mir der Bass Sultan Hengzt da so ein bisschen Leid. Der dreht nämlich keine Pornos und kauft sich auch keine Frauen aus Osteuropa für diese Pornos, weil er sich keine teureren leisten kann. Er dreht ja keine Pornos, das ist ja Fakt. Aber bei Orgi und Arzt ist das so, dass die Pornos drehen, aber dann in so einem Möchtegern Doggy Dogg Style. Erstmal haben mich diese Namen inspiriert, King Orgasmus One: „Was muss das für ein Mann sein? Geil!“ Und dann sehe ich den und vor allem höre, was der so labert. Beim Alice Schwarzer Interview wurde ich ursprünglich eingeladen und konnte den Termin aber nicht wahrnehmen, weil ich meinen Stecher in der Schweiz besucht habe. Da ich das Interview nicht absagen konnte, habe ich denen Orgi empfohlen. Und dann habe ich das gesehen und dachte: „Oh mein Gott, steh doch wenigstens zu deiner Porno-Art.“ Hat er nicht gemacht, der konnte ja nicht einmal antworten, Alice Schwarzer hat den zusammengefaltet, voll peinlich. Jedenfalls habe ich in dem Song mit deren eigenen Waffen den Spieß umgedreht. Ich ficke sie, weil ich auch Gefühle habe als Frau und ich ficke sie, das kann man zweideutig interpretieren. Aber ich bin keine Kampf-Lesben-Emanze, sondern ich weiß, dass viele dieser Männer ganz gute Gentlemen sind. Ich weiß auch, die meisten, die die größten Klappen haben wie Sido et cetera, das sind ganz höfliche Typen. Handzahm. Aber ich bin nicht gegen Männer auf keinen Fall. Aber ab und zu muss man auch mal einen Hinweis geben, seinen Senf dazugeben, einfach mal daneben menstruieren und gut ist, ein paar Spuren hinterlassen. Aber ich lege Wert darauf, dass ein Mann ein Gentleman ist, hier in Berlin, naja ich weiß nicht. Hier gibt es zu viele Fans, ich ficke nicht gern mit Fans. Die würden dann nicht sagen „Lady Ray hat mich gefickt“, sondern „Ich habe mit Lady Ray gefickt“, oder „Ich habe Lady Ray gefickt“, oh man, das geht gar nicht. Obwohl, wenn ich die gefickt habe, dann reden die gar nichts mehr. Ich reite die dann und beschmiere sie mit meinem Fotzenschleim. Das ist geil, vor allem, wenn ich meine Tage habe. Man ist ja viel fickriger, wenn man als Frau seine Tage hat.
rap.de: Im Sinne von Lust verspüren?
Lady Ray: Ja aber auch die Orgasmen sind viel intensiver, auf jeden Fall… auf jeden Fall.
rap.de: Aber ob das die andere Seite als angenehm empfindet.
Lady Ray: Es gibt Männer, die finden das eklig, aber es gibt auch Männer, die wissen das zu schätzen. Die wissen, dass die Frau dann abgeht. Alles ist zu der Zeit einfach extremer, die Brüste sind größer, die Nippel dunkler, also ein bisschen mehr durchblutet. Meine Nippel sind dunkelbraun, ich muss die dann auch öfters mal zupfen, weil die Haare gleich heraus sprießen.
rap.de: Unglaublich.
Lady Ray: Ich gebe dir noch mal eine Runde Nachhilfe (zwinkert). Nachhilfe bei Lady Bitch Ray. Deutschland braucht „Die Aufklärung“, es hat vergessen, dass es aufgeklärt ist.
rap.de: Wie ist das aus deiner Sicht: Hören viele Frauen deine Musik, hast du viele weibliche Fans?
