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Trillville – Welcome to Trillville

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Wer am lautesten schreit, hat recht! Das dachten sich zumindest auch die drei Jungs von Trillville und Lil Scrappy, die mit ihren jeweiligen Alben – untergebracht auf einer CD – an den Start gehen. Auf beiden Platten gibt es kaum einen Song, der nicht durch aggressive Schreiattacken geprägt ist, was es mir ehrlich gesagt schwer macht, aufmerksam zu folgen. Manchmal bekommt man schlicht das Gefühl, neben einem Gemüsehändler zu stehen, der mit allen Mitteln der Redekunst krampfhaft versucht, seine Ware anzudrehen. Auf beiden Alben ist jeweils einmal Lil John, der Godfather der Brülllerei, vertreten und macht seinem Namen dabei wieder einmal alle Ehre. Man liebt oder hasst es.Zu der Produktion kann man sagen, dass sämtliche Beats von Synthies geprägt sind, Handclaps sind standard, und alles in allem sind sich die Instrumentals untereinander ziehmlich ähnlich.

Allerdings gibt es dann auch Songs wie z. B. „The Hood“ von Trillville, mit einem wunderschönen Sample und gut gesetzten Drums. Nur die Vocals sind – wie auf fast allen Tracks – eher gewöhnungsbedürftig.Auch „No Problem“ von Lil Scrappy hat was. Obwohhl sich das Konzept als solches sich von dem der anderen Songs nicht besonders unterscheidet, catcht der Track auf die ein oder andere Art. Anspieltip Nummer zwei von Lil Scrappy ist „Be Real„: Der Beat ein wenig dramatisch, melancholisch, mit schönen E-Gitarren, geht aber trotzden nach vorne, und Scrappy rappt auch mal ganz ordentlich und flowt vergleichsweise angenehm.

Textlich kann ich zum Gros der Songs nicht viel sagen, da man nur mit viel Mühe mal den Inhalt einer einzelnen Zeile versteht, was nicht zuletzt an der Art und Weise liegt, wie die beiden Künstler ihr Geschriebenes vortragen.Beide Alben zu vergleichen, ist mehr als schwierig, denn nach dem ersten Hördurchgang, fiel es mir schwer, die Werke überhaupt auseinanderzuhalten oder zu differenzieren.

Wer auf den Stuff von Lil John steht, ist hiermit auf jeden Fall gut beraten und wird viel Freude beim Hören dieser Alben haben. Mir bleibt diese Art von Musik jedoch verschlossen, was aber eine subjektive Meinung ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit ist.

Hundert Prozent Realität aus Berlin

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"Nicht eine Sekunde Fake" – eine Ansage, welche gerade in Berliner Rap-Kreisen in letzter Zeit immer wieder gern verwendet wird. Dieses Mal steht diese in Bezug auf Kalusha, der es vom Big Boss und Gangster-Izzm bis zum Insassen des offenen Vollzuges brachte. Dort hat er ein Gedankenschwangeres Album – „Nicht Zur Nachahmung Empfohlen“ – vollbracht. Dieses steht seit diesem Montag in den Läden und enthält neben Erklärungen zu seinem persönlichen Wandel ebenso einen Diss in Richtung Aggro-Berlin und Sido. Hier könnt ihr euch Kalushas Track „Kugeln Kennen Keine Rücksicht“ downloaden. Dann könnt ihr euch selbst ein Bild von den Aussagen des inhaftierten Rappers machen.

PX-Records verschenkt 5000 CDs auf dem Splash

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Eine Promotion-Aktion der ganz besonderen Art haben sich die Leute von PX-Records für das diesjährige Splash!-Festival ausgedacht. Insgesamt werden sie 5000 "Dreckstape 3" CDs während der drei Festivaltage unter die Leute bringen. Auf der CD befinden sich keine Snippets sondern 28 komplette Tracks, sowie die komplette Jasha CD. Mit dabei sind Charnell & Jasha (030-Gangxta-Clicc, Berlin), Gin & Mic Wrecka (Berlin), Legz (Neuss), BTM SQUAD (Düsseldorf), Bogy und Sultan Hengzt & Easybeat. Außerdem treten 030 auf der Splash! Freestyle Battle Bühne auf. Abschließend ist noch zu erwähnen, dass Charnell Anfang September mit einem neuen Album am Start sein wird.

Alle weiteren Informationen zu den Künstlern und der geplanten Aktion findet ihr auf der offiziellen Seite von PX-Records.

