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Jay-Z besucht Shyne im Knast

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Aus dem Knast heraus zu musizieren scheint ja richtig in Mode zu sein. Auch Rapper Shyne beglückt uns seit einiger Zeit aus dem Gefängnis heraus mit seinem Gangsterrap. Dieser hatte 1999, in "DER Schießerei", jene,  in die auch Diddy und J. LO involviert waren, seine Finger mutmaßlich mit im Spiel gehabt. Gerüchte behaupten, Shyne sei unschuldig und die Strafe, die er in einem der härtesten Gefängnisse der Welt, Rykers Island, absitzt, sei eigentlich für P.Diddy bestimmt gewesen. Denn die legendäre Flucht die Diddy und Jenny damals hingelegt hatten, und an die sich einige von euch bestimmt noch erinnern können, soll Gerüchten zufolge Konsequenz  einer gewissen Schuld, die Diddy betrifft,  gewesen sein. Wir können das an dieser Stelle natürlich nicht mehr nachvollziehen. Was aber noch interessant zu der Thematik erscheint, ist die Tatsache, dass sich Großmeister Jay-Z nun in die Höhle des Löwen begab, um dem Rapper Shyne einen großen Plattendeal bei Roc Nation anzubieten.  Diddy macht nun mit Sicherheit ein langes Gesicht, erwartet den Insassen doch die baldige Freiheit  und damit auch die Freiheit verbale Hasstiraden auf die Person zu feuern, die ihn anscheinend in diese Lage gebracht haben soll. Um euch einen Einblick in die verzwickte Situation zu verschaffen, hier ein Interview, direkt aus dem Knast, wenn auch veraltet, von Shyne zum Thema Diddy.

Method Man schießt auf Frau

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Gerade erreichten uns folgende News über Method Man, der nach einem Konzert in Houston, Texas, mit einem Luftgewehr (“…pellet gun…“) in eine Menge wartender Fans geschossen haben soll. So zumindest berichtet dies eine gewisse Mary Anderson, die ein Autogramm von ihrem Star erhaschen wollte, aber bei der Aktion von den Geschossen im Torso getroffen wurde und aufgrund vielfacher Verletzungen im Brust- und Bauchbereich medizinische Versorgung benötigte. Der Rapper wird nun beschuldigt, diese Frau absichtlich verletzt zu haben, von einem mutwilligen Anschlag und von grober Fahrlässigkeit ist die Rede. Darüber, inwieweit diese Anschuldigungen wahr sind, können wir an dieser Stelle nur spekulieren. Welche Konsequenzen das Strafverfahren für Method Man und seine laufende Tour haben wird, bleibt abzuwarten, wir werden berichten. Den Originalbericht von der Courthouse News Service-Webseite haben wir euch hier zur Verfügung gestellt.

Big J

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Es ist eine Geschichte, wie aus einem Märchen. Stellt Euch vor, ihr seid ein regional bekannter Veranstalter, der nebenbeí Kulturwissenschaften auf Diplom studiert und seit seinem elften Lebensjahr zusätzlich auch noch rappt. Ihr seid ein großer Fan der amerikanischen Hip Hop Kultur und kommt durch euer Event-technisches Engagement in und um die österreichische Stadt Linz herum auch mit dem ein oder anderen Ami Act in Kontakt. Eines Tages bietet euch eins seiner Idole die Möglichkeit Teil seines Labels zu werden und sei es auch nur als europäischer Ableger. Was würdet ihr tun? Natürlich wäret ihr stolz und umso härter würde euch wahrscheinlich die flächendeckende Ablehnung der Rap-Öffentlichkeit treffen. Ín dieser Geschichte geht es um The Game und den selbsternannten Brooklinzer Big J, den wir vor seinem Auftritt als Game-Supportact in Hamburg trafen. Wir wollten wissen, wie sich die Zusammenarbeit mit dem großen Rapper aus L.A. denn eigentlich genau gestaltet, warum es zum Bruch mit dem mittlerweile durch Ersguterjunge zu Ruhm und Bekanntheit gekommenem Producer- und auch Rapperduo "Beatlefield" kam und ob es wirklich keine österreichische Rapszene gibt. Zum Schluss blieb die Erkenntnis: The Game behandelt seine "Niggaz" wie Bedienstete und Freundschaft steht doch nicht über allem. Viel Spaß.

rap.de: Du meintest eben, wir wären das erste deutsche Hip Hop Medium, dass ein richtiges Interview mit dir will. Aber du warst doch kürzlich in der JUICE??

