Interview mit der Antilopen Gang

Die Antilopen Gang besteht bereits seit 2009 als eine Art Formation und Trademark. Bisher Kollaborierten die drei (ehemals vier, RIP NMZS) Jungs aber lediglich untereinander, ohne jemals ein wirkliches Release als geschlossene Gang an den Mann zu bringen. Mit „Aversion“, welches über das Label JKP der Toten Hosen veröffentlicht wurde und Platz 41 der deutschen Albumcharts in Beschlag nahm, änderte sich das. rap.de traf eine gut gelaunte Antilopen Gang im Ramonesmuseum in Berlin auf eine Tasse Kaffee und einige Fragen.

rap.de: Warum habt ihr beschlossen, das Interview gerade hier zu führen?

Koljah: Das wurde in den letzten Tagen aus der Not geboren, da wir nicht wussten, wo wir in Berlin hingehen sollten. Das Ramonesmuseum hat dann ganz gut gepasst, wir sind ja auch ne Punkband. (lacht)

Panik Panzer: Danger Dan hat gestern extra den Wikipedia Artikel zu den Ramones gelesen, um sich, wenn die Frage kommt, einen Bezug herbeidichten zu können. Mach mal!

Danger Dan: Ja, also wir sind ja alle drei recht punkaffin, wobei Koljah der einzige richtige Ramones-Fan ist und ich immer eher Deutschpunk gemocht hab‘. Meine Lieblingband wäre Knochenfabrik gewesen, aber ein Knochenfabrik-Museum gibt’s nicht. Vielleicht werde ich das eines Tages eröffnen, aber solange müssen wir eben immer ins Ramonesmuseum gehen.

Koljah: Außerdem hängen da oben ja auch unsere Labelchefs. (deutet auf ein Foto der Toten Hosen) Das ist eigentlich alles Zwang.

Panik Panzer: Für uns ist es aber der richtig Ort. Alles andere wäre falsch gewesen, das war ein Ausschlusskriterium.

rap.de: Koljah, du meintest gerade, ihr wärt eine Punkband. Würdet ihr euch jetzt wirklich als lupenreine Punkband bezeichnen?

Koljah: Wir machen das auf jeden Fall ab und zu. Wir sagen immer wir sind die einzige reale Punkband, die es auf der Welt gibt. Wir nutzen nur das Mittel des Raps, um den Punk zu verfeiern, ja.

Danger Dan: Punk ist ja auch nicht nur die Musik, sondern man muss Punk eben auch ganzheitlich verkörpern und das machen wir, als einzige reale Punkband, schon ganz gut.

rap.de: Inwiefern verkörpert ihr das?

Danger Dan: Wir empfinden Abscheu gegenüber der ganzen Welt, aber wir erzeugen auch Abscheu in der ganzen Welt und das war auch schon immer Kernessenz des Punks. Wir haben das dann verfeinert, indem wir einfach unglaublich gut aussehen und die Punks damals haben ja versucht Abscheu durch ihr Äußeres zu erzeugen, mit bunten Haaren, Piercings und so weiter. Das wäre aber heutzutage wieder H&M-Mode. Jeder macht’s. Deswegen haben wir uns was ganz besonderes überlegt und biedern uns mit unserer Kleidung der Ekelhaftigkeit der Welt an – so sind wir auch wieder zu verabscheuen. Wir sind swaggy Dudes. (lacht)

rap.de: Swaggy Dudes, sehr verabscheuenswürdig. (zu Panik Panzer und Koljah) Seid ihr auch verabscheuenswürdig?

Panik Panzer: Ganz klar! An mir gibt es viele Charakterzüge, die zu verabscheuen sind. Es ist zum Beispiel sehr ekelhaft, dass ich übergewichtig bin. (Gelächter) Also das ist durchaus eine Sache, die jeder gerne dissen darf. Ich bin nicht sehr intelligent und nicht sehr belesen, das finde ich auch nicht cool. Es gibt viel an mir zu kritisieren.

Danger Dan: In anderen Momenten brüskiert er sich aber auch damit, so: Ey, ich bin voll dick, ich bin voll dumm, ich hab noch nie was gelesen.

Panik Panzer: Was ist brüskiert?

Danger Dan: Brüskieren ist sowas wie sich damit hervor tun.

Koljah: Meine größte Stärke, mit der ich auch den meisten Leuten voraus bin, also was ich wirklich sehr gut kann und mache, ist: Ich bin unheimlich bescheiden.

