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Press Play

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Freitag,  der 13. Oktober: P. Diddy veröffentlicht sein neues Album ‚Press Play‚. Na, wenn das mal keine ungünstigen Vorzeichen sind. Für die musikalische Untermalung auf seinem vierten Solo- Album waren Timbaland, JustBlaze, Kanye West und Pharell Williams zuständig. Als Features sind Big Boi, Jamie Foxx, Mary J. Blige, Nas, Christina Aguilera und noch einige mehr zu hören.
Textlich gesehen hatte er keine Lust mehr über Dramen und Tragödien zu rappen, sondern diesmal ist ein anderes großes Thema  dran: "This Album is about love".
Mal sehen, wer es lieben wird…

Back to the roots

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Sieben  Jahre nach seinem letzten Album ‚The Seventh Deadly Sin" will Rapper und Schauspieler Ice-T mit seinem neuen Album wieder zu seinen Wurzeln im HipHop zurückkehren. ‚Gangsta Rap‘ wird das Gute Stück heißen und am 31. Oktober über das Independent-Label Melee Records veröffentlicht. Produziert wurden die 17 Tracks auf dem Longplayer alle von Ice-T höchstpersönlich.
Gleichzeitig startet für  Ice-T im Fernsehen seine neue "Reality-Show" ‚Ice-T’s Rap School‚, in der er Rapbegeisterten die Fundamente des HipHops beibringen möchte.

Rüpeleien Teil 5

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Hier ist sie wieder, die Zusammenfassung der Woche aus einer etwas anderen Sicht: Heute melden wir uns live aus Amerika bzw. China.

Da wollte Jay-Z einfach nur auf seiner Welttournee auch in China vorbeischauen, aber da hatte er die Rechnung nicht mit der chinesischen Regierung gemacht. Denn dem Staatsministerium für Kultur ist die Sprache von Jay-Z in seinen Liedern zu vulgär. Jay-Z ist aber zuversichtlich, dass er diese Show in Zukunft bald nachholen kann: "I look forward to rescheduling my concert date in Shanghai." Vielleicht beruht sein Optimismus auch auf der Tatsache, dass den Black Eyed Peas schon einen Auftritt erlaubt wurde. To be conitnued.

Auch Eminem ist diese Woche mal wieder in den News aufgetaucht: Wie jetzt bekannt wurde, gab es vor zwei Wochen angeblich eine Prügelei zwischen Mr. Mathers, seiner Frau Kim und seiner Nichte. Diese Auseinandersetzung soll so heftig gewesen sein, dass die Polizei gegen Eminem ermittelte. Diese stellte dann aberfest, dass die Anzeige keine Grundlage hat und bewahrte Eminem so vor einem Gerichtsprozess. Ohne Fortsetzung.

Etwas neues gibt es auch von Jadakiss zu vermelden. Wie wir schon letzte Woche berichteten, steht Jadakiss wegen unerlaubten Waffenbesitz einer gestohlenen Waffe vor Gericht. Nachdem er vorgestern aus dem Gefängnis entlassen wurde, sagte er aber gestern dem Richter, dass er auf unschuldig plädiert. To be Continued.

Bleiben wir doch mal in New York: DMX wurde letzte Woche von der Polizei angehalten, da er einen nicht inspizierten Wagen fuhr. Das fatale war nur, dass er auch keine Fahrlizenz für New York hatte, da er diese verloren hatte. Somit muss er jetzt in doppelter Hinsicht vor dem Richter Stellung nehmen. To be Continued.

Illinois, R. Kelly, letztes Mal hier schon vertreten, hat auch diesmal unfreiwillig auf sich aufmerksam gemacht. Vier Jahre ist es her, dass er wegen Kinderpornographie angezeigt wurde. Und heute am "Pechtag" beginnt sein Prozess, nachdeml die Staatsanwaltschaft lange Zeit hatte ihre Beweise zu sammeln. To be Continued.

Der letzte in der Reihe dieser Männer ist Trick Daddy. So will ein amerikanischer Fernsehsender festgestellt haben, dass Trick Daddy sich geprügelt haben soll und deswegen von der Polizei festgenommen wurde. Ein Pressesprecher seines Labels verkündete inzwischen aber, dass Trick Daddy die letzten Tagen im Studio verbracht habe. To be Continued.


