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ProSieben sucht DICH

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Andy Warhol prophezeite jedem Menschen seine 15 Minuten Ruhm und genau die stehen unserer Meinung nach natürlich auch Euch zu. ProSieben bietet Euch nun die Möglichkeit, euch eure Viertelstunde Fame abzuholen, ihr müsst lediglich ein echter Hip Hopper sein und, wie immer so gerne gesagt wird, "den Scheiß leben". In der neuen Reihe im Rahmen des Boulevardmagazins "Taff" sollen jeweils zwei Jugendstile miteinander verglichen werden, hierbei äußern sich jeweils zwei Vertreter einer Kultur in den Rubriken Kleidung, Musik, Philosophie, Tanz und Vorurteile.

Hiermit möchte vermieden werden, dass sich die Berichterstattung einmal mehr nur in ermüdenden Klischees und Verallgemeinerungen erschöpft. Im Pilotbeitrag sollen die Gothic Bewegung und Hip Hop gegenübergestellt werden und genau da kommt IHR ins Spiel. Rap-Begeisterte zwischen 17 und 24 Jahren aus Nordrhein-Westfalen oder der Nähe von Osnabrück können sich unter der E-Mail Adresse goetz@dieantwort.tv oder der Telefonnummer 089/995 29 86 20 bei Sylvie Götz bewerben. Wer Fragen hat, kann sich ebenfalls an die Redakteurin wenden.

Den Verantwortlichen war es an dieser Stelle noch einmal wichtig zu betonen, dass bei "Ich lebe meinen Style" niemand ins Lächerliche gezogen werden soll. Wir wünschen allen, die sich bewerben, viel Glück.

Sisqo schwängerte 14-Jährige

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Dass Musiker sich gerne auf ein wenig Groupie-Zuneigung  einlassen, ist längst ein offenes Geheimnis. Man könnte fast sagen, dass das Techtelmechtel im Hotelzimmer oder im Tourbus, im Anschluss an den eigenen Auftritt, schon zur festen Tradition des Touralltags gehört.

Manche Künstler verteilen sogar extra angefertigte Bändchen, die den Zutritt in die Gemächer der Stars gewähren. Einige verzichten beim Beischlaf mit den besonders zugeneigten Fans sogar auf gängige Verhütungsmittel und nur die Wenigsten lassen sich vorher den Ausweis der Auserwählten zeigen. Beides hätte Sisqo, seines Zeichens Ex-Frontmann der ehemals erfolgreichen R´n´B Kapelle Dru Hill besser tun sollen, denn nun steht ihm eine Unterhaltsklage ins Haus.

Vor etwa zehn Jahren kam es wohl zu einer Begegnung zwischen ihm und einer damals 14- Jährigen aus Zürich, die er bei der ersten und einzigen Zusammenkunft schwängerte.  Sisqo kann sich dennoch glücklich schätzen, dass ihn jetzt lediglich eine Unterhaltsklage erreicht, denn im Normalfall müsste der Sänger mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren wegen Verführung einer Minderjährigen rechnen. Üblicherweise beträgt die Verjährungsfrist für diese Straftat 15 Jahre. Sofern der Künstler aber davon ausging, dass es sich bei dem Mädchen um eine 16-Jährige handelte, verringert sich die Frist auf sieben Jahre. Da es bereits 1999 zu der Begegnung kam, wird sich in diesem Fall vermutlich kein Anwalt mehr der Sache annehmen. Fest steht nur, dass ein Züricher Gericht nun die Vaterschaft Sisqos bestätigte, weshalb er nun voraussichtlich für den Unterhalt des Kindes aufkommen muss. Warum es nicht früher zu einer Verhandlung gegen den Musiker kam, lässt sich darauf zurück führen, dass die Betroffene seinerzeit keine Klage einreichen wollte.

Der Erzeuger des Kindes weiß derweil noch gar nichts von der Klage, über seine vermeintliche Vaterschaft unterrichtete ihn die junge Mutter damals allerdings per E-Mail.

