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Terror Squad & Mixshow Power Summit

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Puerto Rico – Ooohhh. Vom 29.09.2004 bis zum 02.10.2004 geht in San Juan großes Kino über die Bühne – und zwar in Form der Mixshow Power Summit. Zum siebten Mal jährt sich nun schon dieses „Diskussionsforum“ der fettesten Artists in Sachen urbane Musik und HipHop. Neben der viertägigen Konferenz wird es außerdem u.a. die Mixshow Power Summit Awards, das Grandmaster Flash Salute Dinner und auch eine Vorführung des Films „Taxi“ geben. An diesem Who is who in Puerto Rico werden u. A. Teilnehmen: Snoop Dogg, Kanye West, Mase, Jadakiss, Mobb Deep, Queen Latifah, Fat Joe und Terror Squad.

Apropos Terror Squad: Die rocken ja mit ihrer Single „Lean Back“ so dermaßen jeden Dancefloor, dass wir Euch direkt die Single fünfmal zum Verlosen anbieten müssen – noch bevor sie offiziell im Handel erhältlich sein wird. Außerdem gibt es noch zwei Shirts obendrauf. Ab dafür!

DEAN

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Alle, die schon eine Weile die Entwicklung des deutschen Rap mitbekommen haben oder vielleicht sogar daran beteiligt gewesen sind, denken an eins, wenn sie den Namen Dean Dawson hören: Gras, Becks & Zärtlichkeit – kurz Spezializtz . Und jeder, der Dean und Harris in den letzten acht Jahren in ihrem Tun erlebt hat, sollte mitbekommen haben, dass die beiden sich derzeit verstärkt auf ihre eigenen Projekte zu konzentrieren scheinen. In Deans Fall geht es beispielshalber um dessen eigenes Label Streetlife Records , welches er zusammen mit DJ Desue und einigen alten Freunden auf die Beine gestellt hat. Im Interview mit ihm war klar: der Typ ist noch einer von der alten Schule! Man konnte ihm deutlich, in jedem Satz, anmerken, dass er noch mit einem etwas anderen – als vielleicht dieser Tage geläufigen – Verständnis von HipHop aufgewachsen ist. So fallen im Gespräch Sätze wie: "Weißt du, in Amerika kaufen die Headz nicht nur ein Album, sondern direkt drei – eines für Zuhause, eines fürs Studio und eines fürs Auto. Das ist dann Support!" Ein sehr gechilltes Interview mit dem Typen, der "aus Tash" kommt.

 

rap.de: Der Titel deiner aktuellen Single „HipHop Music (Will Never Die)“ sagt ja schon mal Einiges aus und soll ja auch als Tribut an HipHop zu verstehen sein. Ich verstehe die Aussage aber auch ein bisschen als Diss gegen die deutsche Rap-Szene. Du bist ja nun auch schon echt lange – oder relativ von Anfang an – dabei. Was würdest du sagen, hat sich in der Szene inzwischen verändert?

Dean: Seit damals hat sich auf jeden Fall sehr, sehr viel verändert! Vor allem, was die deutsche Szene angeht. Im Prinzip ist der Song aber einfach nur ein klassischer, schöner HipHop-Track, der einfach noch mal das Statement ausdrückt, worum es eigentlich geht. Da werden halt viele Sachen kurz mal angesprochen – z. B. wie Kiddies das ganze Game heutzutage sehen. Die meisten wollen natürlich auch Gangster sein, aber wenn es wirklich mal ernst wird, sind die sowieso nicht da. Dann geht das genauso weiter, wie es angefangen hat, und als ich damit angefangen habe, und wie es mich beeinflusst hat. „HipHop-Music“ ist die erste Single, weil das Statement darauf wichtig ist und man sich gleich darunter vorstellen kann, worum es sich bei uns dreht. Das ist schon die ganze Geschichte. Aber wirklich ein Diss gegen die ganze Szene ist es nicht. Eher ein Diss gegen die, die meinen, HipHop ist tot.
rap.de: Du sprichst davon, was dich beeinflusst hat. Du bist Halbamerikaner – da liegt recht nah, mit welcher Mugge du aufgewachsen bist und was dich in deiner Musik beeinflusst hat.
 
