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Yung Hurn – Sie schauen (prod. Emphasis) [Video]

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Alle hassen Yung Hurn, aber alle schauen trotzdem. Darum geht’s im neuen Video „Sie schauen“. Der wolkige Synthiebeat wurde von Emphasis produziert.

„Sie schauen“ ist eine weitere Singleauskopplung von Yung Hurns Debütalbum „1220“. Das gute Stück soll im Frühjahr erscheinen, geplant ist der 4. Mai.

Zuletzt war Yung Hurn mit seinen Tracks „Mhm“ und „GGut“ am Start, die beide von Stickle produziert wurden.

Yung Hurn – Mhm (prod. Stickle) [Video]

Kollegah vs. Bild & RTL: Was in der Diskussion alles schief läuft

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Rapper streiten sich mit Medienvertretern – das ist nicht neu. Der Kollege Mathias Hansen hat das schwieriger Verhältnis auf allgood.de letztes Jahr sehr ausführlich aufgeschrieben. Die derzeit tobende Auseinandersetzung zwischen Kollegah und Farid Bang einerseits sowie RTL und der Bild andererseits eröffnet in dieser Hinsicht ein neues Level – und läuft dabei in so vielerlei Hinsicht schief. Eine Bestandsaufnahme.

Der Vorwurf von Bild und RTL ist Quatsch

Zunächst mal ist der Vorwurf, den RTL und die Bild erheben, Quatsch. Die Zeile „Körper definierter als von Auschwitz Insassen“ ist geschmacklos, aber nicht antisemitisch. Wie Farid und Kolle in ihrer ersten Reaktion noch richtig betonten, sind solche bewussten Tabuverletzungen im Battle-Rap gängig. Muss niemand gut finden, darf man sogar scheiße finden. Aber: Antisemitismus ist etwas anderes.

Dass ausgerechnet die Bild und RTL den moralischen Zeigefinger auspacken wollen, ist zudem ekelhaft. Beide Medien missbrauchen die Pressefreiheit, wenn sie zynisch und einseitig über Minderheiten berichten, gegen Geflüchtete hetzen oder menschliches Leid zynisch für Auflage, Klicks und Quote instrumentalisieren.

Kollegah wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

Diese erste Reaktion reichte Kollegah aber offensichtlich nicht. Er sah sich berufen, ein längeres Video zu veröffentlichen, in dem er die Berichterstattung von Bild und RTL als Hetzkampagne bezeichnet und seine Fans zum „Widerstand“ aufruft. Das alles in einem Duktus, der an Populisten und Verschwörungs-Ideologen erinnert („Mainstreampresse“, „das Volk“ etc.) – und unter Verwendung einer antisemitischen Karikatur.

Das Video stammt laut eigener Aussage vom YouTuber Mois. In einem weiteren Video auf seinem eigenen Channel liefert dieser dafür eine auffallend wenig überzeugende Begründung für die Verwendung der ekelhaften Zeichnung. Mit unfassbar dummen Aussagen wie „Es ist eine Tatsache, dass die größten Mächte auf der Welt den Juden gehören“ offenbar er zudem seinen eigenen, tief sitzenden Antisemitismus.

Kollegah selbst betont, mit dem Video nichts zu tun gehabt zu haben. Wie glaubwürdig das ist, kann jeder selbst entscheiden.

Glaubwürdig oder nicht: Es zeigt so oder so, dass das Problem weit tiefer sitzt. Antisemitismus in offener Form, als Hass auf das jüdische Volk, ist seltener anzutreffen als eine versteckte Form, die sich etwa in Klischees von reichen Juden, die alles kontrollieren, äußert – etwa in solchen Karikaturen oder den Aussagen von Mois.

Gefährliche Denkmuster

Diese unterschwelligen antisemitischen Denkmuster stecken auch in den meisten Verschwörungstheorien – und da schließt sich ein gefährlicher Kreis. Das Video von Kolle, in dem dieser Bild und RTL angreift, enthält jede Menge Klischees, die aus dem Baukasten antisemitischer Theorien von (jüdischen) Medien als Volksvergiftern stammen.

Und damit sind wir beim eigentlichen Problem: Verschwörungstheorien, wie sie Kollegah seit einiger Zeit immer offener vertritt und öffentlich verbreitet („NWO“, „Apocalypse“), basieren mehr oder weniger alle auf antisemitischen Weltsichten. Oder anders gesagt: Antisemitismus ist der Urknall aller Verschwörungstheorien. Der Ausgangspunkt, die Urform und bis heute wirkmächtig. Das übersehen viele Anhänger dieser Theorien leider komplett.

