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Maeckes & Plan B

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Maeckes und Plan B dürften den meisten Rap-Heads in Deutschland mittlerweile ein Begriff sein. Nicht nur, dass sie in diesem Jahr die Mainstage des Splash! moderierten, dort auf der mzee-Bühne auch einen viel gefeierten Auftritt hatten, sie ein Album namens „Als wärs das Album“ veröffentlicht haben, nein, sie machen nebenbei auch noch Theater und schreiben Bücher. Das überrascht euch nicht wirklich? Ihr habt euch sowas schon gedacht? Ihr habt auch den Wortwitz der Jungs auf dem Album gefeiert? Ihr liebt ihren Style mit dem sie ihre Geschichten vortragen? Ihr findet auch, das ist schon ein kleines bisschen Kunst? Dann lest dieses Interview…

rap.de: Wart ihr aufgeregt die Mainstage des Splash! dieses Jahr zu moderieren?

 

Plan B: Die Aufregung im Vorfeld ging. Und wir hatten ja mit ganz vielen Menschen gerechnet, und als es dann um 14 Uhr angefangen hat, waren halt nicht ganz so viele da. Da war die Aufregung nachher auch relativ schnell weg, weil wir es ja auch gewohnt sind auf Bühnen zu stehen. Schade war, dass wir nicht ganz so viel moderieren konnten, wie wir gerne gewollt hätten. Der Bühnenmensch hat ständig gesagt, dass für die Ansagen keine Zeit mehr sei. Und wir hatten uns wirklich zu jedem Act eine lustige Anmoderation überlegt. Die meisten davon konnten wir leider nicht machen und das hat uns ganz schön angekotzt. Aber wir haben dann ordentlich Wodka-Redbull getrunken und gefeiert.

rap.de: Was ist euer Fazit? Was waren eure coolsten und welches eure beschissensten Momente?

Maeckes: Also der coolste Moment war auf jeden Fall unser eigener Auftritt. Das war sehr, sehr gut, da sind die Leute voll drauf abgegangen. Es kamen dann immer mehr Menschen. Das war schon sehr cool. Und der schlechteste Moment? Puh, das ist gefährlich. Da gab es viele Momente. Zum Beispiel wollte ich mir K.I.Z. anschauen und war aber einfach zu betrunken und hab mit einer Menge Leute gequatscht und mit denen irgendwas gemacht. Und da habe ich es nicht mehr rüber geschafft zur Bühne. Ansonsten war natürlich der Kollegah-Auftritt gefährlich. Das lief unter Fremdschemen, wie Plan B gerade von der Seite reingesagt hat.

 

 

 


rap.de: Gebt doch mal einen Eindruck davon, wie es hinter den Kulissen so abgeht beim Splash!. Das ging für euch ja nicht nur von Freitag bis Sonntag. Wie habt ihr euch vorbereitet?

Maeckes: Also im Vorfeld, als wir noch gedacht haben, dass wir richtig viel moderieren müssen, da haben wir uns regelmäßig getroffen und über die Acts schlau gemacht. Eigentlich hingen wir nur in der Sonne rum und haben uns gefragt, was wir da so machen können. Wir haben auch viel geprobt. Also das Splash! dieses Jahr war für uns eine Frau, die uns richtig heiß macht, man hat die ganze Zeit Bock und legt sich voll ins Zeug, und wenn man dann eigentlich ran darf, dann sagt sie: Nee, lieber doch nicht. Also was wir da mit unserer Moderation gemacht haben, war allerhöchstens Petting.

rap.de: Mit dem, was ihr gemacht habt, seid ihr aber zufrieden?

Maeckes: Ja, wir sind mit der Zeit zufrieden, die wir dort hatten. Der Auftritt war cool und wir haben viel mit coolen Leuten abgehangen. Es hätte noch optimaler sein können, mit etwas mehr moderieren, aber wir hatten trotzdem ein gute Zeit.

rap.de: Was macht ihr eigentlich, wenn ihr nicht rappt, produziert oder moderiert. Gebt mal etwas preis, was hinter den Namen Maeckes und Plan B steht.

