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Gentleman knackt die Nummer Eins!

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Das musste ja so kommen! Nachdem Gentleman mit seinem Album „Journey To Jah“ bereits Gold abgesahnt und einen Echo eingeheimst hat schießt nun auch dessen Folge-Album weit nach vorn. Der Longplayer „Confidence“ schoss in dieser Woche von null auf die Charts-Pole-Position! Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Wer sich die Scheibe nicht bereits zugelegt hat schäme sich in Grund und Boden – oder nehme an unserer Verlosung teil. Checkt die Goodies.

Fler – AggroberlinA

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Das jüngste Mitglied des erfolgreichsten HipHop-Independent-Labels Deutschlands bringt mit„AggroberlinaA“ seine erste Non-Album-Single an den Start. Darauf zeigt der 22-jährige Fler a.k.a. Frank White allen, die gedacht haben, er hätte solo nichts drauf, den Mittelfinger und belehrt sie mit seinem Einstieg in die Charts eines besseren.

Auf den vom den Beathoavenz (DJ Smolface und DJ Perez) produzierten Original-Beat von „AggroberlinA“, boxt sich Fler in die Gehörgange eines jeden Zuhörers und verpasst mir mit der einprägsamen Hook einen Ohrwurm, den ich seid Tagen mit mir rum trage. Neben dem Beathoavenz-Original sind auf der Single jedoch noch einige andere interessante Tracks.So zeigt z.B. der Sido-Gold-Remix von „AggroberlinA“, dass der Maskenmann nicht nur rappen, sondern auch Beats bauen kann.

Auf „Alles oder Nichts“ hört man von Flers Basketball-Leidenschaft und natürlich davon, dass er auf dem Court besser ist, als alle anderen. Die Competition auf dem Platz ist ihm genauso wichtig, wie die Competition am Mic. Mit Zeilen wie: „Der beste Player weil mich jeder deckt / das ist Streetball scheiß mal auf DSF“, dunkt er die Raps in NBA-Jam Manier auf den Beat (ebenfalls von den Beathoavenz zusammengeschraubt) und lässt diesen Song, für jeden „Freizeit-King-Of-The-Court“ zu einem Hörerlebnis werden.

Mein absoluter Favorit auf der Single ist aber der Hammer-Track „Schwer Erziehbar“. Dass Fler ein Schwer-Erziehbarer Deutschrapper ist, wird auf diesem Track mehr als deutlich. Er lässt sich von niemandem etwas vorschreiben und scheißt auf alle, die ihn unterschätzt haben. Ganz besonders bekommt André Langenfeld, Moderator des Radiosenders Fritz, sein Fett weg. Mit der Power-geladenen Hook: „Ihr nennt es schwer erziehbar, nein das ist Fler der Sieger / Rapper komm´ Rapper gehen, so einen kriegt ihr nie mehr wieder / Du Wichser knie jetzt nieder, ich bin der beste Leader / rap jetzt in der ersten Liga / jeder nennt mich Fler der Sieger!“, klatscht er alle weg, die sich ihm in den Weg stellen.

Mit dieser Single katapultierte sich Fler nicht ohne Grund in die Trend-Charts. Ich denke, dass Fler mindestens genau soviel Erfolg mit seiner Single haben wird, wie sein maskierter Label-Kollege. Auf sein im November erscheinendes Album „Neue deutsche Welle“ bin ich nach dem Hören der Single ganz besonders gespannt. Wenn Fler das Level der Single mit dem Album hält oder gar noch steigern kann, wird der Long-Player eine echte Granate. Checkt das Up!

Smoking – King Size EP

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Aus dem Hause Illvibe Recordings, einem Label aus Hannover, kommt diese CD eines MCs, der den Namen eines in Kiffer-Kreisen legendären Paper-Hestellers trägt. Passend dazu ist das Cover der „King Size EP“ dann äußerlich auch an die Optik der Verpackung des Raucher-Zubehörs „angelehnt“. Wie originell man das finden kann, sei mal dahingestellt.

In musikalischer Hinsicht hat Scheibe von obligatorischen Representer- und Battlesongs über Party-Tracks bis hin zu Stücken eher ruhigerer Gangart so ziemlich alles zu bieten. Smoking aus dem Koma Kidz-Umfeld zeigt auf einem Großteil der Songs gute Ansätze, die auf von Spek One produzierte Beats gebannt wurden. Leider bleibt er überwiegend im Stadium guter Ansätze stecken.

