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Ludacris als Ersatzlehrer

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Rapper und Schauspieler Ludacris wird als Gastprofessor in einem bisher noch unbekannten College für die kommende Staffel von MTvU´s Sendung „Stand In“ aktiv werden. MTvU ist MTV´s College-Sender, der inzwischen an über 750 amerikanischen Colleges übertragen wird und dabei etwa 7,5 Millionen studentische Zuschauer verzeichnen kann. Die Kameras von MTvU werden Ludacris in den Monaten vor Ausstrahlung der Sendung begleiten, wenn er einem Unterrichtsraum einen Überraschungsbesuch abstattet, um die Studenten „aus ihren Büchern zu holen und ihnen eine Chance zu geben, von denen zu lernen, die heute Geschichte machen.“ Neben Ludacris werden die Sängerin Annie Lennox und Ellen Johnson-Sirleaf, die Präsidentin von Liberia und damit Afrikas erstes gewähltes weibliches Staatsoberhaupt, zu Gast in der Sendung sein. „Stand In“ startet im Oktober, wird aber leider nur in den USA im Fernsehen aus gestrahlt. Wer sich die Sendung trotzdem ansehen möchte, muss mal wieder auf das Internet zurückgreifen, wo auch die vergangenen Episoden gelagert sind.

Neue Modelinie von Juelz Santana

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Gestern berichteteten wir über einen Modemogul der aus dem Buisiness aussteigt, heute über jemanden der einer werden will: Juelz Santana möchte seine Klamottenmarke "RoyElz Clothing" im Februar 2008 in Las Vegas präsentieren. Die Kleidung wird im Rockstar-Look gehalten sein und von Mr. Slim Mils designed sein. Nebenbei arbeitet der Dipset Rapper übrigens an seinem drittem Solo Album "Born To Lose, Built To Win", genauere Details sind noch nicht bekannt.

Wahrscheinlich kann Juelz Santana von Glück sagen, dass er keine HipHop Mode an den Mann bringen möchte, denn zumindest in Atlanta, Georgia könnte im das in Zukunft für Umsatzschwierigkeiten sorgen. Dort soll demnächst das Tragen von Baggy Pants, die Boxershorts oder Slips freilegen, als Sittlichkeitsvergehen geahndet werden. Der Gesetzentwurf steht bereits. Damit folgt Atlanta dem Beispiel von Delcambre, Louisiana, wo das Zeigen von Unterwäsche mit bis zu 6 Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Ja ja, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten…

Aesop Rock

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Aesop Rock „The conclusion is: It ´s not a good thing to be known as the local asshole.“

Mit „None Shall Pass“ erscheint dieser Tage nach „Labor Days“ und „Bazooka Tooth“ das inzwischen dritte Aesop Rock-Album über Def Jux, nachdem der Videospiele- und Artfreak zuvor ab 1999 bereits drei Alben andernorts veröffentlicht hatte. „None Shall Pass“ liefert einen interessanten Mix aus Aesops nach wie vor oft kryptischen Lyrics und einigen ungewohnt eingängigen Instrumentals. Auf „Five Fingers“ lässt sich Aesop auf einem selbstproduzierten Song sogar zum Einsatz eines durchaus cheesy klingenden Saxophonsamples hinreisen. Der Titelsong wartet mit einem zugänglichen „4-to-the-floor“-Beat Blockheads auf, der etwa die Hälfte der Instrumentals des Albums beigesteuert hat. Nach wie vor gilt jedoch, dass hinhören muss, wer Aesops Lyrics und Musik begreifen möchte. Entsprechend ist „None Shall Pass“ ein Album, dass bei jedem weiteren Hördurchgang wächst. Meines Erachtens sein bisher mit deutlichem Abstand bestes und daher nicht weniger als ein Klassiker. Zugleich auch der seit langem beste Release auf Def Jux. Das Artwork zur Platte lieferte diesmal der San Franciscoer Künstler Jeremy Fish, mit dem Aesop inzwischen bestens befreundet ist. Gleich zu Beginn des Interviews anlässlich der Veröffentlichung wartet Aesop auch beiläufig mit der Information auf, wegen seiner Frau vor inzwischen eineinhalb Jahren auch selbst nach San Francisco gezogen zu sein.

rap.de: Wie empfindest du San Francisco als jemand, der den Großteil seines Lebens in New York verbracht hat?