Plan B: Also wir sind sehr vielseitig. Wir machen Theaterprojekte nebenher. Wir haben ein eigenes Theaterstück geschrieben dieses Jahr. Das heißt „Das Duell„. Wir haben ein Genre für uns aufgemacht, das wir Rap-Up-Comedy nennen. Dann machen wir momentan noch ein ganz normales Theaterprojekt, dass nichts mit Rap zu tun hat. Also viele Sachen in die Richtung. Ansonsten immer nur rappen, rappen, rappen, auch wenn wir nicht rappen.
Maeckes: Von meiner Seite kommen noch Poetry-Slams und Lesungen und sowas. Ich habe ja auch schon ein Fabelbuch geschrieben und außer Anne (Anm. d. Red.: rap.de- Chefredakteurin) weiß es glaube ich niemand.

rap.de: Das verwundert nicht unbedingt, wenn man sich länger mit euch beschäftigt. Die Sachen auf deiner Homepage, vor allem dieses Projekt 237/1 haben schon einen recht postmodernen lyrischen Touch.

Maeckes: Da magst du Recht haben. Ich hätte das wahrscheinlich nie als postmoderne Lyrik betrachtet, weil ich das eigentlich nie betitelt habe, was ich da mache und die Texte sind auch nicht alle von mir. die sind schon real eingeschickt worden, aber ein lyrischer Ansatz ist bei uns auf jeden Fall schon da.

rap.de: Wie wichtig sind euch das Wort und die Dichtung?

Maeckes: Also ganz am Anfang ging es uns nur ums Rappen. Bei mir zumindest. Da ging es nur darum, den Beat zu treffen und lustige Sachen zu sagen. Umso mehr ich mich jedoch damit beschäftigt habe, umso wichtiger wurde mir auch das Wort. Ich setze mich viel damit auseinander. Ich habe halt auch schon früh angefangen Gedichte, Kurzgeschichten und eben Fabeln zu schreiben. Also das Wort ist sehr wichtig, weil es unser Geschäft ist. Damit beschäftigen wir uns ja die ganze Zeit. Wenn es uns persönlich nicht wichtig wäre, dann wären wir ja schlechte Arbeiter.
Plan B: Word! Also ich schreibe ab und zu noch Kolumnen und Reviews und beschäftige mich ebenso gerne mit dem Wort wie mein Partner Maeckes hier. Ich habe nur noch keine größeren Pläne damit, außer halt Rap.

rap.de: Auf „Boogie ist der Man“ gibt es die Line: …bis der letzte Kunstbanause mit Tomaten schmeißt. Seht ihr das, was ihr textlich macht als Kunst an?

Plan B: Puh… Mmmh…
Maeckes: Das weiß ich wirklich nicht.

rap.de: Na, wenn du sagst, du bringst ein Theaterstück auf die Bühne, dann ist das erstmal schon allgemein anerkannt Kunst. Hebt sich das dafür Geschriebene denn so sehr von den Rapsachen ab? Das bist ja dann immer noch du, das sind ja immer noch deine Wörter.

Plan B: Das stimmt schon. Also die Sachen heben sich nicht voneinander ab, die beeinflussen sich auch. Mir ist es auch egal, ob die anderen das als Kunst ansehen. Ich mach einfach, was ich mach. Und die, die mit Tomaten schmeißen wollen, bitte schön.

 

 

 


rap.de: Naja, du benutzt ja aber den Begriff Kunst. Also musst du dir die Frage, ob du deine Sachen für Kunst hältst schon gefallen lassen.

Plan B: Ok, ich lass sie mir gefallen und beantworte sie mit: Ja, es ist Kunst. Eine Wortkunst und eine Entertainmentkunst.
Maeckes: Also ich würde sagen, das künstlerische Ansätze da sind, aber ich würde das nicht als Kunst bezeichnen.

rap.de: Warum nicht?

