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Review: Sam James versucht, sich und seinen Frieden zu finden

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Sam James kann man kennen – zum Beispiel, weil er sich neulich als Producer des Tracks „Kopfherz“ von Holy Modee einen Namen machte. Nun hat er mit „Sam vs. die Welt“ im Mai sein Debütalbum an den Start gebracht, auf dem sieben Tracks zu finden sind. Die Platte sieht nach einem DIY-Projekt mit viel Herzblut und Unterstützung von Freunden aus: die Beats stammen alle von Sam James, nur der Song „Streben nach Glück“ wurde gemeinsam mit hashtagfourbeats produziert. Ansonsten sind mit Cherubin auf „Keiner von uns“ und mit Chevy auf „Rari Schwarz“ zwei Featuregäste auf dem Album vertreten.

New Generation

Schon der Titel „Sam vs. die Welt“ spiegelt die Thematik wider, die sich durch das gesamte Album zieht. Wie es seiner Generation so oft und schön nachgesagt wird, struggelt auch Sam James irgendwo mit sich selbst und versucht, seine Identität zu finden, zu festigen und das Chaos in seinem Kopf zu sortieren. Dabei setzt er musikalisch jedoch nicht auf düstere und schwere Beats mit krampfhaft deepen Texten, sondern liefert ein ehrliches Album mit Höhen und Tiefen.

Dass man Sam James der neuen Generation zuschreiben kann, merkt man spätestens an der Wortwahl des Rappers. Ausdrücke wie „Baby gib mir mehr von deiner Liebe“, „Shawty“ oder eine kleine „scurr“-Adlib finden auf dem Album Platz und unterstreichen somit den zeitgenössischen Stil von Sam James. Natürlich gibt es in der Qualität der Aufnahmen Luft nach oben, allerdings wissen wir seit dem enormen Erfolg diverser Soundcloud-Rapper, dass dies vor allem von Seiten der Fans oftmals zweitrangig ist. Für die Bewertung der musikalischen Leistung eines Künstlers sowieso.

Kopffick

Auf dem gleichnamigen Song „Sam vs. die Welt“ bringt er es auf den Punkt: „Pass auf was du dir wünscht, Bruder wünsch‘ besser gar nichts / ich wollt‘ immer anders sein, jetzt sagt der Arzt ich bin manisch“. Der Song „Atosil (Albtraum)“ verdeutlicht genau das, was ihm anscheinend so zu schaffen macht: Nicht mit sich selbst klarzukommen. Bei Atosil handelt es sich um ein Antipsychotikum, welches eine beruhigende Wirkung hat. Mit dem besagten Medikamentenkonsum hofft er also, sich selbst und seine hektischen Gedanken beruhigen zu können.

„Ich will kein Drama, ich weiß nur dass ich heut‘ wieder nicht klarkomm‘ / was ist mit Karma, irgendwie denk‘ ich daran immer wenn ich nicht klarkomm’“.

Beim Track „Streben nach Glück“ spricht Sam James ausschließlich auf den von hashtagfourbeats produzierten Beat: „Ich schreibe das hier aus dem dunkelsten und furchtbarsten Ort, an dem ich mich jemals befunden hab‘, egal ob geografisch oder wo auch immer meine Seele sich gerade aufhalten mag“. In einem Monolog erzählt er davon, sieben Regeln auf dem Weg zu sich selbst konstruiert zu haben, nach denen er versuchen möchte zu leben. Diese beinhalten die kleinen Dinge im Leben wertschätzen zu lernen, an sein eigenes Können zu glauben und sich nicht über Kleinigkeiten zu beschweren. Stattdessen möchte der junge Kölner sich daran erinnern, dankbar dafür zu sein, Musik machen zu können und somit seiner Leidenschaft nachgehen zu dürfen.

Man selbst sein

„Würd‘ nicht sagen ich bin besser, doch ich leb‘ in meiner Welt“.