The Game

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Der Ärger war groß, obwohl er abzusehen war und wir uns ehrlich gesagt auch nichts anderes erhofft hatten. Als wir die Nachricht bekommen haben, dass The Game erst nach seinem Auftritt für ein Interview bereit stehen würde, war uns allen schon klar, dass dieses Interview wohl nie zustande kommen würde. Dass der Abend aber so frustrierend werden würde, das war dann doch überraschend. 

Angefangen bei den falschen Versprechungen irgendwelcher Agenturen, die uns nach Hamburg lockten, über die Vorgruppen, die sich zwar vielleicht Mühe gegeben haben, aber nicht wirklich zündeten, bis hin zu einem halbstündigen Medley der größten Hits der letzten 80 Jahre, bei denen The Game Snoop Dogg Strophen nachräppte oder Michael Jackson honorierte… heiße, rote Wellen des Ärgers brechen sich Bahn und man fühlt sich einfach nur verarscht. Von vorne bis hinten. Als Fan. Als Konzertbesucher und als Journalist sowieso. 

Ganz ehrlich: Es kotzt uns an und wenn sich da nicht grundlegend etwas verändert bei den Bookern und Promotern und vor allem bei den Künstlern selbst, dann wird auf dieser Seite in absehbarer Zeit, kein amerikanischer Hip Hop mehr vorkommen. Zumindest nicht in Interviewform. 

Mit DJ Chrystal begann also die Black Wallstreet Show und es wurden zwei Bands aus dem amerikanischen Mutterhaus vorgestellt.

The Menace glänzten mit einem Eazy-E und einem Tupac Verschnitt, nur durchtrainierter und an den anderen Act kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Beachtlich daran war eigentlich nur die Schnürtechnik, um die immer noch extrem breiten Hosen über den Schuhen zu halten und bei dem anderen fragte man sich A) Wie hält die Hose eigentlich, wenn sie unter dem Arsch sitzt und B) Eigentlich müsste man bei dieser Position doch schon fast sein Geschlecht sehen, aber da ist nichts?

Als dann The Game die Bühne betrat, brandeten die ersten Fuck Jay-Z Rufe auf und man dachte sich: Ok. Die Menschen sind euphorisch und wollen ihrem Idol gefallen. Deshalb schlagen sie sich auf seine Seite und verhöhnen seinen Feind. Als dann aber The Game selbst in die Fuck Jay-Z Rufe einstimmte, da glitt die Situation ins Lächerliche.

Wir stellten uns vor, wie der Jigga mit zweimal ausverkauftem Madison Square Garden im Rücken in seinem Penthouse sitzt und per Youtube mitbekommt, dass The Game im Hamburger Übel und Gefährlich vor 800 Leuten steht und "Fuck Jay-Z“ brüllt. Wir stellten uns weiter vor, dass der gute Sean einfach ermüdet weiterklickt und The Game immer noch "Fuck Jay-Z“ brüllt. Leider hört ihn Jay-Z nicht mehr. Er ist schon weg. Und irgendwie konnten wir uns nicht dagegen wehren, dass diese Situation etwas Armseliges hat. Als dann noch die Menge mit der obligatorischen Schampus-Flasche nass gespritzt wurde und Game kurz darauf ein paar Dollarscheine aus seiner Hose nestelte und hinterher schmiss, untermalt von Konserven-Schusssounds vom DJ, wurde man vom Klischee-Overkill geradezu überrollt.

Währenddessen gab es High Living hinter der rechten Seite der Bühne. Dem Backstage-Bereich, wo die "normalen“ Menschen, ohne Elefantenbaby-große und womöglich auch –schwere Ketten, neben einem kaputten Spiegel auf einer siffigen Couch saßen und neben dem bereitgestellten Kasten Mineralwasser, den selbst mitgebrachten Wodka tranken. Willkommen in einem Leben voller Glamour und Exzess, willkommen im Leben eines deutschen Voracts.