Maeckes: Weil Kunst in meinen Augen die extreme Beschäftigung mit einem Thema ist und auch ein extremer Ausdruck davon ist, in einer Performance oder einem Bild oder einem Text. Also ich denke schon, dass künstlerische Ansätze da sind, aber für Kunst müssten wir uns noch intensiver und psychopathischer damit auseinandersetzen. „Als wärs das Album“ ist vielleicht Kleinkunst. Ich bin mir aber sicher, dass Maeckes und Plan B noch Kunst machen werden.

rap.de: Die Auseinandersetzung damit, was Kunst ist, siehst du die eher im Künstler oder im Konsumenten? Also als Beispiel nehme ich mal deine Homepage. Die muss man sich ja richtig erarbeiten. Und bei eurem Album ist das ja ähnlich. Ist es ein Prinzip von Maeckes und Plan B dem Konsumenten das Konsumieren nicht zu leicht zu machen? Und wenn der Konsument sich intensiv mit euren künstlerisch angehauchten Sachen auseinandersetzen muss und dies auch tut, ist das dann nicht auch schon Kunst?

Maeckes: Also, wenn man das so betrachtet, hast du schon irgendwie Recht. Also den Zugang nicht zu leicht zu machen, ist auf jeden Fall ein grundlegendes Prinzip von uns. Da stehe ich auch voll dahinter, weil alle immer versuchen den Zugang so leicht wie möglich zu machen. Das mag ich nicht. Für mich war es schon immer cool, wenn ich Künstler oder Bands für mich gefunden hatte, da trotzdem weiter suchen musste und mich damit beschäftigen musste. Es sollte bei Musik so sein, dass ein paar Sachen dabei sind, die du gleich verstehst und ein paar, die du dir erarbeiten musst.

rap.de: In Anlehnung an dein Projekt Zukunftsmenschen auf deiner Homepage wollt ich fragen, ob ihr denkt, dass man mit Rap die Welt verändern kann und ob ihr das wollt?

Maeckes: Als ich angefangen habe, war ich auf jeden Fall so naiv, dass ich geglaubt habe, dass ich alles damit ändern kann. So, dass man einen Satz aufschreibt und eine Millionen Menschen laufen einem mit Fahnen hinterher. Davon bin ich aber abgekommen, denn wenn man das möchte und seinen Zeigefinger aus der Nase nimmt und versucht etwas zu propagandieren, dann klappt das irgendwie nicht mehr. Ich glaube aber schon, dass man Sachen im kleinen Rahmen verändern kann. Wenn es jemanden gibt, dem etwas aufgefallen ist, und der sich Gedanken macht über ein spezielles Thema, dann kann der schon etwas verändern und Einfluss nehmen. Die Revolution und die Welt zu verändern, dass mache ich aber erst wenn ich die Weltherrschaft an mich gerissen habe, und das muss ich irgendwie anders machen. Mit Rap wird es sehr schwer.
Plan B: Bis jetzt habe ich mir noch keine Veränderung vorgenommen, und ich halte das auch für sehr schwer. Da muss man sich echt was Starkes überlegen, und bis jetzt war noch keiner ansatzweise so weit irgendwas zu verändern.

rap.de: Also ist es euch bisher wichtiger, bestimmte Sachen zu kritisieren und euch drüber lustig zu machen, aber verändern wollt ihr sie nicht?

Plan B: Also wir verändern erst einmal die kleine Situation, wie zum Beispiel den Rap. Wir machen einen anderen Rap in diesem Einheitsbrei. Da kann man natürlich was verändern. Die Weltherrschaft müssen wir aber mit etwas anderem erreichen als mit Rap, und dann können wir wirklich was verändern.

rap.de: Musik ist also eher Unterhaltung als Anspruch?