Big J: Die Hasstirade meinst du. Eine Verleumdungskampagne. Das war in der Hip Hope Rubrik, so von wegen "Alle anderen sind Hoffnungsträger, aber bei diesem Österreicher  wissen wir nicht, ob diese Hoffnungen begründet sind, aufgrund seiner unklaren Verbindung zu The Game.“ Ein unterschriebener Vertrag und ein Video sind natürlich eine unklare Verbindung. Also Stephan Szillus, was hast du da für eine Scheiße gemacht? Das Interview war nämlich wirklich super, aber die haben alles total aus dem Kontext gerissen. Dieses Kollegah-Ding, das habe ich so nie gesagt. Da steht ja irgendwie drin, ich würde Kollegah fast schon dissen. Als würde ich den runtermachen.

rap.de: Deswegen hast du ja jetzt bei uns die Möglichkeit, alles ausführlich zu erzählen, denn wir sind ein Internet Magazin und müssen nichts schneiden, weil wir keine Platzprobleme haben. Was das für Verbindungen zu The Game sind, interessiert uns natürlich auch.

Big J: Wie gesagt, den Vertrag habe ich schon auf der vorvorletzten Tour unterschrieben. Das ist ein Künstler und Labelvertrag, der mich dazu berechtigt, den Namen Black Wallstreet als Namen und Marke zu benutzen. Ich release digitale und physische Tonträger über das Label und kann das Logo, die Brand, hier repräsentieren und vermarkten.

rap.de: Gibt es finanziell irgendeine Unterstützung seitens des Mutterkonzerns?

Big J: Finanzielle Unterstützung in Cash nicht, im Prinzip sind wir eine eigenständige Firma. Aber ich muss auch keine Lizenzen zahlen.

rap.de: Das heißt, du hast eine eigene Firma gegründet, Black Wallstreet Europe, mit Geschäftssitz in Linz.

Big J: In Brooklinz.

rap.de: Wie sieht das GEMA technisch aus?

Big J: Wir sind ein Einzelunternehmen mit mir als Geschäftsführer und einigen nicht Angestellten, aber auf Werksvertrags-Basis arbeitenden Mitarbeiter und darüber hinaus gibt es Supporter, Promoter und auch Leute, die quasi im Head-Department sind, wie DJ Maaleek aus Köln, DJ Paul Blaze aus Wien, der Desh aus der Schweiz und einige unabhängige Affiliates, wie der Joe Young, mit dem wir zusammenarbeiten, auch wenn er nicht direkt Black Wallstreet ist.

rap.de: Wenn du sowieso so unabhängig von Black Wallstreet bist, wieso hast du dann nicht gleich etwas komplett Eigenes gemacht und dir dieses belächelt werden gespart?

Big J: Die Frage kam ja von The Game. The Game hat mich gefragt. Ich habe nicht gefragt, ob ich das Black Wallstreet Ding hier machen kann, sondern er hat mich gefragt “Willst du das machen?“. Ich habe das auch einfach als Chance gesehen. Natürlich habe ich mir oft gedacht, dass ich vielleicht nicht so viel Hateration bekommen würde, wenn ich das mit einer eigenen Firma durchziehen würde, aber wahrscheinlich wären mir auch einige Dinge verschlossen geblieben, oder es gäbe einige Dinge, die ich nicht bekommen würde. So bin ich zum Beispiel in Österreichs auflagenstärkstem Teenie-Magazin, dem Express, vertreten. Die schreiben seitenweise Berichte über mich und loben mich in den höchsten Tönen: “Österreichs Underground disst ihn, The Game liebt ihn“. Das hätte es wahrscheinlich so nicht gegeben. Ich bekomme vergrößerte mediale Aufmerksamkeit, kann mit The Game auf Tour gehen und hier vor riesen Crowds spielen. Außerdem kann ich ein Feature mit The Game machen und in L.A. im Encore-Studio chillen und Leute treffen, die ich sonst nicht treffen würde. Zudem Verkehre ich in einem internationalen Milieu. Das sind die Vorteile und von den Nachteilen brauche ich gar nicht anfangen.

rap.de: Jetzt sind wir bei diesem Thema Hass/Liebe. Warum liebt dich The Game?