Dean: Ich denke mal, bei der älteren Generation ist das immer dasselbe: Funk, Soul, der ganze Old-School-Shit… Bis ich dann, als ich sechs Jahre alt war, von meiner Tante ein Run-DMC-Tape bekommen habe. Ab dem Punkt ging es für mich eigentlich los. Dann kam Kool Moe Dee und die ganzen anderen Sachen, die man dann so mitbekommen hat. Mit der Zeit hat sich das halt entwickelt. Das ist halt das Ding, das heute den meisten leider einfach fehlt, weil sie HipHop nicht so erleben können, wie wir es konnten. Heutzutage heißt das schon, dass du deine Hausaufgaben machen musst, um zu wissen, wo das alles wirklich herkommt und wer diejenigen waren, die es wirklich so weit gebracht haben, dass man jetzt in Deutschland Platten verkaufen kann.
rap.de: Es geht also um die Geschichte des HipHop und seiner Elemente an sich, und dass halt viele ins Rap-Bizz einsteigen wollen, ohne zu wissen, was vorher war und wie das alles zustande gekommen ist?

Dean: So sieht das nämlich aus! Ich meine, auf der einen Seite können sie ja auch nix dafür. Es ist eben der Vorteil meiner Generation und der vorher, dass wir halt alles von Anfang an miterleben durften. Diese ganze Entwicklung von dem kleinsten Battle auf der Straße bis hin zu gefüllten Stadien. Diesen Prozess konnte man genau miterleben, und man hat auch gesehen, zu welcher Zeit was raus kam und wie die Leute damit umgegangen sind.

rap.de: War es schwerer, sich damals durchzusetzen?

Dean: Ja, das auf jeden Fall. Jetzt ist man aber auch wieder an dem Punkt angekommen, wo es wieder schwerer wird. Man muss sich selber schon auch bei den Eiern packen und das Ding ein bisschen nach vorne treiben, damit es in Deutschland auch weiter so bleibt, dass nicht nur Ami-HipHop hier gespielt wird sondern auch nationaler HipHop. Und das ist auch die Aufgabe von jedem Künstler: Das Bestmöglichste aus sich selbst rauszuholen! Heute versucht doch jeder nur in irgendeiner Art und Weise ein paar Wörter zu reimen, und dann heißt es: „Ich bin ein Rapper“. Es versuchen sich viele einfach Akzeptanz zu verschaffen, indem sie sich halt einfach irgendeine Marketing-Schiene in den Vordergrund schieben und sich als Gangster darstellen.
rap.de: Dürfte ich da mal nachfragen, ob sich das an jemanden Bestimmtes wendet?

Dean: Ich sage es dir einfach nur so: Ehrlicher Rap – man spürt ja Sachen in der Musik. Vibe, Ausstrahlung, solche Sachen. Ich bin einfach nur der Meinung, jeder soll machen, was er will, solange er mich nicht anpisst! Wenn es nicht so ist, muss man halt zurück in alte Zeiten gehen. Aber es interessiert mich nicht, was alle Anderen machen. Ich konzentriere mich auf meine Sache und auf unser Label. Hauptsache, jeder macht seinen Job gut! Wir machen ja alle eigentlich dasselbe. Jeder will seine Platte auf den Markt bringen. Aber es gehen eben auch eine Menge Karrieren dabei unter.

 

rap.de: Lass und doch mal über dein Label Streetlife Records und deine Zusammenarbeit mit Harris sprechen.

Dean: Also die Geschichte mit Harris ist einfach die: Wir nähern uns jetzt dem zehnjährigen Jubiläum, und wir waren bestimmt acht Jahre davon tagtäglich zusammen, haben Live-Shows gemacht ohne Ende. So um die 180 Dinger im Jahr. Das sind einfach Rekorde, die muss man erst mal brechen. Aber natürlich ist es bei jedem Menschen irgendwann so, dass man sich auch weiterentwickeln muss, und vielleicht auch in eine andere Richtung geht. An dem Punkt sind Harris und ich damals angekommen, und er macht nun halt sein Ding – er hat ja letztes Jahr sein Album released, und wir haben jetzt seit eineinhalb Jahren an unserem Label – ein Jugendtraum von mir – herumgebastelt. Wir haben unseren Arsch hochgekriegt, dieses Label endlich zum Laufen gebracht, und jetzt ist es so weit, dass die Single kommt. Wir haben ein Video draußen, und alles ist schön.
rap.de: Die Single ist auf Streetlife Records erschienen, und das Album soll da vermutlich auch rauskommen, oder? Ihr kooperiert ja auch z.B. mit X-Cell Records .