Plan B: Nee, definitiv beides. Also wenn man meine Lyrics hört, kann man schon denken, dass ich nur auf Unterhaltung aus bin, aber gib mir noch ein bisschen Zeit und dann kommt auch noch der Anspruch und alles andere hinzu. Ein gewisser Anspruch ans Entertainment ist mir aber auch ganz wichtig. Es soll ja keine flache, blöde Slapstick-Unterhaltung sein, sondern einfach cool gemacht. Das ist bisher mein Anspruch an mich selbst gewesen

 

 

 

rap.de: In einer alten Review zu einem von euch beiden, habe ich gelesen: Er benutzt sein Stimme wie ein Instrument. Und auf dem neuen Album ist halt auch stark auffällig, dass ihr viel mit Betonungen, Rhythmen und Geschwindigkeiten arbeitet. Hebt euch das vom momentanen Rap-Deutschland ab?

Plan B: Das kann ich schlecht sagen, weil ich mich ja nicht von außen sehe. Wir versuchen auf jeden fall nicht in diese gängigen Rap-Techniken zu verfallen, in den einfach die Wörter ausgetauscht werden. Das machen im Moment einfach zu viele. Wir schreiben mehr aus dem bauch heraus und versuchen nicht irgendwelche Reime oder Doppelreime zu erzwingen. Wir rappen einfach drauf los und dann kommt es ganz automatisch, dass man mit Geschwindigkeiten und Betonungen spielt. Das ist aber nicht wirklich bewusst.

rap.de: Sagt doch mal, wo ihr die Unterschiede zwischen euch seht.

Maeckes: Privat oder auf Rap bezogen?

rap.de: Wenn du schon so fragst, dann würde ich gern beides wissen.

Maeckes: Ok, auf Rap bezogen würde ich sagen, dass Plan B die Ambitionen hat der deutsche Jay-Z zu sein mit ein bisschen Redman drin und …(lacht). Also für mich ist er einfach nur Rap. Also jetzt nicht irgendwie so großkappig und groß-t-shirtig, sondern so, dass der das einfach verkörpert. Ich kenn den nur rappend. Er macht rappend alles kaputt und hat dieses Zeug einfach in sich. Das ist natürlich und nicht aufgesetzt. Ich für meinen Teil bin schon auch sehr Rap, aber irgendwo auch überhaupt nicht. Um das in einem Bild zu beschreiben, würde ich sagen dass mein Kopf keinen Rap will, weil es dort nur Schranken und grenzen gibt, und mit meinem Kopf kann ich auch kein Rap hören, aber in meinem Herz pumpt so ein dreckiger 50Cent In Da Club-Scheiß-Proleten-Beat das Blut in meinen Körper, sodass ich gar nichts anderes machen kann. Die Unterschiede liegen darin, was wir für Musik hören und was wir für Musik machen wollen. Privat ist es so, dass wir eigentlich nur rumalbern und ständig irgendeine Scheiße machen. Wenn wir umhängen, sind wir eigentlich derselbe Mensch. Wir haben so eine fucking gute Zeit. Es gibt natürlich die Unterschiede, und wir sind auch ganz verschiedene Charaktere, aber es passt einfach.

rap.de: Das hast du aber schön gesagt.

Maeckes: Ja, das hätte auch fürs Poesie-Album sein können. (lacht)
Plan B: Da kann man nicht mehr viel hinzufügen. Man sollte uns einfach kennen lernen. Die Mischung machts, gerade weil wir verschiedene Menschen sind. Wenn wir aufeinander treffen kommt einfach alles Gute zusammen.

rap.de: Ihr seid ja nun zwei lustige Jungs, während des Interviews gab es viel zu lachen und auch auf „Als wärs das Album“ sind viele Sachen sehr, sehr lustig. Aber worüber könnt selber wirklich gut lachen? Was sind eure Lieblingskomiker?

Plan B: Also von den englischen Sachen finde ich Dave Chapelle wirklich sehr lustig. Dann gibt es da in Österreich diesen Josef Hader. Der ist unser König. Ganz ehrlich: das ist der lustigste Typ der Welt. Ansonsten gucken wir uns halt so viele Komiker gar nicht an. Ach, da gibt es noch Pablo Francisco.

