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Ghostface Killah – The Big Doe Rehab

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Schon Monate vor diesem Release gab es Aufregung. Erst sollte „The Big Doe Rehab“ mit dem Releasedate des lange ersehnten Wu-Tang Comeback Albums "8 Diagrams“ zusammenfallen, wogegen sich Ghostface vehement wehrte. Ganz zu schweigen von der Aufregung im Clan, die sich um den Sound des Albums breitgemacht hatte und deren sich RZA erwehren musste. Nun, ob berechtigt oder nicht, das wird dann in der dazugehörigen Review besprochen werden. Erstmal sind wir bei Tony Starks aka Ghostface Killah aka Dennis Coles, wie er mit bürgerlichem Namen heißt. Und letztendlich kommt „Big Doe Rehab“ doch eine Woche früher als das Clan-Album. Aber heißt das nun zu deutsch die Erholung oder Rehabilitation durch großes Geld oder vom großen Geld? Dem Cover nach zu urteilen, wohl eher ersteres! Was denn auch sonst, dies ist ein Hip Hop Album!

Und ein Richtiges, so viel wird, so bald man das afro-kubanische Intro hinter sich gelassen hat, klar. Neben Tracks mit fetten Beats von zum größten Teil unbekannten Produzenten – was ein Hinweis darauf sein kann aber nicht muss, dass da jemand Realness nicht mit großen Namen verwechselt –  gibt es wieder ein paar ausufernde Sampleorgien, oder vielleicht sollte man besser sagen: Coverorgien. "Chipmunk Soul‚" ad absurdum geführt sozusagen. Ein paar Beispiele gefällig?
„We celebrate“ ist ein Zwittertrack der das Problem hat, für die Strophen einen echt harten Beat mit verzerrten Gitarren, der natürlich prädestiniert für Ghostfaces Raps ist, zu benutzen, allerdings fällt die Hook mit der simplen Aussage „I Just Wanna Celebrate“ extrem ab, weil plötzlich nur noch das originale Sample des Rare Earth Klassikers da zu sein scheint. Natürlich Absicht, aber für mich ist der Bruch zu krass und die Partystimmung will deswegen irgendwie nicht aufkommen – es klingt zusammengeschustert. Ähnliches gilt auch für „Supa GFK“, ich kann mich nicht entscheiden: das wirklich fantastische „Superman Lover“ von Johnny „Guitar“ Watson oder der Flow des Tony Starks? Eine ganze Weile funktioniert beides ganz gut, aber an manchen Stellen ist es nicht nur ein musikalisches, sondern auch wirklich ein akustisches Problem, die Vocals überschneiden einander in einem solchen Maße, dass man es auch Chaos nennen könnte. Oder „Walk Around“, wieder eine negative Kritik am Samplework! Muss man gleich einen ganzen Song als Vehikel für seine Raps benutzen? Auch hier ist das Original „Packed Up And Took My Mind“ von Little Milton eigentlich viel zu schade dafür. Entspricht auch nicht so wirklich dem ursprünglichen Gedanken des Samplens und Loopens.