Big J: Weil ich das gewisse Etwas habe.

rap.de: (lacht laut)

Big J: Er hat ja heute auch wieder gesagt, als ich zum Soundcheck musste: “Ich wusste gar nicht, dass du auch auftrittst“. Daraufhin habe ich gesagt, “Aber ich stehe doch im Programm“. Er meinte dann “Trittst du auf oder trete ich auf?“. Ich dann “Du trittst auf und ich trete auch auf“, woraufhin er meinte “Bist du der Boss, oder bin ich der Boss?“. Ich sagte dann “Natürlich bist du der Boss.“ Zum Schluss meinte er dann aber “It´s all good“. Er macht da halt manchmal seine Spielchen, aber er supported das. Aber wenn er es mir nicht erlauben würde, dann dürfte ich nicht auftreten. Er muss mir quasi immer das Confirm geben. Das macht er bei seinen Leuten auch, die mit auf Tour sind. Beim Open Air Frauenfeld war es ja auch so, dass er kurz vorher mit Daumen hoch, Daumen runter, entscheidet, ob seine Rapper, die mit ihm auf Tour sind, mit ihm auftreten dürfen oder nicht.

rap.de: Strengt dich das nicht an?

Big J: Ja, doch. Es sind oft solche Sachen. Ich bring ihm dann nach der Aftershowparty seine Mädels ins Auto und sammle die Nummern für ihn ein, während ich nach der Show nach Hause gehe, aber ich bin ja vergeben, von daher ist das kein Problem.

rap.de: Warum machst du so was?

Big J: Das frage ich mich auch manchmal. Der Friseur bekommt 150 Euro, aber ich kriege nichts, obwohl ich den Friseur besorgt habe. Vielleicht sollte ich so eine Charge verlangen.

rap.de: Du musst einfach 10% von allem verlangen. Auch von den Mädels.

Big J: Ja, genau.

rap.de: Also angenommen, Lisa würde ein Foto mit The Game machen wollen, dann könntest du das arrangieren?

Big J: Genau, aber dann müsste sie zuerst die 10% bei mir ableisten.

rap.de: Wie meinst du das, sie muss 10% bei dir ableisten. Körperlich?

Big J: 10% in ideellen Leistungen. (räkelt sich auf dem Hotelbett)

rap.de: Also du bietest jetzt quasi deinen Körper an, um…

Big J: Bullshit! (lacht) Ihr wollt hier schon wieder die Headlines aus mir rauskitzeln.

rap.de: Man könnte also quasi sagen, The Game liebt dich, weil er alles mit dir machen kann und du ihm die Mädels besorgst. Warum denkst du, hat The Game einen Narren an dir gefressen? Er findet dich also cool. Kann man das so sagen?

Big J:You’re my nigga”, sagt er.

rap.de: Sagt er das, weil du schwarz bist?

Big J: Nein, “You’re my Nigga”, du bist mein Kumpel. Warum er mich damals in Wien gefragt hat, ob ich das machen will, dafür gibt es sicher mehrere Gründe. Sei es, dass ihm die CD gut gefallen hat, er in dem Moment irgendwas in mir gesehen hat oder ob er denkt, dass das für ihn hier gute Übersee Promotion ist. Aber ich denke, dass wir hier im Team gute Arbeit leisten, der Desh in der Schweiz, der Paul in Wien, der Maaleek in Deutschland und der Joe Young in Schweinfurt.

rap.de: Warum bekommst du so viel Hass ab?

Big J: Weil die Leute das nicht verstehen. Die denken sich “Was ist das für ein Typ, der hat früher mit Chakuza und mit Stickle was gemacht, dann haben die ihn abgefuckt und jetzt macht er was mit The Game. Was macht The Game überhaupt mit dem und was will der eigentlich? Der kommt aus Linz, der ist kein Gangsta und überhaupt kein Blood, also wieso chillt der mit The Game? Das ist doch alles wack“. Das sind halt so die Forumseinträge.

rap.de. Jetzt muss man aber sagen, dass Chakuza und DJ Stickle in Deutschland mittlerweile ziemlich bekannt sind und du diese Bekanntheit hier noch nicht hast. 

