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Majan x Oscar Anton & Clémentine – nuits d’été (prod. Oscar Anton, Kilian & Jo)

Der neue Track „nuits d’été” von Majan, dem französischen Künstler Oscar Anton und seiner Schwester Clémentine ist geladen mit Emotionen. Majan rappt und singt auf einem melancholischen Beat über eine tiefgründige Beziehung und sich verändernde Gefühle. Der Refrain wird von Clémentin auf Französisch gesungen und verleiht dem Track eine unglaubliche Leichtigkeit. Bereits in der ersten Version des Songs, die letztes Jahr erschien, war sie als Interpretin zu hören.

„Ich bin hier und ich singe: „Ah, fuck”
Denn ich singe nicht, ich schreie raus
Ich will leben, wie ich bin, mit dir nie mehr Scheiße bau’n
Irgendwann, da kam der Punkt, an dem wurde aus leise laut
Und jedes meiner Worte war verdammt dazu ein Keil zu bau’n”

Vor Kurzem arbeitete Majan mit dem Life-Is-Pain-Künstler Fourty zusammen und veröffentlichte den Track „Get Me Out”. Davor erschien „No Friend” zusammen mit BLVTH. Majan interpretiert Songs generell gerne auf eigene Art, denn Anfang letzten Jahres veröffentlichte er auch ein Kendrick-Lamar-Cover von „Bitch Don’t Kill My Vibe”.

Ansu – Hör Zu (prod. Cato)

Ansu veröffentlich mit der neuen Single „Hör Zu” den ersten Track in diesem Jahr. Direkt im Titel wird seine Massage klar – er hat ab jetzt das Wort. Wer bereit ist, was zu erleben, soll ihn anrufen, dabei gelten allerdings seine Gesetze. Der erstklassige Beat von Cato wirkt fast bedrohlich, aber lässt einen ab der ersten Sekunde in die richtige Stimmung abtauchen, bevor Ansu mit unverkennbarem Stil anfängt zu rappen.

„Gut und Schlecht liegt so nah beieinander, dass man die verwechselt
Bei mir kriegst du beides
Also holla at me, wenn du Bock hast auf Action
Huh, holla at me, wenn du Bock hast auf Action
Holla at me, wenn du Bock hast auf Fetzen”

Nach der Veröffentlichung seines Mixtapes „Assoziativ”, aus dem er unter anderem die  Songs „Jumbo”„Organisch” und „Assoziativ” auskoppelte, bleibt der Hamburger produktiv. Denn neben dem neuen Track veröffentlichte er seit dem Tape-Release schon vier weitere Videosingles – „Geisterzeit”, „Honda”„Wert” und „9 to 5”.

Ostberlin Androgyn verlosen zwei signierte Exemplare von „Im Osten nichts Neues”

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Credit: Bastian Bochinski

Für den Mainstream und so manchen Feuilleton-Schreiber steht Deutschrap vor allem für harte Kerle, die Geschichten über Drogendealer, schnelle Autos und das Leben auf der Straße erzählen. Was in dieser engstirnigen Definition häufig auf der Strecke bleibt, sind die unzähligen Gegenentwürfe, die das Genre zu bieten hat. Ostberlin Androgyn beweisen, dass Deutschrap eben auch anders geht. Gregor Easy, Kanye Ost und Spoke stehen für Softie-Image und wavy-Trapsound, fernab von irgendwelchen Mackerkonventionen.

„Wir haben kaum klassische Härte-Faktoren, wie sie im Rap üblich sind: Sexistische Beleidigungen und Homophobie gibt es bei uns nicht. Wir provozieren lieber auf anderen Ebenen”, erklärt Kanye Ost. „Endlich wieder Ostberlin, endlich wieder androgyn”, lautet ein anderes Motto der Gruppe. Die Konflikte zwischen postsozialistischen und kapitalistischen Wertevorstellungen oder die mangelnde Wahrnehmung ostdeutscher Stimmen sind bei ihnen genauso Thema wie die Legalisierung von Gras und das Bedürfnis nach Rausch und Bespaßung aus nichtigen Gründen.

Nach dem „Mixtape #1”, das sie 2018 veröffentlichten, kommt jetzt ihre neue EP „Im Osten nichts Neues” über Audiolith raus. Bevor am Freitag, den 16. April der Release-Tag der Platte ansteht, veröffentlichen Ostberlin Androgyn das Video zur Single „Wir sind back”. Der Track wirkt wie ein Bekennerschreiben – hier sind wir wieder und wir haben Bock, anzuecken.

Zum Release-Tag veranstaltet das Trio außerdem ein kleines Konzert, das über Twitch streambar ist. Die Feierei beginnt um 21 Uhr.

Anlässlich des Release der EP verlosen Ostberlin Androgyn zusammen mit rap.de zwei signierte Vinyl-Exemplare von „Im Osten nichts Neues”. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, schickt ihr uns einfach eine Mail mit dem Betreff Ostberlin Androgyn, eurem vollständigen Namen und eurer Adresse an win@rap.de. Teilnahmeschluss ist der 21. April.