 

 

Nicht die Tatsache, dass The Game nur 800 Leute anzieht und in einem Hamburger Underground Club spielt, ist armselig. Das finden wir sogar cool. Aber die vollkommen lächerliche Inszenierung als Superstar plus die neiderfüllten Disstiraden… so auf den Hund gekommen, wollen wir eigentlich niemanden sehen. Und schon gar nicht The Game.
   

Eine einfache, ehrliche Rap Show hätte uns gereicht. Scheiß auf das Interview. Eine einfach ehrliche Auskunft: "Sorry Freunde, aber The Game ist müde nach dem Konzert und gibt keine Interviews mehr." Auch das können wir akzeptieren.

Wenn dann aber ein abgehalfterter Ex-Star auf der Bühne posiert, nicht mehr rappt, seine müden Kollegen neben ihm frustriert im Takt zu schunkeln versuchen und ab und zu lahm die Hand heben, dann ist das einfach zu wenig. Das passt dann vielleicht in den Madison Square Garden mit viel Pyrotechnik und LED Wänden, aber für einen Untergrund Gig ist das einfach lame.

Wir wissen schon! Klar! Man muss sich auch auf der untersten Ebene als Star inszenieren, um als Star anerkannt zu sein, aber ehrlich, warum soll ich mir The Games Lieblingsplattensammlung anhören? Was ist das für eine Scheiße, wenn die Hälfte seines Konzertes tatsächlich daraus besteht, dass der Hauptkünstler die größten (Rap)Hits der letzten 20 Jahre anspielt, jeweils mit dem Intro oder der ersten Strophe???? Das ist keine Hommage. Das ist nicht up and smoke und wir geben Respekt an Biggie und Pac. Das ist einfach scheiße und es bleibt einfach scheiße. Das ist "Ich verarsche mein Publikum, weil ich sowieso drauf scheiße“, das ist peinlich und unwürdig. So etwas darf man sich als zahlender Gast auch nicht gefallen lassen.   

Nach drei weiteren Stücken war der Spuk dann vorbei und ein trauerartiger Geschmack breitete sich in unseren Mündern aus, als The Game mit weiteren "Fuck Jay-Z“ und "Rocafella Killa“ Rufen von der Bühne ging. Man konnte ihn schon nicht mehr sehen, da brüllte er immer noch ins Mikrofon und irgendwie war diese Situation bezeichnend für den gesamten Abend und vielleicht auch für die gesamte Karriere des Chuck Taylor.

Die ersten Gäste verließen schon den Raum. Auf der Bühne standen die letzen Reste der Hampelmännertruppe herum. Aus den Lautsprechern quäkte die nörgelnde Stimme, die allerdings ohne echte Wut ihr "Fuck Jay-Z“ brüllte und man dachte sich: Das also bleibt am Ende? Ein trauriger Diss? Mehr nicht?

All das sind Dinge, auf die man den MC sicherlich hätte ansprechen können. Vielleicht gab es deshalb aber auch keinerlei Möglichkeit, den versprochenen Interviewtermin wahrzunehmen. Hinter der linken, der "besseren“ Seite der Bühne, warteten nach der Show allerdings nicht nur der ein oder andere Journalist, sondern eben auch jede Menge leicht bekleidete junge Mädchen, die sich unter Kichern auf die Homies und Wasserträger von The Game verteilten. Auf die Frage, ob es denn jetzt noch eine Möglichkeit gäbe, mit dem Künstler persönlich zu sprechen, wird nur sehr widerwillig und wie unter großen Schmerzen geantwortet. Gereiztheit macht sich auf beiden Seiten breit und erst auf penetrantestes Nachfragen wurde einem dann endlich mitgeteilt: "Nein. Keine Interviews mehr."

 
Auf der Rückfahrt herrschte gereiztes Schweigen und man konnte nicht umhin, zu denken, dass man gerade einen richtigen Loser bei der Arbeit beobachten musste. Black Wallstreet ist eine Verlierertruppe… und das tut weh.