 

 

 

rap.de: Wer ist das?

Plan B: Oh, da musst du mal im Internet auf die Suche gehen. Das ist so ein etwas dickerer Spanier und der ist unfassbar.
Maeckes: Also auf deutscher Seite, das ist aber Kabarett, auf jeden Fall noch Volker Pispers. In irgend so einem Wahn haben wir uns mal irgendwelche No Name-Typen aus den USA angeschaut, die in irgendwelchen Clubs irgendeine Scheiße gemacht haben. Da haben wir auch ein paar Gute gefunden, aber in letzter Zeit haben wir eigentlich kaum noch Comedy geguckt. Was halt überhaupt nicht geht, ist deutsche Fernseh-Comedy, leider. Ach, und Conan O’Brien ist auch unfassbar.

rap.de: Vielen dank für das Interview, lasst es euch gut gehen.

Plan B/Maeckes: Wir danken. Tschüss.

Daz Dillinger – So So Gangsta

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Dieses Jahr war Daz Dillinger als Teil von Tha Dogg Pound bereits mit ‚Cali is active’ ein Thema in der Rapwelt und schon steht er auch noch mit seinem aktuellen Soloalbum ‚So So Gangsta’ in den Läden. Bereits sein erstes Album mit KuruptDogg Food’ (1995) verkaufte sich auf einen zweifachen Platinstatus, sein erstes Solo brachte immerhin Gold. Nach diesem Erfolg, den keines seiner Nachfolge-Alben erreichen konnte, ist ‚So So Gangsta’ das erste Soloalbum was wieder über ein Major Label erscheint, nämlich So So Def. 12 Tracks hat sein siebtes Solo. Produziert haben im Wesentlichen Daz selbst und Jermaine Dupri, weiterhin haben Scott Storch und No I.D. je einen Beat geliefert.  

Daz Dillinger ist Westcoast und lässt uns das auf keinem Track vergessen. Leider kommt die leidliche Gangster-Thematik auch nicht zu kurz, sondern eher zu lang. Lyrisch und auch technisch überzeugt Daz Dillinger ohne Probleme, allerdings wäre dem Album etwas mehr Tiefgang und weniger Klischee sehr gut bekommen und hätte die schnell aufkommende Monotonie unterbunden. Der rote Faden ist unschwer zu erkennen, Gangsta-Lyrics auf Kopfnicker-Beats, aber dem Album fehlt, was ein Album besonders macht.