(ohrenbetäubender Kaffeemaschinen-Lärm mach jedwede Kommunikation unmöglich)

Koljah: (in beinahe unhörbarem Flüsterton) Den Witz hab‘ ich übrigens von form geklaut. (form/prim musikalischer Universalkünstler und Schöpfer dieses Witzes; Anm. d. Verf.)

(Kaffee wird gebracht, kurzer Smalltalk)

rap.de: Wie ist denn die Zusammenarbeit mit JKP entstanden?

Koljah: Die kamen auf mich zu, weil es schon einen losen Kontakt gab. Die Toten Hosen sind schon immer meine Lieblingsband gewesen, schon seit ich ganz klein war, deswegen hab‘ ich dann so einen fanboymäßigen Song gemacht und hab mir gedacht ich stell den ins Internet, einfach weil ich das witzig fand, als Rapper einen Song über die Toten Hosen zu machen. Seitdem gab es ein bisschen Kontakt und dann hat der JKP-Boss im letzten Jahr gemerkt, dass das was wir mit den Antilopen machen ganz cool ist und dass es vielleicht zu ihnen passen könnte. Also hat er sich bei uns gemeldet, wir haben uns getroffen, ein bisschen zusammen gechillt und gemerkt, da könnte was gehen – so ist die Zusammenarbeit entstanden. Das habe ich mit diesem Lied alles von langer Hand eingefädelt. Das Lied heißt auch „Die Toten Hosen“.

rap.de: Und habt ihr jetzt die Punkeinflüsse wegen JKP oder ist das in Wechselwirkung entstanden?

Danger Dan: In unserem Knebelvertrag, der bis 70 Jahre über unseren Tod hinaus geht, stand, dass wir ab jetzt nur noch Punkeinflüsse geltend machen dürfen. Außerdem müssen wir uns laut Vertrag immer mehr von Rap weg und hin zu abgefahrenem, noisy Hardcorepunk bewegen. Wenn wir das vollzogen haben müssen wir uns, wie die Hosen, wieder dem Mainstream öffnen.

rap.de: Also ein verschwörerischer Sellout-Plan? Wobei ihr die Vorwürfe ja direkt auf dem ersten Track, „Die neue Antilopengang“,vorweggenommen habt.

Danger Dan: Genau, das ist jetzt so der Plan. Es war natürlich irgendwie schlau von uns, das direkt vorwegzunehmen, aber es war natürlich auch ein Indie-Kampf. Also eine Auseinandersetzung, bei der wir mit uns selbst ausgemacht haben, ob wir das überhaupt vor uns selbst vertreten können. Aber jetzt wo ich auf meiner Segeljacht sitze und meinen acht Frauen den Champagner in den Mund spritze, mit Kaviar um mich schmeiße und mir einen Hummer in die Badehose stecke, ist mir klar, dass die Entscheidung richtig war.

rap.de: Ja, klingt als könnte man sich damit arrangieren. Und meine investigativ-kritischen Fragen fallen weg. (Gelächter) Wieso habt ihr erst jetzt ein Album als komplette Antilopen Gang gemacht ?

Koljah: Also es gab den Plan tatsächlich schon länger. Wir haben auch mal, das war glaub ich 2011, getroffen um ein Antilopen-Album zu machen, aber irgendwie ist das nichts geworden. Wir waren auch nicht so richtig zufrieden damit, was wir damals aufgenommen haben. Und weil wir immer in anderen Städten gewohnt haben und auch noch wohnen, hat sich das nie so richtig ergeben – aber die Idee war schon länger da. Wir haben jetzt halt beschlossen, dass wir die Antilopen Gang erst mal über alles stellen und vorläufig keine Solodinger mehr machen wollen. Ich hätt’s mir aber auch eigentlich schon vor ein paar Jahren gewünscht, wir alle glaub ich. Vier Leute die in verschiedenen Städten wohnen unter einen Hut zu bringen ist gar nicht so leicht und deswegen sind eher die verschiedenen Kollabo-Alben untereinander entstanden.

Panik Panzer: Wir waren vor allem auch noch alle beruflich eingebunden, also war es echt eher eine räumliche und zeitliche Frage, an der es gescheitert ist.

rap.de: Jetzt ist die Musik euer Hauptberuf, oder?