PS: An dieser Stelle wollen wir ausdrücklich betonen und nachtragen, dass Out4Fame als Organisator der Tour keine Schuld trifft. Wir denken, dass sich die Jungs bestimmt sehr viel Mühe gegeben haben und sich den Abend in Hamburg ebenfalls ein bisschen anders vorgestellt hatten.

Es geht auch gar nicht so sehr darum, ob wir ein Interview bekommen oder nicht. Wir hätten es gerne geführt und wir denken, dass wir auch ein interessantes Interview mit The Game hätten führen können, weil wir vom Wert unserer journalistischen Arbeit überzeugt sind. Aber wir erwarten wie jeder Konzertbesucher, dass sich der auftretende Künstler Mühe gibt und dass man uns als Medienvertreter zumindest insofern respektiert, dass man uns eine ordentliche Absage gibt. Nuffsaid.

Ja Rule darf nicht nach Australien

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Es soll ja Menschen geben, die sich über eine Tour von Murder Inc.-Mitbegründer Ja Rule freuen. Zumindest seine australischen Fans werden sich nun über eine herbe Zurückweisung seitens ihres Staates ärgern müssen. Die australische Einwanderungsbehörde verbot dem US-Rapper nämlich die Einreise in den Pazifikstaat. Als Grund dafür wurden Visa-Probleme genannt. Als wirklichen Grund werden jedoch die expliziten Texte und das kriminelle Umfeld des „Murder! Holla!“-Schreihalses vermutet. Die Einwanderungsbehörde Australiens ist nämlich dafür bekannt, dass sie Musiker mit „kriminellen Texten“ ungern in das Land lässt. Zuletzt wurde Ja Rule auffällig, als die Polizei ihn in seinem Maybach mit einer geladenen Halbautomatik erwischte. Außerdem geriet Murder Inc. Ind die Schlagzeilen, als Ermittler aufdeckten, dass das Label eng mit dem  Drogenbaron Kenneth McGriff zusammenarbeite.

Die traurige australische Ja Rule-Fangemeinde kann sich aber bald die Tränen aus dem sandigen Gesicht wischen. Denn Ja Rule kündigte an, sein lang erwartetes Album zu veröffentlichen, welches zwar schon fertig ist, aufgrund von Labelstreitigkeiten aber noch nicht released wurde. Ja Rule versprach, dass das Album bald erscheinen würde und dass es einen Wettbewerb geben würde, um dem Album einen neuen Namen zu geben.

„New album coming soon,“ sagte Ja Rule in einem Interview. „I think I’ma do something for the people where y’all help me with the title of my next album because I was gonna name my shit The Mirror but…the album got leaked…I think I’ma do a contest or something where I get the people to give me their feedback on what the album should be called…Keep talking, the album’s coming. All y’all hater niggas, I love y’all. Keep running your mouths. Y’all niggas are helping my cause, keep up the good work.“

Eminem, der lustige Schauspielkollege

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Dass Eminem sich zur Schauspielerei hingezogen fühlt, wussten wir ja schon, doch der Stein scheint nun richtig ins Rollen zu kommen. Der Rapper wird nun im nächsten Adam Sandler-Film mitwirken und scheint während der kürzlich beendeten Dreharbeiten alles andere als die typische Rapperattitüde  an den Tag gelegt zu haben, so berichtet jedenfalls der Regisseur Judd Apatow in einem Interview über den Film namens “Funny People“.Eminem sei stets pünktlich am Set erschienen und habe sich jeden Spaß gefallen lassen. Sandler und Judd sind sich einig: Es war wunderbar zu sehen wie man diese Hip Hop-Größe mit allerlei Scherz bespaßen konnte und sich der Grammygewinner trotz großem Erfolg zu jeder Albernheit bereit erklärte und dazu noch eine recht ordentliche schauspielerische Leistung ablieferte. Dabei wissen nicht nur Eminemfans von des Rappers ausgeprägten Sinn für Humor, man muss nur die mit Ironie beladen Musikvideos des Künstlers betrachten. Trotzdem ein Zeichen dafür, dass Rapper nicht immer ghetto, aggro und seriös seien müssen.