Lady Ray: Im Allgemeinen mehr Männer. Wie ich aber auch auf MySpace verfolgen kann, immer mehr Frauen. Wirklich ich kann das nachzählen, dass es immer mehr Frauen werden. Und die würden nicht so Sachen schreiben wie: „Ich finde deine zehn Gebote richtig geil, ich habe mich scheiden lassen, von meinem Mann, der war voll der Assi.“ (Gelächter) Wirklich solche Mails kriege ich jeden Tag, oder so ein Vater, der schrieb: „Ich muss mich noch mal recht herzlich bei ihnen bedanken, sie sind so etwas wie ein Vorbild, weil meine Tochter bis jetzt nur Sido und Bushido gehört hat und ich immer sagen musste: ‚mach den Scheiß aus‘.“ Er hatte letztens die Reportage über mich bei Spiegel-TV gesehen und könne jetzt aber seiner Tochter, wenn sie mich hört, immer sagen: „Siehst du, die hat ihr Abi gemacht, du musst auch dein Abi machen.“
rap.de: Hast du nicht vielleicht auch ein bisschen Angst, dass viele junge Hörer deine Message ein bisschen falsch verstehen, alles zu wörtlich nehmen?
Lady Ray: Jetzt geht das in die Richtung, ob Raps die Jugend beeinflussen. Ich glaube, wenn du ein Fan von jemandem bist, beschäftigst du dich intensiv genug mit dem Künstler, sodass du irgendwann weißt, was seine Message ist. Der Rest hat Pech gehabt, aber der Rest würde sich auch von allem beeinflussen lassen. Und ich muss auch noch dazu ganz ehrlich sagen, meine Songs werden nicht von so vielen Teenies gehört. Da verirrt sich mal einer, aber sonst sind das zu 95 Prozent fünfundzwanzig-aufwärts-Jährige. Aber sonst wirklich ganz wenige Teenies, wenn ich da mal diejenigen, die mir geschrieben haben zusammen zähle: Das waren nur um die einhundert.
rap.de: Siehst du dich selber auch ein wenig als ein Medienphänomen an, da du auch bisher ohne offiziellen Release, ohne Album lediglich durch das Internet über MySpace und Youtube eine riesige Menschenmasse auf dich aufmerksam gemacht hast?
Lady Ray: Ja auf jeden Fall. Das liegt aber auch daran, weil ich nicht nur Rapperin bin, sondern auch Künstlerin. Ich finde in Deutschland sind diese authentischen Künstler irgendwie ausgestorben, vielleicht Nina Hagen und Udo Lindenberg. Die müssen einfach mal wiederkommen. Beim Rap gibt es da aber generell mehr solche Künstler, weil es meist automatisch welche sind, die Texte schreiben, sich mit Texten beschäftigen, sich teilweise mit Image beschäftigen, aber eben leider nicht so viel. Rap ist sowieso eher eine Sparte, in der sich authentischere Künstler bewegen, als beispielsweise in Pop. Bestimmte Rapper sind für mich natürlich auch Künstler, ich bin halt so ein Extrem. Schon als ich jünger war, ist mir neben dem Rap immer das ganze Drumherum ganz wichtig gewesen, ich habe mir Klamotten geschneidert und mir Gedanken um Image gemacht. Aber das war ja alles meins, Vagina Style Records… da gab es keinen Stiefvater, der mir das aufgezwungen hätte, nein. Natürlich habe ich früher Lil Kim gehört et cetera, Madonna ist mein größtes Vorbild, aber das hier bin ich und das ist meine Art. Ich habe auch immer privat gemerkt, das ich mit dem was ich sage die Leute unterhalten habe, die haben gelacht: „Ey Ray das ist krank, du bist verrückt, das ist geil, Vagina Style!“ Es fing schon mit den Klamotten an, Fotzen Design und mein Phallus Dorn Möschen, dies und das oder mein Schneeflittchen-Anzug aus weißem Leder. Irgendwann war es ein Gesamtkunstwerk und jetzt langsam ist es so unfassbar, aber ich glaube wirklich, dass das ganz groß rauskommen wird, muss ich ja auch als Künstlerin, als selbstverliebte Fotze. Aber es ist unfassbar, dass deine eigene Idee für die Medien so interessant wird. Das was du alleine gemacht hast, da steht niemand dahinter, das ist deine Scheiße und das finde ich so geil und ich bin eine Frau.
rap.de: Vielleicht liegt es auch daran, dass es etwas Neues ist, es so etwas vorher nicht gab.
