Curse über den Sound von „Uns“ und die Anbiederungsvorwürfe

Das Album noch nicht veröffentlicht, und schon die Hater an der Backe: Curse bringt am 31. Oktober sein Comeback-Album „Uns“ auf die Plattenteller und sieht sich bereits einer Wand aus Vorwürfen ausgesetzt.

Zu der Gemengelage äußert sich Curse jetzt über seine Kanäle bei Facebook und Twitter. Die Gemeinsamkeiten zwischen „Wir brauchen nur uns“ und „Und was ist jetzt“ erklärt er  damit, dass es es sich um „eine Hommage“ handele. Wir brauchen nur unsist für mich eine totale Positivierung von dem Song, quasi das, was elf Jahre später geschieht. Das ganz miese Happy-End / Open-End, wenn man so will.“ Hinter dem vermeintlichen Abkupfern der eigenen Vergangenheit stecke also ein Konzept, das eine begonnene Geschichte weitererzählt.

Eine durchaus nachvollziebare Darstellung, ist dieser Umgang mit behandelten Themen seitens Curse doch nichts neues, man erinnere sich nur die „10 Rapgesetze„, inklusive Fortsetzung. So erklärt Curse die inhaltliche Entwicklung mit: „Die Bilder im ersten Refrain sind wie ein Rückblick zur Energie des „UWIJ“ Clips, zu Verzweiflung und Aggression. Mit dem ersten Verse löst sich diese Energie auf und wir sind im Jetzt.“Auch die Befürchtungen, dass gesamte Album folge diesem Ansatz, entkräftet Curse mit den Worten: „natürlich klingt nicht jeder Song auf „Uns“ genau so wie „Wir brauchen nur uns„. Logo, oder?“

Die Vorwürfe, nur eine geldgierige Kopie der aktuell funktionierenden Stile eines Caspers oder Prinz Pis zu sein, kontert Curse mit der Überzeugung, „dass Leute die denken, sie hätten meine Motivation total durchschaut, sich sehr wundern werden.“ Um zur musikalischen Ausrichtung noch anzuschließen: „die Einflüsse sind vielfältig. Der Albumsound ist trotzdem sehr zusammenhängend. Man könnte sagen, eine emotionale Achterbahn.

Licht in das Dunkel der Skepsis wird wie gewohnt erst das Album selbst bringen können. Also heißt es bis Ende Oktober oder auf die Review auf rap.de warten.

Der Hintergrund: Kurz nach der Bekanntgabe des Comebacks meldete sich Shindy zu Wort, der Curse zuerst auf Twitter und dann im Interview mit Oliver Marquart bei rap.de-TV Raffigier und ein überschrittenes Verfallsdatum vorwarf. Nach der folgenden Veröffentlichung der ersten Auskopplung „Wir brauchen nur uns gab es vermehrt negative Reaktionen, die im Tenor den Vorwurf der stilistischen Kopie aktueller kommerzieller Erfolgsmodelle wie Casper und Prinz Pi vertraten. Auch die offensichtlichen Parallen zum Curse-Klassiker „Und was ist jetzt“ wurden dem Mindener negativ ausgelegt.

VÖ Datum: 2014-10-31
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