Start Blog Seite 3506

Hip-Hop Schach

0

Am 13. Oktober wird die Hip-Hop Chess Federation ihre erste alljährliche Versammlung in San Francisco abhalten. Zu dem Treffen gehören ein Schach-Turnier und ein Mc-Battle. Als Host konnte Rakaa von den Dilated Peoples gewonnen werden. Auf der Gästeliste stehen unter anderem RZA und GZA vom Wu Tang Clan, Schachmeister Josh Waitzkin, DJ Qbert und noch eine Reihe von anderer Überraschungsgäste, die davon berichten werden, wie Musik, Schach und Martial Arts sie durch ihr leben begleitet haben. Die Hip-Hop Chess Federation wurde von Adisa Banjoko und Leo "Blast" Libiran gegründet, um Jugendlichen in der Stadt einen effektiven Lebensweg zu zeigen auf dem sie schulischen und finanziellen Erfolg finden können. „Hip-Hop has always been about more than bullets and bling and the fact that so many fantastic rappers, chessmasters, martial artists and graf writers have donated their time to the children is proof of this in itself”

Das kommt auf euch zu….

0

In der nahen Zukunft kommt musikalisch so einiges auf euch zu, hier einige der anstehenden Veröffentlichungen aus dem Land der Stars &  Stripes:

Den Anfang macht Nelly am 16. Oktober. Nach drei Jahren Abwesenheit kommt der Rapper aus  mit dem Album ‚Brass Nuckles‚ zurück. Die Gäste auf dem Album zahlreich, unter anderem werden T.I., Akon, Snoop Dogg und Pimp C von UGK vertreten sein. Nicht weniger vielfältig sind auch die Jungs, die für die Musik gesorgt haben, verantwortlich sind, neben anderen, Pharrell Williams, Bryan-Michael Cox und Jermaine Dupri. Nellys erste Single steht bereits in den Läden, heisst  Wadsyanam und ist von Neff-U produziert, anhören kann man sich die auf Nellys offizieller Webpräsenz.

Etwas unbestimmter ist das Release Date des ersten Butch Cassidy Albums ‚Playa Life‚, es soll wohl im Herbst erscheinen. Immerhin steht bereits fest, dass die erste Single ‚All I C‚ mit Snoop Dogg sein wird. Weitere Features kommen zum Beispiel von Warren G, Prime, Taje und Mel-Man.

Viel Zeit in der Aufnahmekabine verbringen wird im Moment auch Yung Joc um ‚Hustlenomics‚ zu einem gebührenden Nachfolger seines Debüts ‚New Joc City‚ zu machen, welches Platinstatus erreichte. Yung Jocs neue Ergüsse sollen noch Ende des Jahres käuflich zu erwerben sein und über Bad Boy South erscheinen. Erfolgsversprechend sind auf jeden Fall die Produzenten: Hier kommt Material von Cool & Dre, Jazze Pha, Drumma Boy, The Neptunes und Dee Jay Dana zusammen. Auch die Gästeliste besteht aus der Creme de la Creme der Raplandschaft: Gorilla Zoe, Diddy, The Game, Snoop Dogg, Trick Daddy, Bun B, Rick Ross, Jim Jones, Young Dro und Pharrell haben sich am Mic eingefunden.   

Schmetterlingseffekt

0

‚Schmetterlingseffekt‚, das vierte Album von Bass Sultan Hengzt war bereits für Anfang des Jahres angekündigt und wohl auch fertig, Bass Sultan Hengzt entschied sich jedoch alles nochmal  neu zu machen. Das Ergebnis könnt ihr euch in Snippetform hier holen. Der Titel ‚Schmetterlingseffekt‚ orientiert sich übrigens nichts an dem gleichnamigen Film, sondern der bildhaften Veranschaulichung des Effekts durch Edward N. Lorenz am Beispiel des Wetters bzw. dem Phänomen als solches.

‚Schmetterlingseffekt‚ wird in einer normalen und einer Premium Edition erscheinen, größtenteils wurde es von m3 & Noyd produziert, aber auch phreQuincy, Produes und Syruz haben Anteil an der Platte. Rapeinlagen steuern Josof, Sido, Automatikk, Xavier Naidoo sowie die Kollegen von I Luv Money Records Godsilla und King Orgasmus One bei, womit dann auch B.M.W. mal wieder komplett wäre. Erscheinen wird das gute Stück am 14. September und zwar selbstverständlich über Amstaff/Murderbass. Alle, die nicht so lange warten wollen, können die erste Single aber bereits am 31. August in den Händen halten.

Herrscht endlich Frieden?