„He was a fantastic actor, and the best moments ever in my career were pitching him new jokes to say and making him laugh really hard,“ sagte Apatov in dem Interview „He came early and well-prepared. I think he felt like, ‚I’m entering a world of comedy here. I got to be on my game.‘ He was really funny, willing to say anything. I thought if I pitched him certain jokes, he’d say, ‚No, no that’s too far.’…Apparently, you can’t shock Eminem  with anything you have to say…To make him laugh super hard was really, really fun, and he’s great in the movie. I’m glad that his scene kills, and so it’s really exciting.“ (MTV)

Seit jeher versuchen sich Musiker verschiedenster Genres auch im Filmbiz, Eminem haben wir weiter oben als Beispiel genannt, doch in die endlose Liste derer, die Versuchen den Spagat zwischen Rap und Film zu schaffen, reiht sich nun auch Youngstar Kid Cudi ein. Er wird eine Hauptrolle in einer neuen HBO Serie, die von Mark Wahlberg und Julian Farino („Sex and the City“) produziert wird, übernehmen. 

Allererstes Pac Album aufgetaucht

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Endlich mal ein posthumes 2Pac Album, das zumindest interessant werden könnte. Im Gegensatz zu dem üblichen Rotz, der uns als unveröffentlichtes Material des Don Killuminati vorgesetzt wird, könnte dieses Projekt, zumindest für hartgesottene Fans, wirklich einigermaßen spannend werden. Geht es doch dabei ausnahmsweise nicht um zusammengebastelte Strophen des verschiedenen Künstlers, die längst bekannt sind, auf schlechten Beats mit noch schlechteren Features, sondern, wenn man Keith Bastfield, CEO von Born Busy Records Glauben schenken darf, handelt es sich bei der bevorstehenden Veröffentlichung um die ersten Aufnahmen, die Tupac jemals gemacht hat.Bastfield

selbst ist ein Jugendfreund Pacs, aus den Tagen, als Shakur noch an der Ostküste beheimatet war. Die beiden bildeten sogar eine gemeinsame Gruppe namens Born Busy. Laut Bastfield wird man auf dem Tonträger den 16-jährigen Pac hören, der seinerzeit erste Studioerfahrung sammelte. Baker beschrieb gegenüber allhiphop.com seine Eindrücke von den ersten Studiosessions des noch jungen Makaveli. „I was there when Tupac heard himself for the first time rapping on a recording. As he sat in the cafeteria of the Baltimore School for the Arts it was as if he couldn’t believe that he was listening to himself”.

Das Projekt wird den Namen “Shakurspeare“ tragen, was auf den früheren Wunsch des Rappers zurück zu führen ist, Shakespeare-Darsteller zu werden. Das Cover ziert dann auch ein Ölgemälde, welches 2Pac im Shakespeare-Outfit zeigt. Aufsehen erregen dürfte ebenfalls das damalige Alias des späteren Westcoast-Heroen, denn das langjährige Aushängeschild von L.A. nahm damals noch unter dem Pseudonym  “MC New York“ auf.Doch damit nicht genug, jüngst tauchte auch wieder ein verschollen geglaubtes Acapella des Rappers auf, als er sich schon als 2Pac einen Namen gemacht hatte. Gemeinsam mit seiner Gruppe The Outlawz nahm er, zu einem ungewissen Zeitpunkt, die Lyrics für den Track “War Gamez“ auf, der seit einigen Tagen im Netz kursiert. Auf dem Song gibt es Disses in Richtung Nas, Mobb Deep und Jay-Z zu hören, somit also nichts Außergewöhnliches. Überraschenderweise gerät aber auch Dr. Dre ins Kreuzfeuer seines damaligen Labelkollegen, “Now Dre wanna switch sides/Tricks hide in war“, heißt es da etwa. Die Zeile könnte eventuell darauf abzielen, dass Dre zu Nas´ Album, “It Was Written”, ebenfalls einen Beat beisteuerte, allerdings ist das rein spekulativ.