Danger Dan: Bei mir war das ja schon immer so. Was die wenigsten wissen ist, dass ich seit geraumer Zeit freiberuflicher Musiker bin. Allerdings dann immer als Pianist oder Keyboarder für irgendwelche Menschen in der Weltgeschichte. Jetzt hab ich aber auch da alle anderen Aktivitäten eingestellt und mache nur noch Antilopen Gang.

rap.de: Koljah und Panik, ihr auch?

Panik Panzer: Ja, wir versuchen es zumindest mal.

Koljah: Jetzt gerade machen wir auf jeden Fall nichts anderes.

Panik Panzer: Genau und wir werden sehen wie weit uns das lahme Pferd trägt. (stutzt) -Ich frag mich halt jetzt nur wer das lahme Pferd ist, irgendwen habe ich jetzt gerade aus Versehen mit dieser Metapher beleidigt.

Koljah: Die Antilopen Gang ist das lahme Pferd.

rap.de: Du sagtest vorhin, du würdest Musik am Piano machen – ist das bei euch auch der Fall und seid ihr in der Produktion eurer Instrumentale immer direkt dabei oder schreibt ihr die Texte und  lasst die Musik produzieren?

Danger Dan: Ne, wir haben dieses Album selbst produziert, aber wir haben als Antilopen Gang nicht immer alle Alben selbst produziert. Die „Motto Mobbing“– Platte war komplett von den Pitlabs (Pitlab ist ein Produzentenduo aus Düsseldorf; Amn. d. Verf.) produziert, das „Aschenbecher„-Album habe ich vorproduziert und dann ist es durch mehrere Instanzen gegangen. Im Grunde haben auch da die Pitlabs viel mit gemischt. Jetzt haben wir mit dem Album versucht unseren Sound zu finden, haben das selbst produziert und haben unsere musikalischen Skills und Kontakte mit einspielen lassen. Es gibt viele Rapper, die sich in Livemusiker-Ecken gar nicht auskennen, aber wir natürlich dadurch, dass ich auch genreübergreifend immer Musik gemacht hab‘ und super geile Bassisten und Gitarristen kenne, sind wir dann irgendwann im Laufe der Produktion mal nach Brüssel gefahren und haben da Leute getroffen, die Zeug eingespielt haben. Wir sind auch mal nach Köln und haben da ’ne Session gemacht und um darauf zurück zu kommen, ist das geile daran, dass das Songwriting auch nochmal anders funktioniert. Wenn du jetzt ’n Beat hast, der läuft durch, dann kannst du deine 16 Bars darauf schreiben, dann ’ne Hook, dann nochmal 16 Bars, dann arrangiert das einer. So funktioniert das aber eben vom Songwriting her anders – dynamischer. Zum Beispiel „Enkeltrick“ oder „Die neue Antilopen Gang„, so was funktioniert einfach anders wenn du so HipHop-mäßig anfängt und dann mit so Punk-Schlagzeugen kommst oder Streichersätze programmieren kannst. So kannst du einfach noch mal anders arbeiten.

Panik Panzer: (ironische Stimmlage) Das sind halt auch einfach richtige Songs, nicht nur 16er, einfach richtige Songs. (lacht) Bitte nicht so schreiben! Schreib in Klammern: Lacht ironisch. Macht Gag. (lacht ironisch) (macht Gag)

Koljah: Ich bin musikalisch untalentiert und hab auch nie ein Instrument- ach doch, ich hab Jahre lang Gitarrenunterricht genommen, aber hab‘ mit meinem Gitarrenlehrer eher Fußball gespielt. Nur ne kurze Geschichte am Rande: Das war in so ’ner Realschule und Nachmittags wurde aus irgendeinem Grund Gitarrenunterricht gegeben. Er war der einzige Erwachsenen damals, der wusste, dass ich Graffitisprüher bin und hat dann immer aufgepasst, dass der Hausmeister nicht kommt und hat mich dann so die Gänge der Realschule voll taggen lassen. Das war mein alter Gitarrenlehrer Ludger, grüße an ihn! Aber trotzdem- auch wenn Leute von uns Instrumente spielen- haben wir Kumpels von uns was einspielen lassen.

