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Next Fugee-Level will start now

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Nachdem die Gerüchteküche schon das ein oder andere Mal ordentlich gebrodelt hat, verkündet nun Wyclef Jean erneut die endgültige Reunion der Fugees. „We’re all definitely talking. I spoke to Lauryn and I spoke to Pras. And it is just real good energy, good vibes," gab Jean in einem Interview zu Protokoll. Weiterhin meinte er, dass es äußerst wichtig sei, ein neues Album zu veröffentlichen, um der Welt zu zeigen welches Kapitel das nächste der Gruppe sei. Als Termin für eine weitere Scheibe der Fugees hielt Clef einen Zeitraum von ungefähr achtzehn Monaten für durchaus realistisch. Unterdessen aber ist Lauryn Hill dabei ein neues Solo-Album zu veröffentlichen, welches angeblich unter dem Titel „The Khulami Phase“ erscheinen soll. Es soll auch bereits ein Video zur ersten Single im Kasten sein.

A-Tekk – Siegeswille

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Da ist sie nun, die zweite Person, von der ich weiß, dass sie aus Leimen kommt. Die erste ist – logisch, wer sonst- Boris Becker. Der rothaarige Typ, der 1985 die Tennis Welt als 17- Jähriger durch seinen Wimbledonerfolg auf den Kopf gestellt hat. Jetzt sieht man ihn öfter durch Boulevardblätter wandern und in einer hochkarätigen Talkshow auf DSF seine Wortakrobatik unter Beweis stellen.

A- Tekk kommt auch aus Leimen, ist auch 17 Jahre alt, geht aber nicht den Umweg über Tennis und Boulevard Blätter, nein, er fängt gleich mit der Wort- Akrobatik an. Diese ist meist auch eher „Aggro-batik“, denn der junge Mann hat oft zu schimpfen und das laut. „Du denkst du fickst mich? Deine Mutter tut es auch!“ (Es ist so). Bitch, Ficker und all das was uns seit Jahren gefehlt hat, wird hier endlich auf den Punkt gebracht, ach ja natürlich: „Schwanz“ darf nicht fehlen! Es wird gebattlet, gebattlet und gebattlet. Um noch eine Vorstellung vom Flow zu bekommen: hat etwas von Ecko, dieses Lang-Ziehen der Worte auf die Vier. Aber das ist bestimmt nur Zufall.

Gefeatured wird auch einmal: in „Homie“ gibt ’s Unterstüzung von Chrizzow und Flex & Pillah- K. Kurzes Sinnbeispiel: „Ich arbeite hart für Rap/ also kauf meine Tracks/ dann stell ich Bilder von meinem Mittelfinger als download ins Netz“ – ungelogen, ich muss schon öfter schmunzeln, glaube nur nicht, dass es so beabsichtigt ist.

Für die Musik ist Sacriligious zuständig. Damit diese auch zu den Texten passt, geht es meist ordentlich nach vorn. Alles ziemlich synthetisch, oft auch tragische Streicher Einlagen. In „Leute“ plätschert irgendwo ein Klavier herum und auch hier gibt es wieder einen dieser Momente zum Lachen: der Gesangsversuch: „Schau was du verändert hast“ im Intro.

Alles in Allem eine nicht sonderlich einfallsreiche Geschichte diese EP, obwohl Liebhaber der oben genannten Textrichtung bestimmt auf ihren Geschmack kommen werden. Außerdem muss man A-Tekk zu Gute halten, dass er erst 17 Jahre ist, da kann also noch einiges kommen. Doch großes Tennis aus Leimen ist es noch nicht.

Culcha Candela – Union Verdadera

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Gern mit Seeed verglichen und so völlig anders: Culcha Candela aus Berlin haben ihr erstes Album „Union Verdadera“ draußen. Reggae, Dancehall, Salsa, HipHop, Soca und Calypso: Das ist, womit sich Culcha Candela wohl fühlen, und was am Ende nicht nur die Mischung, sondern eben jenen Unterschied z.B. zu Gruppen wie Seeed ausmacht.

„This Is A Warning“! „Union Verdadera“ klingt derbst nach Sommer, ist also das beste Rezept gegen Tage, wie sie nun langsam wieder häufiger werden. So ein bisschen „Solarenergie“ bleibt nach dem Hören der Platte in jedem Fall über, und macht vielleicht auch bei Regen Lust auf „In Da City“. Im Zweifel immer für „Musica“.

Wer es eher mit klassischen Reggae-Rythmen hat, wird sicher schnell mit dem absolut nicen Titel „Chant As One“ warm. Mein Fave auf dieser Scheibe! Ich empfehle auch, das Album bis zum Final – soll heißen Bonus-Tune! – zu hören. Denn nach dem herrlichen „Back To Our Roots“ folgt der Titel-Track „Union Verdadera“ noch einmal als Reggae-Version.

