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Kore & Skalp – Rai´n’B Fever

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Wer orientalische Klänge mag, dem sei das Produzentenalbum der französischen DJs Kore & Skalp „Rai’N’B Fever“ ans Herz gelegt. Während man in Deutschland eher zu indischen Klängen à la Panjabi MC abgeht, hat man in Frankreich schon seit längerem einen neuen Musikstil entwickelt, welcher sich Rai’n’B nennt. Rai steht dabei für arabische Folklore. Diese wird dann mit etwas HipHop, R’n’B oder auch Funk aufgepeppt, und fertig ist das Konzept für einen Rai’n’B- Song.

Kore & Skalp machen mit diesem Album einen bedeutenden Schritt, diesen Style zu etablieren. Erschienen ist dieses Album auf dem französischen Label Artop Records, welches sich darauf spezialisiert hat, orientalisch angehauchte Musik in französischer und arabischer Sprache zu produzieren. Künstler des Labels sind unter anderem die Sänger Mohamed Lamine, Amine, Cheb Bilal, aber auch Rapper, wie Rim-K und 113. Sie alle sind auf dem Album vertreten.

Die Platte startet mit der Salsa-Funk-Nummer „Un Gaou A Oran“, die in die Beine geht und zum Tanzen motiviert. Danach kommt das schöne Duo der Sängerin Leslie und des arabischen Sängers Amine. Der Song zeigt eindrucksvoll das Zusammenspiel zwischen französischer und arabischer Folklore und unterlegt diese mit einem bisschen Funk.

Der darauf folgende Song „Mon Bled“ von Mohamed Lamine, Cheb Maria und dem französischen Star-Rapper Rohff ist ein Cover von Khaleds „Abdelkader“. Die Melodie des Originals wurde beibehalten, der Text umgeschrieben. Danach folgt ein schöner Uptempo-R’n’B-Clubsong, der den überragenden Amine und La Fouine featuret. Dann kommen einige mittelmäßige Folklore, Funk und R’n’B-Tracks, bis Willy Denzey und Fader Riwan gemeinsam auf „L’orphelin“ singen – ein weiterer Höhepunkt des Albums. Allerdings hätten Kore & Skalp besser daran getan, den Remix des Songs auf ’s Album zu packen, welcher mit seinem weitaus orientalerischen Beat besser zur ganzen Scheibe gepasst hätte.

Als letzter Song weiß „Rimitti Riddim“ von Cheikha Rimitti, einem typischen arabischen Vokalisten, voll und ganz zu überzeugen. Ein Song, der auch den letzten Sofa-Hocker auf einer türkischen Hochzeit zum Halay-Tanzen bewegen wird.

Alles in allem haben Kore & Skalp mit diesem Werk einen bedeutenden Schritt in Sachen Völkerverständigung getan. Hoffen wir, dass das Werk nicht nur im arabischen Teil der Bevölkerung gut aufgenommen wird.

VA – Premium Stars/German Stars

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Germaican Records – Leipziger Garant für erstklassiges Dancehall- Reggae-Entertainment – setzt zum großen Wurf an. Im Jubiläumsjahr 2004 (fünf Jahre Germaican Records/15 Jahre Messer Banzani) präsentiert das Label zwei Compilations, welche die Arbeit von Pionear und seinen Mannen zwischen den Jahren 99 und 04 umfassen.

Neben dem aktuellen Masterpiece – dem Messer Banzani-Riddim – aus der Hand von Tom Topp und Pionear, werden auf „Premium Stars/German Stars“ außerdem die Seeed / Pionear-Produktionen Pharaoh, Doctor´s Darling und Electric Boogie, aber auch Bitch, World Report, Cure, Valentine und eine Hand voll weiterer Klassiker gefeiert.

Zu den einzelnen Scheiben: Gepickt wurde hier tatsächlich nur Premium-Material. Warum also nicht auch den Release mit diesem Namen segnen?! Auf „Premium Stars“, dem englischsprachigen (ihr wisst schon: das andere Englisch…) Jubilar-Werk, befinden sich mit Vybz Kartels „If U Man Nah Sow No Seed“ und Cobras „Gangster Role“ zwei Tunes, die man hotter than hot nennen darf, aber auch der Wahnsinns-Erfolgshit „Ist A Pity“ (Tanya Stephens), welcher dem sowieso schon enormen Erfolg des Doctor´s Darling-Riddim die Krone aufzusetzen vermochte. Auch auf dem Doctor´s Darling, und ein mindestens ebenso wertvoller Diamant: Lucianos „Stay Away“. Premium heißt natürlich auch T.O.K. – „Shining Star“, Sizzla – „I´ll Always Love You“ oder aber Lady Saw – “Lately”. Das Gentleman, Ill Inspecta, Seeed und Dr.Ring Ring so einen Sampler gebührend abzurunden wissen ist klare Sache.