Den gesamten Track könnt ihr euch in der Remix-Version unten anhören. Viel Spaß damit.

 

J Dilla – Dillanthology 2

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Wie kommt es eigentlich, dass J Dilla immer zu mit 2Pac verglichen wird? Aber nun gut, vergleichen wir doch mal. Bei 2Pac handelte es sich um einen Künstler, der bereits mit seiner früheren Crew Digital Underground erste Erfolge feierte und später eine noch viel beachtlichere Solokarriere hinlegte. Darüber hinaus war Pac ein gefragter Schauspieler. Er starb schließlich auf dem Höhepunkt seines Erfolges, als Speerspitze des kommerziell alles überrennenden Deathrow– Labels. Sicherlich trug sein plötzlicher Tod maßgeblich dazu bei, seinen Status als gefeierter  Überrapper auszubauen, hin zum Jesus des Hip Hops samt eigenem Auferstehungsmythos, Verschwörungstheorien noch und nöcher, sowie verwirrtes Doppelgänger Gefasel, wie es zuletzt höchstens bei Elvis der Fall war. Aber, um das noch einmal klar zu stellen: Tupac Shakur war bereits zu Lebzeiten “Larger than Life“, oder gab es Mitte der Neunziger neben Notorious B.I.G. einen relevanteren MC?J Dilla hingegen gehört wohl zu den sträflich übersehendsten Figuren dieser Hip Hop Kultur. Niemand interessierte sich für den Mann aus Detroit, außer ein paar geschmackssichere U.S.- Größen, wie beispielsweise Common, Busta Rhymes oder Q- Tip. Für den Normalhörer jedoch war Dilla nie ein Thema. Sein erstes, reines Produzenten Album für BBE Records verstaubte weltweit in den Regalen und blieb zumindest kommerziell weit hinter den Erwartungen zurück. Ähnlich erging es dem Madlib-Kollaborationsprojekt Jaylib, das von Kritikern wie von Fans mittlerweile als moderner Klassiker gefeiert wird. Nicht mal im Untergrund fanden die großartigen, ersten beiden Alben seiner Crew Slumvillage maßgebliche Beachtung. Genau genommen gelang James Yancey der Sprung in die amerikanischen Billboard-Charts tatsächlich das erste Mal mit seiner posthumen Veröffentlichung “Jay Stay Paid“, zusammen getragen von der Mutter des Ausnahmeproduzenten, “Ma Dukes“ und dessen wichtigstem musikalischen Vorbild, Pete Rock.
Unterm Strich bleibt also nicht viel stehen, wenn man die Karrieren der beiden stilprägenden Ikonen vergleicht. Aber es gibt noch einen weiteren Punkt, der die zwei Künstler maßgeblich unterscheidet, nämlich deren Nachtodveröffentlichungen. Auf den ersten Blick wird mit beiden Leichenfledderei übelster Sorte betrieben, da hören die Gemeinsamkeiten aber bereits auf. Während in Tupacs Fall teils schleimige, geldgierige Produzenten einen käsigen Beat nach dem anderen unter die Audiospuren des Westcoast-Helden legten und so ziemlich alles zum Feature einluden, was jemals ein Mic in der Hand hielt, sodass der arme Pac in seinem Grab vermutlich auf Heavy Rotation ging, sucht man im posthumen Gesamtwerk von ehemals Jay Dee vergeblich nach kreativen Ausfällen. Jedes noch so berechnende, pseudo-Tribut-Mixtape (Schäm dich, Charles Hamilton), jede vage Zusammenstellung von Remixen und B- Seiten, kann qualitativ absolut überzeugen.

