Start Blog Seite 3956

Amerikanische HipHop-Artists heimlich von Polizei überwacht

0

Angeblich zum Schutz von Leuten wie P. Diddy, DMX und 50 Cent sind in den USA umfassende Überwachungsaktionen durchgeführt worden. Dies berichtete die Zeitung „The Miami Herald“, unter Berufung auf Polizeibeamte. Zahlreiche Rapper und ihre Entourage sollen demnach bei der Ankunft am Flughafen, in Bars und Hotels heimlich fotografiert worden sein. Detaillierte Informationen, über diverse Verhaftungen und Komplizen der Rapper und deren mutmaßlichen Gangs, werden angeblich in einem polizeilichen Aktenordner gesammelt. Die Überwachungsaktion soll bereits seit Juni 2001 laufen, nachdem im Rahmen eines Party- und Konzertwochenendes, mit 250.000 HipHop-Fans in Miami Beach, 211 Besucher, wegen ungebührlichem Benehmen, festgenommen wurden. Einige Rapper und Vertreter der Musikindustrie haben die jetzt bekannt gewordene Polizeiaktion als rassistisch und überflüssig kritisiert.

Planet Asia – The Grand Opening

0

Das neue Album vom Cali Agent Planet Asia, The Grand Opening kommt über Avatar Records raus und bringt dem Konsument den Sonnenstaat Kalifornien etwas näher. Aus 14 Tracks und einem Intro besteht das überwiegend gute Album des Cali MCs. Dass auch Planet nicht am Jiggy-Club-Kram vorbei kommt, wird beim Track It´ s All Big mehr als deutlich. Hier rapt Planet über eine bouncende Club-Produktion von J. Wells und beweist, dass nicht nur Dr. Dre, Em oder 50 clubtaugliche Mucke machen.

Mein Favorit auf der Platte ist mit Abstand der Track Paper Up, produziert von Altmeister Kutmasta Kurt. Dieser Track verbreitet gute Laune mit einem melodischen Gitarren-Sample.

Es gibt jedoch nicht nur Positives über die Platte zu berichten, beispielsweise ist der Song, den Planet Asia mit Ghostface (ehemals Killah) vom Wu-Tang Clan aufgenommen hat, eher mittelmäßig – und ich denke, dass dieser den gewünschten Effekt und Erfolg verfehlt.

Auf The Grand Opening gibt es somit gute und auch schlechtere Tracks, doch zählt nur das Gesamtprodukt, und das ist doch ganz ordentlich. Für Fans der Cali Agents ist diese LP ein Pflichtkauf, da der Song mit Rasco The Greatest eine echt Bombe ist. Und wer sowieso ein Liebhaber von Westküsten-Musik, außerhalb von Player-Pimp-Hustler-Style ist, sollte The Grand Opening genau deshalb sein eigen nennen.

Snoop Dogg bringt uns Haarshampoo

0

Manche packen sich Morgenurin in`s Haar, Andere schwören auf Pferdeshampoo und ich schwöre feierlich, ab heute nur noch mit Snoops neuestem Megacoup zu dealen. Gerüchten zu Folge plant Snoop Dogg nämlich in`s Kosmetikgeschäft einzusteigen und eine Haarshampoo-Linie zu kreieren. Somit ist er nun nicht länger „nur“ Rapper, Schauspieler und Pornofilmproduzent, sondern demnächst auch verantwortlich für Haarprachten wie der seinigen.

Seeed erhalten Echo Award

0

One for the Money, two for the Show: Seit 1992 verleiht die Deutsche Phono-Akademie – das Kulturinstitut der Phonographischen Wirtschaft – den Echo Award an die kommerziell erfolgreichsten Künstler des vergangenen Jahres. In diesem Jahr durften sich für ihre Verkaufstärke u.a. Seeed („Music Monks“ / Beste Gruppe National-HipHop / R`n`B), 50 Cent („Get Rich Or Die Tryin`“ / Bester Künstler International-HipHop / R`n`B) und RZA feat. Xavier Naidoo („Ich Kenne Nichts“ / Rock-Pop Single International) feiern lassen. Ansonsten machte Deutschland erneut eindrucksvoll klar, dass DSDS – in welcher Form auch immer – ruled, solange die Kasse stimmt. What a thing.