Big J: Das liegt aber daran, dass ich keine Kampagnen auf MTV habe, keine Covershoots für das Backspin Magazin, keine großen Anzeigen in Teenie-Magazinen und keinen Universal oder Sony Support. Außerdem habe ich nicht das Marketing Budget, wie es Ersguterjunge hat, beziehungsweise diese Fanbase, die Bushido hat. Das kann man auch nicht vergleichen mit der The Game Fanbase. Bushidos Fanbase, das sind solariumgebräunte Großraumdisco Besucher und Game Fans sind eher westcoastaffine Hip Hop Heads. Davon gibt es einfach weniger als Solariumsleute.

rap.de: Es gibt ja dieses Gerücht, dass du diesen Deal bei Ersguterjunge eingefädelt hast.

Big J: Das ist ja auch so. Natürlich haben Stickle und Chakuza die Beats gemacht und auf die ist Bushido auch aufmerksam geworden, aber ich habe das Interview gemacht, ich habe Bushido gesagt “Hey, da gibt es eine Crew, wir haben eine CD und wir wollen die dir gerne geben.“ Ich habe ihm dann die CD gegeben, ich habe die zwei angerufen und gesagt “Kommt vorbei, wir geben dem die CD.“ Ich habe dann gesagt, als Chakuza mucksmäuschenstill daneben saß, “Wir kommen aus Linz, willst du das Album bei uns aufnehmen?“. Das war alles ich. Chakuza sagt ja immer, er war es und ich habe nichts damit zu tun. Angeblich waren wir ja auch nie Freunde. Natürlich ist es leicht, das im Nachhinein abzustreiten, aber wir wissen halt, wie es wirklich war.

rap.de: Warum tut er das deiner Meinung nach? 

Big J: Weil er ansonsten extrem scheiße da stehen würde. Es ist natürlich scheiße, wenn du sagst “Ich habe meinem besten Freund, meinem musikalischen Partner, der sich jahrelang den Arsch für mich aufgerissen hat, in den Rücken gestochen, weil ich das große Geld, den Fame, gerochen habe." Das Ganze hat sich dann halt auch negativ entwickelt. Damals war es so, dass wir gesagt haben “O.K., ihr geht nach Berlin, wir bleiben in Linz, wir sind trotzdem cool, ihr gebt mir Beats und wir bleiben in Kontakt.“ Aber dann war es halt so, dass er in Interviews direkt schlecht über mich geredet hat. Nachdem Bushido eine Woche in Linz war, hat er mir gleich gesagt “Ja, Bushido ist jetzt eigentlich schon ein besserer Freund als du.“ Er meinte jetzt auch wieder in der JUICE, ich hätte den Beef angefangen. Da kann man ja recherchieren. Er war der Erste, der in einem Magazin schlecht über mich geredet hat und ich habe lediglich eine Reaktion darauf gebracht.

rap.de. Warum ist es denn zerbrochen, es war ja scheinbar eine richtige Freundschaft. Wie wichtig war dir diese Freundschaft?

Big J: Also mit Stickle, das war eine richtig lange, feste Freundschaft. Seit ich 14 bin, war ich der beste Freund von Stickle. Er hat mich jeden tag angerufen, wir haben das Studio zusammen aufgebaut, wir haben gemeinsam den ersten Gig gemacht, den ersten Track recordet. Wir haben gemeinsam gebangt in seinem Kinderbett. Wir waren gemeinsam im Urlaub, also wir waren echt die besten Freunde. Dann haben wir Chakuza dazu geholt und sind eine Band geworden. Ich will jetzt nicht sagen “Ich war Chakuzas bester Freund“, aber wenn er behauptet, ich war nicht in seinem engsten Kreis gewesen, dann ist das Blödsinn. Wieso es dann zebrochen ist, weiß ich nicht. Stickle saß bei mir auf dem Bett und sagte “Was soll ich machen? Wir gehen jetzt nach Berlin. Mir sind die Hände gebunden.“ Er hat das kurz und schmerzlos gemacht. Aber gut, ich wünsche ihnen das Beste und die sollen ihr Ding machen.

rap.de: Wie wichtig ist dir Freundschaft?

Big J: Man beginnt schon, an sich selbst zu zweifeln, wenn man sechs Jahre mit jemandem zusammenarbeitet, eben nicht nur auf geschäftlicher Ebene, sondern auf freundschaftlicher, menschlicher Eben und wenn dann sogar diese Leute auf einen scheißen. Dann denkt man sich schon: “Mache ich da etwas falsch?

rap.de: Zu welchem Schluss bist du gekommen, machst du etwas falsch?