Der Einstieg erfolgt eher ruhig über ‚Thang on my hip’, einer Mischung aus Skit und Track. Der Beat kommt von No I.D., ist mit Klavier-Geklimpere untermalt und Daz spittet: “We could do whatever/Nigga, I been around/I ain’t been up to shit/I rose from the underground”. Anfang gelungen. Ein erster echter Representer ist dann ‚On Some Real’ mit Rick Ross dessen Hook „I gotta be the best/ I gotta stay fresh/ I gotta represent the west” auf jeden Fall gut ins Ohr geht, während in ‚Rat A Tat Tat’ die üblichen Waffengeräusche vordergründig leider nerven, Gangster-Rap hin oder her. In ‚Weekend’ kommt Stimmung auf. Der Beat ist eher sanft, macht aber trotzdem Spaß und ist definitiv ein Kopfnicker. In ‚DPG Fo Life‚ geben sich auch Snoop Dogg und Soopafly die Ehre, es geht um Westcoast, Westcoast und äh…Westcoast! Und darum das man Gangster ist an der Wetscoast. ‚Badder Than a Mutha’ mit einer von Avery Storm gesungenen Hook ist langweilig ausgefallen. Standart-Lines auf einen Standart Beat. In ‚Money on my mind’ ist man dann zusammen mit Kurupt mal wieder ganz schön gangster – und zwar an der Westcoast. ‚Stripaz’ beschäftigt sich ziemlich eingehend mit einem Leben als ‚Real G’, an der Westcoast selbstverständlich, diesmal allerdings mit Ice Cube, und ziemlich vielen Explosionen im Hintergrund. ‚Dangerous’ hat einen Banger-Beat und eine sehr coole Hook von The Kid Slim, in der man sich konsequenterweise über das gefährliche Leben als Gangster auslässt. („I’m dangerous / the type of dog you don’t really wanna fool with“). In “‘All that I need’ to put you to rest” werden dann die Pistolengeräusche ausnahmsweise Mal von Daz mündich und nicht eingespielt überliefert, muss man als Gangster von der Westcoast können. Die ganz große Ausnahme kommt mit ’The One’, ein Highlight vom Feinsten. Diese wirklich Herz zerreißende Liebesgeschichte, “Anything that I desired, my boo, she made it happen/The backbone of my gangsterism to keep me balanced” ist untermalt mit Geigen und zeigt, dass auch ein Gangster eine Gangsterbraut braucht. Die Hook singt Jagged Edge: „She’s the one / it’s so hard for me to leave her / the one / I really feel like I need her”. Einen gelungegen Abschluss findet ‘So So Gangsta’ in ‚Dat’s Dat’ und man diskutiert noch ein letztes Mal, wie man so lebt als Gangster. An der Westcoast.

Musikalisch leider etwas flach, für Fans ganz sicher ein Muss und für alle anderen gut hörbar, vor allem wenn man noch nicht wusste, womit sich ein echter Gangster, sorry Gangsta, so beschäftigt. Also an der Westcoast.  

Hoss – Reload Rebuild

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Der Myspace-Virus greift immer weiter um sich. Zig Tausende Crews und Solo Artists präsentieren auf der wohl größten Community- und Promotion-Plattform ihre Songs. Dass die meisten der Tracks vieler Newcomer noch sehr unausgereift sind, muß hier nicht erwähnt werden.

Ganz anders ist es mit dem 20jährigen Hoss aus NewYork, der mich über eben erwähnte Plattform kontaktierte und mir sein aktuelles Release zuschickte. „Reload Rebuild“ ist der Name des Mixtapes, welches von DJ Radio und The Young Streetsweeper präsentiert wird. Das Ganze wird von DJ Supreme the Silencer in einem sauberen Mix zusammengemischt.

Hoss hat sich in den Staaten durch seine Mixtapereihe einen bemerkenswerten Status als Underground-Künstler aufgebaut. Nach den Releases der Mixtapes „Daddy´s Home Vol.1“, „I´m Here“ hosted von DJ Kool Kid und “The Entertainer” hosted von DJ Kay Slay, folgte nun „Reload Rebuild“. Bei seiner Mixtape-Reihe konnte Hoss schon mit einigen etablierten Produzenten zusammenarbeiten, wie Red Spyder (50 Cent, Nas, Fat Joe), Grand Larceny (Jay-Z, Cormega) und Wattz, welcher auch auf seinem aktuellen Release einige der Beats zusammenschraubte.

Hoss präsentiert auf „Reload Rebuild“ einen sehr vielseitigen Flow mit professionellen Produktionen. Zum Glück gibt es auf dem Mixtape hauptsächlich eigene Beats, nur Freestyles, und dann mal Lyrics über u.a. einen Akon-, Rihanna- und Kanye West-Beats bilden die Ausnahme. Dabei können die Produktionen der mir bis dato unbekannten Produzenten wie Capp N Kid Wonder, Jaywan, DJ Battle oder Six durchgehend überzeugen und besitzen den nötigen Druck und die nötige Abwechslung. Das wohl Positivste an dem Mixtape ist der konstant gute Flow von Hoss, den er immer auf den Beats richtig einzusetzen und zu variieren versteht.   