Das Tracklisting der „German Stars“ liest sich nicht minder spektakulär! Eröffnet wird mit “Dickes B.”. Man kann es halten wie ein Dachdecker: Dieser Tune gilt bis dato als Meilenstein, welcher einen unheimlichen Rattenschwanz an deutschsprachigen Reggae- oder Dancehall-Releases hinter sich herzog. Leider wurde nicht überall auf Qualität gebaut! Aber Star darf sich nur nennen, wer Star ist: Nosliw („Oh My Gal“-Cure), Dr. Ring Ding („Vom Vadder“-Geisha), Backyard Crew („Supertrend“) oder Seeed („Water Pumpee“ feat. Anthony B.) – German Stars – im Namen der Germaican-Family.

Die Messer Banzani-Riddim-Selection geht übrigens ebenfalls in Kürze mit Künstlern wie Gregory Isaacs, Sizzla, Dr. Ring Ding, Bobby Buster, Ill Inspectah und den oben bereits erwähnten Vybz Kartel und Cobra auf den Markt und brilliert durch die Fusion aus Hardcore und Bashment. Ein Style, der nach den in letzter Zeit allgemein furztrocken produzierten Beats, wieder auflockert und mehr als an der Reihe war.

Der Trend kommt aus Leipzig. Oder mit den Worten von Kartel: „…it ’s different and difference is good, variety is the spice of life…”.

Roey Marquis II – Momentaufnahmen III

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Roey Marquis II ist wieder mit einem neuen Werk am Start: Der dritte Teil seiner „Momentaufnahmen-Serie“! Wie auch auf seinen vergangenen Alben bringt der Producer hier verschiedenste MCs zusammen, die man sonst wahrscheinlich niemals gemeinsam auf einer Platte hören würde.

Die insgesamt dreiundzwanzig „Momentaufnahmen“ haben einen ruhigen, melancholischen Charakter. Egal ob klassisches Streicher-Sample, oder jazzig angehauchter Beat: prollig, klischeehafte HipHop-Beats sind hier keine zu hören.

Der Marquis-Sound eignet sich hervorragend dazu, an dunklen Herbst-Abenden bei Kerzen und Wein den Kopf smooth nicken zu lassen und über das Leben zu philosophieren. Vielleicht sollte das Album auch deswegen noch schnell zu dieser Jahreszeit releaset werden – und in der Eile ist dann auch gar nicht aufgefallen, dass z.B. Ercandize`s „Shen“ nicht der elfte Track ist, sondern auf die Nr.22 gerutscht ist. Solche Fehler können auf die Schnelle schon mal vorkommen.

Die MC`s auf dieser Compilation, ob Curse, Ercandize, Tefla & Jaleel, oder Tatwaffe, Italo Reno & Germany (nur ein Teil der riesigen Bandbreite) rappen auf „Momentaufnahmen“ so persönlich und lyrisch, wie man sie teilweise noch nie zu hören bekam. Nur Olli Banjo scheint gegen den Strom zu schwimmen und die Härte des Lebens mit Ironie zu nehmen. Dabei geht er Stil-treu hart an die Grenze („ich denk an BSE immer wenn ich n` Steak ess`- ich denke positiv, leider nur beim Aidstest“).

Also: Lasst euch Wasser in die Wanne, schmeißt etwas Holz in den Ofen, die Kerzen und den Wein nicht vergessen und schwelgt in herbstlicher Melancholie.

PDM Caravan/VA – Otaku-HipHop

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Die PDM Caravane zieht wieder – und zwar mächtige Kreise. Von Berlin über Potsdam nach Leipzig, kurz noch Richtung Chemnitz und wieder zurück, entstand hier eine Hammer-Compilation, mit einem auf den ersten Blick etwas sonderbare Namen: „Otaku-HipHop“.

