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Blokkmonsta kündigt „Hinter der Maske“ an

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Blokkmonsta arbeitet an seinem neuen Soloalbum „Hinter der Maske„. Das erklärt er exklusiv gegenüber rap.de. Es soll noch in diesem Jahr erscheinen, so der Hirntot-Boss. Wann genau, lässt er allerdings noch offen: „Ich weiß selbst nicht, wann ich fertig werde.

Ein paar Songs seien aber schon fertig, verrät der Berliner. Auch das erste Video sei bereits im Kasten. Bilder vom Dreh (s.o.) geben einen ersten Eindruck: Girls & Guns lautet offensichtlich die Formel. „Nutten, die mit dem Arsch wackeln, passen nicht zu mir„, erklärt Blokk. „Masken, Waffen und sexy Girls kommen eh besser.“  Außerdem mit dabei: Ex-DSDS-Kandidatin Larissa Joyce Melody Haase, die nicht nur die Hook singt, sondern auch einen Rap-Part hat.

Auf die Frage, ob der Titel „Hinter der Maske“ auf ein persönlicheres Album hindeute, antwortet Blokkmonsta vielsagend „Könnte man so reininterpretieren„.  Sein letztes Album Blokkhaus“ wartete mit zahlreichen hochkarätigen Featuregästen auf und brachte ihm die erste Top-10-Platzierung seiner Karriere.

Bobby Prime – Gegenpol (Newcomer)

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So viele Newcomer – wer postet nur all die ganzen Videos, Streams, Free-Downloads? Wir! Unter einer extra eingerichteten Mail kannst du uns dein Video, deinen Stream oder deinen Free Download schicken. Wir posten sie dann unter unserer neuen Kategorie Newcomer – inklusive eines kurzen, von dir ausgefüllten Fragebogens, um dich unseren Usern kurz vorzustellen.

Du willst auch dabei sein? Sehr gut! Wir nehmen unter der Adresse newcomer[a]rap.de weiterhin deine Vorschläge an. Videos, Audios, Streams, Downloads, Soundcloud, YouTube, Bandcamp – alles geht. Voraussetzung ist nur, dass du ein Newcomer bist.

1. Stell dich kurz in drei Sätzen vor. Wer bist du und woher kommst du?
Mein Künstlername ist Bobby Prime und ich bin Rapper aus Leidenschaft was man wie ich hoffe aus meiner Musik auch heraushören kann. Ich finde es sollte egal sein wo man herkommt. Aber fürs Protokoll: Nürnberg
2. Wann bist du geboren?
Ich bin ein 1990 Baujahr.
3. Wenn du nicht gerade rappst, bist du tätig als… ?
Ghostwriter für mich selbst!
4. Beschreibe deinen Stil in fünf Sätzen!
Ich mache sehr gerne Deepe Tracks aber hab auch oft Bock einfach „auf-die-Fresse“-Battlerap zu machen.
Das wird glaube ich auch sehr gut an meinem Mixtape „Gegenpol“ deutlich. Ich versuche mich wenn ich Mukke mache nicht auf irgendeinen Stil festzulegen sondern mach einfach das was ich in dem Moment fühle und für richtig halte. Desshalb würde ich Zusammenfassend sagen, Ich mach einfach RAAAAAAP!
5. Seit wann rappst du?
Das erste mal Hab ich wenn ich mich recht erinnere mit 14 aber das was man wirklich Rap nennen kann war dann schon ein paar Jährchen später.
6. Warum rappst du?
In erster Linie macht es mir Spaß, aber gleichzeitig ist es für mich ein Ventil und auch Sprachrohr um meine Gedanken Gefühle und meine Einstellung zu verarbeiten und mit anderen zu teilen
7. Dein bester Track?
Das ist als ob man einen Vater fragt welches deiner Kinder liebst du mehr. Schwierige Frage aber ich würde sagen „Ein Schritt“.
8. Spielst du selbst Instrumente und/oder produzierst du?
Ich hatte irgendwann mal Klavierstunden aber da ist nicht viel von hängen geblieben. Produzieren würde ich Gerne aber bin im Moment noch zu Ungeduldig um mich da von Null einzufinden. Irgendwann vielleicht.
9. Wer sind deine Vorbilder?
Ich würde es nicht als Vorbilder bezeichnen aber als Personen bzw. Künstler die mich Inspiriert haben.
Top 3:
-Eminem
-Azad
-Savas
-Prinz Porno
10. Ein Rapper, der gar nicht klargeht?
Jedem das seine, Musik ist Geschmackssache und Ich bin Niemand der dinge schlecht redet nur weil Sie mir selbst nicht gefallen.
11. Welches ist für dich das beste Rapalbum aller Zeiten?
Schon wieder so eine Absolute Frage.
Kurz und Schmerzlos „Marshall Matters LP“ hab ich bis jetzt nicht geschafft tot zu hören