Lady Ray: Ja, die Kritiker sagen ja, ich sei die deutsche Lil Kim. Bestimmt, wir werden alle von irgendwem oder irgendetwas inspiriert. Aber ich kann dir sagen, ich war mit meiner Art schon immer so und, dass ich das dann so verbunden habe ist nur intelligent von mir, nichts anderes. So ist es einfach, das bin ich und das ist was Neues, weil ich bin eine Türkin und verarbeite meine Probleme im deutschen Alltag. Ich schau nicht auf irgendwelche Amis und denk mir, alles was die machen ist cool. Das ist meine Lifestyle und ich habe kein Bock auf irgendwelche Amimarken, ich muss da nicht hinterher rennen, ich habe zehn Jahre Hip-Hop Uniformen getragen, was ich gar nicht abwertend finde, das ist in Ordnung. Aber man muss es immer mit seinem eigenen Stil vermischen und mir ist mein eigener Stil ganz wichtig. Andere Künstler in Deutschland könnten sich echt mal eine Scheibe davon abschneiden. Ich mein jetzt aber gar nicht, dass die jetzt alle Porno-Rap machen müssen mit Muschi und fliegenden Fotzen.
rap.de: (lacht) Also ist Lady Bitch Ray als Gesamtkunstwerk zu begreifen?
Lady Ray: Ja, auf jeden Fall. Alleine meine Fotoideen et cetera, ich liebe Konzeptkunst und ich beschäftige mich stark mit visuellen Dingen. Das ist ein Gesamtkunstwerk, anders kann man es nicht sagen. Das habe ich geschaffen, ich alleine und natürlich meine Möse. Das ist auch schon immer riskant gewesen, soviel zu meiner Single „Mein Weg“, ich bin immer meinen Weg gegangen, egal was andere gesagt haben, auch wenn es ganz ganz wichtige Menschen waren. Wie oft haben denn A&Rs zu meinem damaligen Manager gesagt: „Vergiss es, die ist durchgeknallt, mit der kann man doch nicht einmal reden.“ Fickt euch, ich bin eine Künstlerin, als A&R müssten die das doch kapieren. Das ist schon immer das Problem gewesen. Immer, wenn ich ich selbst war hieß es: „Die ist zu anstrengend.“ Und genau diese Leute werden irgendwann kommen und in meinen Arsch kriechen wollen, aber da wird dann kein Platz mehr sein, weil da schon ein paar Köpfe drinstecken. Unfassbar, aber dieses Ding ist eben auch typisch für Rap: haten und fronten. Ich bin Rap, Rap hat eine Fotze.
rap.de: Hast du noch ein paar abschließende Worte für unsere Leser und deine Fans?
Lady Ray: Ja, ich möchte unbedingt noch einmal mein Motto erläutern: Wer meine Vagina nicht ehrt, ist meine Klit nicht wert.
Caput
Caput’s erstes Soloalbum "Caputalismus“ ist bereits auf dem Markt gelandet und hat vielleicht mitllerweile schon in eurer CD-Sammlung einen hübschen Platz gefunden, deren Volumenzuwachs womöglich in Zukunft stagnieren wird. Denn laut Caput muss sich die Musik-Industrie geschickt den Bedingungen anpassen, gemeint ist der kriminelle Handel mit Kunst und damit meint er die Musik. Um Musik ging es auch an jenem Interview-Tage. Nach vielen kräftezehrenden aber durchaus positiven Auftritten, war er mit dem Rest der nicht weniger bedeutenden Optik Crew nun bei der letzten Station der TOL Tour im Huxley’s angelangt. Der Auftritt wurde kurzfristig verschoben, die Columbia Halle ist einfach zu klein. Die Stimmung aber, ist euphorisch.