Aesop Rock: Die meisten Leute aus New York sagen „Ich kann überhaupt nur in New York leben, vielleicht noch in San Francisco, aber das war´s.“. Ich kann das nachvollziehen. In gewisser Hinsicht ist San Franisco vergleichbar – du kannst viel zu Fuß machen, es gibt aber auch eine Menge öffentlicher Verkehrsmittel. Dann gibt es eine Menge Kunst und Musik. Dafür ist es kleiner und hat weniger Einwohner, es ist ruhiger. Zurzeit empfinde ich das als großes Plus.

rap.de: Was macht deine Frau denn?

Aesop Rock: Meine Frau stammt ursprünglich aus Toronto/Kanada und arbeitet im Musikbusiness – sie ist ein Booking-Agent und bookt meine Touren in den USA. Außerdem spielt sie in einer Band und ist eine ziemlich talentierte Gitarristin. Man kann sie auf sechs oder sieben Songs meiner neuen Platte hören.

rap.de: Nervt es privat nicht, dass ihr in derselben Branche arbeitet?

Aesop Rock: Manchmal schon. Aber es ist gut, jemanden zu haben, der versteht, weshalb man wegen Musik gestresst sein kann. Leute, die selbst keine Kunst machen, können das oft nicht nachvollziehen. Sie checkt das – sie war ihr ganzes Leben in Bands. Letztlich nervt es nur dann, wenn es schon 11 Uhr abends ist, und wir noch über ´s Geschäft reden. Wenn sie mir z.B. Freitag abends erzählt, dass die Show in Illinois ausfallen könnte, muss ich sie gelegentlich daran erinnern, dass wir lieber Spaß haben sollten.

rap.de: Ich habe gerade das Fishtales-Video gesehen, zu dem du die Musik beigesteuert hast. Was hat es damit auf sich?

Aesop Rock: Das Video wurde von Jeremy Fish gedreht, der auch das Artwork für meine neue Platte gemacht hat. Es handelt sich letztlich um ein Werbevideo für Element Skateboards. Er spielt auch die Hauptfigur, also den Typen mit dem Bart. Wir hatten bereits an einer Menge Sachen zusammen gearbeitet, und irgendwann fragte er mich, ob ich die Musik zu diesem Ding beisteuern will. Also habe ich einfach versucht, einen Song über einen Fischer zu schreiben. Jeremy war früher selbst ein ziemlich guter Skateboarder, hat sich aber am Sprunggelenk verletzt. Er fährt am Anfang des Videos auch selbst, am Ende gibt es dann ein paar Stundmen. Er selbst hatte früher eine Firma, die „The Unbelievers“ hieß. Seine neue Firma heißt Superficial, sie haben jetzt eine eigene Website und auch schon ein paar Boards produziert. Die Firma wird allerdings eher von Künstlern betrieben, als von Fahrern. Sie sponsoren auch niemand – es geht in erster Linie um die Grafik.

rap.de: Wie hast du Jeremy kennen gelernt?

Aesop Rock: Ich hatte irgendwann eins seiner Comics gekauft und er war wohl auch schon länger Fan meiner Musik, was ich aber nicht wusste. Über einen gemeinsamen Freund kam dann letztlich der Kontakt zustande. Jeremy hatte ein Angebot bekommen, sich an einem Pitch für eine Zeichntrickserie für Disney zu beteiligen und rief mich an. Er wollte wissen, ob ich Lust hätte, dafür Musik zu machen, falls die Sache zustande kommen sollte. Als ich dann nach San Francisco gezogen bin, ist er einer meiner besten Freunde geworden.

rap.de: Wie lief die Sache mit Disney ab?

