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Common kehrt ’05 mit neuem Album zurück

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Ach ja, da is er ja wieder! Jay-Z Lieblingsrapper und Everybody’s Darling Common aka Common Sense kehrt wieder auf die HipHop-Bildfläche zurück. Nachdem seine zwei ehemaligen Rawkus-Kollegen und gefeierte Underground Helden Talib Kweli und Mos Def im Jahre 2004 schon vorgelegt haben wird Common 2005 einen neuen Longplayer an den Start bringen. Momentan lässt er sich von etwas älteren Sachen a la NAS „Illmatic“ und Raekwon’s „Only Built 4 Cuban Linx“ beeinflussen. Für sein neuestes Werk hat der ehemalige Badu-Lover den Sample-König Kanye West ins Studio gebeten. Bei der Kombo kann eigentlich nix mehr schief gehen!

Stevie Wonder hat keinen Respekt für Em

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Nachdem sich nun schon mehrere Künstler und andere Business-Größen gegen Eminems Auftritt und seine Lines in "Just Lose It" geäußert haben, erteilte die lebende Legende Stevie Wonder dem Ausnahmerapper eine weitere Rüge. Wonder gab zu Protokoll, dass er Em schon immer respektiert habe und ihn auch für einen Großen des Biz hielt (Stevie fand Pac allerdings besser) doch findet er Em’s Verhalten gegenüber dem hart gebeutelten Michael Jackson untragbar. Em solle sich doch im Klaren darüber sein, dass eine große Zahl seiner Fans aus dem afroamerikanischen Bevölkerungsteil der USA stamme und dass man nicht die Hand beißt, die einen füttert. Das Video zu "Just Lose It" wurde auch vom amerikanischen Musiksender BET (Black Entertainment Television) aus der Playlist gestrichen.

VA – Big Bud Bonzen

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Die „Big Bud Bonzen“ – Sha Karl, Smoke, Robud Styles, Plaetter Pi, Micheal Mic und Reason – wollen euren Player plätten! Soviel steht nach 50 geballten Minuten Egotrips, Aggressive-Tunes und Money-Bitch-Ryhmes fest. Ich gebe zu: Beim ersten Hören dachte ich, die Scheibe wäre ein Abklatsch der „Aggro Ansage 4“, wozu auch die komplett in Gold gehaltene CD-Optik verleitet. Bei genauerem Hinhören jedoch fielen mir viele kleine, aber feine Unterschiede zwischen den Bonzen und den Sägeblättern auf. Damit der Bericht aber nicht zu einer Aggro/Big Bud-Gegenüberstellung wird, lasse ich das Thema Aggro jetzt beiseite.

Neben dem altbekannten „Blingbling“, dem „Wir sind die Geilsten im Club“ und dem „Wir haben sowieso das meiste Geld und sind die Schönsten“, stechen auf dem „Big Bud Bonzen“-Album soundtechnische Features heraus, die ich bei anderen Battleraps vermisse. Standardmäßig sind die Bonzenreime ziemlich egoistisch – und doch habe ich bemerkt, dass die Jungs einigermaßen auf dem Teppich geblieben sind. Das fällt unter anderem bei Textinhalten auf, in denen sie ihr eigenes Leben schildern: Sie fahren am liebsten Benz und wenn es sein muss auch mit denen von der BVG („Berlins Busse sind Luxus“), und auch die BigBuds haben Familie, die ab und zu mal besucht werden will. Irgendwie werden sie mir durch dieses nicht ganz so hochnäsige Verhalten sympathisch. Am Besten gefallen haben mir jedoch die teilweise superschnellen, textlichen Ergüsse von Smoke und Robud Styles, die bei „Catchy Hooks“ so richtig auf die Kacke hauen – zumindest was den Speed anbelangt.

Mal abgesehen davon, dass unser deutscher Battlerap im Prinzip nichts anderes als ein Kontest der Übertreibung ist (und übertreiben können die Buddies auf jeden Fall), gibt es zur Abwechslung auch mal etwas englischsprachiges Gedisse in den Lyrics. Überhaupt fällt auf, dass mehr englisch-deutsche Mischreime an den Rapdialogen teilhaben, als bei anderem Sprechgesang. Die Beats sind den Raps und dem Style angemessen, einige Takte chillen vor sich hin und andere Stampfen durch. Eine nette Mischung eben.

Im Großen und Ganzen gefällt mir die Scheibe gut. Besonders die schnellen Raps sind schön psycho. Wer Berliner Battlerap mag, ist mit der Scheibe gut beraten, da sie einem viele Facetten dieser Stilrichtung bietet. Es wird jedoch auch Gemüter geben, denen es als bloßes Sägeblattgehabe rüberkommt, doch selbst diesen würde ich von der Scheibe nicht abraten, schon allein damit sie selber auf die kleinen, aber feinen Unterschiede acht nehmen. Den HipHoppern, die den aggressiven Raps weniger offen gegenüberstehen, kann ich nur sagen, dass sie diese Scheibe lieber mit Vorsicht genießen und vor dem Kauf probehalber mal reinhören sollten.