Betrachtet man allerdings das Gesamtbild, sind das eher Randerscheinungen, denn der Gesamteindruck ist, dass hier mal wieder jemand von der obersten Etage gekommen ist, um die Welt wissen zu lassen, dass es diese eine Art von Hip Hop noch gibt, nach der sich eine große Fangemeinde immer noch die Finger leckt. Das Gros des Albums ist deep und Ghostface Killah ist genau da am stärksten, wo es richtig zur Sache geht – mit düsteren, zum Teil auch etwas melancholischen Instrumentals. Repräsentativ dafür ist meiner Meinung nach der In-Die-Fresse-Track „Yolanda’s House“, der super-roughe Drums und traurig-schöne Streicher auffährt: natürlich geht es um Gewalt, Sex, natürlich geht es um die Hood, aber es ist wirklich so – glaubwürdig! Der eine Faktor – Authentizität – , der so vielen auf dem Majormarkt fehlt. Hier ist er, vor allem, wenn dem auch noch die Clankollegen Method Man (stark wie selten in letzter Zeit – bam!) und Raekwon beiwohnen und das Ding zu einem beispielhaften Storyteller erheben. Das ist wohl der Wu-Tang Sound, nach dem sich viele Mitglieder, deren Wortführer ja unter anderen auch Ghostface war, zurücksehnen. Das zeigt auch „Shakey Dog Starring Lolita“ (ebenfalls mit Raekwon), auch das eine Beleuchtung eines Mordfalls, in den der (fiktive) Tony Starks verwickelt zu sein scheint. Natürlich funktioniert auch dieser Beat mit einem Sample, aber diesmal richtig! Allein die wunderbaren Bläser hauen einen um und verleihen dem Track die nötige Dramatik. Ghost und Rae traden Verses am Ende und ergänzen sich vorzüglich.

Das ist East Coast Rap: 1994 genauso wie 2007, state of the art. Insgesamt gesehen also ein durchaus passables und stellenweise sogar saustarkes Album!

Hecklah & Coch – Glänzend

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„Glänzend“, das Album von Hecklah & Coch, ist seit wenigen erhältlich und macht allein schon durch den Titel von sich reden. Was bedeutet „Glänzend“? Muss nicht alles was glänzt unbedingt Gold sein? Jedenfalls haben Zem, der als Produzent als Defzem in Erscheinung tritt, und Sylvestah eine Single vorgelegt, die schon für Gesprächsstoff gesorgt hat. „Wir reißen den Club ab!“ lautet die erste Singleauskopplung aus der Platte, die über TVT Europe erscheint. Mit dabei der Goldjunge, Maskenmann und Aggro-Aushängeschild Sido. Mit Platz 1 in den TRL Charts auf MTV fing es gut an. Jetzt ist das Album da, welches man sorgfältig analysieren sollte.

Die Beats: Sie sind nicht von schlechten Eltern. Moderne Elektro-Beats, gesamplete Stücke und allgemein sehr vielseitig. Meistens passen sie optimal zum Rap und geben den jeweiligen Stimmen zusätzlich Druck. Dafür kann man Shuko, den Beatgees, Quikmix und den anderen Produzenten ein Lob aussprechen. Gute Beispiele für die hochwertigen Instrumentals sind „Zurück, „Mama“, „Bleib hart“ und das nachdenkliche „Alles vorbei“.

Die Raps: „Ich erinnere mich immer noch and die Tage im Park, mit den Homies Ghettoblaster punpen und rappen auf Gras. Aber es lohnt sich, guck dir an wie sie staunen, es war klar das es klappen wird wenn man fest daran glaubt.“ Dieser Auszug aus „Zurück“ unterstreicht, dass die Jungs schon immer mit Biss dabei waren und das hört man mit jedem Wort. Die Rhymes sind nicht immer auf höchstem Niveau, die Rapparts von manchen Feature-Guests finde ich bedeutend stärker, dennoch haben die Jungs ihre Sache gut gemacht und bringen das, was sie sagen wollen auf den Punkt. Bester Track auf dem Album neben dem genannten Stück ist "Was sind Freunde", ein Song über falsche Freunde und Werte wahrer Freundschaft. Ansonsten ist von Representing über Batterap bis hin zu Storytellin‘ alles dabei.

Die Features: Mit dabei sind Sido, Sentino, Caddypack, Pal One, Mnemonic, BK, Mad Mic, Rhymez und Prok. Alle fügen sich gut ein und prägen zusammen das Gesamtbild der Platte.