Big J: Ich denke, entscheidend waren da die Rahmenbedingungen. Die waren eben in Berlin gegeben und hier nicht, weshalb sie dann auf mich geschissen haben, was, denke ich, menschlich einiges über sie aussagt.   

rap.de: Stand es denn überhaupt nicht zur Debatte, dass du mit zu Ersguterjunge kommst?

Big J: Ich sage mal so, wenn die Situation umgekehrt gewesen wäre, dann hätte ich natürlich gesagt, “Entweder nehme ich Paul Blaze mit oder ich komme nicht. Entweder mit meinem DJ oder gar nicht“. Aber das war nicht annähernd eine Alternative für sie. Ist ja auch egal, ich hätte da auch überhaupt nicht dazu gepasst.   
 
rap.de: Also, Bushido wollte dich nicht?

Big J: Nee, Bushido wollte mich nicht. Ich verwende zu viele Anglizismen, hat es damals geheißen. Aber das ist jetzt auch egal, die Geschichte ist für mich abgehakt. Die, die dabei waren, wissen wie es damals war und ich kann auch nur meine Seite der Geschichte erzählen.

Paul Blaze: Und wenn man sich auf der Straße trifft, sagt man sich trotzdem noch Hallo.

Big J: Stickle kommt auch zu meinen Veranstaltungen und dann gehe ich zu ihm. Er war mal mit einer guten Freundin von mir aus Linz zusammen, weiß nicht, ob das immer noch so ist, und dann grüße ich ihn halt und gehe weiter.

rap.de: Du hast gesagt, dass du es ok fandest, dass sie damals ohne dich nach Berlin sind. Empfindest du das wirklich als legitim, weil es eine gute geschäftliche Entscheidung ist?

Big J: Das ist eine menschliche Entscheidung. Ich persönlich würde es nicht machen, aber ich war auch nicht in seiner Situation. Vielleicht hätte ich es auch so gemacht und auf Chakuza geschissen, aber jetzt in dem Moment: auf keinen Fall. Selbst wenn man separate Wege geht, kann man das ja auf einer Ebene machen, die cool ist. Ich hatte nie Stress mit ihnen, dieser ganze Streit war total unnötig und man hätte auch im Guten auseinander gehen können. Früher war er ein kleiner Koch, jetzt hat er goldene Schallplatten und ist Top 10 in Deutschland gegangen – klar, das würde jeder wollen.

Paul Blaze: Aber nicht auf diesem Weg. Die ganzen anderen Österreicher haben jetzt plötzlich alle auch gar nichts mehr mit uns zu tun. Jeder hier weiß: Wenn er was mit uns macht, kann er nichts mehr mit Chakuza machen. Ist ja klar, dass wenn jemand bei Ersguterjunge ist, jeder ein Feature mit ihm haben will. Aber wenn Leute, die damals bei mir im Studio aufgenommen haben, ohne dass ich einen Cent dafür verlangt habe, urplötzlich sagen, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, ist doch klar, dass das diesen ganzen Streit erst ins Rollen gebracht hat.

Big J: Das Geilste war ja, dass diese Leute vorher überhaupt nichts mit Chakuza zu tun hatten. Ich war der Erste, der mit Leuten wie Raf zusammengearbeitet hat und die haben Chakuza damals noch gar nicht gekannt. Als sie ihn dann kennen gelernt haben und er in Berlin war, hieß es plötzlich, dass sie jetzt nichts mehr mit mir machen dürfen. Das ist Kindergarten, aber das ist ja auch nicht nur bei uns so.

Paul Blaze: In Deutschland kann man auch alleine was auf die Beine stellen, aber in Österreich wird es niemals jemand schaffen, wenn nicht das Kollektiv ineinander greift. Wenn nicht alle Möglichkeiten, Producer und Promoter genutzt werden, wird das nie was. Deshalb drehen wir uns in Österreich gerade auch so ein bisschen im Kreis.

 

rap.de: Ein anderer österreichischer Rap-Künstler hat uns gegenüber gesagt, dass es gar keine österreichische Rapszene gibt.

Big J: Ja, weil er wahrscheinlich kein Teil davon ist. Die Szene ist zwar klein und überschaubar, aber es gibt eine. Die besteht aus einigen hundert Leuten, die hauptsächlich selbst aktiv sind. Es gibt Writer, B-Boys, Produzenten und Rapper, die der vielleicht alle nicht kennt, aber ich bin schon lange genug dabei. (schmunzelt) Es gibt eine Szene, aber die ist natürlich total irrelevant. Erstens vom kommerziellen Erfolg her und zweitens vom Zusammenhalt her, weil die Szene sehr gespalten ist. Jeder macht sein Ding, aber es wird nicht gemeinsam an einem Strang gezogen.

rap.de: Der DJ von Fiva, Phekt, wiederum meinte, dass ihr keine Rolle in der österreichischen Hip Hop Szene spielen würdet.