Masta Ace kündigt seinen Rücktritt an

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Der HipHop-Veteren Masta Ace hat nach 16 Jahren Rap-Business seinen Rücktritt angekündigt. Mit seinem fünften und demnach auch letztem Album "Long Hot Summer", erscheint am 02.08.2004, beendet Masta Ace seine beeindruckende Karriere und hängt das Mic für immer an den Nagel. Das folgende Zitat macht deutlich, dass Masta Ace sich diesen Zeitpunkt ganz bewusst ausgewählt hat und er sich voll und ganz auf sein neugegründetes Label M3 konzentrieren möchte.

Zitat:
"Before I even finished recording this record, I kinda had it in my mind, that this’d be the last one for me. It had nothing to do with [sales], it’s just time for me to apply myself behind the scenes and we have this new label, M3. I want to get it off the ground, and I can’t really do that if I’m running around touring and recording and being an artist doing interviews. Now it gets to the point where I can get behind the scenes are really get this engine going."

Im Gegensatz zu anderen MCs, wie z.B. Jay-Z oder Master P., die mal eben zurücktreten und nach kurzer Zeit wieder ins Rap-Business einsteigen, macht Masta Ace keinen Rückzieher. "Once I’m done, I’m done." Mit diesen Worten drückt er deutlich aus, dass eine Rückkehr für ihn ausgeschlossen ist.

Masta Ace – A Long Hot Summer

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Masta Ace, HipHop-Veteran und Rapper der alten New Yorker Schule (zumindest der, die Marley Marl in den 80ern beeinflusste), der „Music Man“, der sich mit Alben wie „Saturday Nite Live“ und „Rollin´ On Chrome“ in die HipHop-Geschichtsbücher eingetragen hat, ist zurück mit einem neuen Album, das es in sich hat.

Der Albumtitel geht runter wie Öl, logisch, denn das wünschen wir uns wahrscheinlich alle: „A Long Hot Summer“.
So überzeugend und anregend wie der Titel ist auch die musikalische Umsetzung des Albums geworden. Der Name ist Programm, auch auf Aces Studioalbum Nummer Fünf. Warme soulhaltige Beats bestimmen den Soundteppich und Ace kommt gleich mit einem großen Konzept daher, er erzählt die Geschichte eines Sommers, die Song für Song aufgebaut wird. Dass es hier um mehr geht als ums Eisessen und durch die City cruisen, kann man sich bei Masta Ace wohl denken.

Konzeptalben sind meistens dann stark, wenn die Tracks auch alleine stehen können. Das funktioniert bei „A Long Hot Summer“ wunderbar. Aber Ace ist ja auch kein Grünschnabel mehr, er weiß worauf es ankommt, und wo er mit dem Konzept hin möchte. Auch die Produzenten, die sich beteiligen durften, sind extraklasse.
Da wäre zuerst 9th Wonder von Little Brother zu nennen, der u.a. mit seinem Nas-Remix Album Aufmerksamkeit erregte, und der auch auf den „Black Album“ von Jay Z nicht fehlen durfte. DR Period (M.O.P./Cam´ron), Dug Infinite (Common) und DJ Spinna sorgen außerdem für den hohen Produktionsstandard und den richtigen Vibe auf „A Long Hot Summer“.

Diese „New Yorker Sommergeschichte“ hat viele Gesichter und Stimmungsphasen. Da der Sommer hierzulande nicht das bringt, was wir gerne hätten, bleibt vielleicht mehr Zeit, um sich Alben wie diesem hier mal in Ruhe zu widmen. Sicherlich keine schlechte Alternative – zumindest temporär. Die Geschichte nehme ich hier nicht weiter vorweg, sonst bleibt ja von der Spannung nicht mehr viel übrig.
Musikalisch weise ich aber noch auf einige Highlights hin, wie das großartig gefühlvolle „Good Ol Love“ zum Beispiel. Ich werde das Gefühl nicht los, dass HipHop seine Soul-Roots noch einmal neu entdeckt. Ähnlich wie Ghostface schwebt auch Ace auf dem guten alten Soul-Vibe der 70er. Auch „Da Grind“ swingt im Sommerkostüm auf den Straßen von New York umher. Mag es musikalisch noch so frisch, swingend und verspielt sein, textlich ist „A Long Hot Summer“ wesentlich ernster, soviel sei doch verraten.

Ein Highlight jagt das nächste, da bleibt mir gerade noch Zeit, ein paar „Sommergäste“ zu nennen. Da wären Apocalypse, Strick, Jean Grae, Big Noyd, Leschea, Punch & Words, Edo G, The Beatnuts und Rahzel zu entdecken, die ihren Teil der Geschichte beitragen. „A Long Hot Summer“ ist ein weiteres Masterpeace in der Albumchronik von Masta Ace. Das Teil ist absolut Pflicht!!!