Aesop Rock: Ich glaube, sie hatten ungefähr zehn Künstler gebeten, Bilder einzureichen. Einer von ihnen war Jeremy. Er hatte drei Folgen geschrieben und die US-Leute von Disney mochten sie. Dann wurden sie den Europäern vorgelegt usw. – es war eine endlose Sache. Eine Firma wie Disney ist einfach riesen groß. Wir haben den Pitch dann an Cartoon Network gegeben und so zirkuliert das Ding eben. Sollte es irgendwer machen wollen, würden wir wohl beiseite legen, woran auch immer wir gerade arbeiten, und damit weiter machen. Im Moment hat das aber gerade keine Priorität. Als wir hörten, dass Disney die Bilder gut fanden, dachten wir „Shit, that ´s great, We gonna be fuckin´ millionaires.“ Aber es ist einfach extrem komplex und far out. Inhaltlich geht es übrigens um eine Kindersendung, also keinen Erwachsenenkram.

rap.de: Bevor Jeremy das Artwork für dein Album gemacht hat, habt ihr u.a. die Picture 7-Inch „The Next Best Thing“ gemacht – ein offensichtlich sehr aufwendiges, tendenziell unkommerzielles Projekt…

Aesop Rock: In der Tat, da geht es in erster Linie um Kunst. Ich bin von diesem Projekt unabhängig der Ansicht, dass solche Dinge viel öfter stattfinden sollten. Die Leute nehmen sich einfach nicht die Zeit, ihre Platten gut aussehen zu lassen. Besonders beim Rap hast du meist irgendeinen Typen, der auf einem Foto rumpost – es ist immer und immer wieder dasselbe. Musik und Visual Art zusammen zu bringen, scheint mir ein ganz natürlicher Gedanke.

rap.de: Was machen deine eigenen Ambitionen im Bereich Grafik und Malerei?

Aesop Rock: Ich habe eigentlich mein ganzes Leben lang gemalt und hatte auch immer vor, damit meine Zeit zu verbringen, aber dann wurde meine Musik plötzlich erfolgreich und ich musste eine Auszeit nehmen. Allerdings habe ich in den letzten zwei Jahren wieder ein bisschen gezeichnet, bin aber immer noch etwas eingerostet. Ich habe das ja sogar studiert – ich war von 1994 bis 1998 auf demCollege Of Fine Arts an der Boston University und habe einen Abschluss. Außerdem habe ich in verschiedenen Kunst-Gallerien gearbeitet und Shows betreut. Als die Musik dann erfolgreicher wurde, konnte ich das nicht fortsetzen. Im Moment kehrt das gerade auf einem Hobby-Level zurück und fängt an, auch wieder Spaß zu machen.

rap.de: Dein Album heißt „Non Shall Pass“. Gemeinsam mit Jeremy arbeitest Du nun auch an einem Video dafür. Welche Bedeutung hat der Song für dich?

Aesop Rock: Für mich ist der Song die Summe dessen, wovon die gesamte Platte handelt. Es geht ums älter werden und darum, wie man dabei von seinen Freunden, seinen Kollegen und dem restlichen Umfeld beurteilt wird. Sie handelt ein bisschen davon, dass man seine Jugend irgendwann nicht mehr dafür herhalten lassen kann, dass man Scheiße baut.

rap.de: Gibt es für dich in dem Kontext eine Art Fazit?

Aesop Rock: Nicht wirklich, das ist einfach etwas, das passiert, wenn du auf die 30 zugehst oder wann auch immer du den Eindruck hast, irgendwie wirklich erwachsen zu werden. Du wirst dir bestimmter Dinge bewusst und kannst deine Fehler nicht länger auf billige Art entschuldigen. Man muss da aber natürlich auch erst reinwachsen. Wenn es ein Fazit geben sollte, dann wohl, dass es keine gute Sache ist, als das Arschloch vom Dienst bekannt zu sein. Es geht ein bisschen darum, sich zu fragen, wie man in der Welt rüberkommen will – was aber nicht heißt, dass man jedem gefallen muss. Trotzdem kommst du eben an einen Punkt, an dem dir klar wird, dass deine Zukunft u.a. davon abhängt, was du von den Leuten denkst und umgekehrt.

rap.de: Gibt es bestimmte Dinge, die du infolgedessen geändert hast?