Big J: Aber er! Ich bin zusammen mit Nazar sicher einer der meistdiskutiertesten Rapper in der österreichischen Hip Hop Szene. Das ist einfach Fakt. Phekt ist auch lange genug dabei und hat mich schon damals gehatet, als ich noch mit Chakuza Musik gemacht habe. Ich mache vielleicht nicht die Musik, die ihm so gefällt, aber die Hip Hop Szene ist klein und da spielen wir auf jeden Fall eine bedeutende Rolle. Es ist aber nicht so, dass wir den Markt dominieren, weil der einfach nicht existiert. In Österreich gibt es noch keinen Rapper, der Top 10 oder Gold gegangen ist. Trotzdem ist es unser Ziel, ihm Rahmen der Möglichkeiten im deutschsprachigen Raum, Österreich, Deutschland und der Schweiz, kommerziell erfolgreich. Ansonsten mache ich viel Management, Veranstaltungen und Bookings. Auch für The Game.

rap.de: Dann wünschen wir dir damit in Zukunft viel Erfolg. Vielen Dank für das Interview.

Slum Village-Gründer gestorben

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Traurige Nachrichten erreichen uns aus der Motorenstadt Detroit. Dort  wurde bekannt gegeben, dass Titus Glovin, besser bekannt als Baatin von Slum Village gestorben ist. Der 35-jährige wurde am Samstag tot in seiner Wohnung in Detroit gefunden. Es gibt weder Anzeichen auf ein Verbrechen noch auf einen Unfall, jedoch kursierten bereits im Internet Gerüchte, dass Glover seine Crackabhängigkeit nie in den Griff bekommen hätte, oder an eventuellen Spätfolgen des Drogenkonsums gestorben sei.

Baatin war Gründungsmitglied der Detroit-Rap-Crew Slum Village, zu deren Gründungsvätern auch der ebenfalls verstorbene J Dilla gehörte. Nachdem dieser die Band verließ, um sich seiner Solokarriere zu widmen, wurde Elzhi verpflichtet, der als Rapper fungierte. In Amerika, aber auch in Europa, erfreute sich Slum Village hoher Beliebtheit, gerade bei HipHop-Fans abseits des Mainstreams standen die Detroiter hoch im Kurs.

2003 musste Baatin die Crew verlassen, seine Depressionen machten ihm so zu schaffen, dass an künstlerische Arbeit nicht zu denken war. Ein Jahr später wurde bei ihm Schizophrenie diagnostiziert und bekannt, dass Baatin drogenabhängig und zeitweise obdachlos war. Es schien jedoch so, als hätte Baatin seine Probleme überwunden. Eine Reunion war geplant, dass neue Album sollte am 22. September diesen Jahres erscheinen.

Die amerikanische Rapszene zeigte sich geschockt von dem plötzlichen Verlust, Rapper wie Busta Rhymes twitterten über ihre Trauer.

"There is somethin‘ really strange goin‘ on in the universe," schrieb Busta. "All a these great people that we’re loosin‘ this sh*t is crazy. R I P BAATIN!!! SLUM VILLAGE 4EVER J DILLA AND BAATIN!!!"

Auch DJ Whoo Kid, P. Diddy und Nore gaben ihr Beileid kund. In den nächsten Tagen wird der offizielle Autopsiebericht verlesen, dann kann auch sicher gesagt werden, was zu Baatins Tod führte.

Doch nicht neuer King of Pop?

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Dass der gute Herr West einen gepflegten Hang zum Größenwahn hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Noch vor einigen Jahren konnte man in Interviews mit dem Chicagoer unter anderem  vernehmen, dass er als der größte Künstler unserer Zeit in die Geschichte eingehen möchte. Manche Behauptungen gehen aber selbst einem Kanye zu weit. So machte schnell ein angebliches Zitat des Rappers die Runde, laut dem er gewillt ist, den Thron des verstorbenen King of Pop, Michael Jackson, einzunehmen.