Offene Diskussion muss her

Deshalb genügt es nicht, festzuhalten, dass die eingangs erwähnte Zeile nicht antisemitisch ist, darauf zu verweisen, dass es mit Sun Diego nun auch einen jüdischen Rapper gibt – und dann einfach zur Tagesordnung überzugehen.

Die Auseinandersetzung zwischen Kollegah und Bild/RTL zeigt vielmehr, dass antisemitische Denkmuster meist unterbewusst wirken, nicht wie ab 1933 als offene Vernichtungsphantasie und -praxis, sondern als dumpfe Ursuppe, die besonders in verschwörungsideologischen Theorien immer wieder an die Oberfläche geschwemmt wird.

Und ähnlich wie Diskussionen um Rassismus geht es darum, diese versteckten Formen, die auch denen, die darauf hereinfallen (wie in diesem Fall Kollegah) oft nicht bewusst sind. Wie Bild und RTL versuchen, die beiden Rapper an den Pranger zu stellen, ist widerlich, heuchlerisch und trieft vor Doppelmoral. Was viel wichtiger ist: Offen über die allgegenwärtigen unterschwelligen antisemitischen Denkmuster zu sprechen – und diese zu entzaubern.

 

 

Schwesta Ewa – Schubse den Bullen [Video]

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Schwesta Ewa droppt ihr erstes Video zum Song „Schubse den Bullen“.

Der Song erscheint auf ihrem neuen Album „Aywa“, welches ab dem 1. Juni am Start sein wird. Das Cover steht auch fest – und zeigt die Frankfurterin nackt in Geld badend.

Nach ihrem Debütalbum „Kurwa“ im Jahre 2015 handelt es sich bei „Aywa“ um ihr zweites Solowerk.

Schwesta Ewa kündigt Album „Aywa“ für Juni an

MC Bomber feat. DCVDNS – Männersache [Video]

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MC Bomber veröffentlicht pünktlich zum Release Tag sein Video „Männersache“. Als Featuregast hat er sich DCVDNS ins Boot geholt.

„Männersache“ ist auf dem brandneuen Album „Gebüsch“ vorzufinden, welches über Proletik erschienen ist.

Zuletzt verfilmte MC Bomber bereits die Songs „Gebüsch“, „Mekka der Dopeness“ und „Actiontrap“ feat. Tiger.

Der selbsternannte Reinhold Messner des Raps, MC Bomber, war kürzlich Gast in unserem Format Realtalk. Gemeinsam mit Crackaveli und unserem Moderatoren-Duo Alex & Musti wurde eifrig debattiert.

https://rap.de/rap-de-tv/126207-realtalk-mc-bomber-crackaveli-gzuz-powerbausa-indizierungen/

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Schwesta Ewa kündigt Album „Aywa“ für Juni an

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Schwesta Ewa bringt ihr neues Album „Aywa“ am 1. Juni raus. Das Cover steht nun fest und zeigt die Frankfurterin nackt in Geld badend.

„Aywa“ ist arabisch und bedeutet übersetzt „Ja“. Klanglich lehnt es sich natürlich an Ewas Vornamen an.

Die bei Xatars Label AON unter Vertrag stehende Ewa muss wohl schon bald ihre Haftstrafe antreten. Bevor sie zweieinhalb Jahre einfährt, beglückt sie ihre Fans noch mal mit neuem Output.

Nach ihrem Debütalbum „Kurwa“ im Jahre 2015 handelt es sich bei „Aywa“ um ihr zweites Solowerk.

Das erste Video „Schubse den Bullen“ ist bereits am Start:

Schwesta Ewa – Schubse den Bullen [Video]

Gringo feat. Trettmann – Wonderland (prod. Goldfinger) [Video]

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Gringo und Trettmann präsentieren ihr gemeinsames Video zur Single „Wonderland“.

Produziert wurde das gute Stück selbstverständlicherweise von Goldfinger. Mit dem versierten Produzenten arbeitet Gringo häufig zusammen.

Zuletzt war Gringo mit seinem Video „Haribo“ am Start.

Review: Antifuchs – Stola

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IWAIKN – Ich will, aber ich kann nicht: Antifuchs, Maske, Wolfpack, Rooq, eine stabile erste EP und eine FRAU. Da können die Punkte, über die man fernab vom Geschlecht sprechen könnte, noch so einen großen Schatten werfen… Am Ende werde auch ich nicht um das Gendering herumkommen. Doch obwohl sie es auch noch in fast jedem Track, mal mehr und mal weniger, zum Thema macht, ist es mir in ihrem Fall schlichtweg egal – so viel vorweg.