Wer richtig was auf die Ohren, vor allem aber für die Hüften braucht, geht ab zu „One Destination (Wir Wollen ´s Schneller)“, der Soca-Nummer, die wohl in diesem Sommer an keinem Dancefloor-Guest vorüber gegangen sein dürfte. Calypso mixed up with HipHop bietet auch „Colombia“. “Traumhaft” erzählt, auf seine eigentümliche Art und Weise, von einem Ride von Stadt zu Stadt, und zielt musikalisch wieder eher in Richtung Dancehall.

Textlich gesehen kickt das Album am Ende vermutlich die Multilinguisten am meisten – gelegentlich ist es etwas mühsam, so flott, wie von den sieben Culchas dargeboten, zwischen den Sprachen zu switchen.

Dennoch: Hut ab. Da nennt sich wer `das nächste Große Ding aus Berlin´ – und das könnte Culcha Candela durchaus werden.

Luciano – Serious Times / Lessons Of Life

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Ohrenschmaus in zweifacher Ausführung für Liebhaber von Conscious-Reggae-Material. Luciano, der Jah Messenjah kommt fast aufeinanderfolgend mit zwei wohlklingenden Releases. Der eine ? ?Serious Times? – ist schon ein paar Tage älter und erreicht uns aus dem Hause VP Records, der andere ? ?Lessons Of Life? ? startet von der Shanachi Entertainment Base aus durch.Musikalisch perfekt umgesetzt, bringt die VÖ ?Serious Times? erstklassiges Live-Feeling in die gute Stube. Das Album ist stilistisch weit gefächert, was wahrscheinlich nicht zuletzt an der Zuarbeit Dean Frasers und Bobby Digitals liegen dürfte, und bewegt sich somit, zumindest produktionstechnisch, auf äußerst hohem Level. Zweifler meinen zwar, Luciano-Releases seien inzwischen ? zumindest das Songwriting betreffend ? nicht mehr ganz das, was sie mal waren, ich sage dennoch: der Mann gehört definitiv in die oberen Ränge des Jamaican-Singer-Rankings. Herausragend auf ?Serious Times? ist die Nummer ?Stay Away? ? ?geparkt? auf dem Seeed / Germaican-Riddim ?Doctor´s Darling?. Der Song ist powerful von Luciano vorgetragen und, aus meiner Sicht, einer der besten Titel dieser Langspielplatte, aber auch des erwähnten Riddims aus Deutschland. Erwähnenswert sind in meiner Liste der Top-Titel dieses Albums außerdem ?Just Talk To God? ? einem supersoften Titel aus den Händen Sly & Robbies -, ?Come Down Father? ? weil es musikalisch einfach nicht viel besser geht -, und ?Love Will Make It? feat. Morgen Heritage ? basierend auf dem ?Your Love Is My Love?-Thema.Bei ?Lessons Of Life? bin ich gezwungen, das Feld von hinten aufzurollen, denn der Burner dieser Platte verbirgt sich auf der letzten Position. Track 13: ?Take A Sip? (?Last Night? ? Studio One), auf halbem Weg schon als Solo-Nummer gelaufen, killt hier in der Version mit Tony Rebel ? dem Conscious-Deejay-Father schlechthin. ?Real Rastaman? wiederum featured einen weiteren großartigen Kollegen ? Louie Culture ? und verbirgt neben Nyahbingi-Trommel-Klängen auch Samples aus Bob Marleys ?Sun Is Shining? Eine Roots-Nummer vom Feinsten. Mit ?Sitting And Watching? gibt es ein quasi Wiederhören mit Seelenbruder Dennis Brown, oder besser der Luciano-eigenen Umsetzung dieses Stücks. Wer, wie ich, hier und da Freude daran entwickeln kann, wenn der Messenjah deejayed, der sollte sich sowohl ?Don´t Rush Now? als auch ?Love Is The Future? ? mit einer superben Nadine Sutherland auf exakt gleicher Welle ? nicht entgehen lassen.Die Produktionen und Arrangements für ?Lessons Of Life? hatten Steely und Clevie in der Hand. Und ich muss schon gestehen, musikalisch ist dieses Werk nicht auf derselben Wellenlänge wie das erstbesprochene Album. Dennoch: Ich kann die Scheibe nur wärmstens weiterempfehlen!

Lady Saw – Strip Tease

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Es bricht mir fast das Herz, aber ganz, ganz ehrlich: „Strip Tease“, das lang erwartete, brandneue Lady Saw-Album killt mich nicht wirklich. Und das, obwohl die Frau mir noch vor vier, fünf Jahren als die Reinkarnation des Begriffs `killen´ erschien. Alter Schwede, was da auf „Strip Tease“ zu hören ist, bringt in keinster Weise auch nur annähernd rüber, was die Lady eigentlich kann.

Vielleicht ist es aber auch so, dass die (ehemalige) Queen of Dancehall-Reggae-Music ihren Königinnen-Thron nun tatsächlich ihren zumeist jüngeren Kolleginnen überlassen sollte. Hab ich schon erwähnt, dass es mir das Herz bricht?