…neues Label, neues Glück

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Für ihr neues Studioalbum ‚Glänzend‚, welches Anfang 2007 erscheinen soll, haben Hecklah & Coch jetzt das passende Label gefunden: TVT Europe. Es handelt sich hierbei um ein Tochterlabel von TVT Records, was in Amerika so Künstler wie Lil Jon oder die Ying Yang Twinz.
Um auf den Geschmack zu kommen, soll vorraussichtlich im November das Mix-Tape ‚Konnektionz‚, auf dem unter anderen Taichi, Mok, Pal One, Seperate ihr Feature hinterlassen, veröffentlicht werden.

It’s Party Time

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Endlich ist es soweit. Die Releaseparty zum von vielen Berlin-Rap Fans heiss erwarteten Sampler Rap City Berlin 2 findet heute, am 13. Oktober, auf der Insel in Berlin-Treptow statt. Mit von der Partie sind viele der auf insgesamt über 40 gefeatureten Artists der Compilation, die zeitgleich morgen in den Plattenläden stehen wird. Für weitere Infos checkt unsere Dates-Rubrik.

Lineup:

King Orgasmus One & Godsilla
Frauenarzt
MC Bogy
K.I.Z.
Massiv,
Kobra
Megaloh
Deso Dogg
Mach One
DeineLtan
LD Crew
Bobidze
u.v.m.

Tickets für J5 Tour zu gewinnen

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Am Sonntag, 15.10. beginnt in der allwürdigen Live Music Hall in Köln die Jurassic 5 Tour.
Anschliessend finden noch Konzerte in Hamburg (16.10.), Berlin (17.10.) und Stuttgart (18.10.) statt.

Für die wahren Kenner wird die Rückkehr von Jurassic 5 mit unglaublicher Spannung erwartet, als Support Band nehmen die HipHopper mit der größten Live-Partygarantie die multikulturelle Formation Dead Celebrity Status mit.

Die kanadischen HipHopper Dead Celebrity Status, die in ihrer Musik HipHop- und Rockelemente vereinen, traten in der Vergangenheit schon mit Rockgrößen wir Public Enemy und Ozzy Osbourne auf. Das Spektrum ihrer Themen reicht weit und die originellen Reime der eloquenten Kanadier stammen aus der Mitte des Lebens. „Es geht um Dinge, die jeder schon einmal erlebt hat“, sagt Rapper Yas.

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Fard

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FARD – und noch ein Gesicht aus dem Pott ist da. Er hat sich bereits auf sämtlichen Mixtapes herumgetrieben und sich nebenbei aber auch auf eingene Sachen konzentriert. Seit Anfang des Jahres hatte er das gute Stück fertig, doch noch keinen richtigen Deal. Den hat er nun gefunden und somit kann es seinen Lauf nehmen. Wir haben mit ihm über sein "Blut, Schweiss, Tränen und Triumphe" Album und den Rest von Deutschland gesprochen…


rap.de: Also, beginnen wir mal mit der naheliegenden Frage: Ich bin jemand, der dich schon von so  Veranstaltungen wie out4fame kennt. Wann hast Du Dir selber gesagt: So, jetzt habe ich genug gefreestylt, jetzt will ich mal meine eigenen Texte schreiben und  aufnehmen?

Fard: Das war so kurz vor dem Finale 1on1 bei out4fame. So, das Ding ist, dass ich irgendwann festgestellt habe, dass ich so nicht mehr weiter machen kann. Ich bin auf Battles festgelegt, ich habe jeden gebattelt, auch bekannte Rapper. So kommst du dann irgendwann nicht mehr weiter, du kannst keine Leute mehr erreichen, wenn du fast alles gewonnen hast. Dann habe ich für mich selber entschieden, dass Songs die Leute mehr erreichen und habe mich hingesetzt und konkrete Songs geschrieben.

rap.de: War es denn dann schwer sich umzustellen? Also, man hört ja von vielen Freesytlern, dass sie sie Probleme haben, wenn es daran geht sich auf einmal konzentriert hinzusetzen und strukturiert zu texten?