Abschließend kann man sagen, dass Hoss mit „Reload Rebuild“ ein sehr professionelles und abwechslungsreiches Mixtape abliefert, welches auch seinen Bekanntheitsgrad in Europa erhöhen dürfte. Also hört euch die Tracks im Radio an, welche u.a. von Jam FM gespielt werden, checkt die anstehende Europatour oder einfach die beiden Tracks in unserer Sound & Video Section.

Neues Album

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Der Mangel an kommerziellem Erfolg kann AZ nicht unterkriegen: Am 7. November kommt sein sechstes Album über sein eigenes Label Quiet Money Entertainment/Fastlife Music. ‚The Format‚ wird das gute Stück heißen und 12 Tracks beinhalten auf denen unter anderem auch Little Brother und M.O.P. zu Wort kommen werden. Für die Beats zeigten sich M.O.P.s Lil‘ Fame, J. Cardim, Phonte of Little Brother, Emile und DJ Premier verantwortlich.

Zusätzlich zu der eigentlichen CD wird es auch eine DVD mit über 60 Minuten Bonusmaterial geben. ‚The Format‚ soll außerdem einen Antworttrack auf 50 Cents ‚What if‚, in dem er AZs Material as "bullshit joints" bezeichnet, beinhalten. AZs Karriere begann vor 12 Jahren mit ein paar Versen aus dem NAS Klassiker ‚Illmatic‚.

The Doctor’s Advocate ohne Dr. Dre

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Es hieß immer, das im November erscheinende Album ‚The Doctor’s Advocate‚ von The Game würde, naheliegender Weise, von Dr. Dre produziert werden. Nun sagte The Game in einem Radiointerview: "Dre is not on the album. No Dre involvement on this album. If you looking to buy my album just because Dre did a beat or two, leave it on the shelf. This album is executive-produced by the Game." Vielleicht war Dre einfach zu beschäftigt damit, sich um die anderen Aftermath Veröffentlichungen und Künstler zu kümmern, wie wir bereits berichteten ist dort Einiges in Planung.

Im gleichen Interview sprach The Game auch über seinen Streit mit 50 Cent und sagte, er würde sich wünschen, dass die beiden an einem Tisch zusammen kommen könnten um sich respektvoll miteinander über das Geschehene zu unterhalten: "[I want to] see if we can figure it out [as] grown-ups." Gleichzeitig sei dies aber auch der einzige Disput mit anderen Rappern, den er beilegen möchte. Wir erinnern uns da zum Beispiel an die aktuelle Ras Kass Geschichte.

Atlantic Rec. signt Mistah FAB

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Atlantic Records soll es nun sein, denn bei diesem Major-Label hat sich Mistah FAB anscheinend am wohlsten gefühlt. Nach eigenen Aussagen hat man da auch das meiste Interesse an ihm und seiner Arbeit gezeigt. Der Oaklander wird also vorrausichtlich Anfang ´07 auf seinem Label Faeva Afta/Thizz Entertainment zusammen mit Atlantic Records  die LP namens „The Yellow Bus Rider“ droppen. – Watch out!

Rüpeleien Teil 3

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Diesmal beginnen wir bei den Gossip News mit den Diven im Biz, die diese Woche für Aufsehen sorgten.

Beyoncé war ja schon letzte Woche dabei. Am 20. September räumte sie bei den MOBO Awards in London gleich drei Mal ab und hielt sich zwar in der Stadt auf, jedoch nicht bei der Veranstaltung selbst. Fans quittierten dies Mit „Buhh“ rufen, nun äußerte sich Beyoncés Papa zu diesem Drama: Der Termin hätte einfach nicht mehr in den Kalendar gepasst und man solle eigentlich die Veranstalter ausbuhen, die Beyoncé zwar angekündigt hätten, jedoch genau wussten, dass sie nicht erscheinen würde.

