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Toni der Assi – Get Rich or Make Cevapcici (Video)

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Toni der Assi zeigt dem Hörer auf seinem neuen Video, wie er zum „Balkanmillionär“ geworden ist: Sein Devise auf dem Weg zum Erfolg lautete „Get Rich or Make Cevapcici„. Auf dem Trap-Beat  bereichert er seinen Flow mit der französischen Beleidigung „Nique ta mère„, was bekanntlich „Fick deine Mutter“ heißt. Die Anspielung auf 50 Cents Album „Get Rich or Die Trying“ ist offensichtlich. Cevapcici sind im Übrigen die balkantypisch gegrillten Hackfleischröllchen. Das neue Album „Alles Bombe“ soll am 5. Juni erscheinen.

Xatar – Original (Video)

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Nach fast sechs Jahren veröffentlicht Xatar das erste Video von „Baba aller Babas„, das den Titel “Original” trägt. Es ist seine erste Veröffentlichung als “freier Mann”, wie der Alles-oder-Nix-Chef seine Fans via Facebook wissen ließ. Natürlich demonstriert der Bira hier ein Paradebeispiel für gelungene Selbstinszenierung. Die Produktion des Songs übernahmen neben Xatar selbst auch AON-Hausproduzent Reaf und The BREED.

Der Rapper ist seit Dezember 2014 wieder auf freiem Fuß. Im Jahr 2010 wurde Xatar vom Landgericht Stuttgart wegen schweren Raubs, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Amtsanmaßung verurteilt. Im Jahre 2009 hatte er mit drei Komplizen gemeinsam einen Goldtransport ausgeraubt. Nach der Tat tauchte Xatar im Irak unter, wo er gefasst wurde. Bis heute fehlt von der Beute jede Spur.

Sein neues Album “Baba aller Babas” wird am 1. Mai in den Läden stehen. Sein letztes Album “Nr. 415”, das 2012 erschien, hatte er im Knast aufgenommen. 2008 veröffentlichte er sein mittlerweile indiziertes Debütalbum “Alles oder nix”.


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Mosh36 – Unikat (Review)

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Unikat“ – ein Titel der Bände spricht- und verspricht. Mosh36 gab im Vorfeld keine Interviews, laut eigener Aussage, um das Album für sich sprechen zu lassen. Sein letztes Album Mixtape erschien 2013 und trug den Namen „BZ„, was für „Berlins Zukunft“ steht – wir haben 2015 und die Zukunft ist jetzt. Höchste Zeit, den Versprechen des Berliners auf den Zahn zu fühlen – wobei es mit „Unikat“ ja ein bisschen länger gedauert hat als ursprünglich geplant.

Vorneweg: Mosh36 ist nach wie vor ein hervorragender Rapper. Der treibende, energiegeladene Flow, die angenehme, glaubwürdige Delivery und der meist gelungene Balanceakt aus technisch anspruchsvollen Reimstrukturen und authentischen, nicht konstruiert wirkenden Formulierungen macht aus Mosh36 einen MC, an dessen Skills man kein schlechtes Haar finden kann. Als Mosh 2012 mit dem Video „Moshpit“ das erste mal größere Aufmerksamkeit zuteil wurde, lag das an den präzisen Flowpassagen gepaart mit interessanten Reimstrukturen und einer glaubhaften Stresserblick-Attitüde.

Auf all das ist „Unikat“ aber kein bisschen ausgelegt. Die Skills sind natürlich noch immer vorhanden – es wird zu keinem Zeitpunkt schlecht gerappt. Das erwartete Feuerwerk – schließlich läuft das hier unter „erstes richtiges Album“ – bleibt aber leider aus. Stattdessen werden mal mehr mal, weniger leicht verdauliche Aufhänger genutzt, um Plattitüden der Marke „Ohne Moos nichts los“ von der Leine zu lassen. Oder auf „Marty McFly“ eine nostalgische Zeitreise in Moshs die Kindheit vorgenommen – die es aber weitgehend vermeidet, zu persönlich zu werden. Stattdessen werden typische 80er und 90er Items aufgelistet.