Danger Dan: Ja. Beziehungsweise, ich bin stolzer Besitzer von acht Gitarren, auch einer Les Paul von 1973 und einem Yamaha Jazz Bass aus den später 70er Jahren, das sind alles wahnsinns Instrumente, die auch für Kompositionen zum Einsatz gekommen sind. Aber ich bin dann auch Musiker genug, um zu wissen dass es Leute gibt, die es wirklich tighter und geiler spielen können. Und der Bassist, der auf dem Album die Bässe gespielt hat ist halt Helmut Fass, der krasse Bass-Gee der Szene in Deutschland vielen ein Begriff, allerdings nicht in der Popszene. Dadurch, dass er mit vielen krassen Jazzern unterwegs war ist der halt krass – er ist ein Gott dieser Mann. Und der macht es natürlich geiler als ich. Also da geht’s um Nuancen und ich bin auch eher ein recht plumpes Gemüt.

Panik Panzer: Ja, Daniel ist sowieso nicht so der detailverliebte, ich glaub das macht unsere Zusammenarbeit auch aus. Ein Großteil der Beatskizzen kam von Daniel, dann hab ich die gehört, bin erstmal ausgerastet und hab ihn richtig beleidigt. Dann hab ich halt gesagt die Drums wären ne Frechheit – ‚tschuldigung an dieser Stelle, ich versuch das in Zukunft anders zu machen. Weil ich eben eher so rythmisch begabt bin und er eher melodisch begabt ist, hab ich dann meistens die Drums neu programmiert und ein bisschen umarrangiert und versucht an Stellen, wo der zu viel Musik gemacht hab, den HipHop-Swagger zurück zu holen.

Danger Dan: Die Aufteilung gibts schon seit 20 Jahren, schon als Kinder im Elternhaus, da gab es ein Zimmer mit Musikinstrumenten, da haben wir zusammen Musik gemacht und ich habe die Melodien, er die Drums gemacht. Er ist halt melodisch auch nicht nur nicht-begabt, sondern unbegabt und scheiße.

Panik Panzer: Das stimmt nicht.

Danger Dan: Zum Beispiel die Bässe, die du programmierst sind schief.

Panik Panzer: Jetzt geht’s aber ab! Du hast mich neulich mal für meine Basslines gelobt, du Arschloch. Gib es zu!

(Eine hitzige Diskussion zwischen den Brüdern entbrennt, aus der es Danger Dan letztendlich gelingt, unbeschadet zu entfliehen)

Danger Dan: Wir haben für euren Chefredakteur ein Geschenk mitgebracht. (überreicht ein Feuerzeug mit dem Logo eines konkurrierenden Online-HipHop-Magazins) (alle lachen)

rap.de: Wird ankommen; Wenn ihr „Aversion“ in eine Schublade stecken müsstet, wie würde die heißen?

Danger Dan: Das ist Revolutions-romantischer-Rüpelrap, der lieber Punk wäre und die einzig logische Konsequenz auf die Verkackung Deutschlands und des Rests der Welt.

Koljah: Ich würde den Schrank nehmen, alle Schubladen raus reißen, aufeinander türmen und ein großes Feuer machen. „Aversion“ verordne ich dann in der Glut des Feuers.

rap.de: Und direkt die nächste Kategorisierung: Wie seht ihr eure Position in der HipHop- und in der Punkszene?

Panik Panzer: Die Punk-Szene findet uns scheiße, denen sind wir zu poppig. Die HipHop-Szene findet uns zu punkig. Bleibt: Die Pop-Szene, das werden wir dann beim nächsten Album versuchen, aber denen ist es dann wahrscheinlich wieder zu viel HipHop oder eben auch wieder zu punkig.

Danger Dan: Also, auf den HipHop-Festivals spielen wir als Opener, auf den Punk-Festivals spielen wir als Headliner, aber nach diesem Album wird sich das ändern, da spielen wir dann auf den HipHop-Festivals als Headliner und die Punk-Festivals kaufen wir. (Gelächter) Wir sind halt die Kings und keiner merkt’s. Wir sind so was wie Friedrich Nietzsche, der ja auch ein King war, aber auch erst nach seinem Tod als King erkannt wurde und vorher ist er eben nur einsam durch die Gegend gerannt und keiner wollte mit ihm chillen, keiner hat ihn verstanden, sodass er schon zu den Tieren predigen musste, weil ihm sonst keiner zugehört hat.

rap.de: Würdet ihr denn sagen ihr habt eine Zielgruppe?