0

Am Mittwoch Abend (22.August) machte die Screamfest Tour 2007 in New York halt und es kamen einige V.I.P. Gäste vorbei, um den Abend gebührend zu feiern. Unter ihnen Jay-Z, 50 Cent, Kanye West, Diddy und Swizz Beatz. Richtig gelesen, Kanye West und 50 Cent, die in den letzten Wochen im harten Wettstreit um die besseren Verkaufszahlen bei der jeweiligen Veröffentlichung ihres dritten Albums am 11. September konkurriert hatten, standen an diesem Abend auf einer Bühne und alles lief mehr als friedlich ab. Die Show fand im Madison Square Garden statt und die eigentlichen Headliner waren Ciara und T.I. Am Ende von Ciara´s Set holte diese zum ersten mal 50 Cent auf die Bühne, um mit ihm das gemeinsame Duett „Can’t Leave Him Alone“ zu performen. Fifty legte anschließend mit „I Get Money“ nach und holte sich Tony Yayo, Lloyd Banks, Hot Rod und Mobb Deep nach oben. G-Unit machte Platz für T.I. und die nächste große Überraschung. Jay-Z trat ins Rampenlicht, um seinen Part auf „Watch What You Say To Me“ beizusteuern. Am Ende von Jay-z´s Verse kam Kanye von hinten auf die Bühne, zu dem Beat seiner Erfolgssingle „Can’t Tell Me Nothing“. Die Menge drehte komplett durch und sogar 50 Cent konnte nicht anders als wild mit dem Kopf zu nicken und zur Unterstützung von Kanye seine Arme in die Luft reißen. Wie sich dieses Ereignis auf Ihren anstehenden Showdown am 11. September auswirkt wird sich noch zeigen. Ein Video von dem Auftritt gibt es auch.

KIZ – Hahnenkampf

0

‚Hahnenkampf‚ reiht sich nahtlos zu dem ‚Rapdeutschlandkettensägenmassaker‚ und dem ‚Böhse Enkelz Mixtape‚ ein, so ist auch ‚Hahnenkampf‚ randvoll mit Beleidigungen jeglicher Art ("Dein Leben ist ein Scheissjob, aber einer muss ihn machen"), es ist konsequent respektlos ("Guten Tag, guten Tag wir haben dein Leben gefickt!"), sexistisch ("Baby ab in den Kerker denn gleich spielt Hertha"), politisch inkorrekt ("Brich die Schule ab – stich nen Schwulen ab, auch du kannst ein Künstler sein – bemal ein Judengrab") und gewaltverherrlichend ("Mit Axt unterm Ehebett – heute Nacht nehm ich dein Leben weg, schmerzhafte Sache die Hand auf die Herdplatte und den Kopf ins Friteusenfett"). Die Bilder die hier gezeichnet werden sind blutige Alpträume und Massaker ("Tote liegen kreuz und quer, der Boden wird zum roten Meer, – tanz tanz – auf Nägeln und Scherben, wer nicht tanzen kann muss sterben") und meisstens reichlich wiederlich und vulgär. Ständig wird die Grenze des guten Geschmacks überschritten. Zumindest auf den ersten Blick.

Wer genauer hinhört erkennt in jedem Track Ironie und Wortwitz, die geschilderten Szenarien sind so übertrieben, dass jeder noch so große Kritiker zugeben müsste, dass eben diese durch die ständige Überspitzung wieder witzig werden. K.I.Z. sprechen eine direkte, aber nie plumpe Sprache, keinen der 16 Tracks möchte man auf ‚Hahnenkampf‚ missen. K.I.Z., die Band die den Ausdruck "Hurensohn" salonfähig gemacht hat, die Crew, deren "Notenständer" seit der Royalbunker Streetoffensive im Sommer 2005 ganz Deutschland zieren, K.I.Z. sind die Jungs an denen im Moment keiner vorbeikommt.

Sie rappen, schreien, singen und machen undefinierbare Geräusche. Auf Hahnenkampf wird auf ‚Klassenfahrt‘ gegangen, es werden ‚Böhse Mädchen‚ besungen, die ‚11.Plage‚ bricht über Deutschland herein, das Rauchen wird propagiert, verbotene Triebe ausgelebt, der Club brennt wieder, aber vor allem werden jede Menge Mütter beleidigt. Gäste haben K.I.Z. selbstverständlich auch mit auf die riesige Grillparty gebracht: Massimo, Aret, Kuba und Cannibal Rob geben ihren Senf dazu und der passt. Musikalisch ist Hahnenkampf so variantenreich wie thematisch. Die Beats bewegen sich zwischen Rap – Kopfnickern zu einem Technoanmutenden Stück, bis zu fast jazzigen Klängen, ab und an wird es dann auch mal poppig.