Obie Trice unterwegs in Deutschland

0

Obie Trice ist für drei Shows in Deutschland und jeder der etwas auf den Zögling der Shady Bunch hält, sollte sich auf die Socken machen, denn drei Veranstaltungen sind schnell ausverkauft. Die Konzerte finden in München, Hamburg und Köln statt, genauere Informationen dazu findet ihr in unserem Veranstaltungskalender. Außerdem könnt ihr bei uns exklusiv 2×2 Eintrittskarten für eines der drei Obie Trice Konzerte gewinnen.

Various Artists – Bad Boy´s 10th Anniversary… The Hits!

0

Die erste Dekade ist geschafft. Der kleine schlimme Junge hat den Weg zur absoluten Weltspitze des Musikbusiness gemeistert. Pünktlich zur 10-Jahres-Feier bietet Bad Boy seinen neuen und alten Fans noch einmal die Möglichkeit, die vergangenen Hits auf einer CD genießen zu können. Natürlich nicht ohne kleine Extras.

So startet die CD mit einer neuen Version des P. Diddy Hits Victory, der nicht nur die 2004 als Titelzugabe bekommen hat, sondern auch 50 Cent und Lloyd Banks als Gäste aufweisen kann.

Danach folgen diverse Klassiker wie der Flava In Ya Ear Remix von Craig Mack, Hypnotize und Big Poppa von B.I.G., Whoa von Black Rob, P. Diddy selbst mit All About The Bejamins feat. Lil´Kim, Biggie und The Lox.

Die Compilation ist, wie die meisten anderen auch, für Leute, die Lust haben, sich Titel wie Mo´ Money Mo´ Problems, Can´t You See oder Feel So Good von Mase noch einmal zusammengestellt auf einem Album zu sichern.Natürlich darf auch I´ll Be Missing You von P. Diddy und Faith Evens nicht fehlen.

Als kleines Bonbon gibt es dann noch einen bisher unveröffentlichten Track von Mase, der ja mittlerweile sein Mikro an den Nagel gehängt hat, um die ganze Sache abzurunden.

Heutzutage ist es natürlich so, dass es mit einer CD nicht getan ist. Also gibt es das 10-jährige Jubiläum auch als DVD-Version. Hier findet man elf Videos der Bad Boy Family, wie z.B. Biggies aufwendiger Hypnotize-Cilp, Craig Macks Flava In Ya Ear Remix-Video uvm. Außerdem gibt es ein Behind The Scenes Interview mit dem Bad Boy himself, Sean Combs, zu sehen.
Bad Boy! It´s Time to play…

Marius No.1 – The Record Player

0

Er hat sie erreicht, die verflixte Sieben. Die neue EP The Record Player ist die siebente Veröffentlichung auf seinem eigen Label Chiefrocker Records und meiner Meinung nach eine ganz starke.

Die Rede ist von Marius No.1, seines Zeichens DJ und Produzent, wohnhaft in Hamburg, von wo aus er seit Jahren schon seine Fans mit qualitativ hochwertigem Soundmaterial versorgt. Marius, der bereits für verschiedene Labels und Künstler gearbeitet hat, unterstrich sein Streben nach Unabhängigkeit 1998 mit der Gründung von Chiefrocker Records. Hier hat er nun die Möglichkeit, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und jeden Schritt des Prozesses selbst bestimmen zu können, was sich in der Vergangenheit durch sehr gute Scheiben wie Owners Manual oder Germoney ausdrückte.

Mit seiner Musik landete er bisher keinen Hit, was die Verkaufscharts anbetrifft, aber das ist auch weder sein Ansatz noch sein Anspruch. Wie jeder weiß, hat die Qualität von Musik schon lange nicht mehr viel mit der Platzierung in den Charts zu tun. So hat Marius das Level seiner Produktionen immer sehr hochgehalten, ohne sich irgendwelchen Trends unterwerfen zu müssen, nur um ein paar mehr Tonträger zu verkaufen.

Auch die neue Platte, die es seit einigen Tagen zu kaufen gibt, hat noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihr ohne Zweifel zusteht. The Record Player ist, wie es so schön zutreffend im Pressetext zur EP heißt, …ein echtes und selbstständiges Werk in einem relativ traditionellen Rahmen.