Dass die grünen THC-haltigen Pflanzen es ihm und seinen Freunden mehr als angetan haben, macht er auf fast jedem Song deutlich. So ist die „Wir sind Kiffer“-Thematik in vielen Einzel-Lines zu hören und manchmal auch Grundlage für ein ganzes Lied, wie z.B. bei „Drogenprojekt“. Überraschenderweise handelt der Song vom Genuss von Maryjane und reiht sich damit nahtlos in die Sparte von Stücken ein, die dieselbe Thematik behandeln, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Auf „Komakasatschok“ featured Smoking seine Koma Kidz Partner Ill Negro und Johnny Rockmist. Bei diesem Track wird klar, dass Smoking der talentiertere der auf dieser CD zu hörenden Koma Kidz ist. Die Flows von Jonny Rockmist und Ill Negro klingen im Gegensatz zu dem von Smoking eher langweilig und können nicht überzeugen. Auch textlich sind die beiden eher unterstes Niveau. So gibt Ill Negro z.B. Lines wie: “Da hilft euch weder wegrennen noch beten gegen / diesen Gegner übersetzt heiße ich kranker Neger!“ von sich, und katapultiert sich so mühelos ins lyrische Abseits. Dieser Track ist mit Abstand der schlechteste auf der CD.

Positiver sticht hingegen „Wer ist die Crew“ heraus. Auf diesem Stück passen Raps und Beat zusammen. Smoking rappt entspannt über den Beat und bringt Doppelreime und Lines wie z.B.: „Ey, yo gibt Smoking das Mikrophon Spast / Du liegst schon flach bei dem Shit der so kracht!“. Auch das Drumset rollt gut und steht im Einklang mit den Synthie-Sounds. Das Logic Instrument EVD6, welches ich rauszuhören glaube, passt auch gut ins Gesamtbild.

Dass man in Sachen Deutsch-Rap Hannover nicht außer Acht lassen sollte, steht außer Frage, doch kann ich mich mit Aussagen wie: „…Fick auf Ku-Damm und Kiez…“ oder „Wer sagt dass du ein MC bist / geh zum Ku-Damm MC Strich“ (aus „Hannover Stadt“ feat. Saddam Syed) nur schwer anfreunden, denn aus Berlin und Hamburg kommt momentan der erfolgreichste Rap Deutschlands – siehe Sammy, Savas, Sido etc.. Ob man die genannten Artists nun mag oder nicht, ist ja jedermanns eigene Sache. Respektieren sollte man sie als „Newcomer“ vielleicht schon.

Unterm Strich stößt die „King Size EP“ bei mir auf wenig Gegenliebe. Zwar kann man Smoking zugute halten, dass er technisch gesehen ein paar durchaus brauchbare Raps auf seinem Erstlings-Werk verewigt hat, von denen manche Rapper in seinem Alter vergleichsweise noch weit entfernt sind. Dennoch ist er weit davon entfernt, Akzente zu setzten.

Theodore Unit – 718

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Erst vor kurzem hat Ghostface das „Killa“ aus seinem Namen gestrichen und mit der aktuellen Solo-LP „Pretty Toney Album“ einen überzeugenden Glanzpunkt gesetzt. Er ist also gerade „On Fire“, wie man so schön sagt, und legt deshalb auch gleich noch einen nach: Als „Theodore Unit“ veröffentlicht er zusammen mit seinen Kollegen Trife, Cappadonna, Shawn Wigs, Solomon Childs, Kryme Life und Du-Lilz ein Album mit dem Titel „718“.
Das Cover glänzt nicht gerade vor Einfallsreichtum – die ganze Mannschaft poset übertrieben hart mit Baseballschlägern in der Hand vor der Kamera. Was einen dann musikalisch erwartet, ist jedoch wesentlich besser, als der äußere Schein vermuten lässt.

Auf den 16 Tracks gibt es das ein oder andere Highlight, vor allem beattechnisch macht „The Theodore Unit“ Spaß. Nachdem Ghosface schon bei seinem eigenen Album sein Gespür für die richtige Wahl der Samples gezeigt hat, schafft er es auch hier, das Level hochzuhalten. Die Beats sind mit vielen alten Soulsamples bestückt, fast wie im klassischen Wu-Tang-Stil à la RZA.

Highlights sind auf jeden Fall das kraftvolle „Guerilla Hood“, „Punch In Punch Out“ feat. Trife, das eher ruhigere „Mama Can You Here Me“ feat. Solomon Childs und auch „Paychecks“ feat. Ghost & Trife, das mit einem schönen Vocal- und kräftigen Bläsersample überzeugen kann.