Das hat nichts mit Rap zu tun!

12. Ich würde sterben für…
Frieden
13. Dein Alltag sieht so aus:…
Aufstehn, Rausgehn, sich jedes Recht rausnehm…
14. Ein Funfact über dich ist:…
Ich hab ne Links-Rechts-Schwäche
15. Male deinen Rap!

Money Boy – Trap Baby (Audio)

Money Boy a.k.a. Pineapple the Fruit Dude droppt einen neuen Song namens „Trap Baby„. Der Boy zeigt auf dem „Trap Queen„-Beat von Fetty Wap seine mit Autotune hochgetuneten Skills.

Außerdem kündigt MBeezy ein neues Gratis-Release an, das „Ich kann mein Gesicht nicht fühlen„-Mixtape, welches bald erscheinen soll. Ein Schelm, wer beim Titel an Juelz Santana und Lil Wayne denkt. Um das Video in vollen Zügen zu genießen, gönn dir eine 3D-Brille. Burr!

Charts: Hanybal mit „Weg von der Fahrbahn“ in den Top 20

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Hanybal erreicht mit seinem Debütalbum „Weg von der Fahrbahn“ Platz 13 der deutschen Albumcharts und darf sich nun offiziell Top 20 Rapper nennen. Glückwunsch & „Jaaaa Maaaan“!

Unsere Review zu „Weg von der Fahrbahn“ kannst du hier lesen. Im Zuge der Veröffentlichung des Albums drehte der Frankfurter insgesamt fünf Videos ab: “Aufgeben“, “Was los” mit Haftbefehl, “Frankfurt Brudi” , “Endstufe” mit Olexesh und „Is‘ mir egal“ . Letzteres wurde auch von Saïd Taghmaoui, einem der Hauptdarsteller des Kultfilms La Haine, wegen der Hommage im Clip gefeiert. Näheres dazu könnt ihr in unserem Interview mit Hanybal nachlesen.

Weg von der Fahrbahn – HNY Block LTD Box
VÖ Datum: 2015-02-27
Verkaufsrang: 560
Jetzt bestellen ab EUR 36,97

Veedel Kaztro, Johnny Rakete & Gold Roger – Niemand hat die Absicht (Video)

Veedel Kaztro, Johnny Rakete & Gold Roger haben keinerlei Absicht irgendetwas zu tun. Dennoch haben sie einen gemeinsamen Song in alter Walter Ulbricht – Manier aufgenommen, visualisiert und veröffentlicht.

Im Video zu „Niemand hat die Absicht“ klettern die drei auf Dächern herum, fahren mit der U-Bahn und, stöbern im Plattenladen umher und dinieren die ein oder andere Köstlichkeit. Möglicherweise unabsichtlich?

 

Massiv ohne Schimpfwörter – so neu ist das gar nicht (Kommentar)

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Mitte Februar gab Massiv bekannt, dass er auf seinem neuen Album „Ein Mann ein Wort 2“ auf Schimpfwörter verzichten werde. Es sei ein beispielloses Projekt: „das erste deutsche HipHop-Album“ dieser Art.