Das Foxy Brown sich ab und zu selbst nicht so ganz im Griff hat, ist bekannt. Die Dame hat neulich in einem Laden "ganz aus versehen" etwas eingesteckt, ist ziemlich aufbrausend geworden, als man sie darauf hinwies, dass so etwas unter ‚Diebstahl’ läuft, hat ab und an Leute beschimpft oder auch mal Hand angelegt. Nun stand sie wegen Diebstahls von zwei Gürteln am 26. September wieder vor Gericht und wurde dieses Mal zu 3 Jahren auf Bewährung verurteilt und muss außerdem einen Kurs belegen um ihre Wut unter Kontrolle zu bringen.

Kelis hingegen macht positive Schlagzeilen, indem sie die Kreation einer eigenen Modelinie ankündigte. Gut für ihr Taschengeld, eher schlecht für unseres, 2007 soll die Kollektion unter dem Namen ‚Cake‚ das Licht der Welt erblicken. Kelis rotiert im Moment mit ‚Bossy‚ und ihr Outfit im Clip entsprang ihrem kreativem Köpfchen.

Weiter geht es mit den Herren der Schöpfung: Eine sehr kuriose News betrifft DMX, der übrigens seinen langjährigen Streit mit Ja Rule endgültig beigelegt hat: DMX behauptete kürzlich, sein letztes Kind sei Produkt einer Vergewaltigung. Das seltsame an der Geschichte ist, dass DMX behauptet, er wäre das Opfer der Vergewaltigung: "She raped me. I mean, you know, that might sound like some bullshit. No man has ever been… you know what I mean, like never? Is that the only thing in the world that’s not possible?"  War da der Wunsch Vater des Gedankens?

Mehrere Magazine berichteten diese Woche, dass Method Man von Def Jam gedroppt worden sein soll und zwar wegen zu niedriger Verkaufszahlen. Diese Gerüchte sind allerdings schon Mitte dieser Woche offiziell von Def Jam Seite dementiert worden: "Method Man is still part of the Def Jam family and he is currently on tour promoting his new CD," sagte eine Pressesprecherin von Def Jam.

Bumpy Knuckles meint, er müsse sich zum Release seines neuen Albums schon einmal mit Rakim anlegen, weil er mit dem MC angeblich noch eine Rechnung offen hat. Bumpy Knuckles ist ziemlich sauer, weil er mit dem Konkurrenten zwar aus der gleichen Gegend kommt, dieser jedoch immer meinte besser und erfolgreicher zu sein als BK. Manchmal sollte man den Tatsachen auch ins Auge sehen und Tatsache ist in dem Fall das Bumpy Knuckles auf ‚Amerikkkan Black ManRakim den Track ‚The King Is Down‚ widmet.

Vermutlich werden wir auf das neue Royce Da 5’9 Album mit DJ Premier noch ein wenig warten müssen, weil der Rapper in den nächsten Tagen eine einjährige Haftstrafe antreten muss. Verurteilt wurde er im Oktober wegen Trunkenheit am Steuer und jetzt wegen der Missachtung seiner ihm auferlegten Bewährungsauflagen. Royce Da 5’9 hat allerdings schon angekündigt in Berufung zu gehen.

Fernsehen war gestern

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Die Generation Internet darf sich über ein neues Showformat freuen. Am 6.Oktober geht deine neue wöchentliche Lieblingsshow ‚Grosse Fische, kleine Fische‚ im Internet online. Diese Show wird von einer Künstlerin moderiert werden, die in den letzten Wochen für viel Aufsehen sorgte, dies auch weiterhin tun wird und viel diskutiert ist, nämlich Lady Bitch Ray. Sie ist Türkin, Bitch, Akademikerin und mit mehr als 70.000 Plays ihrer Songs auf ihrer MySpaceSeite an nur einem Tag, die erfolgreichste MySpace Künstlerin Deutschlands.

Bei ‚Grosse Fische, kleine Fische‚ wird sie anderen deutschen Artists, wie Jan Delay, D-Flame, B-Tight oder H-Blockx auf den Zahn fühlen.

Freut euch drauf und checkt den Trailer!

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