Wer also neben dem ganzen Synthie-Gepiepse im HipHop mal wieder ein wenig in 70er Jahre Soulmusik abtauchen möchte, ist hier herzlich eingeladen. Ghost ist sicherlich der stärkste MC im Team, aber auch Solomon Childs oder Cappadonna können das Mic rocken.
Auch Mr. Meth hat sich übrigens die Zeit genommen, auf einem Track dabei zu sein. Leider ist sein Gastspiel aber so durchschnittlich wie sein letztes Album. Insgesamt eine gute Scheibe mit einigen schwachen aber deutlich mehr guten Stücken.

Killa Kela – For Those Who Joined Us

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Killa Kela, seines Zeichens Beatboxer, hat in Deutschland schon mehrmals bewiesen, was er auf dem Kasten hat bzw. mit dem Mund zu tun vermag. Sein Debütalbum „Permanent Marker“, welches auf dem Label von DJ Vadim, Jazz Fudge, veröffentlicht wurde, zeigte schon ansatzweise sein Talent für verschiedene Instrumente (mit dem Mund) und auch verschiedene Musikgenres. Vor allem live zeigte er dem Publikum jedoch, dass sich Beatboxing nicht zwangsläufig nur im Rap abspielen muss.

Im Spätherbst soll ein neues Album erscheinen und um Appetit zu bekommen, wirft er uns erst mal einen kleinen Happen vor die Nase. „For Those Who Joined Us“ ist eine EP, mit einigen Livemitschnitten und Tracks, die er auf der Tour gespielt und aufgenommen hat.

Auf dieser EP sind logischerweise auch die Künstler gefeatured, mit denen Kela in letzter Zeit auf Tour war. Das waren zum Beispiel Artful Dodger, Richie Dan, Stereo MCs, MC Trip, The Mixologists und DJ Vadim.

Wie bereits angedeutet, wechselt Kela von Rap-Beats spielend leicht zu Drum&Bass-Einlagen und wieder zurück, wie auf „Check One“ zu hören ist. „4 Commandments“, produziert von den Stereo MCs, ist ein auf elektronischen Synthesizer-Klängen basierender Uptempo-Track, dem Kela per Beatbox den richtigen Drumsound unterlegt. Obendrauf gibt es noch einige Scratches dazu – natürlich auch per Mund.

Neben einem Live-Mitschnitt gibt es noch die großartige Dub-Reggae Nummer „Takin´ It Back“ feat. Artful Dodger, Richie Dan und MC Trip. Einer der besten Tracks auf der EP! Kela überzeugt mal wieder mit einer satten Bassline und sicherem Timing was den Rhythmus angeht, und die MCs lassen es richtig krachen.

Der Song „Crop Circles“ im DJ Vadim-Remix erweist sich dann als sehr experimentell, ganz so, wie man es von dem in London lebenden Russen gewohnt ist. Ein Elektrogewitter à la Vadim sozusagen. Zu guter letzt gibt es noch das gemeinsame Stück mit der Spitkingdom Crew. Ein weiters Soundexperiment bestehend aus Beatbox, Rap und elektronischen Soundmaschinen.

Für alle Beatboxfans ist diese Scheibe Pflicht. Da sie auf 1500 Stück limitiert ist, ist eine schnelle Entscheidung ist von Vorteil.

Marcello D2 – Looking For The Perfect Beat

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„À Procura da Batida Perfeita“ – auf der Suche nach dem perfekten Beat, heißt dieses Album von Marcello D2. Hierbei handelt es sich um das Album eines der bekanntesten Rapstars aus Brasilien, und der rappt natürlich auf Portugiesisch.

Dieses ist bereits sein zweites Album, aber das erste, welches es offiziell über den „Teich“ geschafft hat. Zum Glück, denn was ihr da zu hören bekommt, ist eine großartige Mischung aus Samba Rhythmen und HipHop. Marcelo D2 rappt mit einer klaren, warmen Stimme und auch wenn man kein Portugiesisch kann, wie ich, zieht er einen schnell in seinen Bann.

Dazu gehören natürlich auch gute Beats. Und da hat der junge Mann aus Brasilien Hilfe von keinem Unbekannten erfahren. Kein geringerer als Mario Caldato produzierte dieses Album. Na, klingelt ´s? Nein? Vielleicht unter der Kurzfassung Mario C? Der Mann hat für die Beastie Boys oft hinter den Reglern gesessen, und wer jetzt mal die Scheiben der drei New Yorker aus dem Schrank zieht, sollte mal darauf achten, wann der Name Mario C fällt. Dass er fallen wird, ist sicher.