Caput: rap.de ist im Haus Boy. Jea, Jea, Jea.
rap.de: Hier (im TOL Tour-Bus, Anm.d.Red.) ist man ja sehr nah beieinander. Lernt man sich da noch einmal neu kennen?
Caput: Ja schon, aber wir hängen auch so immer alle zusammen rum.
rap.de: Wie ist das Fazit eurer Tour: tot oder lebendig?
Caput: Lebendig im höchsten Maße. Das ist ja eigentlich Savas’ Solotour. Sein Albumtitel sagt ja schon sehr viel aus. Für ihn war es die Frage ob tot oder lebendig. Mit dem Album hat sich das schon heraus gestellt und jetzt hat es sich noch einmal glasklar heraus kristallisiert, dass er noch LEBT.
rap.de: Du bringst gerade dein erstes Album "Caputalismus“ heraus. Deine Diskographie ist trotzdem schon sehr lang, wann genau wusstest du, dass du und dein Stoff nun bereit für ein Album waren?
Caput: Es gab bestimmt nicht nur einen Punkt an dem ich mir das gesagt habe. Okay, das war vielleicht der Punkt, an dem ich sagte: "Jetzt mischen und mastern wir das Album“. Aber es gab immer Momente, an denen ich sicher war, dass etwas unbedingt mit auf das Album muss. Als ich einen besonderen Text geschrieben hatte oder einen besonders guten Beat gemacht hatte. Und irgendwann habe ich dann für mich selber wissen können, was auf das Album gehört oder was das Level hat, was ein Albumtrack haben sollte. Das hat sich wie ein Puzzle zu einem kompletten Werk zusammen gefügt. Ich fühle mich damit selber wirklich sehr, sehr wohl. Ich fühle mich wohl mit dem, was ich mache, wie ich mich gebe und mit dem, was bei mir läuft. Das ist für mich sowieso Grundvoraussetzung dafür, Musik zu machen. Ich sehe das Ganze, was ich vorher gemacht habe als Ausbildung oder gewisse Testversuche. Und jetzt mit dem neuen Album beginnt eine neue Ära – Caputalismus eben – ich läute sie ein und genieße es.
rap.de: Stichwort "Weiterentwicklung" – hast du gezielt an etwas gearbeitet?
Caput: Es gab viele Punkte, in denen ich mich weiter entwickeln wollte. Das waren natürlich inhaltlich die Punchlines, vor allem aber auch Musikalität und ein gewisses Auge oder Ohr für das Komplette. Ich habe probiert, dass das was man versucht zu schreiben oder aufzunehmen schon vorher als Bild im Kopf besteht, sodass man eine komplette Vorstellung von dem hat, was man da eigentlich fertig macht. So weiß ich wie das am Ende klingt, und was ich verändern muss oder was da noch passieren muss. Das sind viele Sachen, die da zusammen kommen, Live-Erfahrung zum Beispiel. Ich war ja jetzt schon, diese Tour eingeschlossen, auf vier Touren und da hat sich immer etwas gesteigert, ich habe immer mehr Struktur hinein bekommen und diese kontrollierte Kraft gesportet – am Anfang ist es noch total ruff, dann schreit man, brüllt man, hüpft man, was weiß ich. Aber irgendwann ist eine Struktur drinnen und man weiß genau Alter, welche Knöpfe man drückt, um gewisse Sachen zu erzeugen.
rap.de: Wer oder Was prägt diese Entwicklungen, inwiefern hat Savas Einfluss auf deine Musik?
Caput: Also er hat jetzt keinen unmittelbaren Einfluss darauf, er lenkt mich nicht in irgendeine Richtung wie ein Experiment oder so etwas. Ich war schon immer sehr unabhängig, habe schon immer independent gearbeitet, was Musik angeht. Ich habe mein Studio in Iserlohn, arbeite da viel an mir, baue Beats, nehme Sachen auf. Aber er hat schon einen gewissen Einfluss, was das Gesamtpacket betrifft. Er hat Ideen, die mir zugute kommen und er hat auch, und das gefällt mir wahnsinnig, Lust dazu. Ich muss ihm nichts aus der Nase ziehen oder ihn zwingen sich meine Musik anzuhören. Sondern ich merke, dass er total interessiert ist und einfach Bock drauf hat. Und das ist, wie ich finde, die perfekte Voraussetzung für eine Zusammenarbeit.
rap.de: Erwischt man sich dabei, etwas unbewusst kopiert zu haben oder so ähnlich zu klingen?