Fard: Ja,  ich habe auch von vielen gehört, dass es ihnen schwer gefallen ist von Freestylen auf Texte umzusteigen, aber mir persönlich ist es nicht so schwer gefallen. Das liegt daran, dass ich selber ein großes und gutes Vokabular habe. Dann fällt es einem nicht so schwer. Wenn man als Mensch ein nicht so großes Vokabular hat, dann fällt es einem auch schwerer als Rapper gute Texte zu schreiben.

rap.de : Du warst dann zuerst auf ziemlich vielen Mixtapes vertreten. Da habe ich mich gefragt, ob Du vielleicht erstmal ein bißchen trainieren wolltest, bevor Du deine erste Platte rausbringst? Oder woran hat es gelegen, dass Du Dir erst "jetzt" dein eigenes richtiges Ding vorgenommen hast?

Fard: Guck mal, das Ding ist folgendes: Hier im Ruhrpott ist erst seit einiger Zeit wieder was los. Hier gab es keine Rapper, die irgendwelche Labels hatten, die mich supporten konnten. Ich mußte also erst auf mich aufmerksam machen. Und als dann die Möglichkeit kam, bin ich auf die Mixtapes gegangen und habe immer von den Leuten positive Resonanzen bekommen. Da habe ich mir dann gedacht: Jetzt wäre es an der Zeit mein Album zu droppen und jetzt bring ich mein erstes Streetalbum unter die Leute.


rap.de: Ja, cool. Nun, dein erstes Album wird ja sicherlich ein paar mehr Leute erreichen. Hast Du Dir deswegen besonders Mühe gegeben? Oder hast Du frei nach dem Motto "Erstmal raus damit", damit ich was habe, was mich fürs erste repräsentiert, gehandelt?

Fard: Ich habe mir auf jeden Fall viel Mühe gegeben. Aber man muss auch wissen, dass das Album seit Februar fertig ist und ich erstmal einen Vertrieb gesucht habe. Ich habe mir aber auf jeden Fall Mühe gegeben, um den Leuten zu zeigen, was sie in naher Zukunft erwarten können. Ich denke mal, dass das alles noch bald besser wird. Ich merke jetzt schon, dass ich mich wieder um 100 % gesteigert habe, was das Songschreiben und das Umsetzen angeht. Man kann aber trotzdem sagen, dass mein Debütalbum ‚Blut, Schweiß, Tränen und Triumphe‚ mein Gesamtbild gut wiedergibt.




rap.de: Das mit dem Gesamtbild habe ich auch so gesehen: Für mich hat die CD einen recht durchgehenden Sound. Hast Du das bewußt gemacht, um zu zeigen, was Fard ist? Oder ist das unbewußt entstanden?

Fard:
Du hast schon recht, das Album wurde bewußt so gemacht, es sollte einen roten Faden geben. Ich mache ja viel mit meinem Tag-Teampartner Clitco, der mir die Beats macht. Denn ich will nicht so wie andere Rapper sein, die austauschbar sind, sondern ein Original . Bei denen ist der Beat gut, aber der Text ohne Beat nichts mehr wert. Deswegen habe ich darauf geachtet, dass Text und Beat auf einem Niveau sind und somit das Gesamtbild stimmt und mein Sound richtig präsentiert werden kann.

rap.de: Das ist Dir auf jeden Fall gelungen.

Fard: Cool, danke.

rap.de: Mal ein anderes Thema: Der Ruhrpott spielt ja im Moment eine immer größere Rolle im HipHop und man hat das Gefühl, dass sich da jeder untereinander kennt und supportet. Wären für Dich auch andere Regionen interessant? Oder kümmerst Du Dich primär nur um lokale Sachen?

Fard: Ich bin jetzt noch nicht extrem in einer Produktion drin, dass ich sagen könnte, ich kann andere Rapper supporten. Ich habe hier ja meinen Freund, so einen kleinen 17 jährigen Libanesen, Mahmoud. Er kann super gut singen, weswegen ich ihn auch auf meinem Album als Feature genommen habe (Track 17, Anm. d. Red.). Was andere Regionen angeht, bin ich sehr offen. Wenn man mir gegenüber respektvoll ist, bin ich auch zu ihnen respektvoll. Aber ich muss jetzt nicht unbedingt andere Rapper kennenlernen, nur wiel sie vielleicht gerade einen Hype haben oder sonst etwas. Wenn ich jemanden kennenlerne, wie zum Beispiel Gregpipe, mit dem ich auf einer Wellenlänge war, oder Gier, auch ein cooler Typ und Rapper, dann ist es für mich immer kein Problem mit den Leuten etwas zu starten. Vor allem, wenn ich ein Fan bin und sie auch menschlich cool finde. Ich bin aber kein großer Fan davon Leute anzurufen und zu fragen, ob sie interessiert wären für 500 € ein Feature zu machen. Das finde ich lächerlich.

rap.de: Ja, ich habe aber das Gefühl, dass Du z.B. nicht unbedingt ein Feature mit Curse machen würdest.