Benzino will Beef mit Em beenden

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Friede ist in Sicht! Der Beef der beiden Rapper Eminem und Benzino scheint ein Ende zu nehmen. SOURCE-Mitbesitzer und Teilzeit-Rapper Ray Benzino gab in einem Interview nun zu Protokoll, dass er bereit sei, sich mit Mr Slim Shady an einen Tisch zu setzen und den Streit beizulegen. Benzino und The SOURCE waren eigentlich nur im Feldzug gegen die Industriemaschinerie, welche die HipHop Kultur zu zerstören drohte, doch als sie nun in einem MTV-Interview zu lesen bekamen, dass Em selbst gegen die Maschinerie ankämpft und nicht zu dieser zählt, waren sie auf eine Beilegung des Beefs erpischt. Em sagte im Interview, dass solch ein Beef doch nur ein Vorteil für die Plattenfirmen sei und so die Verkäufe stiegen. Die Künstler selbst allerdings würden in Angst und Schrecken leben, da so ein Beef (2Pac & Biggie) nicht immer glimpflich ausgehen würde. Ein weiterer Aspekt, warum Benzino und sein SOURCE-Team auf ein Ende der Fehde erpischt sind könnte jedoch auch die gesunkene Zahl der Inserrenten in der SOURCE sein. Russell Simmons und sein Phat Farm-Label sowie Interscope Records haben ihre Werbeanzeigen mit Beginn des Beefs gecancelt und sind zum Mitkonkurrenten XXL gewechselt. Da fehlt halt monatlich auch ’ne ganze Menge Patte in der Kasse, was auch ein Mag wie THE SOURCE merkt! Ich sag nur: Business-Move!

50 Cent vs Fat Joe & Jadakiss

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Es wird doch nie langweilig im HipHop Game! Kaum ist ein Beef zu Ende (Aftermath/Shady/G-Unit vs The SOURCE/The INC) startet schon ein Neues. Gerüchten zu folge soll auf dem neuen 50 Cent Album „The Valentine’s Day Massacre“, welches Anfang 2005 in den Läden stehen soll, ein Diss-Track gegen Fat Joe & Jadakiss enthalten sein. Fifty scheint Joey Crack’s & Jada’s Part auf JA Rule’s „New York, New York“-Single nicht sonderlich angetan gewesen sein. Komischerweise hatte 50 noch auf dem INC-Diss-Track seines letzten Albums „Backdown“ Solidarität mit Jada und seiner D-Block-Crew gezeigt. Alles in Allem dürfen wir uns auch im neuen Jahr auf viele interessante Battles freuen!

Billboard Award For Ringtone Of The Year

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In zwei Tagen ist wieder soweit – in Amerika werden die diesjährigen Billboard Music Awards vergeben. U.a. sollen auch die Gewinner in der Kategorie Billboard Hot Ringtone Chart ermittelt werden. In´s Rennen werden gehen 50 Cent mit “In Da Club” und “P.I.M.P.”, Jay-Z´s “Dirt Off Your Shoulder” und Andre 3000 mit “Hey Ya!”. Fernab dieser Nominierungen kann man rückblickend feststellen, dass 2004 das Business mit Telli-Klingeltönen den Rubel ordentlich hat rollen lassen. Ebenfalls unter den Top-Absahnern diesen Jahres Snoop Dogg und Pharrell’s "Drop It Like It’s Hot", Petey Pablo’s "Freek-A-Leek", Usher und Alicia Keys’s "My Boo" und "Lean Back" von der Terror Squad. Und wer eigentlich plärrt aus deinem Telefon?

VA – Dancehallfieber 4

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Momentan kommt man ja an Dancehall- und Reggaeproduktionen überhaupt nicht mehr vorbei, was natürlich auch nicht unmaßgeblich am Mainstream-Erfolg eines gewissen Sean Paul liegt. In Amerika schon seit Jahren auch in renommierten HipHop-Clubs als äußerst tanzbare Musik gefeiert, schwappte die Welle Anfang 2003 auch in unsere verschlafene Republik. Zwar gibt es Reggae und Dancehall nicht erst seit letztem Jahr in Deutschland, doch erlangte dieser sehr lebendige Musikstil erst im Jahre 2003 die ungeteilte Aufmerksamkeit des deutschen Feiervolks. Auch schon Jahre vorher konnte die deutsche, österreichische und schweizer Szene jedoch einige nennenswerte Artists und Produktionen vorweisen.

Da waren unter anderem D-Flame, Gentlemen, Nosliw und Konsorten, die stets darum bemüht waren, den jamaikanischen Vibe ins deutsche Wohnzimmer zu tragen. Ihre Bemühungen blieben nicht fruchtlos. Das österreichische Label DHF bringt mit „Dancehallfieber 4“ nun den vierten Teil ihres Sampler-Formats „Dancehallfieber“ auf den Markt. Darauf vereinen sich deutsche, österreichische und schweizer Reggae- und Dancehallkünstler, um der Kultur rund um Jah, Ganja und Bashment mehr Gehör zu verleihen.