Das Gesamtbild: Es passt, es ist gut, aber glänzend irgendwie doch nicht. Man spürt in jedem Vers das Herzblut und die Motivation von Hecklah & Coch, aber trotzdem fehlt der Scheibe einfach das gewisse Etwas. Auf jeden Fall sind Zem & Sylvestah auf dem richtigen Weg und garantiert werden sie sich noch weiter steigern. Dann kommt vielleicht auch der große Durchbruch, sodass die ganze Szene ihre gute Arbeit realisiert. In dem Sinne: „Bleib hart, bleib hart. Bleib stark, bleib stark. Halt den Blick geradeaus und du weißt, dass du es schaffst.“ Ich glaube fest daran, dass die beiden sich ihre Worte zu Herzen nehmen.

König Quasi – Der König spricht zum Pöbel

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Ursprünglich wollte König Quasi ein reguläres Album veröffentlichen, welches allerdings eingestampft wurde, da es ungeklärte Samples eines bekannten Popkünstlers enthielt und man sich nicht einig wurde. Davon lässt sich der König allerdings nicht unterkriegen und haut kurzerhand das Mixtape "Revolution" raus. Dieses wurde komplett von Serk produzierte und  kommt mit 16 Tracks inklusive Interludes daher.

"Revolution" ist ein sehr unterhaltsames und schön ironisch inszeniertes Mixtape in dem Quasi das zeigt, was ihn ausmacht: lässig vorgetragene Themen die oftmals ein wenig skurril wirken, dennoch schön und eigen interpretiert sind. Die Instrumentals sind alle durchweg gut und professionell produziert, man merkt, dass Serk sein Handwerk versteht, egal ob Synthi Plugins, Samples oder einfach Gitarrenschnipsel wie auf "Baby Bau Ein!“. Besondere Highlights sind da "Hurensohn-Liste", "Click Click Boom" und "Gold und Frauen". Gerade "Click Click Boom" überzeugt durch wunderbare Orgelflächen und Synthies in der Hook. Da passt alles zusammen und ist für mich ein wunderbares Beispiel für das, was dieses Mixtape ausmacht. Quasi, der äußerst souverän über den Beat flowt und die Instrumentals, die dies perfekt untermalen. "Hurensoh-Liste" zaubert mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen, “Sarah Connor ist ein Hurensohn, Alice Schwarzer ist ein Hurensohn“, ein Lied in dem Quasi von einem Auftragskiller träumt, der ihm seine Feinde abnimmt welche in der Liste aufgezählt werden, gehört für mich zu den Liedern, die meinen Finger immer wieder die Repeattaste meines Players drücken lassen. Auch die Featureliste ist eine feine Auslese, wobei Serk auf "Push Den König" und Phase (Edit Entertainment) auf "Kakadu" besonders hervorstechen.

Alles in allem ist "Revolution"  gut gelungen und zeigt über die ganze Spielzeit ein interessantes Bild von einem Rapper, den man durchaus auf der Berliner Karte haben sollte. Ironisch, sarkastisch, eigen und vor allen skurril. Man merkt, dass der König den Drang verspürt Neues zu schaffen und dies gelingt ihm durchaus immer wieder. Auf sein kommendes Album darf man gespannt sein, vor allem ist zu hoffen, dass es nicht mehr all zu lange dauert bis der König wieder zu seinem Volk spricht.

Call of Duty 4 – Modern Warfare – Referenz des Genres

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Call of Duty 4 Modern Warfare…

Nun muss ich gestehen, das Shooter Genre ist schon neben den Rollenspielen eines meiner Lieblinge.

War ich doch zum Teil sehr enttäuscht, was einem dort als "Nachfolger" oder sagen wir als würdigen "Nachfolger" zum Teil angeobten wurde. Brr!!! Was ist jetzt anders, fragte ich mich oft. Die bittere Erkenntnis war meist, es ist nicht viel anders, lediglich der Name und die  Aufmachung.

Bei COD4 erscheint die Einführung erstmal als Standard, so als ob es erstmal wirklich auch nichts Neues gibt. Zum Schluss des Tutorials gibt es eine Einstufung deiner Fähigkeiten seitens deines Ausbilders. Für Neulinge des Genres ganz nett, da es damit bekannt ist in welchem Schwierigkeitsgrad die Missionen gestartet werden sollten, um nicht stets abzuleben.