Aesop Rock: Vor allem haben sich meine Prioritäten vom ständigen und ausschließlichen Rumhängen mit Freunden und Monaten ohne jeden Kontakt zu meinen Verwandten hin zu einem bewussten Umgang mit meiner Familie geändert. Natürlich habe ich meine Brüder und meine Eltern schon immer geliebt. Wenn ich nun aber nach New York komme, stelle ich z.B. sicher, dass ich meinen Bruder tatsächlich sehe. Ich meine – das sind die Leute, die mich geprägt haben. Ich schulde es ihnen, aber ich genieße sie auch. Irgendwann fühlst du dich auch einfach nicht mehr als „der Rebell“ und siehst deine Mutter zum Beispiel nicht mehr als deinen Feind. Irgendwann checkst du, dass diese Frau für immer mit dir verbunden ist. Die Bedeutung der Familie zu erkennen ist wohl eine der Hauptsachen in meinem persönlichen Prozess.

 rap.de: Wie alt sind Deine Eltern denn?

Aesop Rock: Sie sind beide ungefähr 60.

rap.de: Meine Eltern sind noch etwas älter und natürlich weiß man nicht, wie lange sie noch da sind…

Aesop Rock: Meine Oma starb vor zwei Tagen, als ich in London war und Interviews gab. Ich war mitten im Gespräch und bekam einen Anruf meiner Mutter. Ich hätte sofort die gesamte Promotour gecanclet, und das ist für mich sicher eine andere Haltung als früher. Ich denke, dass mich vor allem meine Heirat ziemlich geerdet hat und dass sie dazu führte, dass ich eine Menge Dinge abgeschaltet habe, die letztlich negativ waren. Ich will daran arbeiten, ein glücklicher Mensch zu werden. Das ist wichtiger als alles andere. Viel auf der Platte hat damit zu tun, wie man in verschiedenen Phasen aufwächst – letztlich läuft aber alles darauf hinaus, dass ich heute hier sitze und wohl mehr über die Dinge nachdenke, als je zuvor.

rap.de: Bist Du inzwischen eigentlich auch Vater? Am Ende des ersten Songs des Albums hört man ein kleines Kind…

Aesop Rock: Nein, soweit bin ich dann doch noch nicht. Das ist der Sohn meiner Freundin Katrin, die meine Promo in den USA macht. Er fing einfach an, diesen Song über mich zu singen und meine Freundin Lisa hat es dann aufgenommen. Also habe ich zu ihr gesagt „Ich packe deinen Sohn auf meine Platte“. Jetzt hat er einen Song, auf dem er sich selbst singen hört.

 

rap.de: Wie verlief die Produktion des Albums? Vor allem – wie lief die Zusammenarbeit mit Blockhead, der ja in New York lebt?

Aesop Rock: Bis auf den Song mit El-P habe ich alles in San Francisco aufgenommen. Ich habe Blockhead für ein paar Wochen eingeladen, nachdem er mir zuvor einige Beats geschickt und ich ihm gesagt hatte, womit ich gerne weitermachen würde. Als ich die ersten Instrumentals gepickt und dazu geschrieben hatte, kam er rüber und wir nahmen auf. Als wir das Album fast fertig hatten, gab es dann ein paar Probleme mit einigen Samples und wir mussten uns überlegen, wie wir damit umgehen. Ich habe dann für einige Songs Basslines eingespielt, meine Frau Gitarren – wir mussten einige Dinge einfach überarbeiten. Dann gab es eine Menge Telefonate und natürlich haben wir auch eine Menge Dateien hin- und hergeschickt.

rap.de: Hast du denn Samples geklärt oder es zumindest versucht?

Aesop Rock: Wir haben darüber nachgedacht. Bei ein oder zweien haben wir damit angefangen, aber das brachte sehr schnell Kopfschmerzen mit sich, so dass wir schließlich dachten “Fuck it!“. Natürlich waren die Samples ohnehin sehr unauffällig, denn wir samplen ja nicht James Brown. Dennoch meinten unsere Anwälte bei ein paar Sachen, dass sie etwas zu riskant sein könnten. Am Ende haben wir sie dann rausgenommen und stattdessen etwas anderes gemacht. Zu der Zeit war das zwar sehr anstrengend, aber ich denke, das Ergebnis ist richtig gut geworden. Nun ist der Anteil der Liveinstrumente noch stärker geworden, ich habe sicher noch nie so viel auf einer Platte eingespielt.