Panik Panzer: Zielgruppe, das ist so ein Begriff, der irgendwie direkt mit wirtschaftlichen Gedanken konnotiert ist. Nicht zwangsläufig, aber irgendwie habe ich direkt die Assoziation. Aus jeden Fall planen wir nicht am Reißbrett unsere Zielgruppe und denken uns: Ah, das könnte genau solchen Leuten gefallen. Ich bin selber mal gespannt, weil es ist tatsächlich so ist, dass sich in den letzten Jahren das Publikum sehr durchmischt hat – da sind verschiedenste Leute und es ist eine sehr sehr heterogene Masse. Das ist spannend zu sehen. Du hast da halt die HipHop-Fans, die du daran erkennst, dass sie irgendwelche Rappershirts tragen, dann ist da ein Punk mit ’nem Iro oder was weiß ich, da gibt es alles mögliche. Deswegen haben wir keine klassische Zielgruppe. Wir werden sehen wie sich das jetzt mit diesem Album ändert, wahrscheinlich bleibt es so durchmischt.

rap.de: Würdet ihr sagen, dass ihr eher eine Brücke schlagt zwischen Punk und HipHop oder dass ihr etwas neues darin schafft?

Panik Panzer: Das kann man gar nicht gleichwertig betrachten, weil der Punk- und der Rap-Anteil auf diesem Album einfach nicht gleichwertig ist. Im Endeffekt ist es ein Rapalbum, es hat aber mehr Punkeinflüsse als die meisten anderen Rapalben.

Koljah: Aber mit Einflüssen sind ja auch eher so textliche Einflüsse gemeint, musikalisch ist das ja ganz weit weg von Punk. Das hat nichts mit Punk zu tun, was wir da musikalisch machen. Wir zitieren halt ein paar Punkbands, das war’s. Im Nachhinein bauschen wir das so ein bisschen auf mit diesem Punkdings, aber ich weiß garnicht so genau was Punk ist – ob das ne Weltanschauung ist oder ’ne Musikrichtung oder ’ne Ruine. Eigentlich ist es halt einfach ne Rapplatte, die auch Punks gefallen könnte, die sich mit der Attitüde anfreunden können.

Danger Dan: Also ich schlage Brücken.

rap.de: Mit dem goldenen Baseballschläger? Kann man hoffen, dass die Homies von Caught in the Crack nochmal zurück kommen?

Koljah: Nein.

Danger Dan: Wenn dann müsste man das ja fürchten. Ich glaube nicht, dass sie nochmal zurück kommen, sie liegen wahrscheinlich irgendwo vercrackt und zugekokst in der Ecke.

rap.de: Das sind schlechte Neuigkeiten.

Danger Dan: Wer weiß, ich würde niemals nie sagen.

rap.de: Die Jungs sind ja unberechenbar.

Panik Panzer: Ja, aber das ist ja wie so ein Curse-Comeback, das sorgt dann für viel Gesprächsstoff und die Leute sagen: Hömma, musste jetzt hier irgendwas reanimieren?

Koljah: Die Geschichte von Caught in the Crack ist auch einfach fertig erzählt. Wir haben schon versucht neue Sachen zu machen, man kann dem aber eigentlich nichts mehr hinzufügen. Dieser Gangsterrap-Hype ist jetzt auch ein bisschen abgeflaut. Wenn wir irgendwann nochmal dumm genug sein sollten ein Satireprojekt zu machen, kommt vielleicht was ganz anderes. Casper in the Crack oder so.

rap.de: Wie steht es denn mit Kollaborationen untereinander? Oder ist jetzt erstmal für sehr lange Zeit nur Antilopen Gang geplant?

Danger Dan: Jetzt erst mal nur Antilopen Gang, bis alle wissen, dass die Antilopen Gang alles ist. Dann kann man auch mal versuchen etwas anderes zu tun, aber erstmal muss die ganze Welt verstehen: Antilopen über alles. (lachen)

rap.de: Guter Schlusssatz. Das war es jetzt auch eigentlich, danke euch.

Alle: Danke auch

Panik Panzer: Ciao (lacht ironisch) (macht Gag).

1 KOMMENTAR

  1. […] Ihr findet ja ziemlich viel scheiße. Euer Album heißt „Aversion“ und in einem Interview mit rap.de habt ihr auch mal gesagt: „Wir erzeugen Abscheu in der ganzen Welt.“ Gibt’s auch irgendwas, […]

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here