Kommen wir zum Album. Als der erste Tune „I´ve Got Your Man“ verklungen ist, steht einwandfrei fest: Slackness (durch die Bank, in allen Titeln!) gehört immer noch unumstößlich zu Lady Saw wie JohnJohn – Producer aus dem Jammys-Stall und langjähriger On/Off-Lebenspartner ihrer selbst. Nur wo ist denn jetzt eigentlich die Freshness gelieben, für die Madame immer stand? Wo ist nur das tighte Toasting, welches in den vergangenen Jahren, Männlein und Weiblein die Latschen ausgezogen? Also echt…

Nächster Tune, weil ein Titel macht ja noch keine Platte – und Gott sei dies gedankt! Ah, ein Dave Kelly Riddim – „Fiesta“ – da kann ja eigentlich nüscht schief gehen. Oder eben doch. „Man Is The Least“ geht so, aber gewinnt auch nicht wirklich einen Pokal – Big Thing ist was anderes!

Weiter im Text. Ich skip und skip und skip, vorbei am „Scoobay“, vorbei am „Trifecta“. Lasse Titel wie „Petty Pussy“, „Coming Over“ oder „Best Pum Pum“ Revue passieren, aber so richtig will der Aha-Effekt nicht eintreten. Immer denk ich: Man, jetzt muss doch mal eine fitte Deejay-Strecke kommen. Was soll ich sagen: Kommt selten bis gar nicht.

Das mit dem gebrochenen Herz hatte ich bereits thematisiert?

Final: Man kann sich das Album schon irgendwie schön hören. Und man kann sich auch vor Augen führen, dass noch härtere Enttäuschungen im aktuellen Musik-Business gibt. Ich weiß auch, dass der „Strip Tease“-Release ewig und drei Tage verschoben wurde, und Lady Saw, ganz Profi, mit jedem neuen VÖ-Termin auch direkt neue Tunes recordet hat (Würde mich mal interessieren, wie die ganzen verworfenen Tracks geklungen haben). Man kann auch weiterhin Fan bleiben, so wie ich das standhaft handhaben werde, denn Lady Saw ist ja nun auch nicht irgendwer!

Ich bin sicher, ja – ich glaube fest daran: Lady Saw befindet sich, wenn auch über massive Umwege, weiterhin auf dem Weg zu neuen, großen Taten. Ihr eigenes Label „Hall Productions“ kickt Riddims, verpflichtet die A-Riege des jamaikanischen Entertainments, hat gute Leute an den Reglern. Da kommt noch was!

Africa Bambaataa dropped neue LP

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Afrika Bambaataa, DJ und HipHop-Promoter der ersten Stunde, und mit seinem legendärem „Planet Rock“-Album in die Analen der Musikgeschichte eingegangen, bringt gegen Ende September ein neues Album heraus, welches den viel sagenden Titel „Dark Matter: Moving At The Speed Of Light“ tragen soll. Das Album wird natürlich wieder gespickt sein, mit diversen experimentellen Sound-Styles – sprechen wir hierbei doch am besten von einem Party kompatiblen Mix aus afrikanischen Percussion-Klängen, Bollywood-Musik, Jazz, Techno, New Wave und „Dirty South“-Stuff.

360° Records feiert Zehnjähriges

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Schon 1994 gründete Torch das 360° Records-Label – und seitdem liefern uns die Heidelberger zuverlässig Release nach Release. Zur Feier des10jährigen Jubiläums steht am Samstag, 18.09., eine Jam an, deren Lineup sich wahrlich sehen lassen kann – Torch & Toni-L, Virtuoso, ZombiSquad, D-Flame, No Remorze, Ebony Prince & DJ Pussy Galore, LSD, DJ Stylewarz, Boulevard Bou, DJ Supreme, DJ Rick Ski und viele, vielemehr… Natürlich wird es auch reichlich Graffiti-Action geben. Demnächst wird auch eine „10 Jahre 360°Records“ Compilation veröffentlicht mit internationalen Features wie Grandmaster Caz, Al Tariq, Virtuoso,Torch, Toni-L, Blumentopf, Black Tiger u.v.m. Wir gratulieren und freuen uns auch die nächsten zehn Jahre HipHop aus Heidelberg!

Nominierungsregen

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Die Nominierungen, für die in Kürze folgenden Verleihungen der The Source Awards, sowie der American Music Awards, sind offiziell, und da kann man durchaus schon mal von einem recht guten Abschneiden – in Sachen Source Awards – der Herren Kanye West (u.a. Breaktrough Artist Of The Year, Album Of The Year , Lyricist Of The Year ), Jay-Z (u.a. Solo Artist Of The Year, Album Of The Year, Lyricist Of The Year), Ludacris (Solo Artist Of The Year, Live Performer Of The Year, Single Of The Year) oder Outkast (Single Of The Year, Group Artist Of The Year) reden. Allesamt wurden hierfür mit einer ordentlichen Vielzahl an Nominierungen bedacht. Für Kanye West und Outkast gab es obendrein noch je drei Nominierungen für die AMAs. Hier machte Sänger Usher das rennen, mit seinen insgesamt vier Nominierungen, für u.a. Best Male Artist und Album Of The Year.

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