rap.de: Selbst wenn die Samples unbekannt sind, ist man natürlich immer noch nicht auf der sicheren Seite. Ich war z.B. sehr überrascht, als El mir das letzte Mal erzählte, dass er Philipp Glass gesamplet hat und „darauf angesprochen“ wurde…

Aesop Rock: Naja, Philipp Glass ist ein Gigant, es ist nicht wirklich ein gute Idee, ihn zu samplen. Er hat schon Soundtracks für unfassbar große Filme gemacht, darunter auch Kundun. Natürlich hört sich niemand zu Hause ein Philipp Glass-Album an, wenn du das meinst.

rap.de: Genau. Und umgekehrt: Wer aus dem Philipp Glass-Umfeld sollte sich bitte ein El-P-Album anhören?

Aesop Rock: Wenn El-P weiß, wer Philipp Glass ist, stehen die Chancen dafür, dass irgendein Kollege von Philipp Glass El-P kennt, nicht so schlecht. Dafür ist die Welt zu klein. Der Vater eines meiner absolut besten Freunde ist z.B. Philipp Glass´ Trompeter. Ich musste damals auch ein paar Anrufe tätigen – so im Sinne von „Hey, tell your dad to call Philipp.“ Sicher ist es seltsam, aber so seltsam eben auch wieder nicht. Wie du siehst, kenne ich Philipp Glass über nur eine weitere Person. Trotzdem verstehe ich, was du meinst, denn so fürchterlich viele Leute würden wohl nicht Philipp Glass in der Musik von El-P erkennen. Am Ende des Tages gehen wir mit all diesen Dingen Risiken ein. Darauf baut HipHop einfach auf – wir samplen Musik. Am Ende sind es oft die skurrilsten Samples, wegen derer man Probleme bekommt. Mir ist bisher aber noch nichts passiert.

rap.de: Achtest du vor diesem Hintergrund beim Samplen von vornherein auf bestimmte Dinge?

Aesop Rock: Ich kaufe keine Platten mehr, die auf einem Major-Label erschienen sind. Selbst wenn sie auf einem Indie rauskamen, können sie später immer noch von einem Major gekauft worden sein. Ich versuche bewusst, Sachen zu benutzen, die schwer zu erkennen sind. Außerdem loopen wir natürlich auch nicht klassisch. Es gibt eine gewisse Kunst beim Samplen, von der viele Leute nichts verstehen. Man flippt die Samples, man schneidet sie, es gibt zahllose Effekte, die du benutzen kannst. Im Laufe der Jahre lernst du als Produzent natürlich auch extrem viel dazu, was de facto dazu führt, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, gecatcht zu werden. Du veränderst diese brasilianische Platte von 1957 so stark, dass sich dein eigenes Stück am Ende nicht mal mehr ansatzweise danach anhört – das macht auch eine Menge Spaß. Am Ende puzzlest du dann die ganzen Teile zusammen. Ich mag an Blockhead auch sehr, dass er nicht irgendeinen bekannten Kram benutzt und letztlich nur ´nen Remix macht. Er benutzt pro Song oft fünf bis sechs verschiedene Platten und schichtet die Dinge übereinander. Einerseits erhöht das das Risiko, andererseits sind die Dinge dadurch oft auch versteckter. Die Tatsache, dass da dann z.B. eine Snare aus einem 85er-Popsong auf irgendwelche 63er-Percussion und eine Violine aus einer deutschen Aufnahme trifft, und das alles im Jahr 2007 durch eine Maschine miteinander verbunden wird, obwohl die Quellen so unterschiedlich sind, macht die Sache interessant. Es entsteht einfach etwas ganz neues.