Kurz zur Erläuterung: „Otaku ist eine Art Engagement, ein Untergrundweg, die Ideen über die Welt zu verändern. Die Otaku sind nicht damit zufrieden, zu konsumieren. Sie wollen die Dinge und die Programme verändern… Sie treffen sich in verrauchten Homestudios und dunklen Klubs… und basteln an einer Musikrichtung der Zukunft – Otaku-HipHop.“

Nun zu den Machern: Versammelt haben sich für die aktuelle Produktion der Caravan Urgesteine der deutschen HipHop-Szene. Die Beats stammen hauptsächlich von DJ Knickneck aus Potsdam. Ihm zur Seite stand sein Kollege seit jeher: DJ K.S., ebenfall der Potsdamer Szene entsprungen. Beide sind Mitbegründer von Caravan Records und seit mehr als zehn Jahren in diversen Rap-Projekten zu Gange.

Die Lyriker der Caravan finden sich zu Teilen ebenfalls im Potsdamer PDM-Umfeld. Da wäre z.B. Poise, einigen vielleicht ein Begriff durch sein Mitwirken bei `A Real Dope Thing´, `Family Affair´ oder `Da Mash´. Eigentlich eher im Englischen zu Hause, finden sich auf „Otaku“ rare, deutsch interpretierte Tracks, wie z.B. „Mein Fenster“ (feat. ZM Jay), welcher die Sicht zweier MCs auf alltägliches Geschehen thematisiert. Besonders aber killt „Der Weg Ist Das Ziel“. Poise flowt, ich möchte fast sagen, wie nie, und blickt nachdenklich auf Dinge, die einem das Leben eben einfach zu bringen vermag.

ZM Jay und Stefano a.k.a. Tres a.k.a. Skeptikah aus Chemnitz/Leipzig haben sich ebenfalls für ein Gastspiel im PDM-Lager eingefunden. ZM würzt die Tunes mit gewohnt spezieller Note in Sachen Rhyme-Style („Mein Fenster, „Das Leben ist Segen“), Stefano feuert als Singer und Deejay Jamaican-Style in dein Ohr. Diese Mische funktioniert top bei „Böse Jungs“, einer Abrechnung mit Möchtegerns und deren Kumpanen. Stilistisch ähnlich funktioniert der Titel „Rude Boy“, auf dem MC Kaki brilliert.

„PDM-Style Is What You Need, Babe…” empfiehlt der Berliner Dave Q. – ebenfalls `PDM/Da Mash/Mindstatez´–Member seit ewig und drei Tagen. Seine englischen Lyrics brillieren u.a. auch auf den Titeln „Trueform“ (feat. Rhymez & Prok, Poise und Hyper P.), einer Hommage an das, was schon Bahamadia den wahren HipHop zu nennen pflegte, und der musikalischen Umsetzung der „Otaku Definition“ (Cicero, Poise, Zem, BK1529, Mick, Crystal K. und P.Smoothe).

Nun, es hat lange gedauert, bis die PDM Posse sich zu einen neuen Werk aufgerafft hat. Aber was Knickneck da sauber zusammenproduziert, und jeder einzelne MC umgesetzt hat, ist einfach und doch besonders, ruhig und doch aufregend – ist Otaku!

Talib Kweli – The Beautiful Struggle

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Ende Januar diesen Jahres schloss Rawkus Records vorerst seine Türen, nachdem ein Vertrag zwischen dem Label und Geffen Records nicht verlängert worden war. Eine äußerst traurige Angelegenheit, war Rawkus doch Homebase von bedeutenden Rap-Artists wie beispielshalber Talib Kweli oder Mos Def. Fortan war unklar, ob, wo und wie es in Zukunft Veröffentlichungen dieser High-Class-Musiker geben wird. Es hieß also struggeln, um eine neue Plattform für gehaltvolles Rap-Entertainment zu finden. Inzwischen ist die Suche erfolgreich beendet, und Talib releaset sein Werk mit den beutungsschwangeren Titel „The Beautiful Struggle“ über Rawkus/Universal.

Qualitativ auf hohem Niveau spielt sich hier ab, was von Talib zu erwarten ist: Durchweg ausgezeichneter Flow ummantelt gekonntes Textmaterial! Das ist Rap wie ich ihn mag – dem Mann reichen nur wenige Kollegen das Wasser! Einer dieser wenigen: Common, mit dem sich Kweli auf „Ghetto Show“ die lyrischen Zeilen quasi teilt. Unterstützt wird der metaphernreiche Track gesanglich durch das Feature von Anthony Hamilton.