“Es ist traurig, zu wissen, dass Michael nicht mehr da ist, aber das macht Platz für einen neuen King of Pop. Ich bin bereit, diesen Platz einzunehmen. Es gibt niemanden, der mich in Sachen Verkäufen überbieten könnte. Es macht für mich also Sinn, die Krone von Michael zu übernehmen und der neue König zu werden.”, so Kanyes vermeintliche Worte.

Kanye bestreitet mittlerweile aber heftig, irgendetwas in diese Richtung gesagt zu haben. In seinem Blog schrieb er sichtlich aufgebracht: “Ich habe nicht nur das niemals gesagt, ich habe mich gar nicht dazu geäußert. Es macht mich traurig, dass die Leute denken, ich sei dumm genug, etwas in dieser Art von mir zu geben… Es macht mir Angst, dass die Leute solche Dinge glauben, ohne auch nur eine verlässliche Quelle zu haben. Jeder kann solche Texte ins Internet stellen und die Welt glaubt es. Ich weiß sicher, dieses wird nicht das letzte falsche Statement in meinem Namen sein. Es wird aber das letzte Mal sein, dass ich mich verteidige. Damit bin ich fertig.”

Vor Michael Jackson hat scheinbar selbst der Luis Vitton Don zu viel Respekt, um anmaßend zu werden.
 

Der Architekt – Wie ich bin

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Vor einigen Jahren machte ein Mann von sich reden, der sich MC Zuhälter nannte. Niemand kannte ihn. Niemand wusste, woher er kam, aber das dazugehörige Video zum Song  "Report Vom Straßenstrich" war extrem unterhaltsam. Des Rätsels Lösung kam dann ein paar Monate später, als sich MC Zuhälter als der Architekt entpuppte mit Heimathafen Bielefeld. Das dazugehörige Album "Richtfest" machte dann nicht mehr ganz so viel Furore, wohl weill deep und ernst gemeint, aber der junge Mann ließ und lässt sich nicht davon entmutigen. Architekt ist zurück, zuerst und zuvorderst hier bei uns auf rap.de. Wir präsentieren exklusiv sein neuestes Video – gedreht in den Straßen der Westküste.

Dein neues Video wurde in Kalifornien gedreht. Hast du einen persönlichen Bezug zu dieser Gegend oder hat das rein stilistische Gründe?
Ich bin dieses Jahr 3 Monate gereist. Erst habe ich mich mit meiner Verlobten auf Jamaika entspannt und bin dann rüber in die Staaten. In Santa Cruz hatte ich eigentlich nur eine Übernachtung in so einem Hippie Haus geplant. Da ich aber sehr sympathische, kreative, talentierte Leute wie Allen David kennen gelernt habe bin ich viel länger geblieben. Wir haben das Video gedreht und hatten eine sehr gute Zeit…
Du rappst, dass du auf der Suche nach der Oase in der Wüste im Kopf bist. Was verwüstet deinen Kopf und wie sieht diese Oase aus?
Damit ist gemeint, dass ich manchmal im Kreis laufe oder auf der Stelle trete aber immer nach einem passenden Ausweg suche ohne vor mir selbst wegzulaufen.
Wirst du in Zukunft auch wieder in die Rolle deines alter Egos “Mc Zuhälter“ schlüpfen?
Man munkelt im Untergrund das Mc Zuhälter wieder Angst und Schrecken verbreiten wird. Er hat neben der Herbertstraße jetzt auch die große Freiheit unter seinen Fittichen und wird von Albanern bis zu den Hells Angels aufgrund seiner Glanzleistung in der Ritze respektiert. Er ist hungrig und zu allem bereit.
Bauhaus oder Neoklassizismus?
Oldscool legendär und fresh zu gleich.
Wenn du die Hip Hop Szene abreißen und wieder aufbauen könntest, was würdest du als Architekt anders machen?
Hm, ich möchte die Hip Hop Szene nicht abreißen. Ich finde es kristallisieren sich gute MCs heraus. Vergleicht man den Standard von vor 10 Jahren mit dem heutigen ist eine klare Weiterentwicklung zu verzeichnen. Leider sind unsere Zuhörer oft sehr jung und von Hypes gelenkt, was dazu führt, dass Rapper oft mehr verkaufen als MCs. Das ist wirklich schade. Ich würde mir wünschen, dass Rapfans genauer hinhören, sich eine eigene Meinung bilden und mehr Feingefühl dafür entwickeln was einen MC ausmacht und lernen wie sie ihn von einem Toy unterscheiden können. Qualität setzt sich irgendwann durch.