Caput: Ne, auf keinen Fall, das glaube ich nicht. Das wäre ja auch Trauer, wir sind ja alle darauf ausgelegt, dass wir das vermeiden und dass jeder seinen eigenen prägnanten Style hat und jeder auf eine andere Art und Weise in eine Richtung wächst. Wir sind wie die Äste eines Baums, die zwar den gleichen Ursprung haben aber alle in eine andere Richtung gedeihen. Im Moment hat Savas eben die dicksten Früchte an seinem Ast. Aber das hat nichts damit zu tun, dass wir schlecht sind. Es geht einfach darum, dass er schon sehr lange am Start ist, dass er ein Pionier ist und extrem viel vorgearbeitet hat. Natürlich können wir alle davon profitieren, was das Label angeht und was generell die Möglichkeiten angeht. Ich denke jeder von uns, sei es Amar, sei es Erc, ist bedacht darauf, sein eigenes Ding zu machen und eine Richtung zu gehen, die etwas komplett anderes darstellt.
rap.de: Tupac inspirierte dich schon in jungen Jahren, reißt dieser Inspirationsfaden langsam?
Caput: Es nimmt auf jeden Fall ab. Es ist nicht mehr wie mit 16, 17, 18, als ich mich komplett auf seine Musik versteift habe, aber es ist schon so, dass ich ihn in mir habe in einer gewissen Art und Weise, weil ich ihn einfach zu oft hörte in der Vergangenheit und er derjenige war, der mich zum Rap gebracht hat. Wodurch Rap für mich interessant wurde, vorher habe ich zum Beispiel gebreaked, aber Rap gab es erst durch ihn. Natürlich werde ich das niemals abschalten können oder wollen, aber es ist nicht mehr wie früher, nichts ist mehr wie früher, als Tupac noch der Rote Faden war. Es ist ein Teil von mir, aber eben nur EIN Teil, das darf man nicht missverstehen.
rap.de: Was für Schlagzeilen lese ich in der letzten Zeit. Melbeatz gerät unverschuldet in eine Schlägerei in Münster bei einer Aftershow Party, Savas wird in Flensburg beworfen. So etwas erwartet man doch nicht auf einem Optik Konzert.
Caput: Das hat jetzt auch gar nichts mit dieser Gewaltherrschaft zu tun, die gerade ihr Unwesen treibt. Weil du fragst woher so etwas kommt: Das kommt von Menschen, die dumm sind, die gibt es überall – an Bahnhöfen, in Kneipen, überall. Man kann es nicht ausschließen, dass die überall am Start sind. Wir sind auch nicht immer auf Aftershow Partys, das war glaube ich nur zwei Mal auf der Tour, und bei diesem einem Mal ist eben etwas eskaliert. Keine Ahnung, ich kann das auch nicht beurteilen oder komplett nachvollziehen. In den Köpfen mancher Menschen ist eben manchmal… (lacht) Traueralarm.
rap.de: "Cyberfolk“ – Chorus: "Krieg ohne Sebel und Dolch, Flinte und Kolt". Propagiert ihr in diesem Song eure Form der Gewalt?
Caput: Auf jeden Fall, für uns findet der Kampf ja auf Beats statt. Wir sind ja künstlerische Menschen, die etwas formen können, Techniken beherrschen, die dafür sorgen, dass andere Rapper erstmal ein bisschen schlucken müssen. Ich denke, das ist die Beschreibung dafür. Und der Sinn des Songs ist halt, dass wir das überlegene Cyberfolk sind, gegenüber diesem ganzen Robotermüll, der da draußen überall rumhängt. Dieser 08/15-Standard-Fließband-Roboter-Scheiß. Dagegen sind wir einfach die High-End Version mit Fünfhunderttausend Bonusfeatures.
rap.de: Habt ihr auch überraschende Geschichten auf eurer Reise erlebt?