Mit der ersten Mission gehts auch richtig los, erst einmal auf einem Containerschiff per Helikopter mit prallem Regen und Wellengang, der an Pracht zur Zeit nicht zu überbieten ist. Auf seiner Zigarre kauend und rauchend, steht euch Captain Price gegenüber und gibt euch Anweisungen was zu tun ist. Die bösen Buben haben "atomare-Fracht" an Bord, die es zu sichern gilt. Es geht vom Deck des Schiffes über verwinkelte Gänge zum Frachtraum. Sofort ist man gepackt und im Geschehen gefangen.

Unten angelangt und während dessen alle Bösewichte ausgeschaltet, sinkt das Schiff plötzlich. Das Schiff gerät in Schieflage. Sofort müsst ihr euch an Deck begeben, um den Rettungshelikopter zu bekommen, der euch vor der stürmischen See bewahrt. Mit letzter Kraft in den Helikopter gesprungen, glaubt man es geschafft zu haben, aber weit gefehlt. Ihr rutscht ab und könnt euch rechtzeitig vor dem Absturz mit Hilfe von Captain Prince retten. Mit einem Arm hängt ihr am letzten Zipfel des Helikopters… Puh, da ist richtig was los!

Ohhoh, dachte ich mir zum Teil. Was ist da auf dem Bildschirm: Film, Kino oder was? Nein, nein, es ist immer noch COD4. Zeitweise habe ich garnicht bemerkt, dass die Missionen wieder losgingen. Next-Generation Grafik pur! Die Grafik holt einfach alles Machbare aus eurer Karte heraus und ist einfach bombastisch genial. Bei COD4 wird noch gestaunt, was die Karten heute alles bringen können, weil sie ja sonst meist nicht ausgelastet werden.

Einiges habe ich schon gesehen, aber mit einem Helikopter per Nachtsichtoptik die Stellungen deiner Gegner in Angriff zu nehmen, war schon eine bemerkenswerte Sache. Im Grunde sah es aus wie in den Nachrichten, die freigegebenen Nachtsicht-Aufnahmen des Militärs zeigen nur Schwarz-Weiss anstatt Grün. All das mit einer Grafik und einem Sound, die eher an einen Film als an ein Videospiel erinnern.

Eine Vielzahl solcher Missionen stehen vor einem, die nicht langweilig und stets mit grafischen und akustischen Schmacker aufwarten.

Die Mission des arabischer Präsidenten erscheint in einer reinen Zuschauer Firstperson-View. Ihr macht nichts und werdet durch ein Städtchen auf der Rückbank eines Wagens gefahren und habt freies Blickfeld durch alle Fenster des Fahrzeugs, was ihr dort seht, erinnert an Alpträume: Krieg, Exekution, Menschenrechtsverletzung usw. Nichts für schwache Nerven, am Ende der Fahrt werdet auch ihr kurzer Hand exekutiert. Headshot! Ähnliche Szenen kommen im Laufe des ganzen Spiels zum Vorschein. Zum Teil ist es auch einfach zu kräftig herausgestellt. Schlimm nur, sowas passiert täglich auf der Welt! Life sucks!

Um nicht alles vorwegzunehmen, COD4 ist anders, klar ist jede Mission Shooter pur, jedoch nicht frei nach dem Motto losballern und ab durch die Mitte, das klappt wahrhaftig nicht.

Dieses COD4 ist anders: Der nahe Osten, Russland, die Urkaine und Terrorismus werden durchaus kritisch als Schauplätze aufgenommen und spiegeln wieder, was in den Nachrichten zum Teil erahnt werden kann. COD4 ist ein Shooter, der nicht im alt Bekannten herumwühlt und versucht seine Vorgänger neu aufzulegen. COD4 ist für sich neu, abgesehen davon, dass es ein Shooter ist.