Eminem Diss an Mariah

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Gestern haben wir noch über das löbliche Verhalten Eminems am Set einer neuen Filmproduktion berichtet, da erreichen uns heute Schlagzeilen, die den Rapper alles andere als nett oder lustig darstellen. Dieser hat nämlich jetzt einen heftigen Disstrack, im Zuge der schon seit einiger Zeit anhaltenden Streitereien, an seine Verflossene, Souldiva Mariah Carey, gerichtet. Es scheint, der Musiker habe seine alte Rapperattitüde zurückerlangt und antwortet nun mit aller Heftigkeit auf ein Video der kurvigen Sängerin, in dem sie mit dem Song “Obsession“ Anspielung auf die stalkende Figur “Stan“ aus Eminems Video nimmt. Mit herben Vorwürfen und Drohungen belegt der Rapper nun seine Ex und ihren Ehemann und Sänger Nick Cannon und droht mit der Veröffentlichung noch vorhandener privater Bilder und Anrufbeantworteransagen. “Warning“, so heißt der Diss auf einem Dr. Dre Beat, schlägt zumindest inhaltlich ordentlich ein. Überzeugt euch selbst, sowohl ein Zitat zum Mitlesen, als auch die Tonaufnahme stellen wir euch hier bereit.

“Wow Mariah, I didn’t expect her to go balls out/B*tch, shut the f**k up before I put all them phone calls out you made to my house when you was wild n out before Nick/When you was on my dick and give you something to smile about/How many times you fly to my house?/ Still trying to count/Better shut your lying mouth if you don’t want Nick finding out/You probably think ‘cause it’s been so long if I had something on you I would of did it by now/On the contrary Mary Poppins/I’m mixing our studio session down and sending it to mastering to make it loud/Enough dirt on you to murder you..”


 
 
Auch andere Showgrößen mischen sich jetzt ein. So nimmt Kollege Busta Rhymes seine Freundin Mariah in Schutz und bittet um ein Ende des Beefs. "Leave Mariah Carey  alone," sagt Busta im Interview "That’s my friend, man…At the end of the day, I don’t know what their situation was, so I can’t really speak on it….I don’t even understand why this sh*t is resurfacing again. But for whatever it’s worth, I just hope they could be cool." (Rap-Up)
 
Es bleibt abzuwarten, welches Ausmaß dieser Streit zweier Showgrößen annehmen und inwieweit die Sängerin auf “Warning“ reagieren wird.

Pete Nice klaut Baseballkarten?

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Pete Nice, ehemals Rapper bei 3rd Bass, hat sich nach dem Ende seiner Rapkarriere ein Hobby gesucht, das so gar nicht in den Lebensabend eines Rappers passt. Statt in Dating-Shows aufzutreten oder Strauße zu züchten, sammelt Prime Minister Pete Nice Baseballkarten.

Wahrscheinlich hätte er nicht gedacht, dass ihn diese friedfertige Leidenschaft vor ein New Yorker Gericht bringen wird. Nun ermitteln das F.B.I. und die Staatsanwalt, ob Pete Nice Baseballkarten im Wert von mehreren tausend Dollar gestohlen hat oder nicht. Als Kläger tritt ein gewisser Rob Lifson auf, seines Zeichens Mitarbeiter des Auktionshauses Robert Edward Auctions, das Sportmemorabilia versteigert. Lifson beschuldigt Nice, dieser hätte mehrere wertvolle Karten nicht bezahlt, während Nice ihn beschuldigt, er hätte ihm geliehene Karten nicht zurückgegeben.

Im Dezember verlor Nice bereits einen Prozess gegen Lifson, den er auf eine Zahlung von 760.000 Dollar verklagen wollte. Der Disput zwischen den beiden verstärkte sich, als Nice einen Privatermittler einschaltete, der herausfand, dass Lifson in den 70ern Bücher aus der New York Public Library gestohlen hatte. Mit diesem Schritt wollte er die "kriminelle Energie“ von Lifson unter Beweis stellen. Der Rechtsstreit, in dem es wirklich ausschließlich um Baseballkarten geht, wird sich wahrscheinlich noch eine Weile hinziehen, ein Urteil ist noch nicht zu erwarten.

Es scheint zumindest so, als wäre es preiswerter, sein Selbstwertgefühl in einer Datingshow oder seinen Daumen auf einer Straußenfarm zu verlieren.

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