Dean: Alles Kommende wird auf unserem Label erscheinen. Wir arbeiten in Kooperation mit X-Cell Records, aber Streetlife Records ist ein eigenständiges Label, mit eigenen Musikproduktionen. Wir bestimmen alles selbst. Der Sinn eines eigenen Labels ist ja einfach, alles selbst zu machen. Und das tun wir halt auch. Die Kooperation mit X-Cell hat den Zusammenhang, dass sie die Distribution für uns machen. Die vertreiben die Platten für uns. Ferrari ist ja auch ihre eigene Firma, aber ohne Bridgestone könnten sie nicht fahren. Und das ist genau der Punkt: Man will einfach das Bestmöglichste rausholen, was geht. Und dafür braucht man ganz einfach auch die besten Leute.
rap.de: Was können wir uns von deinem kommenden Album erwarten? Was geht an Features?
 
Dean: Also ein paar Features sind drauf – unter anderem das einzige ASD -Feature. Und mein Boy Flame ist am Start. Ich habe auch mit Joy einen Murder-Track gemacht. Es sind auch noch ein paar No-Names dabei, wie Reeza , der ein Kumpel von uns ist, oder Omar aus München. Außerdem sind noch Charnell und Autodidakt mit drauf. Insgesamt sind es, glaube ich, sechs Features von dreiundzwanzig Sachen, die auf dem Album drauf sind. Also es passiert schon einiges. Ich sag einfach mal nur, der Begrifft Vielseitigkeit beschreibt mein Album!
rap.de: Vielseitig. Inwiefern, unabhängig von den Features?

Dean: Vielseitig für alles Mögliche. Was Vibes angeht, Storys, Battles, was schöne Dinge angeht, was Frauen angeht – es sind so viele Sachen, die da zusammen kommen und schön verpackt worden sind. Wenn man mich nach einem Konzept fragen würde, würde ich sagen: die Vielseitigkeit war das Konzept von dem Album.

rap.de: Und die Beats sind alle von Desue?

Dean: Nee, die Beats sind nicht alle von Desue. Er hat sechs oder sieben Dinger gemacht. Dann sind noch zwei Dinger von Montana – einer unserer Hausproduzenten. Der hat in Kooperation mit DJ Rocky auch noch einmal 2 Dinger produziert. Dann die Frankfurter "Bock auf´n Beat" – mit denen haben wir auch ein paar Tracks aufgenommen. Plus: Ich hab mit Reeza noch zwei Dinger produziert. Also alles in allem: viel passiert, schön zu hören, schön anzusehen.
rap.de: Mit DJ Rocky hast du doch schon mal einen Titel gemacht, der dann auf dem „2Fast 2Furios“-Soundtrack war. Was war denn da der Hintergrund, und wie kam es dazu?

Dean: Ich bin halt ein Motorrad-Freak und selber auch Biker. Ich wollte damals einfach einen schönen Biker-Track herausbringen und dem Ganzen wieder mal ein bisschen Tribut zollen. Das war einfach mal ein schönes Experiment, was wir halt machen wollten. Nächstes Jahr werde ich noch so ein Ding starten. Das wird noch mal alles toppen. Streetlife-Riders! Wir haben von der letzten Sache 10.000 Exemplare gemacht, und die sind auch alle weggegangen. Bei denen war, wie bei der neuen Single, auch ein Video drauf. Warum sollte man den Shit auch wegschmeißen, wenn er nicht mehr im Fernsehen läuft? Ist doch cool, wenn man das auf CD hat! Umso mehr Leute erreicht man ja auch.

 

rap.de: Vielen geht es im Rap ausschließlich um Geld oder den Fame. Um was dreht es sich bei euch?

Dean: Ganz wichtig ist doch Musik & Entertainment, also Unterhaltung zu transportieren, durch Musik. Darum geht es doch. Wir wollen alle Spaß haben! Wir wollen uns nicht gegenseitig dissen, und nicht gegenseitig die Köpfe abreißen, sondern rappen.
rap.de: Schade, dass viele nicht so denken!