Ghostface – The Pretty Toney Album

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Der Wu-Tang Clan war vor einigen Tagen in Berlin zu Gast und (eigentlich kaum zu glauben, sie waren tatsächlich in großer Anzahl da) hat die Crowd gerockt, wie es so schön heißt. Leider waren Method Man und ODB nicht dabei, das als kleiner Wermutstropfen. Ansonsten hat der Clan alte Stärke bewiesen und auch eine Menge alter Tracks gespielt. Ein gutes Zeichen?

Die Zeit des Wu-Tang Clans schien ja schon vorbei zu sein. Es sind nicht mehr die hypnotisierenden Beats von RZA, die die (Rap-) Charts dominieren. Es sind nicht mehr die Eskapaden von ODB, die in der Presse rauf und runter gehen. Und auch der MC Nr.1 des Clans, Mr. Meth, kann nicht mehr so glänzen, wie wir es uns wünschen würden.

Dennoch – nicht nur das Konzert in Berlin zeigt, dass man den Clan aus Staten Island nicht so einfach abschreiben darf. Allerdings ist es vielleicht ein wenig überraschend, dass nicht der RZA, Method Man, GZA oder der „Chef“ für Furore sorgen, sondern Ghostface. Das „Killer“ hat er aus seinem Namen gestrichen, vielleicht, um es in seiner Musik wieder aufleben zu lassen. Denn „The Pretty Toney Album“ kann man salopp als „Killer-Album“ bezeichnen.

Die 18 Titel umfassende LP bietet endlich mal wieder Wu-Tang Flavor vom Feinsten. Dafür hat Ghostface tief in der musikalischen Seele gekramt, und dabei den Soul der 70er Jahre als Lebensader seiner Produktionen entdeckt. Für ihn zählt als erstes die Musik, wie er im Intro zum Album erklärt.

Natürlich wäre der Clan nicht der Clan, wenn man sich nicht gegenseitig unterstützen würde. So haben auch der RZA und True Master ihren Beitrag zum Album geleistet. Allerdings gibt es keine Wu-Tang Features am Mic, was vielleicht ein wenig überraschend ist, aber der Sache auch ganz gut tun kann.

Musikalisch arbeitet er sich frisch und locker durch die Soul, Funk und Disco-Szene der 70er und 80er Jahre. Das ist nichts Neues, kann aber – wie auch Kanye West bewiesen hat – immer noch sehr inspirierend und lebendig umgesetzt werden.

So findet man ruhige Stücke wie „Biscuits“ feat. Trife, die von der Melodie getragen werden, wo Ghostface mit der alten Power und seinem unnachahmlichen Flow dem Track seinen Stempel aufdrückt, ebenso überzeugend dargeboten, wie härtere Rap-Tracks, zum Beispiel „Ghostface“ . Großartig wird es auf dem stark nach vorne groovenden Track „Beat The Clock“, der so ein wenig an den Vibe von Ghost ´s Klassiker „Indie 500“ erinnert.

Ghostface schickt sich an, den Clan zu neuer alter Stärke zurück zu führen. Allen alten und neuen Wu-Tang Fans, die dieses Album bisher noch nicht entdeckt haben, kann ich nur empfehlen, mal reinzuhören. Pretty Toney is back!

Sharkey – Sharkey´s Machine

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Sharkey ist DJ und Produzent aus Washington DC und dort seit Jahren sehr aktiv in der Szene, regional wie überregional. Bisher arbeitete er zum Beispiel mit Künstlern wie Eminem, Rick Rubin oder Everlast zusammen. In diesem Jahr kam ihm nun der Gedanke, sich selbst ein bisschen mehr ins Rampenlicht zu rücken, und so machte er sich an die Produktion eines eigenen Albums.

Herausgekommen ist dabei ein Werk namens „Sharkey ´s Machine“. Schnell lernt man, dass diese „Maschine“ mehr antreibt als nur klassischer HipHop – hier werden genreübergreifende Produktionen vorgestellt. Sharkey präsentiert auf seinem Album die ganze Bandbreite seiner musikalischen Vorlieben, wobei der rote Faden sicher vom HipHop kommt. Links und rechts davon wird aber auch weit über den Tellerrand hinaus geschaut.