Die Beats bieten die fast perfekte Symbiose aus HipHop- und Samba-Klängen, das geht direkt in die Beine, da ist Stillstehen absolut unmöglich. Außerdem sorgt diese Scheibe mit ihrem positiven Vibe für gute Laune, und die kann man beim nahenden Herbst schon mal gebrauchen, wenn die Tage wieder kürzer werden.

Um einen guten Einstieg zu bekommen, kann man gleich mal mit dem Titel-Track „À Procura da Batida Perfeita“ oder besser noch dem stark Samba beeinflussten „Vai Vendo“ beginnen. Dagegen ist der „Samba-Track“ von Ugly Duckling nur ein müdes Lüftchen. Hier werden die Hüften geschwungen und dazu mit dem Kopf genickt – was für eine Kombination! Auf den 13 Tracks gibt es eigentlich keinen Ausfall. Das ein oder andere Stück hat durchaus auch mal ein wenig poppige Momente, aber insgesamt macht dieses Album einfach nur Spaß.

Auch der Beastie Boys Haus-DJs Mixmaster Mike ist mit von der Partie und auf „Batidas e Levadas“ zu hören. Wer ein wenig Lust auf Lateinamerikanische Einflüsse in der Rapmusik hat, kommt an diesem Album auf keinen Fall vorbei.

Brand Nubian – Fire In The Hole

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Von wegen die „Veteranen“ des „Golden Age Of HipHop“ sind müde, haben keinen Ideen mehr und sollten sich lieber auf den alten Tagen ausruhen. Es gibt in letzter Zeit genug Beispiele, die das Gegenteil beweisen.

Masta Ace, Ghostface, Black Moon oder Erick Sermon haben mit guten bis sehr guten Alben gezeigt, dass sie noch keines Falls zum alten Eisen gehören. Allerdings müssen sie sich wohl damit anfreunden, dass sie in Zeiten, wo HipHop die Popmusik Nummer 1 ist, nicht unbedingt die Charts erstürmen werden. Aber das war früher ja auch nicht anders, nur sind die Erwartungshaltungen bei einigen Leuten möglicherweise gestiegen.
Aber lassen wir das Businessdenken und beschäftigen wir uns mit guter Rapmusik.

Und die liegt hier zweifelsfrei vor. Mit ihrem fünften Studioalbum „Fire In The Hole“ können Brand Nubian voll überzeugen, musikalisch wie auch lyrisch. Auf einer Länge von 12 Songs lassen sie kaum einen Wunsch offen. Die melodischen, loopgetriebenen Beats lassen das alte HipHop-Herz schnell höher schlagen, das „Golden Age“ scheint auf einmal wieder zum Greifen nahe. Für die Produktionen zeichnen Lord Jamar und DJ Alamo verantwortlich, die ihr Handwerk in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt haben. Tracks wie das mitreißende „Who Wanna Be A Star?“ oder „Just Don´t Learn“, was von der Attitüde her ein wenig an KRS One erinnert, zeigen, dass HipHop immer noch mehr sein kann, als dicke Klunker zu tragen und in Clubs rumzuhüpfen. Es muss wohl beides geben, leider stimmt das Gleichgewicht nicht mehr wirklich.

Auf „Fire In The Hole“ geht es um Lebensabschnitte, Reflexionen, persönliche Gefühle, aber auch politische Themen werden angesprochen. Alles verpackt in einen überzeugenden musikalischen Rahmen und begleitet vom unnachahmlichen Flow von Lord Jamar, Sadat X und Grand Puba.

„Fire In The Hole“ muss sich in keinem Loch verstecken, im Gegenteil, die Flamme wird hoffentlich auf die Fans überspringen.

Primo wirbt mit Live-Skillz für sein Album!

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Im Rahmen der Coke DJ Tour wird DJ Premier am 09.09. im 2BE-Club Berlin Werbung für sein erstes Producer Album "Man Of Few Words" machen. Das ganze soll voraussichtlich am 01.11.04 über Atlantic erscheinen. Laut noch nicht bestätigten Informationen werden darauf u.a. zu hören sein: Nas, Jill Scott, 50 Cent und Fat Joe. Wer schon mal ein paar Hörprobem zum Album bekommen bzw. den Gang Starr DJ an den Turntables in Aktion sehen möchte, sollte sich am 09.09. für schlappe 9 Euro nach Berlin begeben oder einen der anderen Gigs der Tour besuchen.

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