Phat Farm ohne Russell Simmons

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1992 wurde die Modelinie Phat Farm von Russell Simmons ins Leben gerufen und seitdem sind aus ihr diverse erfolgreiche Unterlabel entsprungen: namentlich zum Beispiel Phat Farm Boys, XV und die populäre Frauenmarke Baby Phat. Phat Farm macht vor allem Jeans, Trainingsanzüge, Poloshirts und Schuhe, die sowohl über das Internet, in den 13 Phat Farm Geschäften und in unzähligen anderen Stores vertrieben werden. Bereits 2004 verkaufte Russell Simmons das Modelabel für 140 Millionen US-Dollar an den aus St. Louis stammenden Bekleidungs und Konsumgüter Hersteller Kellwood, blieb allerdings als Geschäftsführer im Amt. Nun ist auch diese Ära vorbei und Russell Simmons zieht sich komplett aus der Leitung von Phat Farm zurück. Man habe sich im Guten getrennt und  Russell Simmons sei "ein wahrer Pionier des urbanen Lebensgefühls und deren Mode", sagte Kellwoods Geschäftsführer Robert C. Skinner.

Russell Simmons ist ausserdem Mitbegründer des Labels Def Jam Records, welches er 1999 für 100 Millionen US-Dollar an die Universal Music Group verkaufte, er wurde dadurch mit einem Gesamtvermögen von etwa 325 US-Dollarn Millionen Dollar zum drittreichsten Hip Hop Entertainer der Welt. Dieses Vermögen lässt er kontinuierlich wachsen, so erschien zum Besipiel dieses Jahr sein neues Buch "Do You! 12 Laws To Access The Power In You To Achieve Happiness And Success", ein Selbsthilfe Buch für mehr Erfolg und Seelenfrieden. Den findet Russell Simmons übrigens auch durch sein Engagement für diverse wohltätige Zwecke und Kampagnen, wie zum Beispiel Hilfe für die Opfer des Hurricanes Katrina oder die Aufklärung über HIV und Aids.

Razzia in der Hundehütte

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Die Polizei von Maricopa County hat am vergangenen Freitag (24.August) das Haus von Superstar Rapper DMX in Cave Creek, Arizona durchsucht, nachdem sich Nachbarn bei der Polizei beschwert hatten, dass sie immer wieder lautes Hundegebell hören würden und sie deshalb glauben, dass die Tiere der extremen Hitze Arizonas schutzlos ausgeliefert seien. Die Polizisten beschafften sich einen Durchsuchungsbefehl und starteten eine Razzia. Sie fanden 12 erschöpfte und ausgelaugte Hunde, die meisten von ihnen Doggen, aber auch einige Pitbulls. Im Garten des Hauses konnten die Beamten die Überreste von drei verbrannten Hundeleichen ausgraben. Weiterhin wurden ein geheimes Waffenversteck, ein halbes Pfund Drogen und einige Autos mit nicht registrierten Nummernschildern gefunden. Murray Richman, der Anwalt von DMX sagte, dass der Rapper extra jemanden angestellt hätte, der sich um das Gelände und um die Tiere kümmert, so lange er auf Tour ist. „He has not been there for two months. He hired a caretaker to take care of the property. DMX is currently on tour. He is not in the U.S.”  Daher plädiert er klar auf unschuldig. Bisher ist in diesem Fall auch keine Anzeige erstattet worden, aber die Untersuchungen laufen noch.

Endlich offiziell!!

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Als Gruppe Dynamite Deluxe waren die drei Hamburger 2001wesentlich am Boom beteiligt den HipHop in Deutschland erlebt hat. Samy Deluxe, DJ Dynamite und Tropf machten sich mit Hits wie „Ladies & Gentlemen“, „Wie Jetzt?“ oder „Grüne Brille“ schon damals unsterblich. Mit dem Echo als HipHop/R’n’B-Gruppe des Jahres National setzten sie ein dickes Ausrufezeichen hinter die von ihnen geprägte Ära und entschlossen sich erst mal eine Auszeit zu nehmen. 2004, während der gemeinsamen Arbeit an Samy’s “Verdammtnochma!”, kommt dem Trio die Erkenntnis: man könnte tatsächlich ein neues Album aufnehmen und so werden nach Möglichkeit der Künstler passende Arbeiten zurück gehalten, um sie für die Gruppe aufzuheben. Im Januar 2008 kommt also endlich das neue Dynamite Deluxe Album auf den Markt. Die drei Jungs haben sich offenbar die Zeit gelassen, die man für echte Qualitätsarbeit mit Haltbarkeitsgarantie benötigt. Bei solchen Voraussetzungen kann man ja davon ausgehen, dass 2008 wieder Deluxe wird!