Inhaltlich geht „Stola“ direkt in die Vollen. Ähnlich wie Lakmann auf „Aus dem Schoss der Psychose“ packt Antifuchs ihre ernstesten Zeilen an den Anfang:

„Aufgewachsen zwischen „Digga“, kaltem Wind und bisschen Platt
Russisch fluchenden Verwandten, ‚Idi nahui cyka bljad!‘
In der Schule Außenseiter, weil die Baggy auf halb acht

Jeden Sonntag aufm Platz, trotzdem Abitur geschafft.“

Das war es aber auch schon mit den wirklich intimen Einblicken. Anders gesagt: Ein Debüt-Album ist für alle zumeist eine große Sache und dementsprechend ist der Themenkosmos auch zu oft der gleiche und oft gehört.

Inhaltlich bricht „Stola“ nie so wirklich daraus aus. Anti fürs Leben, gepflegter Battlerap und jede Menge Kush. Gesellschaftskritik beschränkt sich hier auf den Wunsch, immer die Sorte zu haben, die man will. Trotzdem schafft Antifuchs es, durch ihren Style das Album interessant zu halten.

Geht es um den viel diskutierten roten Faden, hat sie es eher losgelöst als zusammenhängend gehalten – wie es sich für ein Debütalbum nun einmal gehört. Es wurden die passenden Instrumentals gepickt/gebaut, die das jeweilige Thema mit der richtigen Stimmung untermalen oder bei Battletracks drücken müssen. Dank Rooq als Executive Producer gibt es den klassischen 90s-Boom-Bap-Flavor, wenn man ihn braucht und wie man ihn von von Witten Untouchable gewohnt ist, und dank Newcomer-Standing durfte er auch vereinzelte Experimente und Innovationspunkte setzen.

Antifuchs selbst steht mit „Stola“ in direkter Tradition irgendwo zwischen ihrem Produzenten und ihrem Label – Rooq und Wolfpack – wobei die Waage stärker zu Ersterem tendiert. „Deutsche Rapper sind nur Hunde / Kein Deut besser als ’n Bulle“, rappt sie berlinerisch kaltschnäuzig im Video zu „Beef“, aber gleichzeitig gibt es auch genug Fuchs-Metaphern und Lines, die in einem klassischen Representer- und Battletrack nicht fehlen dürfen. Gerade die smoothen „Lauter“, „Alter Hase, Junger Fuchs“ und der für mich stärkste Track „Preach“ zeigen, dass True School kein Mindestalter besitzt. Natürlich wirkt schnörkelloser, technisch guter Rap über Rap gleich ganz anders, wenn er von einer zierlichen Frau kommt.

Props kann man trotzdem oder gerade deshalb genug geben: Antifuchs kann ohne erkennbare Mühe amtliche Flowpatterns raushauen wie auf „High Class White Trash“ oder „Beiseite“, ohne dass sich ihre Stimme überschlägt oder penetrant wirkt und dabei trotzdem einen mindestens genauso intensiven Brief an ihre Mutter verfassen („Mama“). Im Allgemeinen hat sie ihre Stimme perfekt unter Kontrolle, „schreit“ an den richtigen Momenten („Joints und Jordans“), um im nächsten Moment in sanften, aber unpoppigen Singsang zu verfallen. Letzteres ist in „Lauter“ und „Preach“ das Salz in der Suppe!

Antifuchs auf Albumlänge ist eine ganz spannende und vielversprechende Sache. Eine Mischung aus Arroganz, Selbstsicherheit und Rap, mit der ich mich schnell angefreundet habe. Für Album Nummer zwei kann dann inhaltlich gerne weiter ausholt werden, aber manchmal reicht guter Rap, um zu gefallen. Zudem erklingt ein Outro, das wirkt wie ein Intro – und den Hörer in Cliffhanger-Manier mit jeder Menge Vorfreude zurücklässt.

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John Known – Vertraulich (prod. SugaBoy) [Video]

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John Known haut sein Video zum Song „Vertraulich“ raus. Den Beat hat SugaBoy gebaut.

„Vertraulich“ ist auf der „S01E03“-EP erschienen, die seit heute auf dem Markt ist.

Bei „S01E03“ handelt es sich um die dritte und finale EP, sozusagen dem Staffelfinale. Die Release Party wird am morgigen Freitag, den 30. März im Berliner Badehaus gefeiert.

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