Sicher? Massiv ohne Beleidigungen gab es doch schon, vor allem als er bei Sony Music unter Vertrag stand. Damals erschienen die Alben „Ein Mann ein Wort“ (2008) und „Meine Zeit“ (2009). Auf diesen CDs versuchte es der gebürtige Pirmasenser mit tiefsinnigeren Texten. Wasim Taha, so sein richtiger Name, zählt zum Beispiel in „Weißt du wie es ist“ auf, wie fies das Leben sein kann – Vergewaltigung, Krebserkrankung oder Bürgerkrieg. Lieder, auf denen er ausfällig wird, sind die Ausnahme. Sogar auf dem Battle-Rap-Song „Ein Mann ein Wort“ wird er nur ein mal grob ausfallend: „Ich ficke Politiker/ degradiere jedes Bundesland„. Das war’s dann auch schon mit Ausdrücken.

Sony konnt aus seiner Gangsta-Rap-Hoffnung keinen deutschen 50 Cent formen: 2009 kam es zur Trennung. In einem Interview mit der Juice beklagte er, dass ihm zu dieser Zeit vorgegeben worden sei, wie er seine Texte zu schreiben habe. „Meine Musik ist härter als je zuvor. Ich lasse es auch nie wieder zu, dass mir irgendeiner was zu sagen hat, was meine Musik betrifft„, so Massiv weiter. Und auf seinen letzten zwei Alben „Blut gegen Blut 3“ (2013) und „M10“ (2014), veröffentlicht über sein eigenes Label Al Massiva, rappte er wieder aggressiv und ungehobelt.

Aber auch ohne von außen verpassten Maulkorb versuchte es der palästinensische Pfälzer schon mal mit dezenter Wortwahl. Die Rede ist von „Solange mein Herz schlägt“ (2012), ein weiteres Album ohne harte Verbalinjurien, dafür mit viel Melodie und Gesang: Es chartete mäßig, Top 20 der deutschen Album-Charts. Begleitend dazu erschien seine Biographie, die den gleichen Titel trägt – Top10 der Spiegel-Bestseller Charts.

Wieso der Musiker sich freiwillig nun für etwas entschieden hat, was ihm einst aufgezwungen wurde, bleibt bisher offen. Auch sein Entschluss aus freien Stücken, auf brachiale Sprache zu verzichten, wurde nicht von Erfolg gekrönt. Es bleibt abzuwarten, wie er seine feinfühligere Wortwahl für das kommende Album in den kommenden Interviews begründet. Seine Hörer dürfen gespannt sein, ob auf den Verzicht auf Beleidigungen ein neuer unverkennbarer Stil des Berliners folgt.

Eins aber ist sicher: Massiv ohne Schimpfwörter – so neu, wie man zunächst denken könnte, ist das nicht.

Takt32: Debütalbum „Gang“ kommt im April

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Der Berliner Takt32 kündigt sein Debütalbum „Gang“ für den 24. April an. Erscheinen wird es über Kiezkunst im Vertrieb bei Chapter One/Universal. 

Das erste Video „Stolz das Problem zu sein“ hat der ehemalige Rap-am-Mittwoch-Teilnehmer schon veröffentlicht. „Gang“ wird sein erstes Release nach der #Overkill-EP, auch die Tracklist ist über iTunes bereits abrufbar. FX, Liquit Walker, Dizzech und Marvin Game demnach werden als Gäste darauf vertreten sein.

Gang (Limited Gang Edition)
VÖ Datum: 2015-04-24
Verkaufsrang: 969
Jetzt vorbestellen ab 29,99

01 Stolz das Problem zu sein
02 Kapitel 1
03 Hallelujah
04 Komma kla
05 Einer von uns
06 Kapitel 2
07 Jimi
08 Jack City Gang (feat. FX)
09 Dschungelfieber (Interlude)
10 Dschungelfieber
11 Auf der Jagd
12 Kapitel 3
13 La Haine
14 Keiner von uns
15 Ouech Ouech
16 Im Rausch (feat. Liquit Walker)
17 Ayo
18 Alles ist die Gang
19 So hell 2 (feat. Dizzech)
20 Chocking (feat. Marvin Game)
21 Mach kaputt

Rappende YouTuber sind das Böse (Kommentar)

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Rappende YouTuber sind der Teufel.  Das Böse in Menschengestalt. Die Deutschrap-Szene ist sich ausnahmsweise mal einig. Selten genug, dieser Fall. Was YouTuber und deren Versuche als Rapper angeht, gibt es keine zwei Meinungen: Geht gar nicht. Dieser breitestmögliche Konsens verbindet Künstler aus unterschiedlichen Lagern und Subgenres. Der von mir besonders für seine jüngsten pointierten Zeichnungen geschätzte Graphizzle Novizzle bringt es mal wieder auf den Punkt.