Fard x Ina – Nie mehr (prod. Dawqs)

Im neuen Song „Nie Mehr” von Fard gibt es nicht die üblichen Punchlines. Denn der Song ist ein ehrliches Trennungslied, der neben viel Schmerz auch die verlorene Hoffnung transportiert. Auf einem melodischen Beat von Dawqs wechseln sich Fard und Ina ab und beschreiben dabei, wie sich das Ende der Beziehung schon lange angebahnt hat. Auch hier zeigt sich wieder einmal, wie gut klassischer Gesang und Deutschrap miteinander harmonieren.

„Ich schau mich im Spiegel an
Was hast du aus mir gemacht?
Jetzt tut’s dir so leid
Doch ich geh mein Weg allein”

Seitdem Fard sein letztes Album „Nazizi” releaset hat, veröffentlichte er neben „Nie Mehr” außerdem die Singles „Villa” und „Sis Kebap”.

Dú Maroc – Goodfellas (prod. Chryziz & Hndrx)

Dú Maroc veröffentlicht mit „Goodfellas” eine neue Videosingle, die alles hat, was ein echter Flextrack braucht. Zusammen mit Haftbefehl zeigt er sich umgeben von ziemlich teuren Getränken und scharfen Geschützen. Auf den treibenden Beat, produziert von Chryziz und Hndrx, beweist der Azzlackz-Rapper, dass er jederzeit kampfbereit ist.
Die Devise „aggressiv und kriminal” gilt also auch in diesem Jahr.

„Ihr hampelt rum wie Poledancer
Ich hab deutsche Rapper easy auf meinem Stoßdämpfer
M-O, easy, der Präsi
Cruise in ’nem black Lamborghini durch deine City
Ihr spielt euch auf, doch verhaltet euch wie Kinder
Bring mir nicht dein Hintermann, Che, bring mir den dahinter”

Im letzten Jahr veröffentlichte Dú Maroc einige Songs seines Albums Cortadowie Antonio Banderas, Druckund „Callezusammen mit Samra.

Enemy – Legende (prod. ProDK & Emiray)

Enemy veröffentlicht mit der Single „Legenden” einen weiteren Track seines neuen Albums. Im Video ist er als Ritter zu sehen, der eine erbitterte Schlacht gegen seine Feinde führt. Musikalisch passt die Stimmung zu dem bedrohlichen Beat von ProDK und Emiray. Dennoch stellt die mittelalterliche Aufmachung durchaus einen großen Kontrast zu den gerappten Punchlines dar. Inhaltlich spielt der Song jedoch auf aktuelle Phänomene an.

„Alle werden Rapper oder Bloggerin
Je hässlicher und dümmer, desto mehr wirst du berühmt
Aber Klasse und Niveau in voller Perfektion
In jedem kleinem Ton, wo jede Line allein gewaltig ist
Wie eine Religion, könn nur die wenigsten verstehen und auch fühlen” 

Der neue Track ist eine weitere Singleauskopplung des kürzlich erscheinen Albums „Stunde Null”. Bereits vor Release sind die drei Videosingles „Aye”, „Bipolar” und „DIO” erschienen.

Rokko Weissensee – Tokamak (prod. MecsTreem)

Rokko Weissensee hat sein neues Album „Einsam sterben die Tapferen” veröffentlicht. Zum Release-Tag droppt er außerdem ein Video zum Track „Tokamak”. Der Titel der Single ist der Name eines sowjetischen Fusionsreaktors. Rokko gönnt seinen Hörern auf dem ohnehin nur zwei Minuten langen Song nur eine Strophe.

„Rokko Weissensee, ich war das erste Straßenkind
Früher war ich fröhlich, heute spritz ich Sputnik V
Du musst deine Feinde treffen, so dass sie das Sterben fühlen
Erst wenn ich die Welt verlasse, werden Bäume wieder grün”

Erst vor zwei Wochen kündigte Rokko Weissensee sein Album „Einsam sterben die Tapferen” mit einem Snippetvideo an, wobei er viele Details offen ließ. Heute erscheint der zehn Track starke Longplayer. Zusammen mit Blend veröffentlichte er Ende letzten Jahres das Album „Stoff und Spiele”, auf dem die Singles  „Schablone”, „Kapsel” und „Pastis Duval” zu finden sind.

Snippet: Silla – Unsterblich

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Nachdem Silla 2019 neben dem Album „Silla Instinkt 2” auch eine Autobiografie veröffentlichte, war es im letzten Jahr musikalisch ruhiger um ihn geworden. Mittlerweile ist aber klar, warum – er arbeitete an der 32 Track starken Doppel-LP „Unsterblich”.

Mit einem Snippetvideo, abgemischt von DJ Reaf, präsentiert er bewusst andere Songs neben den bereits veröffentlichten Videosingles wie „Zu Spät”, „Godzilla” und „Indianer”. Zudem kommentiert er zu Beginn die jeweils angespielten Ausschnitte.

Das Album wird am 23. April auf dem Markt erscheinen. Im letzten Herbst kündigte Silla den Longplayer ursprünglich für Anfang des Jahres mit dem gleichnamigen Song „Unsterblich” zusammen mit Eko Fresh an. Aufgrund diverser Umstände musste das Release jedoch immer weiter nach hinten verschoben werden.

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