Genau wie die Compilations 1-3 weiß nun auch Teil 4 zu überzeugen. Geboten wird eine enorme Abwechslung, nicht nur im Themen- sondern auch im Riddimbereich. Conscious, Bashment und Soca wechseln wild und ausgiebig hin und her. Der etwas gewöhnungsbedürftig vorgetragene Eröffnungssong „Dancehallfieber“ von Dr. Ring Ding läutet das Werk ein. Danach kommt Benjie, bekannt durch seinen Song „Ganja Smoka“, mit dem überaus tanzbaren „Dancehall Shit“. Mono & Nikitaman besingen auf dem stark nach Massive B’s „Wanted“-Riddim klingenden „TSP“ die Torschlusspanik der Menschheit. Anschließend reiten die schon auf dem splash! schwer überzeugenden Jungs von Culcha Candela derart über einen Soca-Riddim, dass einem keine Zeit bleibt, darüber nachzudenken, ob man tanzen kann oder nicht.

Cheesevibes läutet mit „Babylon Sag Mir Wo“ den Transfer zur Conscious-Ecke ein – kein schlechter Tune! Die Ganglords dagegen erinnern mit ihrem „Cha Nüt Defür“ eher an ein Volkslied als an einen Reggae-Song. „Er Schreit“ von der Sängerin Skyjuice verweist dann schon mal auf die gesellschaftlichen Defizite unserer Republik, speziell im Bezug auf die Nächstenliebe, während Raggabund auf „Ganjatherapie“ eine Lösung für die Kriegslust der USA und Englands gefunden zu haben scheinen – Marihuana! Ganjaman besingt in „Komm Und Bleib Stark“ das Durchhaltevermögen eines jeden Menschen, während die Ladies von Ischen Impossible auf einem schönen Dancehallriddim bei „Boom“ ihre emanzipierte Art an den Mann bringen wollen.

Dann kommt eine schöne Kollabo des Dancehall-DJs Kimoe und Dirty Harry aka Harris zu „Clap Ya Handz“. Ja, da mag man echt in die Hände klatschen! Niceness again! Der österreichische IBK Tribe beschwert sich auf „Sound“ lautstark über die Einstellung der Musiker im Allgemeinen, während es auf „Berliner Bär“ von Mistah Bomsh & BreitamMic wieder nur ums „Shaken“ gewisser Körperteile geht. P.R.Kantate ist auf „Is Ma Ejal“ alles egal. Leider bin ich des schweizer Dialekts nicht mächtig, aber der Riddim zu Phat Promos „Hött Ned Morn“ ist sehr gut tanzbar. Textas „Willkommen Im Club (Soca Remix)“ find ich nicht sonderlich gelungen – ist aber auch unheimlich schwer auf einem Soca-Riddim zu flexen. Erinnert mich stark an T.O.K.s „Waistline“ – ich denke, es ist der gleiche Riddim. Eduardo bildet mit „Die Zeit Kommt“ das Schlusslicht des Samplers, welcher ein gutes Vorzeigemodell für deutschsprachigen Reggae und Dancehall ist. Sehr abwechslungsreich!

PlattenPapzt – „Highway To Dangerzone“

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Auf „Highway To Dangerzone“ bringt der PlattenPapzt mal wieder verschiedene MCs zusammen. Dafür pickt er sich aus einem Pool angesagter US-Beats einige heraus, um ein Street-Album zu droppen, auf dem dann Artists zwischen Upper- und Middle-Class vertreten sind. Auch Newcomer mit hohem Potenzial dürfen sich hier jedoch vorstellen.

Nach dem Intro geht die Fahrt auf dem Highway mit Eko los. Der lässt uns mit Singsang-Hook smooth cruisen, gleichzeitig aber leider die von ihm gewohnte Gewitztheit etwas vermissen. Wenig später befinden wir uns dann anscheinend schon mitten in der Dangerzone, und diese ist einer weiblichen Regierung unterworfen. Emelys „…einzig wahrer Freund ist ihr Butterfly…“, denn sie „…kommt wie Bushido mit Titten…“. Freude kommt auf, wenn der 19-jährige Blumio aus Düsseldorf loslegt: „…er bringt euch endlich guten Shit…“.

Das Album schlängelt sich mit Ups und Downs durch die amerikanischen Club-Beats. Neben den Düsseldorfern, wie dem bereits erwähnten Blumio und Jesen, sind auch Berliner Szenegrößen wie Charnell, Harris und Tatwaffe zu hören, die qualitativ aber nicht ohne weiteres mithalten können. Nicht zu vergessen ist schließlich auch Das Bo, das gewohnten Humor beisteuert.

Wer eine Mischung aus großen Gangstern, Mittelklasserap und talentierten, selbstironischen Newcomern sowie alteingesessenen MCs mag, der wird hier seinen Spaß haben – jeder Topf findet einen Deckel.

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