Fard (lacht): Curse ist in meinen Augen der unauthentischte Rapper von allen. Ganz ehrlich, jeder, der Gangster-Rap macht und das nicht mal authentisch macht, hat mehr Authenzität als Curse. Er rappt über struggle, den er nie erlebt hat, oder über acht Ex-Perlen, er ist für mich einfach absolut unauthentisch. Das Ding ist, dass der Typ nachgeschneiderte Musik macht. Er holt sich irgendeinen Gentleman in sein künstliches ‚Hebt die Hand hoch‚-Video und versucht damit irgendwelche Menschen zu erreichen. Auch wenn er mehr verkauft als ich und ich vielleicht nie mehr verkaufen werde als er, ist er für mich einfach ein Clown. Das habe ich auch probiert auf meinem Debütalbum klarzustellen. Ich habe ihn nicht persönlich beleidigt oder so, sondern einfach nur ein paar lustige Sprüche über ihn gemacht, weil ich ihn lächerlich finde. Wer den hört, hat für mich einfach zu viele weibliche Hormone.

rap.de: Und sonst, fehlt Dir oder stört Dich noch was am deutschen Rap? Oder meinst Du, dass mittlerweile alles so gut etabliert ist, dass das alles auch weiterhin so seinen Lauf nehmen kann?

Fard: Im großen und Ganzen stört mich nichts. Ich bin ja auch noch sehr jung. Es ist schon cool, wie alles zur Zeit ist. Es gibt sehr viel Gangster-Rap, den ich sehr fühle. Dann gibt es noch die Backpacker, die  in meinen Augen natürlich lächerlich sind. Aber sie gehören genauso dazu und tragen ihren teil bei. Außerdem gibt es ja auch noch diese Hochkant-HipHop-Clowns mit ihren XXL-Shirts. Das sind halt Clowns, die aber auch dazu gehörn. Jeder trägt seinen Teil dazu bei. Diese Fraktion sagt ja auch, dass Gangster-HipHop schrott ist. Im Endeffekt hassen sich alle, aber ohne die anderen würde es auch nicht gehen. Es ist schon ganz gut, wie es ist.

rap.de:  Was wäre eigentlich aus Dir geworden, wenn das nach dem Freestylen nicht so geklapt hätte bzw. was macht ein Fard, wenn er mal nicht hinterm Mic steht?

Fard: Du sagst das ja so, als ob der Rap mich vor meinem Leben rettet. Aber das Ding ist, dass ich haupttätig viel mehr verdiene, als ich wahrscheinlich in den nächsten zwei bis drei Jahren durch Rap verdienen würde. Vielleicht, wenn es mal richtig gut läuft, werde ich mit Rap soviel Geld verdienen. Es ist zwar nicht so, dass ich jetzt reich wäre, aber ich verdiene, seitdem ich 15 bin, mein eigenes Geld und hatte immer viel und genug. Ich mache mir um Geld keine Sorgen. Das Ding ist halt, dass ich viel Verantwortung trage. Ich bin Iraner, big family, das muss alles unter Kontrolle gehalten werden, mein Freund.

rap.de: So, jezt noch ein paar vorerst letzte Worte an rap.de bzw. damit natürlich an ganz Deitschland:

Fard: Danke erstmal an rap.de für das Interview und an alle Leser, die bis hierhin gelesen haben. Checkt mein Snippet aus, geht auf meine Homepage: www.fard.biz, gebt dem Snippet eine Chance. Wenn es euch gefällt, dann geht in den Laden und hört das Album an und vor allem kauft es euch! Das wäre cool, Danke!

rap.de: Ja, dann danke für das Interview.