‚Hahnenkampf‚ ist prallgefüllt mit Zitaten die Kultpotential haben und K.I.Z. bleiben sich und dem Bunker treu: Hart, ehrlich, konsequent. Und wie heisst es schon so schön im Pressetext? "Geht ab! Geht ab! Geht ab!" Jawohl, Rap macht wieder Spaß.

Pretty Mo – Für Eine Hand voll Scheisse

0

Auf den ersten Blick kommt Pretty Mos Mixtape ‚Für eine Hand voll Scheisse‚ eher unscheinbar daher: Kein Booklet, kaum erkennbares Cover, sieht alles sehr nach semiprofessioneller Eigenproduktion aus. Die meissten CDs mit solcher Aufmachung klingen dann auch entsprechend, Pretty Mo macht da zum Glück eine sehr angenehme Ausnahme. Eigentlich keine Überraschung wenn man sich die musikalisch Vergangenheit des Münchners so anschaut: Teil der Formation Der Neue Süden, Support auf Konzerten diverser Künstler wie Kool Savas, Prinz Pi, die Herrschaften von Aggro Berlin und Busta Rhymes, ausserdem mehrmaliges in Erscheinung treten auf den Juice! CDs und so weiter. Das Pretty Mo trotzdem noch relativ unbekannt ist, ist beim Hören von ‚Für eine Hand voll Scheisse‚ umso erstaunlicher. Die harten, relativ einfach gehaltenen Beats sind vor allem p.h.i.l. million, je einen haben Tai Jason und die Goofiesmackerz beigetragen.

Den Albumtitel erklärt Pretty Mo selbst schon im ‚30 Bars Intro‚: "Für eine Hand voll Scheisse – Ich hab für den Scheiss schon viel mehr als ihr ganzen Punks geleistet, für eine Hand voll Scheisse, ja für eine Hand voll Scheisse, denn trotz alledem bin ich pleite". Pretty Mos Humor ist bitterböse und das beweist er zum Beispiel im Track ‚20 kleine Haterlein‚, in dem er in Kinderliedmanier eben 20 kleine Haterlein der Reihe nach sterben lässt. Frauen bekommen fast durchweg ihr Fett weg, dennoch klingt zum Beispiel ‚Das wahre Sommermärchen‚ feat. General Titi und Crank Sinatra wie eine zensierte Version von Orgi 69s ‚Sommer mega mixxx‚. Ein Anspieltip ist ‚Popstars 2005‚, einer Abrechnung mit der deutschen Casting-Popmusikszene, in dem variantenreich geflowt wird und mit Wortspielen nur so gespickt ist. Auch Representer kommen nicht zu kurz, Unterstützung gibt es in ‚Eure Zeit ist vorbei‚ von Kool Savas, in ‚Wir geh’n den Weg‚ von Grosses K.  Herausragend  übrigens auch die Beschreibung des Alltags eines Rappers in ‚Assozial und Spass dabei‚ mit Abroo und Mirc. Weitere Gäste sind auch Tua, Ali A$ und Lowlife und trotz so viel Unterstützung ist es doch immer wieder Pretty Mo dessen Lines einen zum Schmunzeln bringen: "Was willst du tun wenn du übertrieben fett bist? Abnehm‘ ok, trotzdem bleibst du hässlich!"

"Mixtape kaufen ihr Bumsgesichter!!!", wird man höflichst auf Pretty Mos MySpace Seite aufgefordert. Lohnt sich.

Ak.a – Unterwegs

0

Drumbomben auf Vocalsamples. Das habe ich die ganze Zeit gedacht, als ich Ak.as Album "Unterwegs" gehört habe. Hätte mich jemand in dem Moment gefragt, wie ich die Scheibe zusammenfassen würde, ich hätte genau das gesagt. Doch glücklicherweise erschöpft sie sich darin nicht. Als zweites hätte ich geantwortet: viele sehr schöne, bisher ungehörte Vergleiche im Hamburg-Style. Habe ich in der Form lange nicht mehr gehört und hat mir sehr viel Spass gemacht. Und als dritten großen Pluspunkt hätte ich dem Fragensteller die massiv vorhandenen und oberdopen Vocalscratches markiert, die, man soll es im Jahre 2007 nicht glauben, in einem reinen Scratch-Track am Ende des Albums münden. Traumhaft.