Caput: Alles war positiv, die Resonanz war positiv, der Kontakt mit den Menschen, mit den Fans. Es war wirklich schön, wir haben einfach eine gute Zeit und viel Spaß gehabt.
rap.de: Dresden war Favorit unter den Auftritten, blieb das letztendlich so?
Caput: Dresden war der Hammer, Hannover war auch geil, hoffentlich brennt Berlin heute noch ab. Es gab eine Verschiebung von der Columbia Halle in das Huxley’s, weil der Gig komplett ausverkauft war und die Leute wollten aber noch Karten.
rap.de: In Bremen haben du und Savas euch tätowieren lassen, was war das für ein Motiv?
Caput: "Optik 4 Life" haben wir uns auf den linken Arm tätowieren lassen. Und das mit spezieller UV-Farbe. Das Tattoo siehst du also bei normalem Licht nicht, nur im Schein von Schwarzlicht. Wir fanden das irgendwie voll verrückt und es ist auch mal etwas Anderes. Für Leute, die unentschlossen sind, ist es eine gute Alternative. Guck mal, in irgendwelchen Bewerbungssituationen kommt so etwas sicher nicht so gut an. Man kann sich auch näher über die Farbe informieren, dann stellt man fest, dass das sogar noch ungefährlicher ist als normale Tinte. Mit diesem Tattoo haben wir den Moment verewigt.
rap.de: Wie definierst du den Albumtitel "Caputalismus"?
Caput: Wie gesagt, es läutet eine neue Ära ein, man kann viele Sachen hinein interpretieren. Zum Beispiel, dass meine Stimme mein Kapital ist und ich versuche damit richtig an den Start zu kommen, damit einfach durchzubrechen. Andererseits verkörpert meine Musik nicht diese allgegenwärtige Fast-Food-Musik, sondern es stehen Werte wie Langlebigkeit im Vordergrund. Ich finde es ist auch ein extrem cooles Wort, das mir da eingefallen ist, ein schönes Wortspiel und etwas noch nie da gewesenes, eigentlich ein komplett neu geformtes Wort. Und mein neues Album ist auch eine komplett neue Form von mir, die es so vorher nicht gab. "Caputalismus" steht einfach für Musik, die nicht langweilig ist und nicht überzogen, ich stehe auch nicht auf diese viereinhalb oder fünfeinhalb Minuten Songs, bei denen du dann irgendwann keinen Bock mehr hast. Ich sage auch gar nicht, das ist DAS Album der Superlative und jeder muss es feiern, aber es sollte jeder einmal gehört haben, einmal abgecheckt haben, um das nicht verpasst zu haben.
rap.de: Ja, das mit der Länge fällt auf. Meistens sind es lediglich zwei Strophen.
Caput: Ja genau, zwei Strophen, eine Bridge und meistens ein Chorus.
rap.de: "Sechzehn“ – "[…] mit 16 hatte ich schon so viel vor […]“ – was hattest du denn alles vor?
Caput: Damit meine ich, dass ich mit 16 zwar 16 war, aber schon eine Menge vor hatte. Ich habe mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, was ich tun soll, in welche Richtung es weiter gehen soll. Das war natürlich nicht nur Rap. Nebenbei habe ich viele Sachen gemacht, die großen Wert für mich hatten aber die nicht gleichzeitig einen Aufstieg bedeuteten oder einen Karrieremove. Mit 16 wird ja auch so langsam klar, wohin man treibt, also was man demnächst tun wird und wohin man sich entwickelt. Rap gehörte da für mich auch dazu.
rap.de: Dein Album soll auch auf einer Speicherkarte veröffentlicht werden, also digital. Glaubst du, dass sich so etwas ein Musikliebhaber besorgt?