Die K.I. eurer Gegner ist durchaus Spielfördernd, Handgranaten werden auch mal zurück geworfen, so dass ihr diese direkt vor den Latz bekommt. Stellungen werden gewechselt und freigeschaffene Räume werden mit feindlichem "Wehrersatz" geschlossen. Kommt zum Teil doch sehr geskriptet rüber, ist aber dennoch im Spielablauf eher fördernd, als das es einen typisierenden Eindruck macht.

Neben der Einzelspieler Version steht euch auch ein Mehrspieler Modus zur Verfügung, der sich ebenfalls nicht verstecken muss. So manchem Publisher wäre das einen eigenen Titel wert gewesen. 16 Maps mit 5 Spielmodi stehen euch zur Verfügung. Ein kleines Feature: "Killer Cam" sorgt dafür, dass ihr erfahren könnt, wer für euer Ableben verantwortlich ist. So kann die Jagt nach dem Verursacher beginnen!

Was negativ auffällt sind die Teams, in der ihr die Aufträge der einzelnen Missions durchführt. Sie stehen im Weg herum, durchkreuzen die Schusslinie oder schieben einen buchstäblich ins Schussfeld eurer Gegner, sicher kann man diesem aus dem Weg gehen, indem ihr euch vom Team etwas entfernt aber Sinn der Sache ist dies nicht. Was mich sehr verwundert hat ist, dass ihr selbst keinen Schatten werft, jeder NPC wirft einen Schatten, nur der Spieler selbst nicht. Selbst wenn ihr neben einem NPC steht, der einen Schatten wirft und ihr fleissig umhergeht.

In der Schlussszene von COD4 werdet ihr angeschossen, die Darstellung ist bislang einzigartig, kein bisheriger Titel hat es so dargestellen können. Der Gesamteindruck ist stärker, als so manche Filmsezene.

Die Hardware Anforderung übersteigt wie meist die Packungsangabe! Sofern ihr die PC-Version spielen möchtet, solltet ihr 2,8 GHz und mindestens 1 GB RAM, sowie eine Grafikkarte der neuen Generation mit 256 MB haben. Ihr kommt sonst einfach nicht in den Genuss des flüssigen und reichhaltig anzusehenden Spiels. Zuckelgrafik oder Hänger sind einfach der totale Absturz für den Spielspass. Windows 2000 oder andere Vorgänger werden allesamt nicht unterstützt.

Bei Fans des Genres, sollte Call Of Duty 4 Modern Warfare nicht im Regal fehlen. Für mich ist der Titel zur Zeit die absolute Referenz des Genres und sitzt für mich zurecht auf dem Thron. Goldstatus von mir für Infinity Ward & Activision für diesen Titel.

Atari – Escape from Paradise City

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Wissen ist Macht, so sagt man. In Escape from Paradise City (EfPC) läuft das aber etwas anders. Hier könnt ihr euch von eurem Wissen nichts kaufen. Vielmehr gilt hier das Gesetz der gemeinen Hauptschule: Hat man die Kontrolle über Rutsche, Schulteich und vielleicht auch noch den Basketballplatz, ist man der König des Schulhofs. Freilich hat man sich diesen Titel nicht ehrenhaft verdient, sondern mit knallharten Worten aus Faust und Knarre. Hier ist der Vergleich etwas überspitzt, aber ebenso wie auf dem Schulhof möchte man in EfPC alleine kaum etwas reißen. Deshalb lacht man sich Handlanger an, die unterstützend den Rücken frei halten. Natürlich geht es im Spiel nicht um Rutschen oder Teiche. Nein, hier geht es darum, Distrikte zu kontrollieren. Und ein Basketballplatz macht sich für einen urbanen Gangsterboss in Spe auch ganz gut. Ob EfPC die vielen guten Ideen rund um die Story, das Gameplay und das Prinzip des Gangsterclans zu einem schicken Spiel gebastelt hat, erfahrt ihr, wenn ihr den folgenden Artikel sorgfältig lest.