Die Songs wirken jedoch trotz inhaltlicher Tiefe keinerseits verkrampft, sondern geben Einblicke in die Gedanken eines jungen Menschen und scheinen dabei äußerst authentisch, denn Sam James versucht nicht, irgendwelche psychischen Krankheiten zu verherrlichen und uns als Modeerscheinung zu präsentieren.

Thematisch handelt das Album aber nicht ausschließlich von Sam James negativer Gedankenwelt. Durch die Kombination aus futuristischen Beats, ehrlichen Aussagen und einigen eher oberflächlichen Lines über Mädchen und seinen Graskonsum schafft er es dennoch insgesamt, mit „Sam vs. die Welt“ ein vielseitiges, aber zugleich durchdachtes Album zu liefern.

https://www.youtube.com/watch?v=ddNgx6IlfSY

So war das Splash 2018: Enttäuschendes Line Up voller Highlights

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Alle Jahre wieder pilgern tausende Rapjünger zum Splash-Festival, in freudiger Erwartung dicker Beats, warmen Getränken und einem See, der gleichzeitig erfrischend und auch ein wenig widerlich ist. Zwischen dampfenden Dixis und trichternden Deppen traute sich auch unser Redakteur Simon dieses Jahr einmal in die tobende HipHop Menge. Warum er sich immer noch nicht ganz sicher ist, ob er vom Splash enttäuscht oder begeistert sein soll, berichtet er hier.

Wie fängt man so einen Artikel an? Mit einer wüsten Schimpftirade über schlechte Acts? Oder doch einer Lobeshymne auf die großartigen Auftritte mancher Künstler? Ich versuch es einfach mal von vorne.

Als unglaublich professioneller Festivalbesucher kaufte ich mir mein Splash-Ticket, bevor ich auch nur einen Blick auf das Line Up geworfen hatte. Schöne Scheiße, dachte ich da, als ich mir dann doch ansah, wer da alles aufmarschierte. So war ich wirklich nicht begeistert, da ich wenige der Artists in meiner Freizeit tatsächlich höre. Klar ist das mein sehr subjektiver Rapgeschmack. Manch einer wird wohl in frenetische Schreikrämpfe ausgebrochen sein, als Headliner wie Casper oder Cro präsentiert wurden, ich bin es nicht.

Einzig die Vorfreude, mit meinen Leuten auf dem Zeltplatz diversen Tätigkeiten nachzugehen, trieb mich überhaupt noch aus meiner Berliner Behausung hinein in die Provinz. Nach stundenlangem Anstehen an dem(viel zu kleinen!) Eingang und dem müßigen Aufbau des Zeltes bei über 30 Grad, begann mein Splash 2018.

Hier möchte ich einmal einen klaren Cut machen und den Rest des Artikels in zwei Abschnitte unterteilen. Zum einen will und muss ich darüber sprechen, was mir negativ aufgestoßen oder einfach komplett schief gegangen ist. Wenn ich mich über schlechte Technik und Organisation beschwere, ist mir völlig klar, dass ich mich natürlich in einer angenehmen Position befinde: Ich habe keinerlei Verständnis für den enormen Aufwand und die Funktionsweise der riesigen Anlagen, noch könnte ich jemals eine so gigantische Veranstaltung organisieren. Doch als Konsument sind mir gewisse Punkte wirklich negativ aufgestoßen über die ich mich auch beschweren darf und werde. Doch keine Sorge, nach jedem Gemecker kommt auch eine ordentliche Portion Lob.

David Battle – Ich sage nix [Video]

David Battle bezieht sich mit „Ich sage nix“ auf die „Drei Affen“, die aus einem japanischen Sprichwort stammen und für den Umgang mit dem Schlechten stehen. Der erste Affe hört nichts, der zweite Affe sagt nichts und der dritte Affe sieht nichts.

Was für David Battle das Schlechte ist, wird schnell klar und so führt er die ewige Freundschaft zwischen Rappern und der Polizei in seinem Track fort.