Dean: Ja, aber hey, der Mensch ist so ein komplexes Individuum – eine Verbindung, die da im Kopf nicht stimmt, kann den Menschen komplett verrückt machen. Eine Verbindung, die nicht stimmt, und du bist ein Vergewaltiger. Eine Verbindung, die nicht stimmt, und du stehst auf Männer. Eine Verbindung, die nicht stimmt, und du hast Sex mit Tieren. Am Ende hat jeder Mensch irgendwo einen Knicks, weil nicht jede Verbindung so perfekt stimmen kann.
rap.de: Wie sieht es denn bei euch aus mit Live-Gigs oder Auftritten generell?

Dean: Also live sieht das so aus, dass Desue und ich auf Club-Tour gehen. Heißt: Wir werden ein bisschen Spaß haben, den Leuten zeigen, wie man Party macht, und noch einiges mehr!
rap.de: Gibt es abschließend noch irgendwas, was du den Leuten da draußen mitteilen möchtest?

Dean: Das einzige, was ich sagen kann, ist: Ist mir scheißegal, ob ihr mich mögt oder nicht! Aber bleibt, wie ihr seid! Wenn ihr nicht bleibt, wie ihr seid, werdet ihr irgendwann ein Scheißproblem bekommen! Also nicht von mir – das Leben wir euch bestrafen!

213 – The Hard Way

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213 ist – wenn es so etwas überhaupt gibt – wahrscheinlich die ultimative Rapcrew seit dem Beginn der Menschheit. Sie besteht aus Snoop Dogg, Warren G und Nate Dogg , und liest man diese drei Namen, werden Erwartungen geweckt, denen wohl kaum ein Trio gerecht werden kann.Gut zehn Jahre nach Gründung von 213, gehen die drei Jungs mit ihrem Debüt „The Hard Way“ an den Start.

Die laufende Gangstahook, der Pimp im Hundekostüm und der verkannte Ragulator werden hier auf 19 Tracks von Kanye West, Hi-Tek, Battlecat, J-Hen und DJ Pooh produziert, und die Jungs von der Producerfront machen ihre Sache eigentlich ziemlich gut. Die Beats sind vielseitig, auf die MCs abgestimmt und natürlich genau das, was man von einem 213 Album soundmäßig erwartet.

„Groupie Luv“ geht mit coolen Synthiesounds nach vorne, Handclaps sind natürlich obligatorisch, Pimpstyle von vorne bis hinten eben. Der ganze Song ist dabei mehr als Medley alter Solosongs der drei zu verstehen, findet man doch immer wieder alte Punchlines der Künstler. „I got hoes, in different areacodes…“, sei hier nur mal als Beispiel erwähnt. „Lonely Girl“ ist schön chillig und gefühlvoll – Nate Dogg singt zwar in alter Manier, wirkt damit hier aber auf keinen Fall langweilig. Hauptsächtlich ihm ist es dann auch zu verdanken, dass der Song trotz inhaltlich eher aussageloser Raps wie „I will be your daddy, so be what you want“ und ähnlichem, doch noch überzeugend wirkt. Kann man machen, muss man aber nicht.

Allgemein gibt es kaum eine Hook, die nicht von Nate Dogg gesungen ist, und ich muss leider feststellen, dass mich das mittlerweile nicht mehr anzeckt, sondern eher langweilt. Nichts desto trotz wird es sicher viele Leute geben, die das Debüt von 213 feiern werden und bis zum Abwinken pumpen, zu diesen kann ich mich allerdings nur bedingt zählen.
Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Zu sagen, das Album sei Standard, ist sicher falsch, aber das Hit-Album, dass man von diesen Herren erwartet hatte, ist es bei weitem auch nicht.