Es lief Scarface im Kino
auf einmal waren alle Al Pacino
Calippo-Eis, Münztelefone, Beeper, Motorola Telmi
Münztelefon, es gab noch kein Handy

Inhaltlich wandelt Mosh zudem, gerade auf den ersten Anspielstationen, auf bestens bekannten Pfaden: Man muss sich irgendwie sein Para zusammen hustlen und das geht am besten durch den Absatz von nicht im freien Handel erhältlichen Genussmitteln. „Entweder Arschloch sein oder hard knock Life“ – geh deinen Weg, Bruder. Soweit, so bekannt. Immerhin legt er beim Schildern der Straßenrealität eine gewisse Kreativität an den Tag: Auf „Weißer Hai“ versetzt Mosh sich in die Rolle des Meeresräubers. Ob „Schutzmechanismus“ oder „Dillinger Gang„: Mosh und seine Jungs sind die besten, alle andern werden erschossen. Mit „Aphrodite“ gibt es die Laudatio an die schönste Frau im Club, mit der der Berliner sich einen Abend voller Annehmlichkeiten gönnt. Und so weiter. Fast jeder Song auf „Unikat“ lässt sich problemlos mit einem Satz zusammenfassen.

Und leider bewegt sich „Unikat“ nicht nur inhaltlich weitestgehend auf unspektakulärem Niveau, auch die Instrumentalisierung hält sich vornehm zurück. Außer dem atmosphärischen „Zirkel“ und dem „Ulf Koffer Song“ mit stilsicher gepicktem Saxophon-Sample in der Hook sticht kein Beat heraus oder bleibt hängen. Nicht, weil die Beats handwerklich schlecht produziert wären. Es fehlt einfach an Salz in der Suppe. Jeweils für sich betrachtet sind die Instrumentale nicht schlecht, auf Albumlänge klingt aber jedes einzelne austauschbar.

Mosh36 traut sich mit „Unikat“ zu wenig. Viel zu wenig, wenn man seine Fähigkeiten, die immer wieder durchblitzen, bedenkt. Das Album plätschert so vor sich hin – Mosh ist nicht gewillt, die Thematiken persönlicher zu gestalten. Mit all dem verschenkten Potential nicht viel mehr als ein gut gerapptes Album für nebenbei. Ein „Unikat“ jedenfalls nicht.

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Fler: Neues Album „Realtalk“ im September

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Fler hat gerade erst sein Frank White-Album „Keiner kommt klar mit mir“ veröffentlicht, da kündigt er schon das nächste an. Das gute Stück hat nicht nur einen Titel, sondern auch schon ein Releasedate.

Kool Savas – Rap Genius (Review)

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Mit seinem letzten Album „Märtyrer“ legte Kool Savas eines der Alben 2014 vor. Wie in der zugehörigen Review bereits ausgeführt, halte ich es sogar für sein bislang bestes Soloalbum. Der Grund, kurz umrissen: Die konsequente Fokussierung auf die hervorstechendste Stärke. Battle-Rap in seiner reinen Form. Mit dem Mixtape „Rap Genius“ legt Savas nun pünktlich zu seiner Tour neues Material vor, das auch exklusiv bei ebendieser zu kaufen ist. Das Mixtape zur Tour also.

Es gibt ja inzwischen viele Definitionen von Mixtape, die von Remix-Sammlungen bis hin zu Quasi-Alben reichen. „Rap Genius“ ist vor allem ein Ansammlung bereits veröffentlichter Savas-Parts, die aber zu einem großen Teil höchstwahrscheinlich nicht jeder mitbekommen hat. So finden sich etwa Savas‚ Strophen von „Solche Rapper“ (vom Mädness-Album „Zuckerbrot & Peitsche„), „Bergkrone“ (vom Liquit Walker-Album „Unter Wölfen„), „Kings of Rap“ (vom Azad-Album „Azphalt Inferno„) oder „Goliath“ (vom Amar-Album „Amargeddon„).

Dazu kommen Parts von Songs aus dem Back-Katalog des Berliners, etwa eine Strophe von „Exedrin„, das auf der „Haus & Boot„-EP zu hören war oder „Du siehst es doch selbst“ vom Optik Schweiz-Mixtape „Wer hatz erfunden?„. Schließlich gibt es diverse Remixe und ein paar Juice– sowie andere schon veröffentlichte Exclusives. Cool zudem, dass er dem Frankfurter Credibil, den er einst als „Deutschraps Zukunft“ bezeichnete, einen ganzen Track performen lässt: Dessen Neuinterpretation von „Der Beweis“ im Megamix.