Auch gut, aber nicht unbedingt traumhaft, ist die Themenwahl des Jungen ausm Pott. Er representet aus seinem Leben. Das kann man sich gut anhören und deckt auch eine gewisse Vielfalt ab, aber so richtig deep will es nie werden. Muss es aber auch nicht. Das Album ist für alle, die Spaß haben wollen und dabei etwas Back In The Days-Atmosphäre schnuppern möchten.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der ebenfalls etwas nach Back In The Days klingende Flow, der aber wahrscheinlich so klingen soll und deswegen an dieser Stelle durchgewunken wird. Außerdem sind die drei einminütigen Outtakes genau in der Mitte des Albums für mich sehr schwer einzuschätzen. Die ersten beiden sind noch ok bis lustig, aber das dritte Ding mit dem ekligen Mikrofonfiepen war einfach eine saublöde Idee. Ansonsten ist das Album aber ein ziemlich runde Sache, die jedoch nur ein recht spezielles Publikum wird ansprechen können.

K-nel – Voice Of Kenya

0

Der in Nairobi, Kenia geborene K-Nel ist dank seiner Musik in seiner Heimat längst ein Star. 1999 wanderte er nach Deutschland aus und hat das Ziel, jetzt auch sein neues zu Hause für sich zu gewinnen. In Ostafrika ist das Album „Voice of Kenya“ bereits kaum noch auf zu halten. Mit seiner außergewöhnlich bunten musikalischen Stilmischung und seinem einzigartigen Reimstil hat er seine Heimat schon in fester Hand. Zu der musikalischen Untermalung kommen wir später noch genauer. K-Nel rappt in English und Kiswahili, die Mischung, die dabei entsteht heißt Anglohili. Im Unterschied zu manchen Mcs die ihre Alben zweisprachig einrappen ist K-Nel völlig unangestrengt, beim fließenden Wechsel zwischen den beiden Sprachen. Für die musikalische Rückendeckung hat sich K-Nel Enno Krenser, zuständig für Leute wie Patrice, Metaphysics, Sisters Keepers oder Gentleman, mit an Bord geholt
Mit den ersten Songs des Albums, zeigt K-Nel auch schon was einen in den nächsten 15 Tracks ungefähr erwarten wird. Der Opener „Kamebama“ setzt das Energielevel zu Beginn bereits ziemlich hoch und K-Nel bittet über einen harten Dancehall Beat zum Tanz. „Eskimo“ ist Hip Hop-Reggae und es geht auch entsprechend ruhiger zu, ohne dass das Album jedoch an Schwung verliert. „Mi Negro Lindo“ ist dann die erste Überraschung. Einen Latin-beinflussten Track hatte ich hier nicht erwartet, passt aber alles sehr gut zusammen. Das darauf folgende „Nairobi City“ gehört für mich zu den schwächeren Tracks von „Voice of Kenya“. Der Song „Hofu“ richtet sich sowohl inhaltlich, als auch musikalisch mehr an seine afrikanische Heimat, als die bisherigen Stücke und verdient schon dafür eine gesonderte Erwähnung. Die Single „Mimi Ni Hustler“ stand in Ostafrika drei Wochen auf Platz eins der Charts, ist damit also wesentlich beteiligt an seiner heutigen Bekanntheit. Für mich aber nicht aber nicht unbedingt eines seiner stärksten Lieder. Auf „Dear Father“ und „Bila Wewe“ wird K-Nel tatsächlich noch besinnlich. „Dear Father“ ist an seinen verstorbenen Vater gerichtet und untermalt von Akustikgitarre und Bongotrommeln.  In dem Liebeslied „Bila Wewe“ gibt es ganz große Gefühle, mit Piano, Gesang und Flöten, aber Alles in Allem schon beindruckend. Der Geheimtipp des Platte versteckt sich bei „Achilia“, noch so ein Song der mich völlig überrascht hat. Der Beat schlägt wieder in Richtung Dancehall / Reggaetón darüber wird eine Sitar gelegt, die das ganze zusätzlich antreibt. K-Nel rappt dazu in gewohntem Anglohili Style.
Abschließend kann ich eigentlich nur wiederholen, was eingangs ungefähr bereits gesagt wurde, „Voice Of Kenya“ ist ein sehr buntes Album geworden, mit nur wenigen schlechten Tracks. K-Nel`s große Stärke könnten andere aber kritisieren, denn „der“ typische K-Nel Track ist bei all den verschieden Stilen gar nicht auszumachen. Für mich bleibt er ein großartiger Mc, dem es gelingt, sich den verschiedensten Styles problemlos anzupassen und dabei auch noch eine super Stimmung zu vermitteln.

Wäre das Album nur, passend zum Sommer, ein oder zwei Monate früher veröffentlicht worden.

Featured