Gleich zu Beginn werdet ihr mitten in das Spiel hineingeworfen. Omnipräsente und teilweise nervige Tipps poppen beizeiten auf und erklären euch die grundlegenden Bedienelemente des Spiels. Dabei ist die Bedienung intuitiv und verlangt nicht unbedingt nach langer Einarbeitungszeit. Ihr habt außerdem die Wahl, ob ihr lieber in der klassischen Strategiespielperspektive oder ähnlich bzw. genau wie in GTA3 in der Third-Person-Perspektive spielt. Für Unentschlossene mein Rat: Finger weg von der Third-Person-Sicht. Auch wenn ihr in der Draufsicht nicht sonderlich nah heranzoomen könnt, ist die Bedienbarkeit in dieser wesentlich besser. Wo ihr nicht ganz die Wahl bekommt, ist die Auswahl der Charaktere. Obwohl es immerhin drei verschiedene mit unterschiedlichen Fähigkeiten gibt, liefert das Spiel nur eine Kampagne, in der ihr mehr oder weniger zwischen den einzelnen Personen hin- und herwechselt. Nichts ist mit Autonomie.

Das Grundprinzip des Spiels zieht sich wie blutroter Faden durch das gesamte Spiel: Erobere Distrikte und entledige Paradise City so vieler feindlicher Gangs wie möglich. Im Gegenzug erhaltet ihr dafür Skill- und Erfahrungspunkte und ein kleines bisschen Genugtuung. Das Ganze könnt ihr dann entweder für verschiedene Fähigkeiten wie Konzentration, Schnelligkeit oder Körper investieren – eben so, wie es in 90% der anderen Spiele dieser Welt ist – oder ihr holt euch neue Fähigkeiten wie Spezialangriffe. Oftmals wird der Weg, den ihr geht, nachdem ihr ihn gegangen seid, mit den erbärmlichen Leichen eurer Gegner gepflastert sein. Geld, das ihr für den Erwerb allerlei nützlicher Dinge wie z.B. Waffen benötigt, sammelt ihr von den Toten. Handlanger bezahlt ihr ebenfalls damit.

Wirklich benötigt werden die Handlanger nicht. Während ihr mit einem speziellen Messerangriff 70 Schaden macht, nehmt ihr selbst nur marginalen Schaden, selbst wenn euch einige Gegner auf einmal mit Maschinenpistolen attackieren. Ihr tötet einfach einen nach dem anderen. Ein Handlanger beschleunigt das Ganze ein wenig, jedoch sterben sie auch sehr gerne. Spätestens dann, wenn ihr euch einige Fähigkeiten gekauft habt, sollte der Übernahme ganz allein nichts im Wege stehen.

Die Übernahme eines Distrikts stellt sich wie folgt dar: Ihr kämpft euch durch die Handlanger des gegnerischen Bosses, um ihn dann persönlich bis auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Lebensenergie zu vermöbeln. Dann rennt er in Panik durch seinen Distrikt und erzählt allen und jedem davon, dass ihr der neue Boss seid. Hat er die wichtigsten Bars und Läden abgeklappert, habt ihr das Viertel übernommen. Gratulation. Dass zwischen den Verschiedenen Bossen kaum Unterschiede bestehen, ist etwas schade. So wirkt das ganze etwas monoton und das tut der Motivation nicht gut.

Grafik und Sound sind genremäßig gelungen. Es sind zwar keine Überraschungen zu erwarten, aber gerade die englische Sprachausgabe (deutsche Untertitel) überzeugt doch sehr. Und sieht man von den matschigen Zwischensequenzen ab, ist auch die Grafik stimmig, aber leider streng monoton und sehr grau. Wer darüber nicht hinwegsehen mag, wird vielleicht vom Tag-Nachtwechsel oder den Wettererscheinungen angezogen. Insgesamt bewegt sich Escape von Paradise City hier im guten Mittelfeld.