Größtenteils ist „Rap Genius“ also eine Sammlung rarer Savas-Parts, und wer sich mal kurz daran erinnern möchte, wieviele Features der gute Mann in seiner Karriere bereits rausgelassen hat, der kommt auf einiges an Material – wenn SAV will, kann er damit locker noch drei bis vier Mixtapes füllen.

Neues und exklusives Material findet sich auf dem Mixtape indes kaum. Nach dem Intro gibt es den Titeltrack, der mit 1:12 nicht unbedingt lange ausfällt. Das war’s dann aber auch schon. Klingt jetzt vielleicht ’n bisschen wenig, aber andererseits bietet „Rap Genius“ mit 57 Anspielpunkten (einer davon das Intro, ein weiterer ein Skit) jede Menge Kurzweil und Abwechslung und vor allem jede Menge rare Verses von Savas. Ein bisschen schade ist es dennoch, dass auf Exclusives so gut wie ganz verzichtet wurde. Wird vielen Hörern allerdings eh kaum auffallen, da man schon ein absoluter Die-Hard-Fan sein muss, um tatsächlich alle der teilweise obskuren Parts zu kennen. Kurzum: Nix neues, aber viel kaum bekanntes.

Rap im TV: Haftbefehl bei arte (Video)

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Nach der Sendung Durch die Nacht mit … widmet der deutsch-französische Fernsehsender arte nun Haftbefehl eine zwei-minütige Kurzbiographie. Die Damen und Herren vom Kulturfernsehen finden sehr freundliche Worte für den Offenbacher. Er sei „ein neuer Stern am deutschen Raphimmel„. Sehr nett – auch wenn er tatsächlich gar nicht mal so neu ist, der Stern.

Haftbefehl, der Aykut Anhan heißt, hat mit seinem im November erschienen Album „Russisch Roulette“ für Furore gesorgt: große Medienaufmerksamkeit und Anerkennung seitens der Fachpresse. Außerdem errang er einen respektablen vierten Platz in den Charts. Auch in den Feuilletons der seriösen deutschen Zeitung war in den letzten Monaten regelmäßig über Herrn Anhan zu lesen. Für Die Zeit war er sogar „der deutsche Dichter der Stunde„.

Elias Sweez – Freshness (Video)

Elias Sweez aus NRW ist von seiner „Freshness“ überzeugt. Tatsächlich ist der junge Kerl nicht nur mit Skills, sondern auch mit einem stilsicheren Auftreten gesegnet. Seinem neuen Song samt dazugehörigem Video muss man allerdings einen gewissen Einfluss seitens eines gewissen pretty muthafuckas aus Harlem attestieren. Das ist nicht weiter schlimm, weil nicht plump abgekupftert, sondern originell umgesetzt. Lustig ist aber, dass der gute Elias im Rahmen der Biting-Vorwürfe gegen Shindy sich mit seinem Privatprofil bei Facebook unter unserem Kommentar zu den (unserer Ansicht völlig überzogenen) Anwürfen in der Hinsicht ziemlich weit aus dem Fenster lehnte… Wie man sieht, sind wir weder nachtragend noch interessiert uns an einem Künstler mehr als seine Musik. Und seine Freshness, natürlich. Und die ist in diesem Falle klar erkennbar.

Kitty Kat – Ghetto Shit (Video)

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Kitty Kat schickt iht neues Video „Ghetto Shit“ ins Rennen. Produziert wurde der Song von Chris Kleiner. Nachdem die jüngeren Sachen der Katze reichlich poppig verspielt klangen, wird nun wieder amtlich gerappt.

Zuletzt berichteten wir über Kitty Kats Hochhaus„-Song, den sie beim Bundesvision Song Contest spielte und auch ein Video dazu drehte. Über ihr Album „Kattitude“ kannst du hier etwas lesen.

Ihre Karriere begann sie damals bei Aggro Berlin. Nach der Auflösung von Aggro kam die Mieze zunächst bei Universal unter, musste sich aber nach dem Album “Pink Mafia“ erneut von dem Label trennen. Der Grund: Eine Verlängerung ihres Vertrags blieb aus. Darauf gründete Kitty Kat kurzer Hand selbst das Label Deine Mama Records.

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