Nach Ali As, der wohl als Urheber des Anti-YouTuber-Movements gelten kann, sind jetzt auch 3Plusss und Basti von Trailerpark in das Spiel eingestiegen. Der keineswegs unberechtigte Tenor: Voll scheiße. Auch eine wachsende Zahl von Rapfans nimmt YouTuber, die Rap-Alben veröffentlichen, inzwischen als Problem war. Die zunehmende Häufung von Kommentaren in Richtung von Kayef oder LionT beweisen es.

Nun gibt es sicherlich jede Menge, was an der Musik dieser beiden, aber auch anderer YouTuber, die versuchen zu rappen, zu kritisieren ist. Auch ich brauche keine halbgaren Gehversuche im Rap von Leuten, die sich kaum oder gar nicht ernsthaft mit der Kunstform und Kultur dahinter auseinandergesetzt haben. Ich habe Acts auf dem Niveau und mit der Aussagekraft von Der Wolf oder Cappuccino nicht vermisst. Ich will auch sicherlich keinen Anti-Menstruations-Rap. Gott bewahre.

Ich frage mich andererseits, ob es nicht wichtigeres gibt. Nein, nicht auf diese fade, tausendmal durchgekaute First-World-Problems-Art. Sondern eher deshalb, weil es auch im Rap selbst Entwicklungen gibt, die Rap weder als Kultur noch als Kunstform weiterbringen. Es ist natürlich viel einfacher, auf Phänomene von außerhalb zu schießen, sich gegen einen Feind, der gar nicht zur Szene gehört, zusammenzuschließen, als selbstkritisch nach innen zu blicken.

Denn man muss nicht einmal einen besonders tiefen Einblick in das haben, was sich hinter den Kulissen abspielt, um festzustellen, dass Rapper in ihrer Promophase immer mehr wie Politiker im Wahlkampf agieren. Sie buhlen um jeden Käufer (=jede Wählerstimme), sie fahren regelrechte Kampagnen gegen Konkurrenten, die ihnen im Weg stehen, sie versuchen, kritische Berichterstattung über sich selbst weitestgehend zu unterbinden, fordern diese im Bezug auf besagte unliebsame Konkurrenten vehement ein. Strategisch geschickt wird kontrolliert, welche Informationen an die Öffentlichkeit geraten. Releasedates sind Wahltermine, potentielle Käufer das Stimmvieh. Natürlich wollte schon immer jeder Rapper so viel wie möglich verkaufen, klar, aber noch nie war das Wissen um bzw. die Bereitschaft zu den richtigen Strategien so ausgeprägt wie jetzt.

Es ist natürlich keineswegs so, dass das nicht auch kritisiert würde. Am sprichwörtlichen Ende des Tages aber macht doch fast jeder bei dem Spiel mit. Uns Medien wird – zum Teil berechtigterweise – vorgeworfen, es gehe immer weniger um Musik. Das gilt aber eben auch für viele Rapper. Ganz offenbar gezielt werden von vielen Schlagzeilen produziert, die mit der Musik nicht nur nichts zu tun haben, sondern die auch immer mehr von ihr ablenken. Vielleicht sollen sie das sogar.

Insofern ist es zwar absolut nachvollziehbar und inhaltlich richtig, rappende YouTuber zu kritisieren und ihnen ihre künstlerische Berechtigung abzusprechen. Interessanter aber wäre es, den Blick mal auf szeneinterne Probleme zu richten. Allerdings auch weit riskanter: Hier kann man sich des Applauses natürlich nicht so sicher sein und geht zudem das Risiko ein, es sich mit diversen Artists zu verscherzen, die sich angesprochen fühlen. Denn angesprochen fühlen können sich davon sehr, sehr viele.

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