Die 17 Tracks, die er uns anbietet, beinhalten außerdem einige illustre Gäste, wie es bei einem Produzentenalbum ja meistens üblich ist.
Nicht alles auf „Sharkey´s Machine“ kann 100%-ig überzeugen, doch es gibt einige sehr gute Tracks auf der LP. Da wäre zum Beispiel das etwas schräge „Fuzz“ feat. Cannibal Ox, das alle Fans von Def Jux oder dem guten alten Company Flow-Sound freuen wird.Weiter geht es im Stilmix, vom harten Def Jux-inspirierten Klang zu organischen Funk-Rock Riffs auf „Phone Sex“ feat. Cherrywine, die Crew um den ehemaligen Digable Planets-MC Butterfly aka Ish, die im letzten Jahr ein großartiges Album rausgebracht haben.

Dass Sharkey auch ein Gefühl für Instrumental-Arrangements besitzt, beweist er auf Stücken wie „If It Fits“ oder „Ice Water“, die auch auf der B-Seite der aktuellen 12“ zu hören sind.
Des weiteren überzeugen Gäste wie Zooks from The Spark auf dem „Skateboarder ´s Blues“, Grand Puba (Brand Nubian) auf „All For Nothing“ oder The Pharcyde auf dem verspielten, fast schon ein wenig albern wirkenden Sing-Sang-Tune „Snobird“. Unerwartet, aber witzig! Auch die immer wieder unterschätze Jean Grae möchte ich nennen. Der Track „Summer in the City“ ist die A-Seite der aktuellen Maxi-Single und kann bedenkenlos in der Kategorie „Hörenswert“ eingestuft werden.

„Sharkey ´s Machine“ ist ein gutes, abwechslungsreiches Album, bei dem man gerne mal eine Hörprobe investieren sollte.

Teilnehmer der ITF Finals 2004 stehen fest

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Am 18. September 2004 ist es soweit: Die ITF (International Turntablist Federation) läutet in der Hamburger Markthalle zum Deutschen Finale und kürt die neuen deutschen Meister im Djing.

Nach der diesjährigen Qualifying Tour durch fünf Großstädte Deutschlands stehen die zehn Teilnehmer der Königsdisziplin Advancement Class fest. Doch auch in den anderen Kategorien Scratching, Beatjuggling, Team und Experimental sucht die ITF ihre Meister. So werden sich dieses Jahr in Hamburg die besten Turntablisten aus ganz Deutschland einfinden.Eine internationale fünfköpfige Jury wird die Teilnehmer genauestens unter die Lupe nehmen, hören wie musikalisch ihre Sets sind, wie genau sie die Tricks durchführen und welche Schwierigkeit ihre Sets haben. Hierfür konnte die ITF bisher das Berliner Urgestein DJ Hype von den Phaderheadz, als auch Tigerstyle (UK), den amtierenden ITF Advancement Class World Champ, gewinnen.
Am Samstag, den 18. September 2004 finden bereits am Nachmittag die Eliminations der Categories Scratching, Beatjuggling und Advancement Class statt. Am Abend findet dann neben dem Finale der vier Categories , wobei sich die Teilnehmer für die ITF European Battles qualifizieren, das Quarter, Semi und Finale der Advancement Class statt.

Für die Categories (Scratching, Beatjuggling, Team und Experimental) sind noch Anmeldungen bis zum 20.08.2004 möglich. Das Anmeldeformular sowie die Regulations kann man über den Kontaktlink auf www.itf-germany.com oder telefonisch unter 08191/91180-0 bei der eyes wide open GmbH anfordern.

Neben den Battles und Showcases der Jury darf man sich auf einige Live-Acts freuen, die den Fans einen Abend der Extraklasse bieten werden.

Alle weiteren Informationen rund um die diesjährigen ITF Finals findet ihr auf www.itf-germany.com.

Teilnehmer ITF Advancement Class German Final 2004:

– Rafik aus Haan (ITF German Champion 2003)
– FM aus Konstanz (1. Platz München)
– Aspect aus Büchlberg (2. Platz München)
– Taim aus Overrath (1. Platz Wiesbaden)
– Ansorge aus Köln (2. Platz Wiesbaden)
– Grappy aus Neukirchen-Vluyn (1. Platz Wuppertal)
– AKD aus Wuppertal (2. Platz Wuppertal)
– Rasgunyado aus Göttingen (1. Platz Hamburg)
– Evilneedle aus Berlin (3. Platz Hamburg)
– Pro-Zeiko aus Berlin (1. Platz Berlin)
– Gradsunizo aus Göttingen (2. Platz Berlin)

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