Fard: Kein Problem. Gerne



 

Mantikor Entertainment

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Endlich ist es wieder soweit. Mantikor veröffentlichen über Groove Attack in diesen Tagen den Nachfolger zum nahezu revolutionären "Rap City Berlin" Sampler. Dafür hat die Produktionscrew wieder das vorher schier Unvorstellbare geschafft, die verschiedensten Rapper der Hauptstadt auf 2 CDs mit insgesamt 40 Tracks zu vereinen. Aus diesem Grund hatte auch rap.de einige Fragen an die Schöpfer der neuen Compilation, da es sich einmal mehr um zwei in Deutschland sehr exklusive und interessante Scheiben handelt, besonders nach dem Erfolg der RCB-DVD mit dem dazugehoerigen Soundtrack.

Die Idee zu "Rap City Berlin 2" wurde aus dem enorm positiven Feedback zum ersten Teil samt DVD geboren, dass nicht nur von Fans und Medien abgegeben wurde, sondern auch von den beteiligten Rappern und Labels. Für Mantikor stand somit fest:"Dass das Ganze nach einer Fortsetzung schreit, war also längst klar. Eigentlich wollten wir RCB 2 genau ein Jahr nach der ersten Compilation veröffentlichen. Aber wie das bei solchen Projekten nun mal so ist, kam es leider zu ein paar Verzögerungen und aus dem einen Jahr sind 14 Monate geworden." Dafür sei das jetzige Endergebnis aber auch um 2 Klassen besser, was den Otto-Normal-Berlin-Rap-Fan das etwas spätere Erscheinen natürlich gern verzeihen lässt, zumal man aus dem heutigen Rap-Biz ja auch deutlich extremere Release-Verschiebungen kennt.

Die Motivation zum nicht gerade geringen Arbeitsaufwand für das zweite Projekt wurde  auch und gerade durch die stetige Weiterentwicklung der Berliner Szene gestärkt. Mantikor habe"die ganze Berliner Szene mit RCB noch mehr nach vorne gebracht und die Stellung Berlins in HipHop Deutschland untermauert. Außerdem wurden auch andere Medien wie z.B. Juice oder Backspin auf manchen Berliner Rapper aufmerksam, den sie vorher vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hatten." Tatsächlich hatte das gesamte Machwerk eine unabschätzbar wichtige Rolle, nicht nur im medialen Sinne, sondern auch was den Umgang der verschiedenen Lager untereinander anging. Die Produzenten sind besonders stolz darauf, dass sich viele Rapper mittlerweile untereinander auch besser verstehen und sich neue Connections gebildet haben."Das kann man natürlich nicht verallgemeinern, sicher gibt es auch jetzt noch Rivalitäten, aber es haben sich z.B. auch viele Features ergeben. Vorher hat man sich z.B. in Clubs schief angeguckt, weil man wusste "das das irgendein Rapper ist" oder so. Jetzt gehen die Leute eher aufeinander zu und sagen "Ey, du warst doch auch auf Rap City! Coole Sache!"

Die Zusammenstellung aus allen Lagern scheint in Berlin mittlerweile schon mehr als akzeptiert zu sein, denn man habe zu keiner Zeit Probleme gehabt, bestimmte Kuenstler mit ins Boot zu holen. "Es läuft eher so ab, dass wir die Labels informieren, dass wir eine neue Compilation machen. Das Feedback kommt dann von ganz allein, da alle wissen, um was es geht."  Der Anlauf lief aus Mantikor-Sicht also geradezu wie geölt.