Terror Squad – True Story

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Fat Joes Terror Squad kommt 04 mit dem Long Player „True Story“ in unsere Ohren, und „Nothing´s gonna Stop me“ geht zum Anfang noch viel weiter, als nur in die Ohren. Der Song ist zwar als Intro zu verstehen, geht aber locker als erster Burner des Albums durch. Jeder der fünf Members geht mit 16 Bars an den Start, und einer burnt den anderen, als wär’s ein Battle.“Nothing´s gonna stop me“ ist Ansage vom Feinsten. Remy leutet dann gleich mal „Yeah Yeah Yeah“ ein und beweist, dass Rap auch Female-Sport ist. Auch ein geiler Song, also auschecken. „Take me Home“ ist Doubletime der ausgereiften Sorte und wird durch ein echt geil gepitchtes Vocalsample verpackt. Inhaltlich wird erläutert, dass die Jungs leider keine Zeit haben, mit Bitches nach hause zu gehen, weil sie sonst ihre Homies alleine lassen würden – und man weiß ja, das geht beim Terror Squad mal gar nicht. Im Ganzen sehr amüsant und exzellent umgesetzt, für den Beat ist Streetrunner verantwortlich, und der weiß ja sowieso, was gut ist. „Streets of NY“ hat verdammt viel Soul unterm Arsch, mit viel Gesang bestückt erinnert mich der Track irgendwie an New Jack City, vielleicht nichts für die Hardcoreheads, mich überzeugt der Song aber von vorne bis hinten.Hin und wieder ist der Flow der NYCs ein bisschen anstrengend und hakt ein wenig, durch die Beats fällt das aber auch nur bei viel Konzentration auf, also geht das auch in Ordnung. Ich hab in den zwölf vorhandenen Songs keinen wirklichen Aussetzer finden können und kann deshalb auch eigentlich nur Gutes berichten, sicher ist nicht jedes Stück überall rund und bis zum Bitteren ausproduziert, aber das ist auch gar nicht zwingend notwendig für ein gutes Album, und das ist es allemal!“True Story“ ist real conscious Shit, und in diesem Sinne ist das sehr positiv zu verstehen. Terror Squad kennen das Game und wissen, wie man es spielt, ohne aufgesetzt zu wirken, gute Scheibe.

Live auf Deutschland-Tour

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Jungs: Nur noch viermal davon träumen, dann in Berlin zum Kelis-Konzert (Columbiahalle) gehen. Oder eine weitere Nacht verharren, und dann in Köln (E-Werk) zur Show gehen. Das gilt natürlich auch für alle Mädels. Fakt ist: Wir verlosen Freikarten!! 2×2 für den Berliner Gig & 3×2 für Köln. Specials checken – absahnen!

7L & Esoteric – DC2: Bars Of Death

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1996 feierten 7L (DJ und Produzent) und Esoteric (MC) mit der Platte „God Complex“ ein erfolgreiches Debüt im Rap-Game. Allerdings wird erst das im Sommer 2001 erschiene Album „The Soul Purpose“ als das „richtige“ Debüt der Gruppe bezeichnet, da „God Complex“ eher als Projekt empfunden wurde, durch welches das Team überhaupt erst zusammenwuchs. Mit „The Soul Purpose“ gewannen sie dann auch den „Boston Music Award“ in der Kategorie „Bestes HipHop-Album“ und gingen anschließend in den USA und Europa auf Tour.

Danach ging es Schlag auf Schlag. 2002 folgten das zweite Werk „Dangerous Connection“ und diverse Produzentenaufträge für 7L sowie einige Gastaufttritte Esoterics auf Alben von Künstlern wie Jedi Mind Tricks oder den Demigodz.

„DC2: Bars Of Death“ ist nun also das dritte Album des Duos. Wie bisher, wird auch auf diesem Album nicht mit Musikstilen gespielt – es gibt straighten HipHop zu hören, den aber auch auf hohem Level. Das Prinzip „Finde das richtige Sample, loope es und lass es rollen“ hat 7L in gewohnt souveräner Manier verfolgt.

Herausgekommen sind 19 Tracks, ohne doppelten Boden, einfach guter alter Rap. Nicht alles ist grandios, aber bei Tracks wie der ersten Single „Rise Of The Rebel“ kann man schon mal gemütlich mitnicken. Seinen Hang zu Keyboard-Samples zeigt 7L auch auf „Battlefield“ und „Touchy Subject“ feat. Uno The Prophet sehr überzeugend. Zwei der stärksten Tracks auf dem Album.

Auch das leicht melancholische Flötensample auf „Another Way Out“ ist sehr gelungen. Hier, wie auch auf anderen Tracks, wird natürlich auch eine gute Portion Scratches von 7L dazu gepackt. Auf der CD gibt es außerdem zwei Bonustracks, aber HipHop wie dieser ist am besten, wenn er von Vinyl kommt.
Für alle Freunde des straighten Independent-HipHop: Das Album ist für euch.