So auch die vorliegende „Dillanthology 2“. Natürlich macht sich das Label, über das diese Compilation erscheint, der mehrfachen Leichenschändung und Geldmacherei schuldig, aber wer kann es ihnen verübeln, wenn dabei so großartige Musik herausspringt? Ich als Nachgeborener bin jedenfalls froh, nicht die nächsten zwei Jahre auf dem Flohmarkt verbringen zu müssen, nur um in den Genuss dieser raren Perlen zu kommen.

Dilla gelingt es auf unnachahmliche Art und Weise, selbst unzerstörbaren Klassikern wie Busta Rhymes´ “Whoo Ha“, im Remix einen komplett eigenen Stempel aufzudrücken und den Track somit in einem komplett anderem Licht erscheinen zu lassen. Aus dem ursprünglichen Ausraster wird plötzlich eine “Laid back“ Nummer. Für den “Sittin on Chrome“ Remix wird Masta Ace im Verbund mit Q- Tip als The Ummah, ein Beat zugeschustert, der sich auch locker auf dem “Midnight Marauders“ Album hätte behaupten können. Das ohnehin im Original schon großartige “Fall in Love“ von Slumvillage, geht in der Remix Version ebenfalls in eine andere Richtung, ohne das man hinterher sagen könnte, welche Version die bessere ist. Mit Remixen für das Detroiter Elektro-Kollektiv Four Tet, Spacek oder DJ Cam, bekommt man darüber hinaus noch einen kleinen Einblick in die spätere Schaffensphase des Vollblutmusikers. Hier kommt dann auch wieder einmal Dilla-Liebling Guilty Simpson zum Einsatz, wie auf dem “As Serious As Your Life“ Remix oder seine langjährigen Weggefährten Frank and Dank auf Spaceks “Eve“.

Erstaunlicherweise versammeln sich hier Tracks aus zwei Dekaden und trotzdem lässt sich das sogenannte „Album“ wie aus einem Guss hören. Alles in allem handelt es sich bei der zweiten „Dillanthology“ um eine Ansammlung vieler großartiger Stücke, die man Niemandem vorenthalten sollte, dennoch bleibt der schale Beigeschmack der Leichenfledderei bestehen. Reinhören sollte man aber auf alle Fälle, sofern man die angesprochenen Remixe und Raritäten noch nicht sein Eigen nennt. Weil bei Zusammenstellung jedoch ein roter Faden fehlt und diese stellenweise ziemlich wahllos wirkt, gibt es jedoch nur fünf von sieben Punkten. Trotzdem natürlich hervorragende Werke eines Ausnahme-Musikers. Wer sich die Musik schon aus dem Internet zieht, sollte zumindest die so gesparten 15 Euro an die Lupusstiftung des Künstlers spenden.

In diesem Sinne, “Raise it up!“

splash! – splash!-Videos: Geländerundgang

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Vor geraumer Zeit gaben die Veranstalter des splash!-Festivals bekannt, dass es definitiv ein weiteres splash! im Jahre 2010 geben wird. Ein schwacher Trost für die, die sich von kalten Hühnernudeltopf (der mit der orange-farbenen Fettschicht) und lauwarmen Bier zum Frühstück ernähren, nur um einen Hauch von Festival-Feeling zu bewahren.
Und da das Bierfrühstück bis heute noch keine gesellschaftliche Akzeptanz gefunden hat, geben wir euch eine Möglichkeit, das splash! noch einmal Revue passieren lassen, ohne dass euer Arbeitsplatz darunter leidet.
In der ersten Folge unserer splash!-Video-Reihe gibt es einen Toilettenbesuch, Freestyle-Action, wie sie David Pe nicht hätte besser machen können und das liebe In der nächsten Woche werden dann noch die Videos von den „Schlag den YeLm“-Aktionen (inklusive dem Milchtrinken und dem legendären Ende) und von diversen Interviews mit KAAS, Curse, Marteria, Casper u.a. online gehen.
Viel Spaß!!!

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