Das Video zeigt ihn in seinem alltäglichen Leben und im Verhör mit einem Cop, bei dem er dann doch wiederwillig redet, seine Standpunkte klarmacht, leicht beleidigend wird und sich rechtfertig.

Kulturerbe Achim – Bademeister (prod. C.Frederico x Mo) [Video]

Nach „Mein Anwalt“ nimmt Kulturerbe Achim mit „Bademeister“ nun den nächsten Beruf in einem gewohnt ironischen Track auseinander. Vom Flow her eher ruhiger als das, was wir von dem Berliner gewohnt sind, bleibt er sich beim Lyrik treu.

Beste Line: „Und wenn ich seh, dass einer von der Seite springt, tunk‘ ich jeden von euch unter bis die Leiche schwimmt“.

Das Video besticht durch amateurhaft aufgenommene Badeunfälle, bei denen der Herr Bademeister gebraucht worden wäre, à la „Upps! die Pannenshow“ – macht richtig Bock auf Baden. Aber Achtung: Schwimmflügel nicht vergessen!

Money Boy – Juwelen und Edelsteine [Audio]

Money Boy aka YSL Know Plug ist zurück und droppt seinen neuen Track „Juwelen und Edelsteine“.

„Ich muss für mein Geld ziemlich hart worken / eine Bitch tut für mich in meinem Bad twerken/ Ich möchte ab sofort glücklich jeden Tag leben / bis sie mich eines Tages in ein Grab legen“.

Mit Autotune und einer wunderschön schief gesungenen Hook beschwört der Boy also seine Liebe und Sucht zu den bunten Steinchen.

https://www.youtube.com/watch?v=aeXP5VfRxNo

Hayat & Matondo – Sie haben Angst [Video]

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Hayat und Matondo verbreiten Furcht und Schrecken in ihrem neuen Song „Sie haben Angst“.

Die beiden Freunde rappen über ihren Werdegang und representen sich klassisch. Inhaltlich ist das zwar nix neues, aber die stimmungsvolle Hook und das klasse Video von AusmBlock, bleiben hängen.

Es ist der erste Song der beiden auf ihrem gemeinsamen Kanal, nach Matondos Single über Jerome Boateng, welche am deutschen Vorrundenaus aber auch nichts mehr ändern konnte.

 

Cr7z & Snowgoons – Dawn (prod. Snowgoons) [Video]

Cr7z droppt gemeinsam mit den Snowgoons das Video zu ihrer neuen Single Dawn“. Dj Eule führte Regie. Die Snowgoons produzierten den Beat.

Cr7z schlägt auf einem hohen Flowlevel gesellschaftskritische Töne an. Fehlende Rücksichtnahme und Achtsamkeit sind nur einige der Attribute, die ein Dorn im Auge von Cr7z darstellen. Außerdem berichtet er von seinem Nachbar, der beinahe verstorben wäre – im letzten Augenblick konnte ihm von den Ärzten das Leben gerettet werden:

„Gut, dass ich achtsam war – gut, dass sie sich gekümmert haben / Zu viele Wichser draußen denken nur an ihren Arsch / Gott sei Dank hab’n die Helfer ihn nicht zu spät geholt
Sie meinten zu mir: ,Noch einen Tag länger und er wäre tot.'“

Der Track ist auf der „Newline EP“ auffindbar. Sie wurde am 15. Juni veröffentlicht.

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Jalle feat. Sierra Kidd & Freezy – Rock right now [Audio]

Jalle veröffentlicht gemeinsam mit Sierra Kidd und Freezy den Track „Rock right now“.

„Kann nicht fallen – die Gang fängt mich auf.“ Kidd ballert Flows und liefert eine Hook mit typischem Sierra Kidd-Charme ab. Zudem beweisen Jalle und Freezy, dass sie der Leistungshöhe von Kiddo in nichts nachstehen.

Der Track wird auf dem Mixtape „Medizin & Therapie“ von Jalle vertreten sein. Das Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt.

Zuletzt verschob Sierra Kidd sein Album „Real Life“.

 

 

 

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