Das bedeutet, dass Marius nicht zwanghaft versucht, sich komplett neu zu erfinden. Seine Weiterentwicklungen liegen im Detail, es lohnt sich also, auch bei diesem Werk wieder genau hinzuhören.
Der erste Track May I feat. Grand Agent geht einem auch sofort durch Mark und Bein. Der frische, melodisch schwingende Beat setzt Frühlingsgefühle frei, und Grand Agent kann seinen Flow voll zur Entfaltung bringen  eigentlich ist das Stück besser, als alles, was ich auf GAs letztem Album gehört habe. Das Instrumental groovt so leicht und locker, dass man die Komplexität der Produktion erst beim zweiten Hinhören wirklich mitbekommt.
Kein geringerer als Mirko Machine gibt dann auch noch einige seiner Cuts zum Besten, die den Track abrunden und zu einem echten Highlight machen.

Bei unserem letzten Interview mit Marius hatte er angekündigt, dass der mit seinem Portablen DAT-Recorder die Bahnhöfe abklappert und Geräusche aller Art aufnehmen werde, um diese dann in einen Track umzuwandeln. Auf Heimfeld, der sechsten Chiefrocker-V.Ö., hat er diese Geräusche dann tatsächlich zu Songs verarbeitet. Aber einen kleinen Rohdiamanten hat sich Marius glücklicherweise für The Record Player aufgehoben.

Take The Train ist das Ergebnis dieses Soundmosaiks. Bukue One aus der Bay Area (Oakland) & EMC rappen hier in Höchstform über ihre Liebe zu Graffiti.
Wer sich fragt, wer, neben den genannten Gästen, oder auch BAS 1 aus San Francisco, der auf Conspiracy Theory RMX gefeaturet wird, ein gewisser Julian Rutkowski ist, dem sei geantwortet: Er ist ein Beatschrauber, der Marius vor einiger Zeit mal ein Demo zugeschickt hat und den Altmeister damit so sehr überzeugen konnte, dass Marius den Track in überarbeiteter Fassung gleich mit auf das Album genommen hat.

Mit The Record Player hat Marius No.1 einmal mehr ein absolut professionelles, frisches, eigenwilliges Werk rausgebracht, dessen einzige Schwäche nur die ist, dass man nach knapp über 20 Minuten noch lange nicht genug davon hat!
Da kann man nichts machen, außer: die Scheibe umdrehen, sie sich noch einmal anhören.

Encore – Layover

0

Der aus dem Sonnenstaat Kalifornien stammende MC Encore releasete am 08.03.2004 sein zweites Album Layover über Hiero Imperium (Hieroglyphics). Genau um dieses Werk geht es in diesem Review.

Dem mir vorliegenden Infotext kann ich entnehmen, dass er sich mit Layover einen Flug aus den Shi*, der Undergrond genannt wird, buchen will. Er sagt, dass der sogenannte Underground nicht aus Ich fi** das System bestehe, sondern ursprünglich daraus, dass talentierte MCs ihr Ding machen. Doch sei der heutige Underground überflutet mit unqualifizierten, unfertigen Songs von Backpack-Rappern.

Dass Encore diese Meinung vertritt, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album, und dass er sich nicht mehr zu diesem Underground zählen möchte, ist auf der Scheibe deutlich zu hören. Die Songs auf Layover sind überwiegend sehr ruhig gehalten und eher Mainstream-orientiert. Viele werden jetzt bestimmt befürchten, dass dabei nur Schei*e rauskommen könnte, doch so ist es keineswegs. Die Beats von Jake One, Vitamine D und Architect sind strictly real HipHop und grooven ordentlich.Interessant sind ebenfalls die Gäste, die Encore auf seinem Album featuret. Beim Track Traditional Slick Talk sind neben Encore noch Opio & A Plus von den Souls of Mischief vertreten. Dass dieser Song eine Bombe sein muss, versteht sich von selbst. Auch ein tighter Track ist City Loving, zusammen mit Pep Love. Ein Track mit pumpendem Beat, der mit einem Trompetensample versehen ist. Dieser Song entwickelte sich sofort zu meinem Lieblingstrack auf der Scheibe.

Natürlich gibt es auf Layover auch Songs, die nicht ganz meinen Geschmack treffen, doch ist das Gesamtwerk entscheidend, und das kann sich sehen lassen und sollte bei jedem DJ auf dem Turntable drehen.

Featured