Im Grunde genommen ist daher nun geradezu jede Richtung vereint, die Berlin zu bieten hat. Um der Entwicklung Tribut zu zollen, die im letzten Jahr rasant fortgeschritten ist, darf es selbstverständlich auch nicht am aktuellsten Stuff mangeln. "An neuen Künstlern, die noch nicht auf der DVD oder auf der ersten Compilation dabei waren, sind zum Beispiel K.I.Z., Massiv und Lisi am Start. Auch Bahar, die Rapperin von Bushidos Label ersguterjunge, hat einen Track beigesteuert." Ansonsten sind wieder viele bekannte Gesichter mit von der Partie. Dazu gehören unter anderem Megaloh, Frauenarzt, Orgi & Godsilla, Toni D & B-Tight, Mc Bogy, Dean Dawson, 41 Beatfanatika, MC Basstard, VS Mafia, G-Hot, Prinz Pi, Taichi, Bobidze, Big Bud, Mach One und Serafinale, um nur einen Auszug zu nennen. Daraus lässt sich unschwer die ungeheure Bandbreite ablesen, die auch beim zweiten Teil des inzwischen schon beinah Kultstatus geniessenden Rap City Berlin Projekts auf die Beine gestellt wurde. Aber kann man auch gerade deshalb sicher sein, dass hier wirklich nur feinste Rap-Gerichte serviert werden? Oder muss man als Regisseur des gesamten Unterfangens auch gelegentlich einen geringen Qualitätsverlust in Kauf nehmen, um ein Maximum an Vielfalt zu präsentieren? Das sind nun einmal die Schwierigkeiten, denen die sich Macher eines Samplers gegenüber gestellt  sehen, weshalb man hier auf die hohe Kunst der Neutralität zurueckgreifen muss. Damit kann man im Hause Mantikor aber mittlerweile äusserst gelassen umgehen. "Wir versuchen, uns bei der Auswahl der Tracks möglichst wenig von unserem persönlichen Geschmack leiten zu lassen, sondern eher einen repräsentativen Durchschnitt zu finden, der von allem etwas bietet, was Berlin am Start hat. Die Sache ist ja auch, dass von den Fans ganz unterschiedliche Tracks als die Besten des Samplers genannt werden: der Eine steht vielleicht eher auf Gangster-Rap, der Nächste auf Battle-Rap und der Übernächste auf Porno-Rap … Rap City Berlin 2 hat auf jeden Fall wieder für jeden etwas dabei und bringt die Hörer gleichzeitig auch dazu, sich mit Musik auseinanderzusetzen, die er vorher vielleicht nicht gehört hat."

Zielsetzungen wie diese dienen zwar unter anderem als Grundlage, eine verkrampft strikte Moral soll es aber auch bei der neuen Produktion nicht unbedingt gegeben haben. "Wir versuchen jetzt nicht künstlich, eine "Hip Hop Community" in Berlin aufzubauen. Aber, wie bereits erwähnt: es freut uns natürlich, wenn neue Kollabos und Features durch Rap City Berlin zustande kommen. Auf jeden Fall sind wir nach wie vor die einzige Plattform, die Labels aus allen Berliner Lagern featured und haben somit auch die Möglichkeit, ganz Berlin weiter nach vorn zu bringen und nicht nur einzelne Künstler. Da wir selbst auch Berliner Lokalpatrioten sind, ist uns das besonders wichtig."

Unterm Strich steht ein rundum ueberaus gelungener zweiter Teil einer vielleicht gerade erst beginnenden Serie, die der einzigartigen Berliner Szene liebevoll gewidmet ist und allen Beiteiligten eine mehr als wichtige und grosse Plattform bietet. Bleibt nur die Frage, warum es diesmal keine DVD zum Spektakel gibt. Aber auch in dieser Hinsicht können wir uns entspannt zurücklehnen, da dies keinesfalls bedeutet, dass hier schon alles präsentiert wurde, was Mantikor in Zukunft noch aus dem Ärmel zu schütteln imstande ist.
"Zunächst mal ist die erste Rap City Berlin DVD ja erst letztes Jahr erschienen, da lohnt es noch nicht eine neue machen. Ein Sampler ist ja dann doch ein anderer Arbeitsaufwand als eine DVD Produktion… Außerdem ist Rap City Berlin ja auch nicht unser einziges Projekt. Wir haben zum Beispiel auch die Beatfabrik DVD und die Berlin Bleibt Hart DVD produziert. Im Moment arbeiten wir an einer Prinz Pi DVD und einer DVD mit Dissput von Streetlife. Letzteres wird eine Art Streetdoku mit ein paar echten Gangstern hier aus Berlin. Aber keine Sorge: natürlich planen wir auch einen Nachfolger für die Rap City Berlin DVD. Und auch eine weitere Compilation wird es mit Sicherheit geben. Damit werden wir in Zukunft dann den "BRAVO Hits" Konkurrenz machen…"
Bleibt nur der Wunsch hinzuzufügen, dass sich dieser und kommende Sampler auch in den Plattenregalen dieser Nation etablieren und vielleicht wieder dem einen oder anderem Künstler der steinige Weg nach oben etwas geebnet wird… und ach ja:  "Angesprochen werden sollen natürlich auch alle HipHop Heads, die auf Berlin-Rap stehen."

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