Das Spiel eignet sich hervorragend für zwischendurch. Längere Spielzeiten werden oft langweilig, weil das Spielprinzip eben doch ständig das gleiche ist. Bedienung und Erscheinungsbild sind absolut in Ordnung. Leider hinkt die Story an einigen Stellen. Es hat seinen Grund, warum die Geschichte rund um einen mysteriösen Virus in meinem Text nie zur Sprache kam. Sie fällt einfach nicht besonders auf. Aber auch, wenn das Spiel nicht viel Tiefe bietet, macht es einen Heidenspaß, komplette Gangs aufzumöbeln und den Boss jämmerlich durch seinen Distrikt rennen zu sehen. Wem das ebenfalls gefällt, der kann bedenkenlos zuschlagen, selbst wenn ein älterer Rechenknecht zu Hause steht. Wem das nicht gefällt, der schnappt sich ein Snickers und wartet auf eine etwaige Fortsetzung und hofft, dass die Entwickler alle Kritikpunkte berücksichtigen. Ich hingegen sehe mich schon als kleinen Mafiosi.  

Dogg Pound verlassen Cash Money

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Das West Coast Rapduo Tha Dogg Pound hat seinen Vertrag mit Cash Money Records aufgekündigt – angeblich aus finanziellen Gründen. Das hatten die Mitglieder Kurupt und Daz gestern erklärt. Erst im August ist der Deal abgschlossen worden, hat aber noch keine hörbaren Ergebnisse nach sich gezogen. "Cash Money just couldn’t come up with the cash,“ sagte die Band. „Obwohl wir uns zum Beispiel auf die Zusammenarbeit mit Slim oder Baby gefreut haben, werden wir wohl einen anderen Weg einschlagen müssen.“

Nach nur drei Monaten suchen Tha Dogg Pound nun also einen Distributor für ihr neues, fast fertiges Album und die Soloscheibe, die Daz in der Pipeline hat.

9th Wonder – The Wonder Years

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Der Produzent 9th  Wonder arbeitet gerade sein neues Album The Wonder Years aus, um es pünktlich am 29. Januar 2008 zu veröffentlichen. Gästelistenplätze auf dem Asylum Records Release haben Künstler wie Tyler Woods, Talib Kweli, Q-Tip, Teedra Moses, Mos Def, Little Brother und Erykah Badu. Was die Fans erwarten können sind: “Bigger sounding beats, more expansion of my sound," laut 9th Wonder unter Einbezug des abwechslungsreichen Aufgebots von Musikern.

"There will be an element of classic, throwback R&B, but with a current twist," erklärte 9th Wonder. „Mit diesem Album definiere ich nicht unbedingt nur mich selbst, aber ich definiere Menschen in meiner Altergruppe. Es ist kein zwangsläufiges Underground oder Overground Ding, du möchtest einfach deine Musik finden genau da wo du bist in deinem Leben. Das ist The Wonder Years für mich."

Fans, die ein Hardcore Hip-Hop Album erwarten werden einen anderen Vibe erfahren, einen Produzenten, der zugegebenermaßen eine neue Richtung einschlägt. „Es ist ein Lifestyle Album", gab 9th bekannt, der gerade Erykah Badu‘s neueste Single "Honey" produzierte. Die erste The Wonder Years Single wird in Kürze bekannt gegeben.

Von Rawkus zu Duck Down

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„School Was My Hustle“, das erste Album von Kidz In The Hall erschien noch bei Rawkus Records, nun haben MC Naledge und DJ Double-O offiziell bei Duck Down Records unterschrieben und dies, um laut eigener Aussagen professionellere und erfolgreichere Promo- und Marketingarbeit zu ergattern.
“Duck Down Records has proven that they can successfully promote independent acts on a major scale and their enthusiasm in our music lets us know that they are 100% behind making the Kidz In The Hall movement successful”, so Double-O in einem Interview. Derzeit arbeiten die beiden an ihrem nächsten Album „The In Crowd“, welches 2008 erscheinen soll. Mal sehen was die beiden Early 90s-Liebhaber wieder aus ihrem Hut zaubern, man darf gespannt sein!

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