Interview mit Chakuza

 rap.de: Bezieht sich der Albumtitel eigentlich auf den Film „Magnolia“?

Chakuza: Nee, gar nicht. Also im Nachhinein gesehen ja, aber das war nicht meine Idee. Mir ging es um die Blume. Die Magnolia ist die erste Blume, die blüht. Und wenn die blüht, dann weiß man, dass es jetzt wieder warm wird. Und für mich hat das auch mit Verwelkung und Neuauferstehen zu tun und deswegen wollte ich einen Blumentitel. Mein Opa hat viele Blumen, der macht das als Hobbygärtner. Die Magnolia gefällt mir, seitdem ich klein bin und von daher war das für mich ein cooler Albumtitel. Ich hab das ja auch in Bezug auf meine zweijährige Pause gemeint und fand „Magnolia“ passt da perfekt. Ich wurde ja totgesagt nach den zwei Jahre. Jetzt geht’s aber wieder ab, hier bin ich wieder. 

rap.de: Du meintest gerade, mit dem Film habe es aber auch was zutun. Was?

Chakuza: Ja, wenn man den Film anguckt, werden dort, wie ich es auch auf der Platte gemacht habe, gewisse Situationen ganz genau beschrieben, bis ins kleinste Detail, und dann kommt wieder eine neue Situation. Das ist dann alles direkt aneinandergereiht. Und so kann man das eben auch auf den Film beziehen. 

rap.de: Was hast du in den zwei Jahren eigentlich gemacht, als du Auszeit gemacht hast?

Chakuza: Mich um meinen privaten Kram gekümmert, um mal im Kopf klar zu kommen. Ich habe falsche Freunde abgesägt, einfach mal reinen Tisch gemacht und mich wieder auf die echten Freunde besonnen, die ich vorher hatte, dann aber leider vergrault habe. Ich habe einfach aufgeräumt.

rap.de: Warst du denn die Zeit über in Österreich?  

Chakuza: Dort war ich nur ein Jahr. Und dann hatte ich die Schnauze voll, weil da hatte ich echt nur Leute, die mich ausgenutzt haben. Okay nicht nur, ich habe auch noch gute Freunde da unten, aber ich hatte mit sehr vielen Leuten zu tun, die nur mit mir rumgehangen sind, weil ich Chakuza bin und sie mit mir angeben konnten und irgendwann bin ich da drauf gekommen. Es kamen immer mehr Gerüchte und was weiß ich. Und dann habe ich gesagt, leckt mich alle, ich hau ab. Ja, und dann bin ich wieder nach Berlin abgehauen.

rap.de: Es muss ja manchmal auch etwas kaputt gehen, damit etwas neues entstehen kann.

Chakuza: Ja, das war das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe jetzt die besten Menschen um mich und das beste Team. Es steckt jeder so viel Liebe da rein. Ich komme noch gar nicht darauf klar, dass es eben auch so laufen kann, dass alle Menschen einem nur etwas Gutes wollen. Und das geht gerade und das ist cool. 

rap.de: Du meintest gerade, dass du für die Szene sozusagen tot warst. Ich sage ganz ehrlich, ich persönlich habe das auch gedacht. Aber dann bist du ja plötzlich mit der Nachricht rausgekommen, dass du jetzt bei Four Music bist und dein neues Album ansteht. War das alles schon vorbereitet?

Chakuza: Klar, ich wusste das natürlich schon lange, aber ich musste ja immer das Maul halten. Das musst du dir mal vorstellen, wenn du immer so hörst, ja nee, bei dem geht nichts mehr. Und ich selber weiß, ich sitze auf so einer großen Bombe – von wegen, wenn ihr wüsstet! Das hat schon Spaß gemacht. Aber es war auch manchmal schwer.

rap.de: Hast du dich denn nie verquatscht?

Chakuza: Nee, aber es war wirklich schwer. 

 

 

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