Caput: Was? Das wusste ich ja noch gar nicht. Aber hört sich voll interessant an. Ich glaube schon, ich bin auch fest davon überzeugt, dass es innerhalb der nächsten zehn Jahre überhaupt keine CD’s mehr geben wird. Sodass es die dann nur noch als Promo oder Werbemittel zu Merchandise dazu gibt, dass man sich dann kaufen muss. Dadurch, dass diese Internetgeschichte so extreme Ausmaße annimmt, muss sich einfach etwas in der Verkaufsstrategie verändern.
rap.de: Ich hoffe die "Caputalismus" Strategie geht auf. Möchtest du deinen Fans noch etwas mitteilen?
Caput: Keine Ahnung, ich bin ein ziemlich schöner Mensch, die Leute sollten das wahrnehmen und realisieren und jeder der mich sieht, sollte mir einen Kuss geben.
rap.de: (stutzt)
Caput: Du kannst mir auch auf die Stirn Küssen. Nein. Auf jeden Fall mein Album anhören, kaufen und bei TRL für mich voten, dafür sorgen, dass "Caputalismus" verbreitet wird und macht euer Ding, weil, ich mache meins. "John Bello Story Teil 2" ist fertig, wir haben es komplett aufgenommen in Heidelberg, das "Best Of" von Ercandize kommt, Franky Kubrick’s Album "Drama King“, Kaas‘ "Amokzahltag“, Mel und Moe machen gerade ihr Album, das soll auch dieses Jahr noch heraus kommen. Also aufgepasst.
Snoop in Indien
Eines der erfolgreichsten indischen RapPoptrios RDB (Rhytm, Dhol, Bass) hat sich nun, nach Yukmouth und Elephant Man, einen weiteren illustren Namen als Feature geangelt. Snoop Dogg höchstpersönlich wird ein paar Zeilen für den Titelsong eines demnächst erscheinenden Bollywoodknüllers droppen, in dem auch der indische Filmstar jenes Genres mitwirken wird. Im März wird dann gleich noch das passende Musikvideo dazu gedreht. Auch ließ Akshay Kumar Cordozar Calvin Broadus, wie Snoop’s Mama ihn nennt, es sich nicht nehmen, eine Revolutionierung des bollywoodschen Tanzes anzukündigen. Wie man ihn so kennt, wird er bestimmt auch diese Herausforderung mit Bravour meistern.
Lil Wayne und The Hot Boys Reunion
Die Wiedervereinigung von Lil’ Wayne mit The Hot Boys im Club Dream, New Orleans am 17. Dezember fand nicht wie geplant statt.
Wie rap.de berichtete, wurde am Tag von Lil’ Wayne’s gerichtlicher Anhörung, aufgrund von Waffen- und Drogenbesitzes, Juvenile in Mississippi wegen dem Besitz einer beachtlichen Menge an Marijuana kurz vor der Reunion festgenommen. Eigentlich hielt man diesen nur wegen einer abgelaufenen Autoplakette an. Doch das war nicht der Grund für die gescheiterte Reunion-Performance.
Vor dem Auftritt, etwa gegen 12:57 nachts, wurden zwei Frauen und ein Mann vor dem Club von einem Unbekannten angeschossen, während die fast kompletten Hot Boys, Lil’ Wayne, B.G., Juvenile und Producer Mannie Fresh, gerade eintrafen. Die Polizei beendete das Konzert sofort und schloss den Club, die Opfer wurden ins Krankenhaus befördert. Angeblich seien sie nicht lebensbedrohlich verletzt worden. Es gibt keine Motive und keine Verdächtigen.
Trotz des Vorfalls, möchte sich Wayne mit den Hot Boys in nächster Zukunft wieder vereinigen. Womöglich ja in 10 Jahren, dann wird Turck, ein Mitglied der Hot Boys, wieder aus dem Knast entlassen werden. Dort sitzt er wegen versuchten Mordes.