Generell findet man auf „Beautiful Struggle“ erstaunlich viel Gesungenes und auch das ist neu: in fast jedem Titel findet sich ein Rahmen in Form eines Refrains. Hierzu hat sich der Lyricist selbstredend auch nicht irgendwen ins Boot geholt. So findet sich feinster Female-Soul von Mary J. Blige, Faith Evans, Res und Jean Grae auf diesem Album wieder.

Für die Beatproduktionen sind etablierte Macher in die Studios gegangen. Kanye West, welcher die erste Single „I Try“ feat. Mary produzierte, die Neptunes in Sachen „Broken Glass“, einer Geschichte über zerplatzte Träume eines jungen Mädchens, „Amadeus“ Thompson, der das für Talib recht ungewöhnliche, dennoch fresh schallende „A Game“ fabriziert hat, oder eben olle Hi-Teck, der schon weit mehr auf dem Kasten hatte! Supa Dave West kümmerte sich um das Feature mit Faith („We Know“) und Midi Mafia genießen meinen Respekt für diesen wahnwitzigen Sound-Output des Tracks „We Got The Beat“ (feat. Res) und dem zum Heulen schönen „Black Girl Pain“, den upcoming Jean Grae mit ihrem Geasng nur noch mehr vergoldet!

Alle HipHop-Puristen und Verbissen-Seher wissen natürlich an „The Beautiful Struggle“ schlimme Ecken und Kanten zu finden. Und ja, Talib Kweli hat hier nicht wirklich das perfekte Roter-Faden-Ding ausgepackt. Bedenkt man aber, dass es im Vorfeld zu unmöglichen Querelen in Sachen Label und Piraterie gekommen war, können sich – pauschal – ALLE trotzdem eine Scheibe abschneiden.

Zerstörerisches Duo : Shaq & Bonecrusher

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Basketball-Ikone und Hobby-Rapper Shaquille O’Neal und ATL-Monster Bonecrusher. Was ist denn das für eine Kombination? Eine ziemlich monströse!Die Zwei haben jetzt gemeinsam den Weg ins Studio gefunden um einen Remix zu Bonecrusher’s neuer Single „Super N@@@a“ aufzunehmen. Das Werk soll die erste Single für Bonecrusher‘s neues Album „Fight Music“ sein und somit gleich zeigen, dass man von Bonecrusher nur den härtesten Dirty South Style zu erwarten hat.Warum aber Shaq? Lyrisch und flowtechnisch ist er mit Sicherheit kein Talent doch verkörpert er diese einmalige Superman-Attitüde. Laut Jermaine Dupri, Labelchef von Bonecrusher’s Label SoSoDef, ist Shaq der perfekte Superman der Neuzeit. Auch trägt Shaq, auf MTV Cribs zu sehen, das Superman-Symbol gerne zur Schau. Sein Auto, sein Bett und sein eigenes Zeichen lassen dies klar erkennen. Passt also perfekt zum Titel. Also, attenchun! A super n@@@a ain’t never scared!

KutMasta Kurt muss sein Album umbenennen

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Das amerikanische Olympische Komitee hat angeordnet, dass Kool Keith’s Tour-DJ und Produzent Kutmasta Kurt, der auch schon für Savas produzierte („Da bin, da bleib“), sein neues Album „Redneck Olympics“ umbenennen muss. Das Komitee ließ verlauten, dass es nicht tragbar sei, Schweinekämpfe als olympische Disziplin auszugeben. Zumal wäre der Name „Olympics“ durch Copyright geschützt. Kutmasta Kurt und sein Management konnten das nicht verstehen, doch lenkten sie letztendlich ein. Das Album, welches Tracks der Beastie Boys, Mos Def, Grand Agent, Mr Lif, Planet Asia und vielen anderen enthält, wird in den USA unter dem Namen „Redneck Games“ veröffentlicht werden. In den restlichen Teilen der Erde wird es aber weiterhin unter „Redneck Olympics“ vertrieben.

MC Jeremy schießt bei MTV´s „TRL Most Wanted“ auf 10

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Vergangenen Montag war offizieller Release von MC Jeremys „Mein Dorf” (wir berichteten darüber). In der MTV-Sendung „TRL Most Wanted“ stand das dazu gehörige Video von Star-Produzent Che André Bergendahl zur Wahl auf Heavy Rotation. Um die zweitausend MTV-Zuschauer klickten Jeremy von Null auf den zehnten Platz. Das ist auf jeden Fall schon mal ein stattlicher Einstieg. Wir haben für euch die Single „Mein Dorf“ vierfach zur Verlosung organisiert. Goodies checken!

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