Sefyu, Diams, Fonky Family, Sniper…

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Dass sich Frankreichs Rapper deutlich stärker mit dem politischen Geschehen in ihrem Land auseinandersetzen als ihre deutschen Kollegen, bewies Sefyu jetzt einmal mehr. Der erfolgreiche Streetrap Newcomer schaffte es nämlich kürzlich auf die Titelseite der „Libération“, einer der größten Tageszeitungen des Landes. Das Blatt berichtete über Regierungsmitglieder mit Migrationshintergrund und ihre öffentliche Anerkennung, wobei auch Sefyu zu Wort kam und sich nicht gerade positiv über die Vorzeige-Immigranten äußerte.   

Nicht weniger Medienwirksam gibt sich derzeit auch die mit der „Disque Diamant“ ausgezeichnete Diams. Nachdem sie nun bei Motown France in der Chefetage  arbeitet und ihre Doppelgängerin aus Wachs im berühmten Musée Grévin modelliert wurde, wird sie demnächst ihre Biografie „Diams Rebelle Attitude“ auf den Markt werfen und versuchen, auch den Schauspiel-Olymp zu besteigen.  Zunächst wird man Diams an der Seite von Vincent Cassell und dem Komikerduo Omar & Fred als Synchronsprecherin der Zeichentrickserie „Les Lascars“ hören können. Ab Ende des Jahres steht dann ihr erster großer Dreh als Schauspielerin an. Die Ernennung zur (Rap-)Göttin scheint bei so viel Präsenz nur noch eine Frage der Zeit zu sein.  

Einige Etagen tiefer, auf dem harten Boden der Realität, dürften sich die übrig gebliebenen Optimisten unter den Fans der Fonky Family befinden. FF-Mitglied Sat bestätigte nämlich offiziell die seit längerem bekannte, aber noch nicht begründete, Trennung der „Bad Boys de Marseille“. „Wir haben nach Ende der „Marginale Musique“-Tournee beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Wir arbeiten jetzt alle an unseren Soloalben. Es ist wichtig, die Leute wissen zu lassen, dass das alles im Guten auseinander gegangen ist. Also hindert uns nichts daran, eines Tages vielleicht wieder zusammen zu arbeiten.“ beschwichtigte Sat. Aber dennoch wolle er weder die Fans noch sich selbst belügen. „Heute arbeite ich an meinem Solo und danach sieht es im Moment nicht nach einem neuen Album der Fonky Family aus.“ Bleibt nur zu hoffen, dass der Stern der 1993 gegründeten Gruppe noch nicht endgültig untergegangen ist.  

Keny Arkana, die zuletzt als Opfer einer Kampagne der Front National ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde, will im Oktober ihr nächstes Projekt auf den Markt bringen. Dabei handelt es sich um ein 10 Titel starkes „Mini-Album“, das unter dem Namen „Désobéissance“ (Ungehorsam) erscheinen wird. Derweil befindet sich ihr Album „Entre Ciment Et Belle Etoile“, veröffentlicht im Oktober 2006, immer noch in den Top 100 Verkaufscharts. Für die nähere Zukunft sollen noch einige weitere Scheiben geplant sein, zu denen sich Keny aber noch nicht äußerte.  

Gute Nachrichten kommen auch von Sniper. Nach der gemeinsamen Tour stehen nun die Soloprojekte der einzelnen Gruppenmitglieder ins Haus. Zunächst ist Aketo mit dem Streetalbum „Cracheur 2 Venin“ und einer vollen Palette an hochkarätigen Featuregästen an der Reihe. Wenn alles gut geht, folgen Tunisiano im Oktober und Blacko im Dezember mit ihren Alben.  

Zu guter Letzt seien alle Untergrundnerds noch auf das kostenlos zum Download stehende Mixtape „Bilan 0607“ hingewiesen, dass die Jungs vom Mixtapeonline.com Projet zusammengestellt haben. Den Direktlink findet ihr am Seitenanfang.    

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