Outerspace – Blood & Ashes

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Outerspace, das sind die beiden in Philadelphia beheimateten MCs Planetary und Crypt the Warchild. Die Freundschaft dieser zwei besteht schon seit vielen Jahren, und auch ihre gemeinsame Begeisterung für HipHop schweißte das Duo nur noch mehr zusammen.

So stießen sie irgendwann auf die Kollegen der Jedi Mind Tricks, von denen sie über die Jahre fleißig gefeatured wurden. 1999 releasten sie auf Wordsound ihre erste EP „Illegalienz“. Nun ist die Zeit endlich reif für ihr Debütalbum „Blood & Ashes“, was sich allerdings erst mal wie eine Compilation liest, weil es so viele verschiedene Gäste am Mikro wie auch hinter den Reglern gibt.

Aber trotz illustrer Gäste wie Sadat X, Vinnie Paz, Esoteric, Immortal Technique oder Cleph Titeld ist „Blood & Ashes“ nur ein recht durchschnittliches Album geworden. Die Beats, alle auf Samples basierend, sind mal melodischer, mit Streicher-Loops unterlegt, mal etwas härter und düsterer, aber nie spektakulär oder überraschend.

Produziert haben mit Sat One, 7L oder Celph Titled keine Unbekannten des Independent-HipHops, aber sie reißen das Ganze auch nicht raus. Es fehlen ein wenig die Highlights.Da wäre vielleicht „The Revolution“ zu nennen, produziert und mitgerappt von Celph Titled. Eine schöne Melodie loopt sich durch den Track und die MCs rufen zur Revolution gegen den Ausverkauf des HipHops auf. Ist inhaltlich nicht besonders originell, aber einer der besseren Tracks auf dem Album.

Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr erwartet. So liefern Outerspace ein sehr solides, terrestrisches Album ab, das sicherlich noch Platz für einen Nachfolger lässt, der ihrem Namen ein wenig näher kommt.

The Foreign Exchange – Connected

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Über die Crew „Little Brother“ wurde in letzter Zeit nicht mit Lob gespart, und das meiner Meinung nach zu recht. Vor allem auch Produzent 9th Wonder sorgte während der vergangenen Monate für Aufsehen, dies nicht zuletzt mit seinem Remixalbum für Nas.

Während der Produktion von Little Brothers „The Listening“ im Jahre 2003, hörte Phonte, einer der Little Brother MCs, im Internet Beats vom holländischen Produzenten Nicolay. Begeistert von dessen Sound schrieb er ihn an. Zu einer ersten Zusammenarbeit kam es schließlich in Gestalt des Songs „Light It Up“, der die B-Seite der ersten Single des Little Brother-Albums bildete, auf der auch MC Big Pooh seinen Part beisteuerte.

Phonte war so angetan von dem Holländer, dass er sich mehr Beats zuschicken lies, die ihn vollends überzeugten. So entstand das Projekt The Foreign Exchange und dessen tolles Album Connected, mit Einflüssen von Neo-Soul, Electronic Vibes und HipHop. Alles in allem eine sehr harmonische musikalische Mischung mit großartigen Gästen wie der Sängerin Yahzarah oder Critically Acclaimed.

Der Sound der Scheibe ist sehr warm und wühlt sich schnell tief in den Gehörgang. „Raw Life“ ist – anders als der Name vermuten lässt – ein gutes Beispiel für den Vibe dieses Projekts. Live-Drums, ein angenehm groovendes Synthiespiel und gelegentliche Verzerrungen machen den Track zu einem Hörerlebnis. Der warme Flow von Phonte setzt dem Ganzen dann die Krone auf.

Man spürt den Einfluss von Little Brother auf jeden Fall, aber das Projekt steht trotzdem auf eigenen Füßen. Nicolay hat einen sehr guten Job gemacht und kann sicherlich auf weitere Aufträge hoffen. So schnell kann das gehen, heutzutage im Kommunikationszeitalter.

Allen, die Little Brother mögen oder sich einfach mal der ruhigeren, neo-souligen Variante des HipHop hingeben wollen, kann ich dieses Album nur ans Herz legen.

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